Nachweis der Unzulänglichkeit des Potentialitätsargumentes für ein kategorisches moralisches Abtreibungsverbot
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Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
17.09.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
21 (Printausgabe)
Dateigröße
390 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640170630
Im Zuge der Begriffsklärung war man sich vor allem uneinig, auf welche Art
die Frage nach der Zuschreibung eines besonderen Status menschlicher Embryonen
überhaupt erfolgen könne und wie also ein solch abgesonderter Status auszusehen habe.
Die aufeinander aufbauenden Kernfragen waren hier:
Was definiert menschliche Rechte und wie sehen diese aus?
Wie weit ist der Begriff der ,Würde' zu fassen und auf wen dehnt er sich aus?
Ist die Würde ein Merkmal für Lebensrecht?
Haben nur Personen ein Lebensrecht?
Was macht Personen aus?
Was macht Menschen zu Personen?
Wann sind Menschen Personen?
Falls Menschen nicht immer Personen sind, gelten für jene trotzdem gleiche Rechte?
Sollten Embryonen und Föten Lebensrecht besitzen aufgrund ihres Potentials, Personen
mit derartigen Rechten zu werden?
In der Abtreibungsdiskussion vor allem der 1990er Jahre galt das so genannte Potentia-
litätsargument als eines der stärksten Argumente der Abtreibungsgegner. Mit seiner
Hilfe sollte von der konservativen Position aus gezeigt werden können, dass jedweder
Organismus, den zu töten wir aus welchen Gründen auch immer später für moralisch
falsch halten würden, auch schon in einem früheren Stadium seiner Existenz, in dem er
die Eigenschaften noch nicht besitzt, wegen derer wir später seinen gewaltsamen Tod
verurteilen würden, einfach aufgrund seiner Potentialität, sich zu einem schützenswer-
ten Wesen zu entwickeln, nicht getötet werden dürfe.
Wenn man dieses Argument als ein nicht nur schlüssiges, sondern gar gutes Argument
akzeptiert, müsste also in der Tat mindestens jede Abtreibung eines menschlichen Or-
ganismus sowie forschungsbedingter Fetozid künftig als moralisch verwerflich angese-
hen werden.
Das Argument genauer zu durchleuchten, seine Schlüssigkeit zu prüfen, und die Folgen
der Akzeptanz oder Ablehnung des Argumentes klar herauszustellen ist Ziel der vorlie-
genden Arbeit.
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