Welche Bedeutung hat das Angebot der pränatalen Diagnostik für die Schwangere
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
05.08.2003
Verlag
GRINSeitenzahl
26 (Printausgabe)
Dateigröße
346 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638210164
Bevor ich auf mein eigentliches Thema eingehe, ist es notwendig, die Methoden der
pränatalen Diagnostik kurz vorzustellen, sowie darauf einzugehen, nach welchen Grundsätzen
beraten wird und welche rechtlichen Aspekte von Bedeutung sind.
Methoden der pränatalen Diagnostik
Jede schwangere Frau in Deutschland muss sich heute in der ärztlichen Geburtsvorsorge mit einem breiten
Spektrum von pränatalen Untersuchungsmethoden auseinander setzen, die neben der Kontrolle des allgemeinen
Schwangerschaftsverlaufs auch die gezielte Suche nach Fehlbildungen des Fötus beinhalten.1
Folgende Methoden werden im Rahmen der Pränataldiagnostik häufig angewandt:
Nichtinvasive Methoden:
Ultraschall:
Erkennen von morphologischen Fehlentwicklungen (z.B. Anencephalie = Fehlen des
kindlichen Großhirns).
Die Darstellungsmöglichkeiten des Ultraschalls wurden in den letzten Jahren verbessert,
was dazu führte, dass eine verdickte Nackenfalte beim Fötus immer häufiger als Indikator
für eine Chromosomenanomalie Bedeutung erhält.
Triple-Test (auch Alpha-Feto-Protein-Test genannt):
Der schwangeren Frau wird zwischen der 16. und 18. Schwangerschaftswoche Blut
abgenommen. Dann wird das Verhältnis der Konzentration von 3 Stoffen zueinander
untersucht, und zwar von Alpha-Feto-Protein, einem Eiweiß, das der Fötus ausscheidet und
das über das Fruchtwasser ins Blut der Mutter gelangt, und von den Hormonen humanes
Choriongonadotropin und Östriol.
Der Test lässt eine statistische Wahrscheinlichkeitsaussage zu bezüglich des Risikos für
Down-Syndrom und andere Chromosomenanomalien, sowie für Neuralrohrdefekte.
Allerdings besteht nur eine "Zuverlässigkeit von 60-65%"2.
Als nichtinvasive Methode wird dieser Test immer mehr zur Routineuntersuchung und
ermöglicht die Ausdehnung des Angebots der pränatalen Diagnostik auch auf Schwangere
ohne spezielle Indikation (s.u.), da nicht abgewogen werden muss zwischen einem Risiko
durch die Untersuchung und der Wahrscheinlichkeit eines positiven Befunds. (vgl. BZgA
Forum 1/2-2000).
1 (BZgA Forum 1/2-2000; 22)
2 (Ebenda; 54)
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