Der kleinen Hanno Dietz schlägt sich mit seiner Mutter im Hamburg der Nachkriegsjahre durch. Steine klopfen, Altmetall suchen, Schwarzhandel - das ist sein Alltag. Eines Tages entdeckt er in den Trümmern eine Tote - und etwas abseits einen etwa dreijährigen Jungen, der erstaunlich gut gekleidet ist. Das Kind spricht kein Wort, Verwandte sind nicht auffindbar. Und so wächst das Findelkind bei den Dietzens auf. Jahre später kommt das einstige Trümmerkind durch Zufall einem Verbrechen auf die Spur, das auf fatale Weise mit seiner Familie verknüpft ist ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
5/5
20.02.2018
Hörbuch-Download (MP3)
Überragende Familiengeschichte
Ich habe das Hörbuch "Trümmerkind" mit großer Begeisterung gehört. Es gelingt der Sprecherin Vera Teltz mit ihrer ruhigen und vielfältigen Stimme ihre Hörer direkt in ihren Bann zu ziehen.
Erzählt wird die Geschichte dreier Familien, 2 spielen während der Kriegsjahre und eine 3. in den 90er Jahren. Ich habe mich über lange Teile des Hörbuchs gefragt, wie denn wohl alles zusammenhängen wird. Und genau das macht es so spannend.
Der Titel wird als Krimi deklariert. Für mich persönlich würde ich eher sagen, dass es sich um eine dramatische Familiengeschichte handelt, da die kriminalen Züge erst ganz zum Schluss von Bedeutung sind.
Bewertung
aus Gudensberg
5/5
18.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Trümmerkind
Diese Schriftstellerin ist einfach Weltklasse ihr Romane gehören verfilmt.Sie schafft es die Vergangenheit auf spannendste Weise mit der Gegenwart zu verbinden.Alles in einer wahren Begebenheiten, Geschichte,Krimi, Spannung bis zur letzten Seite und auch das Ende ist immer gut geschrieben, was viele Autoren nicht können.Sie packt eine tragische Geschichte,die sehr berührt in ein kleines Taschenbuch wofür andere ganze Buchreihen brauchen.Brillant
Bewertung
aus Niederneisen
5/5
30.11.2025
Buch (Taschenbuch)
Trümmerkind
Ein sehr bewegender Roman, der die Verhältnisse und Gegebenheiten schildert in denen Menschen leben und überleben mussten. Nicht nur einmal musste ich schlucken, wieviel Leid und Elend hier doch überwunden wird und mit welcher Hoffnung und Zuversicht man über- und gelebt hat. Sehr empfehlenswert.
Bewertung
aus Brunn am Gebirge
5/5
11.06.2024
eBook (ePUB 3)
Eine sehr nette Zeitreise
Klappentext: "Hamburg 1946/47 - Steineklopfen, Altmetallsuchen, Schwarzhandel.
Der 14jährige Hanno Dietz kämpft mit seiner Familie im zerstörten Hamburg der Nachkriegsjahre ums Überleben. Viele Monate ist es bitterkalt, Deutschland erlebt den Jahrhundertwinter 1946/47.
Eines Tages entdeckt Hanno in den Trümmern eine nackte Tote - und etwas abseits einen etwa dreijährigen Jungen. Der Kleine wächst bei den Dietzens in Hamburg auf. Monatelang spricht der Junge kein Wort. Und auch Hanno erzählt niemandem von seiner grauenhaften Entdeckung. Doch das Bild der toten Frau inmitten der Trümmer verfolgt ihn in seinen Träumen.
Erst viele Jahre später wird das einstige Trümmerkind durch Zufall einem Verbrechen auf die Spur kommen, das auf fatale Weise mit der Geschichte seiner Familie verknüpft ist …"
Bei diesem Buch hat mich am meisten die Überschrift angezogen. Hin und wieder neige ich dazu, Geschichten, aus dem oder nach dem 2. Weltkrieg zu lesen. Das Cover ist fantastisch, gespart an Farben, es war auch eine farblose Zeit, die Trümmern und das Kind.
Die Geschichte ist Anfangs in drei Teile unterteilt, zwei aus der Vergangenheit und ein Teil aus der Gegenwart. Am Ende ergibt alles ein Ganzes. Alle Hauptprotagonisten sind so realistisch erklärt, dass ich mich gar nicht entscheiden kann, wen ich am meisten mochte. Die Schreibweise war sehr angenehm, führte mich sofort in eine fantastische Zeitreise. Eine Zeitreise, die so bildlich die Orte, Menschen, Ereignisse und Gefühl beschrieb, dass ich dachte ein Teil von dem Buch zu sein.
Die Geschichte las ich bewusst langsam, denn ich wollte sie genießen, jedes mal wenn ich hinein getaucht bin. Ich gebe zu, anfänglich war es verwirrend, drei Orten, drei verschiedene Familien und Handlungen zu folgen, aber langsam bekommt der Leser ein Gefühl wohin das Ganze führt.
Trotzdem, am Ende, obwohl sich der Leser einen Teil schon denken konnte, kamen überraschende und erschreckende Tatsachen ans Licht. Ja, da habe ich tatsächlich mit dem Buch "geschimpft, gestritten, gelitten". Mein Gefühlschaos war groß.
Es ist traurig zu wissen, dass diese Erzählung, auch eine Wahrheit, eine Vergangenheit von jemanden sein kann/könnte.
Ich weiß nicht, ob ich das Buch unbedingt als Krimi einstufen würde, aber ich würde es jedem empfehlen. Denn, meiner Meinung nach, ist es ein tolles Buch.
Von der Autorin werde ich sicher bald wieder etwas Neues lesen.
Bewertung
5/5
14.02.2024
Buch (Taschenbuch)
Kopfkino eingeschaltet
Unaufgeregt aber eindringlich schildert die Autorin schreckliche Rahmenbedingungen, in denen Menschen überleben müssen. Sofort ist man gefesselt, lebt, leidet, hofft mit den Protagonisten, die in all ihrem Leid aktiv und menschlich agieren. Ganz klare und überzeugte Leseempfehlung.
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