Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
19.08.2003
Verlag
GRINSeitenzahl
51 (Printausgabe)
Dateigröße
724 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638211956
zwischen postexpositorischer Traumatherapie und Therapie traumatischer Prozesse. Unter
postexpositorischer Traumatherapie verstehen sie eine Trauma-Akuttherapie, die möglichst
bald nach der Einwirkungsphase des Traumas stattfinden sollte, also dann, wenn die
Betroffenen sich von der direkten Einwirkung der traumatischen Situation zu erholen
beginnen. Sinn dieser Art von Therapie ist es, streßreduzierend zu wirken, verzögert
auftretende posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) oder Chronifizierungen zu mindern
und die Fixierung pathologischer Reaktionen zu vermeiden. Bei den traumatischen Prozessen
hingegen hat sich die Persönlichkeit an die traumatische Erfahrung angepaßt und hat gelernt
mit ihr zu leben. Die traumatischen Ereignisse liegen längere Zeit zurück und unterliegen oft
einer Erinnerungsverzerrung. Manchmal sind sie verdrängt oder zwar erinnerbar, jedoch ohne
die zugehörige emotionale Bedeutung, also abgespalten. Dies hat meist dazu geführt, daß sich
Persönlichkeitsstrukturen wie ein Schutzwall um die "Wunde" herum organisiert haben. Die
Psychotherapie traumatischer Prozesse besteht hier in der Bearbeitung der verzerrten
Abwehrstrukturen in Verbindung mit einer Stärkung der gesunden Strukturen und zielt auf
Wiedererleben, Durcharbeiten und die Integration der traumatischen Erfahrung ab. In der
Praxis lassen sich diese beiden Arten der Therapie jedoch kaum trennen, meist befinden sich
die Therapien wohl irgendwo zwischen diesen beiden Polen. In den folgenden Betrachtungen
werden hauptsächlich Verfahren vorgestellt, die man eher der akuten Traumatherapie
zuordnen würde.
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