Produktbild: Blauer Elefant

Blauer Elefant Thriller aus Ägypten

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.03.2018

Herausgeber

Christine Battermann

Verlag

Lenos Verlag

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

19/12/3,2 cm

Gewicht

361 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

al-Fîl al-asrak

Übersetzt von

Christine Battermann

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-85787-486-4

Beschreibung

Rezension

"Ein Psychothriller, nichts für schwache Nerven." (Cornelia Wegerhoff, Deutschlandfunk Kultur)
"Mourad lockt auch den härtesten Ratio-Fetischisten aus der Reserve. Wie er seine Hauptfiguren aufeinander projiziert, verdoppelt und dann wieder zur kalten Analyse verpflichtet, lässt sich nur mit Krimi-Guru-Qualitäten erklären." (Ute Cohen, der Freitag)
"Blauer Elefant ist ein aufregender, surrealistischer Psychothriller mit Horrorelementen, routiniert gebaut und flott in kurzen, präzisen Sätzen geschrieben. Mourad spielt darin souverän mit den verschwimmenden Grenzen des menschlichen Verstandes." (Dina Netz, Deutschlandfunk)

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.03.2018

Herausgeber

Christine Battermann

Verlag

Lenos Verlag

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

19/12/3,2 cm

Gewicht

361 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

al-Fîl al-asrak

Übersetzt von

Christine Battermann

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-85787-486-4

EU-Ansprechpartner

Prolit Verlagsauslieferung
Siemensstraße 16|35463|Fernwald|DE
gpsr@prolit.de

Herstelleradresse

Lenos Verlag
Spalentorweg 12|4051|Basel|CH
lenos@lenos.ch

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Ahmed Mourad präsentiert uns…

Almut Scheller-Mahmoud aus Hamburg am 04.11.2020

Bewertungsnummer: 2790563

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ahmed Mourad präsentiert uns eine kafkaeske, eindringliche Geschichte, für die man einen langen Atem braucht, um sich in den Gefilden der Halluzinationen und der vWahnvorstellungen zurecht zu finden. Ein Szenario der Albträume, ein psychedelisches Labyrinth und ein mentales Konstrukt mit Teufeln und Dämonen, mit Magie und mysteriöser Zahlenmagie. Jachjar, ein 37 Jahre alter forensischer Psychiater, verlor vor Jahren bei einem Autounfall seine Frau und seine Tochter: er war schuld und überlebte und blieb deshalb fünf Jahre seiner Arbeit fern. Er versank in schweren Depressionen und Verwahrlosung, zudem ist er zuckerkrank und süchtig nach selbstgedrehten Zigaretten, nach Kaffee, nach Haschisch, Whisky und nach Sex mit Maja, einer Gelegenheitsgeliebten, einer ausgeflippten jungen Frau, mit der er das Ritual des Ab-sinthtrinkens pflegt. Jachjar wird von der Leiterin seiner Klinik nach einer letzten Abmahnung zur Arbeit gerufen und findet sich auf der Station 8 wieder, wo Menschen, über deren Schuldfähigkeit man sich uneins ist, stationiert sind. E trifft auf einen alten Kollegen, Scharif al Kurdi, der beschuldigt wird, seine Frau Basma ermor-det, sie aus dem 30. Stock eines Hochhauses gestürzt zu haben. Der Anwalt plädiert auf unschuldig, es sei Selbstmord gewesen. Als Jachjar Scharifs Foto in der Polizeiakte sieht, fällt ihm eine tätowierte Linie von der Schulter bis in die Handfläche mit um den Arm mäandernden Querlinien auf: das Muster erinnert an einen bestimmten arabischen Buchstaben und dessen Spiegelbild. Durch seine Recherchen trifft er Lubna wieder, seine große Liebe und zugleich Scharifs Schwester. Sie treffen sich regelmäßig und fühlen sich immer noch zueinander hingezogen, obwohl Lubna inzwischen verheiratet und Mutter einer kleinen Tochter ist. Nach Einnahme des „Blauen Elephanten“, einer Droge, einer Substanz ähnlich, die sich angeblich im Körper während des Sterbeprozesses bilden soll, erlebt Jachjar und der Leser mit ihm Horrorszenen. Die verschiedenen Erzählebenen verlieren sich in surrealen Dimensionen, so dass offen bleibt, ob nicht alles nur eine Einbildung des Protagonisten ist. Man fühlt sich wie ein Wünschelrutengänger in einem Gärprozess. Ahmed Mourad baut viele kleine kulturgeschichtliche Reminiszenzen in seinen Text ein (unter-füttert durch Erläuterungen). Ansonsten finde ich den Stil anbiedernd modern, so gewollt modern, mit vielen überflüssigen Anglizismen. Ganz besonders störend seltsame „Adjektiv-Sätze“ wie: „und betastete meinen Hals, der so verbeult war wie eine leere Pepsi-Dose“, „sie ließ mich warten, bis ich so gut abgehangen war wie ein Stück zähes Kamelfleisch“, „aus meinem Rachen kam ein Gestank wie aus dem Hintern eines toten Schweins“, „wie ein alters-schwacher Löwe mit Haarausfall auf der Flucht vor der Peitsche seines Dompteurs“. Wer Verwirrspiele der psychedelischen Art im Metier von Psychothrillern mag, ist mit der Lektüre gut bedient. Das Ende wird natürlich nicht verraten. 


Ahmed Mourad präsentiert uns…

Almut Scheller-Mahmoud aus Hamburg am 04.11.2020
Bewertungsnummer: 2790563
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ahmed Mourad präsentiert uns eine kafkaeske, eindringliche Geschichte, für die man einen langen Atem braucht, um sich in den Gefilden der Halluzinationen und der vWahnvorstellungen zurecht zu finden. Ein Szenario der Albträume, ein psychedelisches Labyrinth und ein mentales Konstrukt mit Teufeln und Dämonen, mit Magie und mysteriöser Zahlenmagie. Jachjar, ein 37 Jahre alter forensischer Psychiater, verlor vor Jahren bei einem Autounfall seine Frau und seine Tochter: er war schuld und überlebte und blieb deshalb fünf Jahre seiner Arbeit fern. Er versank in schweren Depressionen und Verwahrlosung, zudem ist er zuckerkrank und süchtig nach selbstgedrehten Zigaretten, nach Kaffee, nach Haschisch, Whisky und nach Sex mit Maja, einer Gelegenheitsgeliebten, einer ausgeflippten jungen Frau, mit der er das Ritual des Ab-sinthtrinkens pflegt. Jachjar wird von der Leiterin seiner Klinik nach einer letzten Abmahnung zur Arbeit gerufen und findet sich auf der Station 8 wieder, wo Menschen, über deren Schuldfähigkeit man sich uneins ist, stationiert sind. E trifft auf einen alten Kollegen, Scharif al Kurdi, der beschuldigt wird, seine Frau Basma ermor-det, sie aus dem 30. Stock eines Hochhauses gestürzt zu haben. Der Anwalt plädiert auf unschuldig, es sei Selbstmord gewesen. Als Jachjar Scharifs Foto in der Polizeiakte sieht, fällt ihm eine tätowierte Linie von der Schulter bis in die Handfläche mit um den Arm mäandernden Querlinien auf: das Muster erinnert an einen bestimmten arabischen Buchstaben und dessen Spiegelbild. Durch seine Recherchen trifft er Lubna wieder, seine große Liebe und zugleich Scharifs Schwester. Sie treffen sich regelmäßig und fühlen sich immer noch zueinander hingezogen, obwohl Lubna inzwischen verheiratet und Mutter einer kleinen Tochter ist. Nach Einnahme des „Blauen Elephanten“, einer Droge, einer Substanz ähnlich, die sich angeblich im Körper während des Sterbeprozesses bilden soll, erlebt Jachjar und der Leser mit ihm Horrorszenen. Die verschiedenen Erzählebenen verlieren sich in surrealen Dimensionen, so dass offen bleibt, ob nicht alles nur eine Einbildung des Protagonisten ist. Man fühlt sich wie ein Wünschelrutengänger in einem Gärprozess. Ahmed Mourad baut viele kleine kulturgeschichtliche Reminiszenzen in seinen Text ein (unter-füttert durch Erläuterungen). Ansonsten finde ich den Stil anbiedernd modern, so gewollt modern, mit vielen überflüssigen Anglizismen. Ganz besonders störend seltsame „Adjektiv-Sätze“ wie: „und betastete meinen Hals, der so verbeult war wie eine leere Pepsi-Dose“, „sie ließ mich warten, bis ich so gut abgehangen war wie ein Stück zähes Kamelfleisch“, „aus meinem Rachen kam ein Gestank wie aus dem Hintern eines toten Schweins“, „wie ein alters-schwacher Löwe mit Haarausfall auf der Flucht vor der Peitsche seines Dompteurs“. Wer Verwirrspiele der psychedelischen Art im Metier von Psychothrillern mag, ist mit der Lektüre gut bedient. Das Ende wird natürlich nicht verraten. 


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