Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
01.01.2018
Abbildungen
mit zahlreichen Abbildungen und Tabellen
Verlag
Vandenhoeck + RuprechtSeitenzahl
250
Maße (L/B)
23,2/15,5 cm
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-525-40383-9
Entweder-oder scheint es in Fachkreisen oft zu lauten, wenn die Sprache auf Familienpsychologie und systemische Familientherapie kommt. Dass dies nicht so sein muss, zeigen Klaus A. Schneewind und Arist von Schlippe. Sie verdeutlichen, wie trotz der unterschiedlichen Traditionen und Denkweisen beide Fächer zum Wohle der Patienten sich ergänzen. Während die Familienpsychologie ihre Wurzeln in der akademischen Psychologie hat, sich an psychologischen Theorien orientiert und wissenschaftlich gesichertes Wissen vermehren will, ist die systemische Familientherapie aus klinischen Zusammenhängen heraus entstanden, aus der Erfahrung, dass Störungsbilder im Kontext des jeweiligen engsten Bezugssystems eines Patienten völlig neu wahrnehmbar werden. Gemeinsam ist beiden Fächern das Interesse an der Familie. Welche Formen lassen sich unterscheiden, wie haben sich Bilder von Familie historisch entwickelt und wie steht es mit ihr heute?
Die Autoren des Bandes, beide Experten für ihr jeweiliges Fach, schlagen in ihren Antworten eine Brücke über den alten Grabenkampf der Fächer. Sie zeichnen die Grundzüge der Familientherapie und die Logiken systemischer Intervention nach. Sie beschreiben Lebensumstände, Beziehungsformen und Beziehungsqualität von Paaren und Familien sowie deren Entwicklung anhand von empirischen Ergebnissen. Sie bringen Themen wie die Qualität von Paarbeziehungen und mehrgenerationale Beziehungsmuster zur Sprache. Die Lesenden erfahren, wie das auf Studien basierende Wissen für die Praxis genutzt werden kann. Von Babysprechstunde, Elterncoaching, Mediation über Prävention im Kontext von Paar- und Eltern-Kind-Beziehungen bis hin zur Familien- und Psychotherapie zeigen Arist von Schlippe und Klaus A. Schneewind, wie man Familien professionell begleitet. Die Lektüre des Bandes ist ein Gewinn für Fachleute, die Ihre Arbeit besser verstehen und einordnen möchten, und alle jenseits psychosozialer Berufe , die Einzelbefunde in ein Gesamtbild einfügen wollen.
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