Produktbild: Das konservative Manifest

Das konservative Manifest Zehn Gebote der neuen Bürgerlichkeit

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.01.2018

Verlag

Plassen Verlag

Seitenzahl

112

Maße (L/B/H)

18,5/12,1/1,5 cm

Gewicht

120 g

Farbe

Weiß / Himbeer

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86470-567-0

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.01.2018

Verlag

Plassen Verlag

Seitenzahl

112

Maße (L/B/H)

18,5/12,1/1,5 cm

Gewicht

120 g

Farbe

Weiß / Himbeer

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86470-567-0

Herstelleradresse

Börsenmedien AG
Am Eulenhof 14
95326 Kulmbach
DE
info@boersenmedien.de

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"Wir sind zu kurzatmigen, kurzweiligen, kurzsichtigen Kollektivexistenzen degeneriert"

Dr_ M aus Sachsen am 12.06.2018

Bewertungsnummer: 1110238

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Kaum ein Horizont der Deutschen reicht weiter zurück als 1933, wir kennen die langen Linien unserer Herkunft nicht, nicht einmal mehr ihre rudimentären Sagen", heißt es weiter (S. 60/61) in diesem "Konservativen Manifest". Wolfram Weimer ist oder war Verleger oder Chefredakteur bekannter deutscher Zeitschriften. Und nein, er hat die Dresdner Rede eines bekannten Thüringer Politikers nicht geschrieben, in der man zu diesem Thema inhaltlich ähnliche Aussagen findet. Insofern zieht sich durch dieses kleine Büchlein auch die Tragik des deutschen Konservatismus, die in seiner ängstlichen Passivität, Gesichtslosigkeit und Uneinigkeit besteht. Man könnte auch wie im Kommunistischen Manifest von einem Gespenst sprechen, das in Deutschland umgeht. Aber es ist ein anders Gespenst als das des Kommunismus. Man sieht es gelegentlich, aber es macht niemandem wirklich Angst. Dieses Büchlein soll eine "Provokation für Linke und Rechtspopulisten" sein. Das ist komisch, und Weimer merkt das nicht: Ein sich als Konservativer fühlender Autor benutzt einen linken Kampfbegriff, den diese Leute genau für ihn bereithalten werden, falls sie dieses Büchlein tatsächlich lesen sollten und sich provoziert fühlen. Wenn man sich auch für einen Konservativen hält, dann wird mit Sicherheit alles in diesem Buch recht ähnlich sehen. Eigentlich besteht jedes Kapitel (Person, Familie, Heimat, Nation, Geschichte, Kulturkreis, Ordnung, Eigentum, Tugend, Religion) immer aus erstens einer Erklärung, was und wie Konservative nach Ansicht des Autors denken oder denken sollten, und zweitens aus einer Kritik am dominierenden Geist unserer Zeit. Besonders beim zweiten Punkt trifft der Autor zielsicher ins Schwarze. Wenn konservativ zu sein bedeutet, sich an das zu halten, was schon immer galt und von Generation zu Generation an Erziehung, Regeln und Unausgesprochenem weitergegeben wird, dann sind die Menschen mehrheitlich konservativ. Und das ist auch gut so, denn anders würden Gesellschaften zerfallen. Weimer glaubt, und da ist er auch nicht alleine, dass die Sonne im Abendland langsam untergeht. Das Konservative mag zwar die bestimmende Haltung der meisten Menschen sein, es kann sich aber politisch nicht ausreichend artikulieren, und lässt sich obendrein auch noch vom Gegenteil bevormunden. Das politische Europa beschäftigt sich mit Selbstzweifeln, bricht eigene Traditionen, betet die falschen Götter an und hofft, sich mit kulturfremder Zuwanderung aus seiner Überalterung und Lethargie befreien zu können. Weimers "Konservatives Manifest" will dagegen ein Zeichen setzen, wie es immer so schön heißt. Das allein wird jedoch kaum reichen, zumal es Einigkeit unter den intellektuellen Konservativen noch nie gegeben hat. Sie sind Individualisten, wie Weimer erklärt. Auch wenn sie das auszeichnet, liegt gerade darin der Samen ihres historischen Versagens.

"Wir sind zu kurzatmigen, kurzweiligen, kurzsichtigen Kollektivexistenzen degeneriert"

Dr_ M aus Sachsen am 12.06.2018
Bewertungsnummer: 1110238
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Kaum ein Horizont der Deutschen reicht weiter zurück als 1933, wir kennen die langen Linien unserer Herkunft nicht, nicht einmal mehr ihre rudimentären Sagen", heißt es weiter (S. 60/61) in diesem "Konservativen Manifest". Wolfram Weimer ist oder war Verleger oder Chefredakteur bekannter deutscher Zeitschriften. Und nein, er hat die Dresdner Rede eines bekannten Thüringer Politikers nicht geschrieben, in der man zu diesem Thema inhaltlich ähnliche Aussagen findet. Insofern zieht sich durch dieses kleine Büchlein auch die Tragik des deutschen Konservatismus, die in seiner ängstlichen Passivität, Gesichtslosigkeit und Uneinigkeit besteht. Man könnte auch wie im Kommunistischen Manifest von einem Gespenst sprechen, das in Deutschland umgeht. Aber es ist ein anders Gespenst als das des Kommunismus. Man sieht es gelegentlich, aber es macht niemandem wirklich Angst. Dieses Büchlein soll eine "Provokation für Linke und Rechtspopulisten" sein. Das ist komisch, und Weimer merkt das nicht: Ein sich als Konservativer fühlender Autor benutzt einen linken Kampfbegriff, den diese Leute genau für ihn bereithalten werden, falls sie dieses Büchlein tatsächlich lesen sollten und sich provoziert fühlen. Wenn man sich auch für einen Konservativen hält, dann wird mit Sicherheit alles in diesem Buch recht ähnlich sehen. Eigentlich besteht jedes Kapitel (Person, Familie, Heimat, Nation, Geschichte, Kulturkreis, Ordnung, Eigentum, Tugend, Religion) immer aus erstens einer Erklärung, was und wie Konservative nach Ansicht des Autors denken oder denken sollten, und zweitens aus einer Kritik am dominierenden Geist unserer Zeit. Besonders beim zweiten Punkt trifft der Autor zielsicher ins Schwarze. Wenn konservativ zu sein bedeutet, sich an das zu halten, was schon immer galt und von Generation zu Generation an Erziehung, Regeln und Unausgesprochenem weitergegeben wird, dann sind die Menschen mehrheitlich konservativ. Und das ist auch gut so, denn anders würden Gesellschaften zerfallen. Weimer glaubt, und da ist er auch nicht alleine, dass die Sonne im Abendland langsam untergeht. Das Konservative mag zwar die bestimmende Haltung der meisten Menschen sein, es kann sich aber politisch nicht ausreichend artikulieren, und lässt sich obendrein auch noch vom Gegenteil bevormunden. Das politische Europa beschäftigt sich mit Selbstzweifeln, bricht eigene Traditionen, betet die falschen Götter an und hofft, sich mit kulturfremder Zuwanderung aus seiner Überalterung und Lethargie befreien zu können. Weimers "Konservatives Manifest" will dagegen ein Zeichen setzen, wie es immer so schön heißt. Das allein wird jedoch kaum reichen, zumal es Einigkeit unter den intellektuellen Konservativen noch nie gegeben hat. Sie sind Individualisten, wie Weimer erklärt. Auch wenn sie das auszeichnet, liegt gerade darin der Samen ihres historischen Versagens.

Wir schreiben wohl alle ab…

LichtundSchatten am 20.12.2025

Bewertungsnummer: 2976122

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Wir schreiben wohl alle ab und zu. Aus diesem Buch S. 47 f: "Solche Hinweise verdeutlichen, dass die Identität Europas nicht allein durch wirtschaftliche Interessen definiert und auch nicht allein durch politische Institutionen verbürgt werden kann. Die Frage nach den tragenden Kräften Europas ist auch nicht durch den Hinweis auf die Pluralität der regional verwurzelten Kulturen in Europa zureichend beantwortet. Denn es geht gerade um die Frage, wie diese unterschiedlichen Kulturen sich miteinander verbinden und aufeinander beziehen können. Mit der europäischen Pluralität kann für den Konservativen nicht das gleichgültige Nebeneinander unterschiedlicher Weltanschauungen gemeint sein. Denn das würde faktisch die Rücknahme der geistigen Orientierung in den Bereich des Privaten und die Preisgabe des öffentlichen Raums an einen nichtssagenden Relativismus bedeuten." Und so lautet die Stelle im Original von Bischof Wolfgang Huber, Theologe, 2001, Europa als Wertegemeinschaft - Seine christlichen Grundlagen Gestern, Heute, Morgen "Solche Hinweise verdeutlichen, dass die Identität Europas nicht allein durch wirtschaftliche Interessen definiert und auch nicht allein durch politische Institutionen verbürgt werden kann. Die Frage nach den tragenden Kräften Europas ist auch nicht durch den Hinweis auf die Pluralität der regional verwurzelten Kulturen in Europa zureichend beantwortet. Denn es geht gerade um die Frage, wie diese unterschiedlichen Kulturen sich miteinander verbinden und aufeinander beziehen können. Mit der europäischen Pluralität kann nicht das gleichgültige Nebeneinander unterschiedlicher Weltanschauungen gemeint sein. Denn das würde faktisch die Rücknahme der geistigen Orientierung in den Bereich des Privaten und die Preisgabe des öffentlichen Raums an einen nichtssagenden Relativismus bedeuten." Schluss-Satz in diesem Buch: "Der Konservative wird sich selber daher nur finden, wenn er bis zur untersten Tiefe seiner eigenen Prinzipien hinabsteigt und aus dieser seiner alten Brunnenstube religiöses Wasser herausholt." Wer die Tiefe eigener Prinzipien anmahnt, während er sich ungeniert aus den Brunnenstuben fremder Denker bedient, betreibt kein Manifest, sondern intellektuellen Etikettenschwindel unter dem Deckmantel der Tradition. Konservativ zu sein hieße hier vor allem, die geistige Leistung anderer anzuerkennen, indem man sie ehrlich und klar als Quelle benennt.

Wir schreiben wohl alle ab…

LichtundSchatten am 20.12.2025
Bewertungsnummer: 2976122
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Wir schreiben wohl alle ab und zu. Aus diesem Buch S. 47 f: "Solche Hinweise verdeutlichen, dass die Identität Europas nicht allein durch wirtschaftliche Interessen definiert und auch nicht allein durch politische Institutionen verbürgt werden kann. Die Frage nach den tragenden Kräften Europas ist auch nicht durch den Hinweis auf die Pluralität der regional verwurzelten Kulturen in Europa zureichend beantwortet. Denn es geht gerade um die Frage, wie diese unterschiedlichen Kulturen sich miteinander verbinden und aufeinander beziehen können. Mit der europäischen Pluralität kann für den Konservativen nicht das gleichgültige Nebeneinander unterschiedlicher Weltanschauungen gemeint sein. Denn das würde faktisch die Rücknahme der geistigen Orientierung in den Bereich des Privaten und die Preisgabe des öffentlichen Raums an einen nichtssagenden Relativismus bedeuten." Und so lautet die Stelle im Original von Bischof Wolfgang Huber, Theologe, 2001, Europa als Wertegemeinschaft - Seine christlichen Grundlagen Gestern, Heute, Morgen "Solche Hinweise verdeutlichen, dass die Identität Europas nicht allein durch wirtschaftliche Interessen definiert und auch nicht allein durch politische Institutionen verbürgt werden kann. Die Frage nach den tragenden Kräften Europas ist auch nicht durch den Hinweis auf die Pluralität der regional verwurzelten Kulturen in Europa zureichend beantwortet. Denn es geht gerade um die Frage, wie diese unterschiedlichen Kulturen sich miteinander verbinden und aufeinander beziehen können. Mit der europäischen Pluralität kann nicht das gleichgültige Nebeneinander unterschiedlicher Weltanschauungen gemeint sein. Denn das würde faktisch die Rücknahme der geistigen Orientierung in den Bereich des Privaten und die Preisgabe des öffentlichen Raums an einen nichtssagenden Relativismus bedeuten." Schluss-Satz in diesem Buch: "Der Konservative wird sich selber daher nur finden, wenn er bis zur untersten Tiefe seiner eigenen Prinzipien hinabsteigt und aus dieser seiner alten Brunnenstube religiöses Wasser herausholt." Wer die Tiefe eigener Prinzipien anmahnt, während er sich ungeniert aus den Brunnenstuben fremder Denker bedient, betreibt kein Manifest, sondern intellektuellen Etikettenschwindel unter dem Deckmantel der Tradition. Konservativ zu sein hieße hier vor allem, die geistige Leistung anderer anzuerkennen, indem man sie ehrlich und klar als Quelle benennt.

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von Wolfram Weimer

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  • Inhalt

    Vorwort ........................................................... 9

    1. Personwürdigen ................................ 13

    2. Familielieben ....................................... 21

    3. Heimatleben ......................................... 29

    4. Nationehren ........................................ 35

    5. Kulturkreis kennen ......................... 43

    6. Tradition hegen ................................. 55

    7. Recht und Ordnung respektieren .......... 65

    8. Eigentum und Wohlfahrt stärken ........... 73

    9. Tugend pflegen ................................... 85

    10. Gott achten ......................................... 95