Das Internet ist seit Jahrzehnten abgeschaltet, die Statussymbole von früher sind nur noch Elektroschrott. Reiner, Mitte zwanzig, sammelt Laptops aus dieser lange vergangenen Zeit und wird zum Begründer einer Jugendbewegung, die verklärt, was es früher wohl einmal gab - die Freiheit einer Gesellschaft, die alles miteinander teilt. Mit Hilfe einer Autobatterie gelingt es, eine Verbindung zu lange stillgelegten Servern herzustellen. Die Jugendlichen sehen, was seit Jahrzehnten keiner mehr gesehen hat: das Internet. Mit einem sezierenden Blick auf unsere Gegenwart hat Josefine Rieks einen rasanten wie klugen Roman geschrieben. Ein Debüt, das man mit weit aufgerissenen Augen liest.
Kundinnen und Kunden meinen
3.1/5.0
Antje
aus Stuttgart
2/5
15.06.2023
eBook (ePUB)
Zukunftsvision zwischen Nostalgie, Nachdenklichkeit und Gesellschaftskritik
Ich persönlich hatte mir von dem - in diversen angesehenen Literaturkritiksparten hochgelobten - Buch deutlich mehr versprochen.
Die Handlung war für mich recht langatmig, da eintönig und ereignislos. Der Protagonist bleibt genauso blass wie die Zukunft in der er lebt. Im Vordergrund steht der nostalgische Blick einer Gruppe junger Erwachsender auf eine Vergangenheit, in der das Internet allgegenwärtig war. Im Fokus liegt dabei aber lediglich der Blick auf die Videoplattform Youtube, deren Überreste und Daten in einem Rechenzentrum gefunden werden.
Anhand dieser Videos erschafft sich die Gruppe ein Bild der Vergangenheit, hinterfragt die Ideen und Ziele der Dinge, die für uns im Internet alltäglich sind. Doch die nachdenkliche Atmosphäre, die zuweilen an Gesellschaftskritik grenzen könnte, ist eher neblig. Jedes Mal, wenn in der Gruppe eine Diskussion auszubrechen droht, die durch Argumente gestützt werden müsste, erfolgt ein Szenenwechsel.
Ich hätte mir gewünscht, dass die teils sehr inhaltslosen Thesen durch Argumentation in Steitgesprächen zwischen den Protagonisten erörtert worden wären. Ebenso hätte ich es schön gefunden, wenn der Fokus nicht explizit auf Youtube gelegen hätte. Warum kam niemand auf die Idee, nach den Überresten von Wikipedia zu suchen? In einer Welt ohne Internet brächte mir das vermutlich mehr als seltsame Videos.
Damit hat das Buch mich doch sehr an klassische Schullektüre erinnert - als Ausgangspunkt für Interpretationen und weiterführende Diskussionen sicherlich gut geeignet, aber als reine Unterhaltungslektüre für mich aber eher nicht zufriedenstellend.
Bewertung
5/5
03.10.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Serverland - eine Reflektion unserer Gesellschaft
Josefine Rieks hält uns mit diesem Werk einen Spiegel vor Augen: ob nun mit oder ohne Internet ... die Menschen sind immer gleich und in ihren Gedanken schweben sie stetig um ihr eigenes Ego: Sie wollen unterhalten werden, ... und sie wollen dadurch Freiheit erlangen. Um mehr geht es nicht. Deshalb ist diese Geschichte eigentlich ziemlich genial. Wenn man sich darauf einlässt und versteht, wie unglaublich einfach wir Menschen ticken und wofür wir unsere Zeit verschwenden, schrecklich! Aber coole Geschichte! Rasant geschrieben!
Bewertung
5/5
10.04.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Serverland ist in #stayhome Zeiten...
Serverland ist in #stayhome Zeiten vielleicht interessanter als je zuvor. Ein nostalgischer, Gedanken spielerischer Roman, der eine postdigitale Zeit beschreibt. Was wäre unser Leben ohne das Internet und viel wichtiger, was bleibt davon nach der Zeit des Internets übrig?
Bewertung
3/5
22.05.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Kurzweiliges Lesevergnügen bei...
Kurzweiliges Lesevergnügen bei dem die Autorin schnell auf den Punkt kommt. Anhand von YouTube entdeckt die Jugend der Zukunft das Internet wieder
Bewertung
3/5
05.03.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine Zukunft ohne Internet, eine...
Eine Zukunft ohne Internet, eine Gruppe Menschen, die es wieder wollen und ein Typ, der sich erst noch finden muss. Unterhaltsam, spannend und ein wenig verdreht.
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