Eigentlich scheint der Fall klar. Ein junger Mann hat eine Frau auf einem Hamburger S-Bahnhof vor einen Zug gestoßen. Er leugnet jedoch, und plötzlich sind die Zeugen unsicher. Inspektor Kenjiro Takeda und seine Kollegin Claudia Harms müssen den siebzehnjährigen Simon wieder gehen lassen. Doch wo immer er auftaucht, passieren weitere Todesfälle. Claudia ist verzweifelt, weil es niemals sichere Beweise gibt, doch Takeda, ganz intuitiver Ermittler, hat eine andere Vermutung. Jemand benutzt Simon, um seine eigenen Taten zu verdecken ... Inspektor Takeda, begnadeter Saxophonist und Jazzliebhaber, muss an seine Grenzen gehen - und noch ein Stück darüber hinaus.
'Besticht durch seinen richtig guten Plot, seine interessanten Figuren und die politische Dimension des Geschehens.' General-Anzeiger.
'Inspektor Ken Takeda ... für mich einer der interessantesten, eigenwilligsten und attraktivsten Kommissare, die momentan in der deutschen Krimiszene unterwegs sind.' Cornelia Hüppe, Krimibuchhandlung Miss Marple, Berlin.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
aus Biedermannsdorf
5/5
02.02.2021
eBook (ePUB 3)
der Krimi hat mich begeistert
ein japanischer Kommissar , eine deutsche Ermittlerin - diesen Krimi kann ich nur empfehlen
Bewertung
aus Clausthal-Zellerfeld
4/5
02.02.2021
eBook (ePUB 3)
Ein Japaner in Hamburg
Eine Frau wird vor eine Straßenbahn gestoßen. Der Täter ist schnell gefasst und der Fall sollte hiermit abgeschlossen sein – eigentlich. Aber warum sollte es auch so einfach sein, wie es aussieht?
Inspektor Kenjiro Takeda – da denkt man gleich an Japan, aber nein, wir befinden uns in Hamburg und der Inspektor ist im Zuge eines Austauschprogrammes in der Hansestadt wo er zusammen mit seiner Kollegin Claudia Harms auf Verbrecherjagd geht.
Aber so ganz ohne japanischen Flair geht es dann doch nicht in diesem Buch, denn Takeda wartet immer mal wieder mit - aus norddeutscher Sicht – typisch japanischen Eigenarten auf und lässt sich in seiner Gelassenheit nicht in die Karten schauen. Wodurch er nach Außen hin schon mal das genaue Gegenteil von Claudia ist, die mit norddeutscher Direktheit nicht lange hinterm Berg hält was sie von einer Situation, von einer Person hält. Und trotz oder gerade wegen dieser augenscheinlichen Gegensätze ergänzen die Beiden sich hervorragend und bilden eine gutes Team.
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und wirkt teilweise fast schon etwas getragen, was aber gut zu dem Buch und seinem männlichen Hauptcharakter passt.
Im Zuge dieses Kriminalfalles, der nicht so eindeutig ist wie man meinen sollte, lernt man immer wieder auch etwas über die japanische Kultur und wie die Deutsche auf jemanden aus einem ganz anderen Kulturkreis wirkt. Aber auch Politik, Schule, Familie und die digitalen Medien werden in diesem Buch thematisiert.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und der Autor weiß wie er seine Leser an die Seiten fesseln kann.
Bewertung
5/5
24.05.2022
Buch (Taschenbuch)
Und wieder wird in Hamburg gemordet...
Kenjiro Takeda und Claudia Harms werden zu einem auf den ersten Blick eindeutigen Fall gerufen: Ein Jugendlicher stößt eine Frau auf dem vollen Dammtor-Bahnsteig vor den einfahrenden Zug. Er gesteht, Fall gelöst. Doch plötzlich leugnet er die Tat, und das Überwachungsvideo zeigt die Tat nicht eindeutig. Der Jugendliche, stellt sich heraus, ist der Sohn eines hohen Tiers im Hamburger Senat, und dies erschwert dem Team die Ermittlungen, denn eins ist klar: jetzt wird es politisch.
Während der Vernehmung mit dem Jungen entwickelt Takeda Sympathien für ihn, denn dieser stellt sich als ein introvertierter Fan von Mangas heraus und erinnert den Polizisten an einen schwierigen Teil seiner eigenen Jugend.
Als es weitere Vorfälle im unmittelbaren Umfeld des Jungen passieren, sind sich Claudia und Takeda sicher, dass sie den Täter endlich haben, doch wieder lassen sich die Vorfälle nicht eindeutig dem Senatorensohn nachweisen. Er ist entweder wirklich unschuldig oder ein verdammt intelligenter Serientäter.
Nach dieser Verfehlung glaubt Takeda, dass er so sehr in Ungnade bei der deutschen Polizei gefallen ist, dass er seine Koffer packen und nach Tokyo zurückfliegen muss. Bei einem Besäufnis in seiner Stammbar Hotoke muss er sich eingestehen, dass er Claudia sehr vermissen würde. Und auch seine Ermittlerkollegin hegt eine Zuneigung zu Takeda. Doch seine so formelle, steife japanische Art lässt sie daran zweifeln, dass er sie auf derselben freundschaftlichen Stufe wahrnimmt wie sie ihn.
Weiter geht’s mit der Inspektor-Takeda-Reihe! In dieses Ermittlerduo habe ich mich ja schon ein wenig verliebt, muss ich sagen, obwohl ich gar nicht sooo gerne Krimis lese.
Nebst dem eigentlichen Fall erfährt man wieder ein wenig von Takedas Vergangenheit in Japan. Auch seine musikalischen Einlagen in der Jazzkneipe und im Hamburger Hafen, wo er mit Herzblut Saxophon spielt, kommen nicht zu kurz. Und nun freue ich mich schon auf den nächsten Band!
Bewertung
aus Erlenbach ZH
5/5
20.08.2021
Buch (Taschenbuch)
Spannend und abwechslungsreich wie immer
Ich mag einfach den Schreibstil von Henrik Siebold, die sorgfältig recherchierten Handlungen sowie die Hauptfiguren über alles und lande immer wieder bei den Takeda Krimis.
Bewertung
aus Hamburg
5/5
10.05.2021
Buch (Taschenbuch)
Der beste Takeda bisher
Das Buch:
Es handelt sich hier um den 3. Teil aus der Krimi-Reihe um den japanischen Inspektor Ken Takeda, der in Hamburg ermittelt. Wie immer kann der Roman unabhängig von allen anderen gelesen werden, da der Fall in sich abgeschlossen ist. (Für mich ist es der 4. Teil)
Worum geht’s?
An einem grauen Novembermorgen am Bahnhof Dammtor stürzt eine junge Frau vor die einfahrende S-Bahn. Oder wurde sie gestoßen? Erste Eindrücke und ein Geständnis lassen diesen Schluss zu. Allerdings kommen nur all zu schnell Zweifel - sowohl an den Eindrücken als auch am Geständnis - auf. Der nächste Mord lässt nicht lange auf sich warten und wieder ist einer der Jugendlichen vor Ort. Zufall oder hat er doch etwas damit zu tun?
Charaktere:
Ich mag Ken Takeda schon seit dem ersten Teil. Gerade seine manchmal recht melancholische Art, seine Art Traditionen zu bewahren und seine Leidenschaft für Saxophon und japanischen Whisky machen den Japaner sympathisch. Ebenso seine Sicht auf die Deutschen und wie er seine Wahlheimat Hamburg wahrnimmt. Aber in diesem Teil zeigt der Autor ein Stück Takeda, das man so gar nicht vermutet hätte. Ken Takeda litt unter dem Regime seines Vaters - mehr als man bis hier hätte annehmen können - und in dem jungen Simon Kallweit, dem jugendlichen Verdächtigen, erkennt Takeda Parallelen zu seiner eigenen Jugend. Stück für Stück erzählt Siebold aus dieser Jugend, von Takedas Hingabe für Mangas und wie er sich darin verlieren konnte, wie er aus diesem furchtbaren Kreislauf wieder ausbrechen konnte. Gerade dieses Stück Vergangenheit bringt den Inspektor dem Leser sehr nahe.
In diesem Teil habe ich Ken manchmal sogar etwas verlottert empfunden - nicht unangenehm, aber anders als sonst. Während er gewöhnlich überaus gepflegt auftritt, konnte es diesmal passieren, dass er nicht gar so sehr auf sein Äußeres achtete. Auch bedurfte dieser Fall eines übermäßigen Whisky-Genusses. Darüber habe ich eher geschmunzelt, denn dass er diesem Getränk zugetan ist, ist dem Leser seit dem ersten Teil bekannt.
Ebenfalls sehr deutlich wird hier sein innerer Konflikt in Bezug auf seine Kollegin Claudia Harms. Er mag sie, daran besteht gar kein Zweifel. Ihre raue, laute Art und man wird das Gefühl nicht los, dass da deutlich mehr als bloße Sympathie ist. Eine Eigenschaft, die die Figur des Takeda äußerst menschlich und lebendig macht.
Claudia Harms… eine Klasse für sich, möchte ich sagen. Sie und Ken könnten gegensätzlicher nicht sein. Während er japanisch zurückhaltend agiert, auch mal schweigt und sich entschuldigt, poltert sie los. Claudia hat wenig Hemmungen sich mit ihren Kollegen und ihrem Chef anzulegen, wenn sie meint, dass sie im Recht ist. Sie flucht laut und intensiv. Herrlich finde ich ihre Aussage “Nun seien Sie doch nicht so japanisch!”, wenn Ken ihrer Meinung nach mal wieder zu zurückhaltend ist. Aber gerade diese Gegensätzlichkeit macht das Ermittlerteam so authentisch und vor allem effizient. Wo andere längst aufgeben, fangen Ken und Claudia erst an.
Auch bei ihr regen sich langsam mehr als freundschaftliche Gefühle für Ken, doch genau wie er, will sie sie nicht zulassen. Immerhin ist Claudia nicht die geborene Beziehungskünstlerin - im Gegenteil. Und mit Kollegen ja sowieso nicht… Dieses Pritzeln zwischen Ken und Claudia gibt dem Roman das gewisse i-Tüpfelchen. Es ist niemals vordergründig, man bemerkt es eher an Kleinigkeiten und das macht es so reizend.
Der junge Simon Kallweit hat mir gut gefallen. Mit ihm hat mich der Autor dauernd zwischen “der muss es gewesen sein” und “nee, der kann es nicht gewesen sein” hin und her geschickt. Siebold lässt das Bild eines Jugendlichen auferstehen, das so greifbar zu sein scheint, aber immer dann, wenn es Gestalt annimmt, ist das Bild wieder weg. An ihm und auch an anderen Jugendlichen zeigt der Autor viel von dem, was digitale Medien heute bewirken können. Das stimmt nachdenklich - zumindest mich.
Allerdings hat er Simon Kallweit auch sehr tief in die Welt der Mangas eintauchen lassen und hat viel darüber in die Geschichte einfließen lassen - so viel, dass ich mir das Manga, um das es hier geht, besorgt habe.
Schreibstil:
Henrik Siebold schreibt sehr anschaulich ohne detailverliebt zu sein. Als Hamburger sieht der Leser seine Stadt vor Augen, weiß genau, wo er sich befindet. Jemand, der die Stadt nicht kennt, bekommt einen sehr guten Eindruck. Siebold schreibt nicht nur in Hamburg, sondern auch über Hamburg. Besonders gefallen hat mir die Beschreibung der Gegensätzlichkeiten - arm und reich liegen nah beieinander in dieser Stadt. Und ich mag seine Beschreibungen, wie Ken die Deutschen wahrnimmt und immer wieder den Kopf schüttelt - das aber übrigens auch über seine eigenen Landsleute.
In diesem Teil vereint Siebold das erste Mal wirklich viele Themen. Die bisherigen Teile, die ich gelesen habe, hatten im Grunde ein Hauptthema. Diesmal behandelt er diverse Themen: Politik, digitale Medien, Mangas, japanische Kultur, Mobbing. Diese Vielfältigkeit gibt dem Fall eine Komplexität, die den Leser mitreißt. So gibt es vielfältige Wendungen, neue - und reichlich falsche - Fährten und viele Verknüpfungen von unterschiedlichen Fällen. Allerdings braucht man sich nicht darum zu sorgen, ob man den Überblick behält. Der geht zu keiner Zeit verloren.
Die Auflösung um den Täter kommt sehr, sehr spät und aus einer Ecke, die zumindest ich überhaupt nicht in Erwägung gezogen habe. Einzig, dass der Weg dorthin eher zufällig ist, stört das Ganze vielleicht. Aber sind wir mal ehrlich: Im wahren Leben muss auch hin und wieder einfach der Zufall helfen. Ansonsten sind die Verknüpfungen stets logisch und nachvollziehbar.
Fazit:
Absolut lesenswert, spannend bis zur letzten Seite und für mich der beste Takeda bisher. 5 von 5 Sternen.
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5/5
23.05.2019
Buch (Taschenbuch)
Band 3 mit dem japanischen Kommissar in Hamburg
ein angenehm und spannender Krimi mit dem japanischen Kommissar Takeda. Empfehlung. Hat mir gut gefallen. Freu mich auf den nächsten Fall, der im August 2019 erscheint.
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