Es ist der 31. Oktober – Halloween: Zehn Jugendfreunde freuen sich auf ein Wiedersehen nach vielen Jahren. Brandon, der elfte im Bund, hat sie alle in einen Glasbungalow geladen, der sich auf einem Felsplateau hoch über dunklen Wäldern erhebt. Auf dieser Party will Brandon die Zeit der achtziger Jahre aufleben lassen – was damit beginnt, dass alle ihre Handys abgeben müssen. Doch als die Freunde begrüßt werden, überschlagen sich die Ereignisse. Aus einem vermeintlichen Schockeffekt wird tödlicher Ernst: Ein Kronleuchter löst sich von der Decke und begräbt den Gastgeber unter sich. Ein tragischer Unfall. Oder? In diesem Moment wird der Gesellschaft klar: Unter ihnen ist ein Killer. Die Party beginnt … ihre letzte Party!
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
Bewertung
aus Kiel
5/5
08.02.2019
Buch (Taschenbuch)
was geschah damals und steht es mit den heutigen Morden in Verbindung?
Die Party
von Jonas Winner
Das Cover gefiel mir schon, als ich es noch nicht live gesehen habe, schwarzer Hintergrund mit einem Lichtschimmer hinter einem schwarzen Briefumschlag in der eine Blut bespritzte Einladungskarte mit dem Titel des Buches ist. Als ich das Buch dann in den Händen hielt, gefiel es mir gleich noch besser, da sich der Umschlag und die Einladungskarte etwas vom Cover anhebt und sowas liebe ich. Der Untertitel „Wer Glück hat, stirbt als erster“ hat mich sehr neugierig gemacht und auch die Leseprobe hat mir direkt zugesagt. Kurze, knackige Sätze ließen da schon ein hohes Tempo aufkommen. Ich war gespannt, wie es weiter gehen würde und daher freute ich mich sehr, als der Autor mich anschrieb und fragte, ob ich sein Buch vielleicht lesen und Rezensieren möchte, das ließ ich mich nicht zweimal fragen und sagte danken zu.
Ich habe mich gefragt was Brandon vorhat, ich hatte die Erwartung, dass es nicht gutes sein kann, was natürlich auch dem Titel geschuldet ist. Aber auch, dass er wollte, dass alles ihre Kostüme von damals tragen und dass er ihm Album von vor dreißig Jahren blättert und ihn Erinnerungen schwelgt. Ich dachte direkt, er will sich rächen, weil die zehn ihn in seiner Kindheit schikaniert haben. Dass schon zu Anfang steht, dass er nur noch eine Stunde zu leben hat, habe ich gar nicht richtig registriert und erst eben beim Durchblättern bewusst war genommen. Gut er stirbt scheinbar wirklich als erster, was für mich absurd war. Wenn er sie hergelockt hat um sie nach und nach umzubringen, warum sollte er sich als erster umbringen. Ich ging also sehr lange davon aus, dass er seinen Tod nur vorgetäuscht hat. Sonst hat er ja nichts davon, dass die anderen sterben.
Je mehr Party-Gäste sterben, desto mehr fragt man sich und die Gäste fragen sich das auch – wer steckt mit Brandon unter einer Decke. Jeder beschuldigt jeden, man kennt sich ja nach dreißig Jahren gar nicht mehr und mit fortschreitender Stunde traut man es jedem zu. Das fand ich teilweise etwas anstrengend zu lesen. Man hatte das Gefühl, man dreht sich im Kreis und kommt nicht voran.
Wie gesagt ich glaubte nicht daran, dass er tot war. Ich dachte, er hätte sich ein ruhiges Plätzchen gesucht, nachdem man ihn weggeschleppt hat und beobachtete das Geschehen amüsiert über einen Bildschirm, der die Bilder der versteckten Kameras überträgt. Aber mehr sage ich nicht dazu, nur soviel, wie es endet, darauf wäre ich nicht gekommen.
So hat mir der Thriller sehr gut gefallen. Was ich etwas schade finde, ist, dass man für meinen Geschmack zu wenig aus der Vergangenheit der Gruppe erfährt. Rückblickend hätte ich mir gewünscht, weniger Wer-ist-der-Täter-debaten und mehr, wie standen die einzelnen Charaktere zueinander, damit sie greifbarer werden. Befremdlich war für mich, dass das Buch in der Gegenwartsform geschrieben ist, ich kann mich nicht so recht daran gewöhnen. Hier sollte es den Leser sicher näher ans Geschehen führen, hat bei mir nicht funktioniert.
Fazit: Für mein Empfinden ein guter Thriller – habe mir auch schon die anderen Bücher des Autors besorgt – der was die Charaktere angeht, aber sehr schwammig ist und bei der Diskussion, wer der Täter sein könnte zu langatmig. Ich habe das Buch aber gerne gelesen, da es zwar grausam ist, was den Charakteren passiert, aber nicht ekelhaft (ausführlich) geschildert wurde.
Bewertung
aus Leiben
5/5
11.01.2019
Buch (Taschenbuch)
Und dann gabs keines mehr?
1986 lud Brandon seine Freunde zu einer Halloweenparty ein, danach ging jeder seinen eigenen Weg. In der Gegenwart lädt nun der ehemalige Gastgeber wieder 10 seiner Freunde zu einer Halloweenparty der 80er-Jahre ein. Doch kurz nach der Begrüßung ist der Gastgeber tot und alle anderen in Lebensgefahr - denn nur eine Person darf überleben.
Das Cover des Buches ist zwar eher dezent, aber trotzdem ein echter Eye-Catcher, der sofort mein Gefallen fand.
Der Schreibstil des Autors ist exzellent, Protagonisten und Orte werden ausgezeichnet dargestellt.
Insgesamt erinnert die Handlung (v.a. der Beginn des Buches) sehr an das Buch "Und dann gabs keines mehr/10 kleine Negerlein" von Agatha Christie, mit einige Elementen aus der "Saw"-Reihe versetzt. Doch das Buch ist viel mehr als ein Abklatsch des Christie-Klassikers, denn trotz ähnlicher Grundthematik entwickelt sich eine spannende und kurzweilige Top-Story.
Das Buch ist in 2 Teile aufgeteilt. Der erste Teil beginnt schon sehr actionreich, der 2. Teil beginnt dann etwas ruhiger, gibt aber interessante Rückblicke auf 1986.
Erschreckend an dem Buch ist natürlich, dass alles sehr realistisch ist, denn auch in der heutigen Zeit (oder gerade in dieser) ist so eine Story durchaus möglich.
Einige Stellen kamen mir trotzdem etwas unlogisch vor: Natürlich sind zu einer Halloweenparty alle verkleidet, aber warum legt keiner (oder kaum einer) seine Verkleidung bzw. zumindest die Maske ab? Natürlich ist dies auch an manchen Stellen wichtig für das Buch, deshalb aber noch lange nicht ganz logisch.
Außerdem verfällt der Autor in manchen Kapiteln von der Vergangenheitsform in die Gegenwart - und das in den Gegenwartskapiteln! Dies war für mich absolut nicht nachvollziehbar.
Für diese beiden Negativkriterien ziehe ich einen halben Stern ab.
Ich werde in Zukunft sicher noch was von dem Autor lesen und könnte mir eine Verfilmung des Buches sehr gut vorstellen.
Fazit: Spannender Katz-und-Maus-Thriller, der kaum Zeit zum Atmen lässt. 4,5 von 5 Sternen
Sabine Mach
aus München
5/5
13.12.2018
Buch (Taschenbuch)
Er hat es wieder getan
Brandon lädt zehn Jugendfreunde zu Halloween ein. Auf seinem einsam gelegenen Landsitz, soll die Party im Stil der Achzigerjahre stattfinden, als Erinnerung an ihre gemeinsame Jugendzeit. Abgeschottet von der Außenwelt, ohne Handys, ohne Festnetz. Die Begrüßung verläuft äußerst dramatisch. Der Kronleuchter fällt von der Decke und begräbt den Gastgeber unter sich. Doch Brandon wird nicht der einzige Tote bleiben.
Als ich den Plot gelesen habe, kamen bei mir sofort Erinnerungen an "Murder Park" hoch, dem Vorgängerroman von Jonas Winter. Denn in diesem Buch gab es eine ähnliche Situation, die sich natürlich hervorragend für einen Thriller eignet. Ich hatte erst Befürchtungen, dass sich das Ganze wiederholt, denn auch die Handlung in der ersten Hälfte des Buches ist, von der Idee her, fast identisch. Aber ein Jonas Winter macht das natürlich nicht.
Bisher ist es dem Autoren immer gelungen, mich mit seinen Büchern vollkommen zu überraschen. Auch "Die Party" hat mich am Ende sehr erstaunt zurückgelassen. Immer wenn ich glaubte, der Auflösung jetzt ganz nahe zu sein, hat Jonas Winter mich eines Besseren belehrt. Der Autor bringt immer wieder neue Wendungen und Situationen, die ich mir nie hätte vorstellen können. Die so verblüffend sind, so genial, so unglaublich.
Seine Schreibweise ist derart fesselnd und spannend, dass man als Leser unbewußt oft den Atem anhalten muss. Der Autor weiß, wie er den Leser packen muss, damit er nicht mehr loskommt von der Geschichte. Die, übrigens, in meinen Augen, perfekt konstruiert ist und die ich in dieser Form noch nirgendwo gelesen habe (und ich lese viel!). Der perfekt gewählte, einsame, düstere Schauplatz hat schon mal einen hohen Gruseleffekt. Das hohe Misstrauen unter den Protagonisten, der gekappte Kontakt zur Außenwelt, das passende Wetter, die Dunkelheit, all diese Faktoren sind die besten Voraussetzungen für einen Thriller dieser Art. Dann noch die Tatsache, dass man immer nur häppchenweise mit neuen Informationen gefüttert wird. Besser kann ein Thriller für mich kaum sein. Auch wenn ich eigentlich nicht der größte Fan von Gruselromanen bin, hat Jonas Winter mich wieder gepackt. Er kann es einfach! Chapeau!
Bewertung
aus Oberhausen
5/5
08.11.2018
Buch (Taschenbuch)
Filmreife Spannung
Zehn Jugendfreunde treffen auf einer Halloween-Revival-Party ein, zu der Brandon, der elfte der Gruppe, eingeladen hat. Die Party findet auf Brandons abgelegenen Anwesen in New Jericho statt. Vor 30 Jahren, im Jahr 1986, war das Anwesen zum Schulabschluss der Gruppe bereits einmal Schauplatz einer Halloween-Party. Nach dieser Party haben die Schulfreunde sich größtenteils aus den Augen verloren. Die Revival-Party beginnt mit einem von Brandon inszenierten Schockeffekt, der für ihn tödlich endet. War es ein Unfall oder vielleicht Selbstmord ? Sehr bald wird den Freunden klar, dass auch sie auf der Party sterben könnten und vielleicht ein Mörder unter ihnen ist.
Jonas Winner ist ein spannender Horrorthriller gelungen, den ich kaum aus der Hand legen konnte. Das Buch enthält viele bekannte Versatzstücke des Genres wie einen Handlungsort , von dem es kein Entkommen gibt und eine Gruppe von Personen, die nach dem Prinzip "Zehn kleine Jägermeister" ihr Leben lassen müssen. Der Autor schafft es, diese Elemente zu einer tollen Story zu verknüpfen. Die Frage, wer der Killer oder die Killerin ist bzw. wer mit wem unter einer Decke steckt, hält den Leser in Atem. Die Perspektivwechsel, durch die man nach und nach Informationen über die Partygäste erhält, gefallen mir ebenso wie die falschen Fährten, die Jonas Winner legt. Zudem bietet der Roman meiner Meinung nach eine nachvollziehbare Auflösung. Dazu gibt es Verweise auf die Filme und Musik der 80`er-Jahre, was bei mir einige schöne Erinnerungen wachgerufen hat.
Fazit: Für Fans von (Horror-)Thrillern und Filmen wie "Scream" ist das Buch absolut zu empfehlen.
MadVi
5/5
04.11.2018
Buch (Taschenbuch)
Wie ein guter Horrorfilm
Brandon lädt zehn ehemalige Freunde zur Neuauflage seiner Halloweenparty ein. Vor dreißig Jahren haben sie zusammen bei der Party gefeiert und sind anschließend ihrer Wege gegangen. Es bestand danach fast kein Kontakt mehr zwischen ihnen. Verwundert, aber dennoch interessiert, sagen alle zu und erscheinen verkleidet in Brandons Haus. Sein großer Auftritt verläuft allerdings anders als geplant und so gibt es bald den ersten Todesfall. Das Haus verwandelt sich anschließend in ein Horrorhaus und es gibt kein Entkommen vom Grundstück, da es abgeschieden liegt und durch einen Fluss vom Rest des Ortes getrennt ist. Das Misstrauen untereinander wird immer größer und es passieren noch mehr unvorhersehbare Dinge. Wird wirklich nur einer von ihnen die Party überleben können?
Die starke Grundidee - natürlich absolut passend zur Jahreszeit - hat mich sehr gereizt und die Umsetzung hat mich nicht enttäuscht. Zu Beginn lernen wir die Figuren kennen, die nach und nach bei der Party eintrudeln. Dann geht es Schlag auf Schlag und die Story nimmt ordentlich Fahrt auf. Die Geschehnisse innerhalb des Hauses und auch auf dem Grundstück sind ziemlich gruselig und dadurch sehr unterhaltsam. Dabei kamen keinen Längen auf und es wurden keine unnötigen Nebenschauplätze eröffnet. Auch im Mittelteil und zum Ende hin hält das hohe Tempo an und die Spannung wächst. Ich bin auf einige falsche Fährten hereingefallen und hätte mit dem wirklich unterwarteten Ende nicht gerechnet. Zudem haben mich die Rückblicke auf die ehemalige Party und daher die Bezüge zu den 80er Jahren auch sehr angesprochen. Das Buch hat mich wie ein guter Horrorfilm unterhalten und auch da ist es nicht zielführend, wenn die Figuren ruhig und besonnen agieren. Es soll unterhalten und das tut es bestens!
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