Produktbild: Alltag im Ausnahmezustand

Alltag im Ausnahmezustand Mein Blick auf Israel

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.03.2018

Verlag

DVA

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

22,1/14,1/3,2 cm

Gewicht

503 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-421-04329-0

Beschreibung

Rezension

»Über zehn Jahre lang war Richard Chaim Schneider Leiter des ARD-Studios in Israel. Und er war wohl der beste deutsche Fernsehkorrespondent an diesem Ort. Klar im Urteil, persönlich, engagiert und auf überlegte Art ausgewogen, ohne sich des Jargons politischer Allgemeinplätze zu bedienen.« ("Deutschlandfunk Kultur")
»Eine scharfsinnige Analyse...Schneider bietet pointierte Analysen der politischen Diskurse und Mentalitäten. Sein Buch ermutigt dazu, sich neu der Verantwortung Europas für Israel bewusst zu werden.« ("Tagesspiegel")
»Der israelische Staat ist für den ARD-Journalisten und Nahost-Kenner Richard C. Schneider wie ein Brennglas, unter dem man mitverfolgen kann, welche Fehler gemacht werden, aber auch, welche Lösungen man findet.« ("Wiener Zeitung")
»Schneider schildert, was in Israel geschieht, mit einer Kenntnis, die nur selten anzutreffen ist« ("Lausitzer Rundschau")
»Ein spannendes Buch, das dem Leser fast den Atem raubt. Wer es zur Hand nimmt, legt es jedenfalls kaum wieder weg, ehe er oder sie es zu Ende gelesen hat.« ("Rheinische Post")
»Ein gedankenreiches, ein kluges Buch, ein Muss für alle, die das heutige Israel und seine Perspektiven kennenlernen und verstehen wollen. Große Empfehlung.« ("Hessisch Niedersächsische Allgemeine")

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.03.2018

Verlag

DVA

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

22,1/14,1/3,2 cm

Gewicht

503 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-421-04329-0

Herstelleradresse

DVA Dt.Verlags-Anstalt
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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Ein Land voller Widersprüche

Bewertung am 09.05.2018

Bewertungsnummer: 403747

Bewertet: eBook (ePUB)

Deutschland ist großartig im Israel-Bashing. Und fast jeder Deutsche ist nicht nur der bessere Fußball-Nationaltrainer als der jeweils amtierende, sondern hat eine sehr ausgeprägte Meinung dazu, wie man den Nahost-Konflikt lösen könnte. Wer aber doch gerne einmal etwas intensiver in dieses brisante Thema einsteigen möchte, dem kann ich dieses Buch des ehemaligen Chefkorrespondenten des ARD-Studios in Tel Aviv nur wärmstens empfehlen. Richard C. Schneider, geboren 1957 in Deutschland, ist selbst Jude. Seine Eltern haben Konzentrationslager in Osteuropa überlebt und sind zweimal vor den Kommunisten aus der Tschechoslowakei und Ungarn geflohen. Er ist in Deutschland aufgewachsen. Viele Jahre hat er in Tel Aviv gelebt und ist mit seinem Team, dem sowohl Israelis als auch Palästinenser angehörten, durch Israel und die palästinensischen Gebiete gereist. In seinem aktuellen Buch, welches rechtzeitig zum 70. Geburtstag des Staates Israel herausgekommen ist, gibt er uns einen ausgesprochen interessanten Einblick in ein Land, das voller Widersprüche ist. Er erklärt uns die Situation, die wir als Außenstehende so gar nicht mitbekommen. Wie ist der Staat Israel entstanden? Welche Menschen leben dort? Und wie gehen sie miteinander um? Wie stehen die Israelis zu Europa und den USA? Diese und viele weitere Fragen beantwortet uns der Autor, der wirklich so schreibt, dass man das komplexe Thema viel besser versteht. Er unterteilt sein Buch in 6 Teile. Im ersten Teil setzt er sich mit der Geschichte Israels von 1948 bis 2018 auseinander. Im zweiten Teil berichtet er über die Trennungslinien, die sich durch die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen, die nach und nach nach Israel eingewandert sind, ergeben. („Das säkulare Tel Aviv gegen das orthodoxe Jerusalem“, „Aschkenasim gegen Sephardim“ und „Steinzeit gegen Start-up“ ) Der dritte Teil widmet sich sehr ausführlich dem aktuellen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, genannt Bibi. Im vierten Teil kommt dann endlich das Thema Frieden und das Thema Palästinenser. Der fünfte Teil dreht sich um den wiedererstarkenden Antisemitismus in Europa und die Konsequenzen, die Israel daraus für sich zieht. Und der sechste und letzte Teil setzt sich damit auseinander, ob man als Jude überhaupt objektiv über Israel berichten kann. Dazu möchte ich gerne etwas aus dem Buch zitieren: „Über viele Jahre wurde mir immer wieder von allen möglichen Seiten erklärt, ein Jude könne nicht objektiv aus Israel berichten. Dieselben Menschen aber fanden nichts dabei, dass ein Katholik aus dem Vatikan berichtet, konnten mir auch nicht erklären, wieso ein Journalist mit irgendeinem Parteibuch eben doch „sachlich, neutral, überparteilich“, so der Studienrat, von einem Parteitag berichten können.“ (Seite 227 der e-book-Ausgabe). Mich hat dieses Buch fasziniert. Es ist eine großartige Möglichkeit endlich einmal mehr zu diesem komplexen und schwierigen Thema zu erfahren. Ich hoffe sehr, dass dieses Buch viele Leser finden wird, damit der Staat Israel endlich einmal mit all den anderen Nationen gleichgestellt wird und nicht immer wieder als einziger seine Existenz verteidigen muss.

Ein Land voller Widersprüche

Bewertung am 09.05.2018
Bewertungsnummer: 403747
Bewertet: eBook (ePUB)

Deutschland ist großartig im Israel-Bashing. Und fast jeder Deutsche ist nicht nur der bessere Fußball-Nationaltrainer als der jeweils amtierende, sondern hat eine sehr ausgeprägte Meinung dazu, wie man den Nahost-Konflikt lösen könnte. Wer aber doch gerne einmal etwas intensiver in dieses brisante Thema einsteigen möchte, dem kann ich dieses Buch des ehemaligen Chefkorrespondenten des ARD-Studios in Tel Aviv nur wärmstens empfehlen. Richard C. Schneider, geboren 1957 in Deutschland, ist selbst Jude. Seine Eltern haben Konzentrationslager in Osteuropa überlebt und sind zweimal vor den Kommunisten aus der Tschechoslowakei und Ungarn geflohen. Er ist in Deutschland aufgewachsen. Viele Jahre hat er in Tel Aviv gelebt und ist mit seinem Team, dem sowohl Israelis als auch Palästinenser angehörten, durch Israel und die palästinensischen Gebiete gereist. In seinem aktuellen Buch, welches rechtzeitig zum 70. Geburtstag des Staates Israel herausgekommen ist, gibt er uns einen ausgesprochen interessanten Einblick in ein Land, das voller Widersprüche ist. Er erklärt uns die Situation, die wir als Außenstehende so gar nicht mitbekommen. Wie ist der Staat Israel entstanden? Welche Menschen leben dort? Und wie gehen sie miteinander um? Wie stehen die Israelis zu Europa und den USA? Diese und viele weitere Fragen beantwortet uns der Autor, der wirklich so schreibt, dass man das komplexe Thema viel besser versteht. Er unterteilt sein Buch in 6 Teile. Im ersten Teil setzt er sich mit der Geschichte Israels von 1948 bis 2018 auseinander. Im zweiten Teil berichtet er über die Trennungslinien, die sich durch die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen, die nach und nach nach Israel eingewandert sind, ergeben. („Das säkulare Tel Aviv gegen das orthodoxe Jerusalem“, „Aschkenasim gegen Sephardim“ und „Steinzeit gegen Start-up“ ) Der dritte Teil widmet sich sehr ausführlich dem aktuellen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, genannt Bibi. Im vierten Teil kommt dann endlich das Thema Frieden und das Thema Palästinenser. Der fünfte Teil dreht sich um den wiedererstarkenden Antisemitismus in Europa und die Konsequenzen, die Israel daraus für sich zieht. Und der sechste und letzte Teil setzt sich damit auseinander, ob man als Jude überhaupt objektiv über Israel berichten kann. Dazu möchte ich gerne etwas aus dem Buch zitieren: „Über viele Jahre wurde mir immer wieder von allen möglichen Seiten erklärt, ein Jude könne nicht objektiv aus Israel berichten. Dieselben Menschen aber fanden nichts dabei, dass ein Katholik aus dem Vatikan berichtet, konnten mir auch nicht erklären, wieso ein Journalist mit irgendeinem Parteibuch eben doch „sachlich, neutral, überparteilich“, so der Studienrat, von einem Parteitag berichten können.“ (Seite 227 der e-book-Ausgabe). Mich hat dieses Buch fasziniert. Es ist eine großartige Möglichkeit endlich einmal mehr zu diesem komplexen und schwierigen Thema zu erfahren. Ich hoffe sehr, dass dieses Buch viele Leser finden wird, damit der Staat Israel endlich einmal mit all den anderen Nationen gleichgestellt wird und nicht immer wieder als einziger seine Existenz verteidigen muss.

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Alltag im Ausnahmezustand

von Richard C. Schneider

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