Der ethnische Sportverein - Ein Weg zur Parallelgesellschaft?
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Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
26.11.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
20 (Printausgabe)
Dateigröße
153 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640220519
In seiner Rede sagt Erdogan, türkische Immigranten "haben hier einerseits gearbeitet, andererseits aber haben sie sich bemüht ihre Identität, ihre Kultur und ihre Tradition zu bewahren" und behauptet "Assimilation sei ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit" (Welt Online 2008). Aus dieser Sicht kann eine Integration von Zuwanderern in der Bundesrepublik nur misslingen. Zudem wird dadurch das häufig vorgebrachte Argument gestärkt, in Deutschland entwicklen sich "Parallelgesellschaften" (vgl. Halm/Sauer 2006).
Assimilation wird auch auf der Ebene des organisierten Sports erwartet (vgl. Sonnenschein 1999). Von den traditionellen deutschen Vereinen und vom DSB wird eine Assimilation der Migranten, also eine "Anpassung an bzw. Unterordnung unter die etablierte Sportkultur der deutschen Aufnahmegesellschaft" gefordert (ebd.).
Die in letzter Zeit zunehmenden Gründungen von ethnischen Sportvereinen scheinen dieser Erwartung die Stirn zu bieten, indem sie bewusst ein Gegenmodell zum deutschen Sportverein stellen, in dem die Bedürfnisse auch religiöser und kultureller Anbindung seitens der Migranten befriedigt werden (vgl. Halm/Sauer 2006).
Ist diese ethnische Separierung im Bereich des organisierten Sports eventuell schon eine bewusste Abkehr von der Aufnahmegesellschaft und führt sie letztlich zu einer Spaltung der Nation, zu einer "Ghettobildung", wie u.a. Bröskamp vermutete (Bröskamp1994)?
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