Er ist ein Prinz und ein Gefangener.
Er ist dazu auserwählt, der zukünftige König des Schlangenclans zu werden.
Nicolas, der beste Schlangenkrieger aller Zeiten, ein Wandler, wie es keinen anderen je gab.
Schon als Kind ist er ein Spielball der Mächtigen. Niemals hätte Nicolas gedacht, dass ausgerechnet er das finsterste Geheimnis seines Volks lüften würde – das Geheimnis des Wanderers, vor dem die Wandler aus Wint Alamar flohen. Und dass sein Schicksal untrennbar mit der bösen Macht, die beide Clans bedroht, verbunden ist. Denn er trägt einen Fluch in sich – das dunkelste Erbe, das man sich vorstellen kann.
Vor dem, was in ihm ist, gibt es kein Entkommen ...
Die Geschichte von Nicolas spielt chronologisch vor der Trilogie um die junge Gestaltwandlerin Kiara.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Klaudia Szabo
4/5
03.02.2021
eBook (ePUB)
Der Wolf der Nacht erweckt die Legenden ...
Inhalt
Prinz, Krieger, Schlange – Monster: Nicolas Deleskys Schicksal scheint ihm bereits in die Wiege gelegt worden zu sein. Als Spielball der Mächtigsten aus dem Schlangenclan hat er eine Macht inne, die niemand zu kontrollieren vermag – am wenigsten er selbst. Doch in seinem Ringen um Anerkennung und Normalität wird Nicolas mit dem schlimmsten aller Feinde der Wandler konfrontiert. Und das Monster in ihm dürstet es nach weiteren Opfern …
Meine Bewertung
Hach ja … Nicolas. Ich muss zugeben, die Aussicht auf Nicolas‘ Geschichte hat mich ziemlich hibbelig werden lassen, da ich mir nicht sicher war, was mich erwarten würde. „Der Fluch des Wandlers“ ist das Prequel zur Reihe, aber es hat schon seinen Grund, dass es eher als Band 2.5 bekannt ist, denn von der Einordnung her hat es hier deutlich mehr Sinn gemacht, um nicht von vornherein zu viel zu verraten, was man für die Haupthandlung rund um Kiara wissen sollte.
Hier haben wir es nun also auch mit einem anderen Protagonisten zu tun, der in den vorherigen Bänden keine unwichtige Rolle eingenommen hat. Mehr über Nicolas‘ Vergangenheit zu erfahren, hat definitiv Sinn gemacht, zumal hier Geheimnisse ans Licht kamen, die selbst ich mir nicht hätte ausmalen können. Was mich am meisten überrascht hat, war auch die Tatsache, wie alt Nicolas in der Hauptserie eigentlich ist. Wir lernen ihn hier als Kriegerjungen kennen, der von Geburt an ein schweres Erbe mit sich herumträgt, als Spion Erfahrung sammelt und es seinen Genen zu verdanken hat, was ihm das Schicksal auferlegt.
Gerade der Einblick in den Clan der Schlangen hat sich hier für mich gelohnt. Natürlich erfuhr man aus Kiaras Perspektive auch schon einiges, aber Nicolas hat vieles mehr ans Licht gebracht. Besonders interessant war auch das Rätselraten um den Wanderer, die Schreckensgestalt aus Wint Alamar, vor der die Wandler fliehen mussten. Hier werden Geheimnisse aufgedeckt, mit denen man nie gerechnet hätte, und auch die hohen Eminenzen wie Mercier und Ella kamen nicht zu kurz.
Nicolas Geschichte wartet hier auch mit einem Schreibstil auf, der sich sehr vom Rest der Reihe abhebt. Ich kann es nicht genau benennen, aber er war seltsam prägnant, ohne Romantik und die viel blumigere Sprache, die wir aus Kiaras Sicht gewohnt sind. Im „Fluch des Wandlers“ fliegt man zudem förmlich durch die Seiten, es ging wahnsinnig schnell und deckt auch eine große Zeitspanne ab, ohne wichtige Details auszulassen.
Während mir das Ganze doch gefallen hat, war ich gleichzeitig etwas ernüchtert von der Handlung. Ich kann auch nicht sagen, was ich erwartet habe, aber es gab so viel, was für mich einfach vollkommen unvorstellbar war und mich mit einem flauen Gefühl im Magen zurückgelassen hat. Und ich muss sagen, gerade einige Punkte, die Nicolas und Mercier betreffen, haben mir ein richtig flaues Gefühl im Magen bereitet. Es war alles so viel auf so wenigen Seite, dass ich manchmal das Gefühl hatte, dass mir Nicolas als Charakter entgleitet. Einerseits konnte ich ihn durchaus verstehen und seinen Schmerz nachvollziehen, andererseits hatte ich eine sehr seltsame Entfremdungserfahrung zu ihm. So richtig schlüssig bin ich mir nicht, was ich von seinem Charakter halten soll, in dem Sinn hatte er etwas unheimlich Ambivalentes und Verwirrendes an sich – vor allem auch sein Umgang mit Frauen.
Alles in allem war „Der Fluch des Wandlers“ ein Buch, das für viel Aufklärung gesorgt, aber auch noch mehr Fragen aufgeworfen hat. Es ist sehr anders als die Hauptreihe und auch die Geschichte empfand ich als düsterer und bedrückender. Ich freue mich, danach wieder in Kiaras Perspektive zu wechseln, wobei es durchaus auch seinen Reiz hatte, mehr über Nicolas zu erfahren, da so auch mal eine andere Seite der Geschichte der Wandler beleuchtet wurde.
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