Chinas Geschichte im Comic - China durch seine Geschichte verstehen - Band 4
Der Weg in die Moderne - Von der Ming-Dynastie bis zur Qing-Dynastie (1368 – 1912)
Was macht den Kern der chinesischen Kultur aus? Wie haben sich die Chinesen und ihre Regierungen über die Jahrhunderte hinweg verändert? Die Reihe Chinas Geschichte im Comic - China durch seine Geschichte verstehen gibt Antworten auf solche Fragen sowie auf viele andere.Der vierte Band Der Weg in die Moderne beschäftigt sich mit der immens produktiven und kulturell blühenden Ming-Dynastie, ihrem Untergang nach dem Fall des Reiches an die Mandschuren und mit der durch die mandschurischen Herrscher errichteten Qing-Dynastie, der letzen chinesischen Kaiserdynastie. Das Buch befasst sich auch mit der Denkschule von Wang Yangming, dem schmerzhaften Prozess der Modernisierung und mit den Konflikten mit dem Westen und mit Japan, darunter auch die Opiumkriege und den Boxeraufstand.Autor und Zeichner Jing Liu nähert sich mit der Sensibilität und dem Gespür für Tempi eines begnadeten Geschichtenerzählers der chinesischen Geschichte an, er schildert Erzählstränge, die vom Politischen und Wirtschaftlichen über das Kulturelle bis zum Persönlichen reichen. Dabei ist eine Buchreihe herausgekommen, die nicht nur die chinesische Geschichte nacherzählt, sondern beim Leser ein nuanciertes Verständnis für die Kräfte, die China prägten und weiterhin prägen, hinterlässt.Über die Reihe Chinas Geschichte im Comic - China durch seine Geschichte verstehenDer Autor Jing Liu entwirft in seiner auf vier Bände angelegten historischen Comic-Reihe einen Überblick über 5000 Jahre der chinesischen Geschichte von den Anfängen der halblegendären Shang-Dynastie (circa 3000 v. Chr.) bis zum Ende der Qing-Dynastie mit der Abdankung des letzten Kaisers (1912).Jing Liu arbeitet die grossen Linien in der geschichtlichen Entwicklung Chinas heraus, und er zieht dabei auch Gebiete wie Geographie, Wirtschaft oder Philosophie heran, um historische Entwicklungen verständlich zu machen. Er wirft dabei auch die grossen immer wiederkehrenden Fragestellungen in der chinesischen Geschichte auf, auf die chinesische Gelehrte über die Jahrhunderte hinweg immer wieder nach Antworten suchten, wie etwa die Frage nach der idealen Staatsführung, nach der idealen Gesellschaft, warum Dynastien und menschliche Gesellschaften aufsteigen und wieder untergehen.Die Geschichte ist aber immer auch eine Geschichte von Individuen.Sowohl legendäre als auch reale Figuren, berühmte Schlachten und politische Intrigen werden voller Dramatik dargestellt, ebenso wie Invasionen durch Nomaden, die Misere chinesischer Bauern und hin und wieder eine Liebesgeschichte. Es ist ein Anliegen Jing Lius aufzuzeigen, wie sich China über die Jahrhunderte hinweg verändert hat, aber auch welche gleichbleibenden Konstanten es gibt, und wie die chinesische Geschichte das heutige China und die heutigen Chinesen in ihrem Denken und ihrer Weltanschauung prägen. Der Blick auf die chinesische Geschichte ist dabei immer der Blick eines modernen Menschen, und es gelingt durch diesen Blick aus zeitlicher Distanz die Ausgänge von Entwicklungen, Zusammenhänge und Wechselwirkungen in der Geschichte zu erkennen, die den damaligen Zeitgenossen verborgen blieben.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Bewertung
aus Villach
5/5
14.09.2020
Buch (Paperback)
Einfach toll
Ich habe mir, vor Beginn des 4. Bandes, die drei Vorgänger gekauft und diese vorab gelesen.
Ich war schwer beeindruckt, wie gut diese Bände bearbeitet sind - genau die richtige Dosis an Informationen, nicht zu detailliert, aber auch nicht zu wenig und aus allen Bereichen, die die Geschichte eines Landes prägen gibt es kurze Darstellungen: Kaiser, Dynastien, Kunst, Landwirtschaft, Religion,... es war mir wirklich ein Vergnügen.
Die Zeichnungen sind ganz einfach, aber sehr einprägsam, so das Wort und Bild gemeinsam eine gut Erklärung zum jeweiligen Thema abgeben. Gerade bei Themen, die quasi Neuland sind, ist die Comic-Variante perfekt.
Ich habe viel gelernt, sicher auch gleich wieder viel vergessen.
Uneingeschränkte Empfehlung
Endlose Seiten
5/5
07.09.2020
Buch (Paperback)
Super interessant und informativ!
Wow, so schnell vergeht die Zeit. Vor ungefähr zwei Jahren habe ich zufällig den ersten Band der »Chinas Geschichte im Comic«-Reihe von Jing Liu entdeckt. Vor kurzem ist nun der vierte Teil erschienen und diesen konnte und wollte ich mir nicht entgehen lassen, denn die Reihe hört einfach nicht auf, mich zu begeistern. Ich freue mich jedes Mal, wenn ein neuer Band veröffentlicht wird und hoffe, dass es weitere Fortsetzungen geben wird, denn es macht einfach eine Menge Spaß, mithilfe von Comics mehr über Geschichte zu erfahren.
„Ich habe nichts zu verlieren und alles zu gewinnen!“ – Zitat (»Chinas Geschichte im Comic – Band 4«, Seite 24)
Der vierte Band deckt die Jahre von 1368 bis 1912 ab. Dabei erfährt man wieder viel Wissenswertes und Interessantes. Unter anderem stehen im Vordergrund sowohl die Ming- als auch die Qing-Dynastie. Darüber hinaus wird Chinas Entwicklung vor dem Hintergrund der Modernisierung aufgezeigt und wie die sich immer mehrende Konflikte mit anderen Ländern ausgetragen wurden.
Genau wie die Vorgänger bietet der vierte Teil der Reihe eine Möglichkeit, die Geschichte sowohl auf Deutsch als auf Chinesisch zu lesen. Wer also der chinesischen Sprache mächtig ist, wird hier seinen Spaß haben. Besonders hilfreich fand ich die Übersicht über die drei vorigen Bände. So konnte ich mir das Geschehene in Erinnerung rufen, ohne die drei Bücher nochmal zur Hand zu nehmen. In Bezug auf Zeichnungen behaupte ich, dass der Autor sich treu geblieben ist. Das Artwork ist wieder informativ und übersichtlich gestaltet. Die Niedlichkeit der Figuren ist wieder kaum zu übertreffen, obwohl sie oft ein Bestandteil sehr trauriger Erzählung sind.
Fazit
Band 4 liefert wieder einen guten Überblick über wichtige Meilensteine der chinesischen Geschichte. Ich liebe diese Reihe und hoffe, dass es einen fünften Teil geben wird.
Bewertung
aus Glauchau
5/5
18.08.2020
Buch (Paperback)
Sehr anschaulich
„...Solange die Menschen ihre Verpflichtungen gegenüber der Regierung erfüllen, sollen sich die Behörden nicht weiter in ihr Leben einmischen...“
Das ist die Meinung von Zhu Yuanzhang, der nach seinem Aufstieg Kaiser Hongwu hieß und die Ming – Dynastie begründet hat.
Mit dieser Dynastie im Jahre 1364 beginnt das Buch, das die chinesische Geschichte bis 1912 in Art eines Comics darstellt. Das lange Zeitintervall bedingt ganz einfach, dass einige Abschnitte, wie von den Vorgängerbänden gewohnt, sehr ausführlich, andere aber ziemlich kurz dargestellt werden.
Vorangestellt ist eine Zeittafel und eine kurze Zusammenfassung des bisherigen Geschehens.
Zwei Dynastien stehen im Mittelpunkt, die schon erwähnte Ming – Dynastie und die Qing – Dynastie.
Erstaunlich ist Zhus Aufstieg vom einfachen Bauernjungen zum Kaiser. Er hat seine Vergangenheit nicht vergessen und setzt sich für die Armen ein. Das aber führt zu Verwerfungen im System. Die Korruption blüht, da fehlende Steuereinnahmen keine ausreichende Bezahlung der Beamten garantieren.
Die Qing – Dynastie wird durch die Mandschuren begründet. Sie übernehmen im Großen und Ganzen das alte System und begründen ein Jahrhundert des Friedens. Dadurch lassen sich die Staatsfinanzen sanieren, denn Wirtschaft und Handel florieren. Der Handel mit Europa und Amerika verstärkte sich. Das führte unter anderem zum Anbau neuer Kulturpflanzen wie Kartoffeln, Mais und Tabak.
Dann aber gibt es Diskrepanzen zwischen Bevölkerungswachstum und Steuereinnahmen. Hinzu kommt der von Großbritannien initiierte Opiumhandel sowie Niederlagen im Chinesisch – Japanischen Krieg und in den Auseinandersetzungen mit europäischen Staaten. Im Norden vergrößert der russische Bär ohne viel Tamtam sein Territorium auf Kosten Chinas.
Um es mit meinen Worten auszudrücken: Das landwirtschaftlich geprägte China ist ganz unten angekommen. Gleichzeitig wird dadurch der Weg frei für eine neue Entwicklung.
Gekonnt werden die Geschehnisse in Bilder umgesetzt. Insbesondere gefallen mir die vielfältigen Karten und Statistiken. Die machen Geschichte anschaulich. Auch die Mienen der Protagonisten geben darüber Ausdruck, was gerade gut oder schief läuft. Eingebettet sind philosophischen Strömungen und die Stellung des Staates zum Christentum.
Das Buch stellt die Geschichte einmal auf Deutsch, einmal auf Chinesisch dar.
Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Ich bin gespannt auf einen nächsten Band.
Bewertung
5/5
15.08.2020
Buch (Paperback)
Chinas Geschichte von 1368-1912
"Der Weg in die Moderne - Von der Ming-Dynastie bis zur Qing-Dynastie" ist der 4. Band der Reihe von Jing Lius "Chinas Geschichte im Comic".
Dieser Band erzählt von Zhu Yuanhang, der es zum Kaiser geschafft hat, wobei er kein familäres Ansehen hatte und auch kein Geld. Der Kaiser schafft schnell eine relativ stabile Politik, da er selbst aus armen Verhältnissen kommt, ist es ihm wichtig, dass es dem Volk gut geht, sodass er die Steuern senkt etc. Dass das auf Dauer jedoch keinen Fortschritt bringen kann,...wird bald auch klar. Und es starten Kriege gegen Weltmächte, gegen die China technologisch nicht das Wasser reichen kann...
Kritik: Vieles wurde in manchen Kapiteln nur angerissen und sehr schnell behandelt, sodass viele Fragen offen blieben. Da ein weiterer Band noch folgt, der nur die letzten 100 Jahre beinhalten kann, frage ich mich, warum Jing für Band 4 nicht mehr Freiraum gegeben hat...
Fazit: Jing hat das Talent selbst Bösewichte so süß und niedlich darzustellen, dass der Leser mit ihnen sogar Mitleid hat!
Empfehlenswert für alle, die sich für die Geschichte Chinas interessieren und gern Comics lesen. Im Anhang gibt Jing zudem noch weiterführende Literatur (die er selbst benutzt hat), sowohl auf Chinesisch als auch auf Englisch.
annlu
5/5
14.08.2020
Buch (Paperback)
einfacher und anschaulicher Überblick über die Geschichte Chinas
Der vierte Teil der Reihe „Chinas Geschichte im Comic“ widmet sich der Ming- und der Qing- Dynastie (1368-1912). Vom mittellosen Bauernsohn, der sich selbst zum Kaiser ausrief über den Höhepunkt der Kaiserzeit und ihren Zusammenbruch wird die Geschichte Chinas in Wort und Bild erklärt.
Die Zeit, die der Band überspannt, ist ereignisreich und durch eine komplexe Geschichte geprägt. Um die Erklärungen einfach zu halten, wurden bestimmte Aspekte herausgepickt, an Hand derer die weitreichenden Zusammenhänge ersichtlich werden. Manchmal sind es wichtige Persönlichkeiten, die zu Wort kommen und ihren Teil der Geschichte erzählen, dann wieder allgemeine wirtschaftliche und politische Änderungen, die angeführt werden. Die Geschichte wiederholt sich auch hier – neue Reiche lösen alte ab, prosperieren um dann an Grenzen zu gelangen, Unzufriedenheit auszulösen und neuen Machthabenden ihre Chance zu bieten. Mehr noch als in den anderen Bänden spürt man hier die Auswirkungen, die bis ins 20. Jahrhundert (und noch heute?) nachwirken. Ein zusätzlicher Unterschied zur bisherigen Geschichte ist der zunehmend größer werdende Einfluss der Europäer/des Westens auf China. Kriegerische Auseinandersetzungen werden nicht mehr nur mit den unmittelbaren Nachbarn geführt, Revolutionen auch von außen ausgelöst und beeinflusst.
Die Bilder sind so unterschiedlich, wie die Texte. Einige von ihnen haben einen unterhaltenden Charakter in dem sie Gesagtes auf Personen beziehen. So wirken die Fakten weniger trocken. Es wird ersichtlich, dass sie sich auf die Bevölkerung (oder Teile davon) auswirken. Andere haben einen anschaulichen Charakter und geben zusätzliche Informationen zu dem Gesagten. So finden sich immer dann, wenn sich im Herrschaftsbereich etwas ändert Karten, wenn es um neue Erfindungen oder die Währung geht Bilder davon. Ergänzt wird das Ganze über in die Bilder integrierte Diagramme. Sehr schön fand ich auch die Zeichnungen, die symbolischen Charakter hatten (wie z.B. untergehende Reiche, die symbolisch an einen Abgrund gezeichnet wurden).
Wer in der Lage dazu ist, chinesisch zu lesen, findet die originale Fassung im hinteren Teil des Buches.
Fazit: Ich kenne alle Teile der Reihe und finde es faszinierend Geschichte über einen Comic vermittelt zu bekommen. Auch wenn mir dieser Teil wieder sehr gut gefallen hat und ich eine Reihe Neues gelernt habe, merkt man hier, dass die Zeit, die in diesen Band gepackt wurde, sehr komplex ist und dadurch manches oberflächlicher ausfallen muss.
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