Ein verschneites Tal. Ein altes Geheimnis. Zwei verfeindete Schwestern. Pünktlich zum ersten Advent kehrt im Hollertal Jahr für Jahr der Winter ein und verwandelt das Tal in eine märchenhafte Zauberwelt. Doch für Marie ist in diesem Jahr nichts mehr wie zuvor, nachdem ihre Mutter an Krebs starb und Stiefmutter und Stiefschwester ins Haus kamen. Auf dem Hof der alten Frau Hollerbrunn findet Marie Trost, Freundschaft und ganz überraschend die Liebe. Doch ihre Stiefschwester Pegg folgt ihr an den Hof und droht Maries zartes Glück zu zerstören. Und Pegg ist ihr geringstes Problem: Den Hollerhof umgeben finstere Geheimnisse, und bald muss Marie nicht nur für ihr eigenes Glück kämpfen, sondern auch um die Zukunft des ganzen Tals. Der dritte Band der Märchenspinner entführt den Leser in die eisig-schöne Welt der Alpen. Tina Skupin kombiniert das Frau Holle-Märchen der Gebrüder Grimm mit traditionellen Alpensagen sowie einem Schuss "Eiskönigin" zu einer Geschichte um Familie, Abschied und Neubeginn. Band 3 aus der Reihe der Märchenspinner.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
6 Bewertungen
5 Sterne
4 Sterne
3 Sterne
(0)
2 Sterne
1 Sterne
(0)
Zauberhaft!
Sue am 10.10.2018
Bewertungsnummer: 1139050
Bewertet: eBook (ePUB)
Ich finde die Geschichte echt gut. Der Aufbau und die darauffolgenden Wendungen der Geschichte waren zwar ans alte Märchen angepasst, aber trotzdem hatten sie ihren eigenen Stil. Zusammen mit dem tollen Schreibstil von Tina Skupin ergab sich eine tolle neue Geschichte zum Unterhalten, Träumen und Weitergeben.
Marie ist eine tolle Hauptfigur. Sie lässt sich nicht unterkriegen, trotz des Todes ihrer Mutter, lebt mit ihrer Stiefschwester und Stiefmutter zusammen ohne wirklich zu Murren und versucht ihrem Vater mit dem eigenen Hotel zu helfen, was echt nicht immer einfach ist. Als es dann eine Absage von der Schule wegen ihres Praktikas im elterlichen Hof gibt, kann sie durch einen glücklichen Zufall ihr Praktikum bei Frau Hollerbrunnn machen. Dort arbeitet sie gut und lernt viel. Allerdings fand ich sie im Bezug auf ihre Verliebtheit (die jemand auf dem Hollerhof auslöst) etwas naiv und pubertär...als wäre sie 11 oder 12...
Pegg ist so ziemlich das genau Gegenteil von Marie...denkt man jedenfalls durch den ersten Blick auf sie...sie ist faul, so ziemlich von allem gelangweilt, will sich nur um sich selbst kümmern. Doch das ändert sich während des Buches. Diese Wandlung bei Pegg fand ich echt gut umgesetzt, erzählt und geschrieben. Mir gefiel Pegg am Ende sogar ein bisschen besser, als Marie...obwohl ich sie manchmal am Anfang echt gerne einfach nur getreten hätte (ja, ich weiß, Gewalt keine Lösung ist xD)
Den Ort der Geschichte fand ich wunderbar! Einfach traumhaft! Ich war früher schon immer im Sommer wandern mit meinen Eltern und war ab und zu in solchen Tälern. Wenn ich mal eine eigene Familie habe, möchte ich auch wieder solche Urlaube machen...
Frau Holle mal anders ...
Die Buchlilie am 05.04.2018
Bewertungsnummer: 1094713
Bewertet: eBook (ePUB)
Cover:
Beim Anblick von Marie, die unter herabfallenden Schneeflocken die Decken schüttelt, wird man augenblicklich in Stimmung für diese Geschichte versetzt. Das Cover verspricht eine märchenhafte, winterliche Atmosphäre zwischen zwei Buchdeckeln, die einem letztendlich auch geboten wird. Mir gefällt die gewählte Szene deshalb sehr gut.
Meine Meinung:
Was für eine großartige Geschichte! Tina Skupin ist es gelungen, mich mit locker-leichten Worten in eine zauberhafte Welt voller Magie zu entführen, genauer gesagt ins fiktive Hollertal der Alpen. Band 3 der Märchenspinnerei widmet sich in erster Linie der Grimm-Erzählung von "Frau Holle", doch auch Elemente der Eiskönigin lassen sich darin erkennen. Inmitten von schneebedeckten Berghängen erwartet den Leser damit ein Abenteuer, das Altbekanntes mit eigenen Ideen auf anregende Weise verbindet.
Marie ist seit jeher ein gutherziges und beliebtes Mädchen, doch seit dem Tod ihrer Mutter lebt sie sehr zurückgezogen. Auch die neuen Familienmitglieder erschweren es ihr, sich an die Situation zu gewöhnen. Während sie es ihrer Stiefmutter nie recht machen kann, hat Stiefschwester „Pegg“ selten ein nettes Wort übrig. Vom Adlerhof weg möchte Marie dennoch nicht; selbst für das anstehende Berufspraktikum erhofft sie sich eine Ausnahme. Viel zu sehr hängt sie am familiären Betrieb und den damit verbundenen Erinnerungen an ihre Mutter. Doch es kommt anders und Marie muss sich nach einer anderen Praktikumsstelle umsehen. Als sie schließlich bei Frau Hollerbrunn anfangen kann zu arbeiten, stellt die junge Heldin schnell fest, dass manche Sagen mehr sind als bloße Folklore …
Was wäre eine "Frau Holle"-Adaption ohne seine Gold- und Pechmarie? Die gleichnamigen Stiefgeschwister nehmen auch im hiesigen Märchen eine gegensätzliche Rolle ein. Während Marie fleißig, verständnisvoll und immerzu freundlich ist, tritt Pegg als faule, vorlaute Kontrahentin auf die Bildfläche. Frau Hollerbrunn hat mir ebenso gut in ihrer Ausarbeitung gefallen. Vom ersten Augenblick an scheint ihr etwas Unergründliches anzuhaften: „Die alte Frau war makellos wie immer. Trotz des Sturms lugte kein Haar aus ihrem festen Knoten hervor, und sie schien nicht einmal nass zu sein […].“ (Tina Skupin: Hollerbrunn, Pos. 203). Dank ihrer wohlwollenden Art habe ich sie schnell ins Herz geschlossen, wenngleich sie sich durchaus darauf versteht, autoritär und streng aufzutreten. Auch Florian und die anderen Nebencharaktere verleihen der Geschichte ihren Charme. So stereotyp die Protagonisten allerdings veranlagt sind, überrascht die Autorin doch mit zeitweiligen Abweichungen von diesem Muster. So lernt der Leser auch die andere Seite der Medaille kennen. Ist Goldmarie nicht etwas zu leichtgläubig? Oder Pechmarie auch engagiert? Es sind die kleinen Entwicklungen, die in diesem Buch faszinieren.
Lange hat man den Eindruck, den Verlauf der Handlung vorausahnen zu können. Natürlich, eine Schwester wird belohnt, die andere bestraft, Frau Holle und ihr Hof bestehen fort. Die Autorin hat sich für die Spannung jedoch etwas Schönes einfallen lassen, damit diese bestehen bleibt. Sie spielt regelrecht mit Vermutungen, sodass man Gut von Böse bald nicht mehr unterscheiden kann. Die letzten fünfzig Seiten haben mich derart gefesselt, es hat solchen Spaß gemacht, sie zu lesen! Das ließ auch getrost über den ein oder anderen Formatierungsfehler im E-Book hinwegsehen.
Fazit:
In der Adaption "Hollerbrunn" steckt so viel Hingabe und Liebe zum Detail! Auf 240 Seiten verzaubert das märchenhafte Flair mühelos vor einem winterlichen Setting. Für frischen Wind im Geschehen sorgen dabei die Charaktere und der eingebaute Plottwist, der mich persönlich absolut begeistert hat. Ich vergebe fünf Sterne.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.