Produktbild: All die Jahre

All die Jahre Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.01.2018

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

464

Maße (L/B/H)

20,8/13,9/3,2 cm

Gewicht

554 g

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Saints for all Occasions

Übersetzt von

Henriette Heise

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-552-06366-2

Beschreibung

Rezension

„Sullivan hütet sich vor Klischees, sie präsentiert diese in feinsinnigen Charakterzeichnungen, die auch kleinste Facetten der Personen widerspiegeln. Dank dieser Authentizität der Charaktere sowie dem Spiel von wechselnden Zeitebenen und Perspektiven bleibt die Geschichte spannend bis zum offenen Ende.“ Mona Grosche, neues deutschland, 12.07.18
"J. Courtney Sullivan beschreibt eindrücklich die Zwänge von Religion und Konvention, denen junge irische Frauen noch vor einem halben Jahrhundert ausgesetzt waren." Meike Schnitzler, Brigitte 13/2018
"Sullivan ist ein packender und positiver Roman geglückt." Irene Zöch, Presse am Sonntag, 04.02.18
"J. Courtney Sullivan berührt mit 'All die Jahre' alle, die zum Mitfühlen bereit sind." P. Pisa, Kurier, 03.02.18

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.01.2018

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

464

Maße (L/B/H)

20,8/13,9/3,2 cm

Gewicht

554 g

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Saints for all Occasions

Übersetzt von

Henriette Heise

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-552-06366-2

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag GmbH & Co.KG
Kolbergerstr. 22
81679 München
DE
info@hanser.de

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  • Philo

    aus Frankfurt a.M.

    5/5

    20.01.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lebenslügen

    Als irische Auswanderer kommen Nora und ihre jüngere Schwester Theresa nach Amerika, um zunächst bei der Familie von Noras Verlobtem Charlie zu leben. Nora hat stets ein waches Auge auf Theresa und ist auf eine gute Erziehung der jüngeren Schwester bedacht. Während Nora streng und unnachgiebig erscheint, möchte Theresa ihre Jugend genießen und etwas erleben. So stiehlt sie sich nachts heimlich davon, um zum Tanzen zu gehen. Dort lernt sie Walter kennen, einen Draufgänger, der sie verführt und von dem sie schwanger wird. Nun müssen Nora und Theresa eine Entscheidung treffen, was mit dem Kind geschehen soll. Es ist eine fogenschwere Entscheidung, die das Leben der beiden Schwestern für immer prägen wird. Die Autorin hat hieraus einen spannenden Familienroman gewoben, der sich so wunderbar lesen ließ, daß ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Als Leser lernt man die Protagonisten sehr gut kennen, weil die Autorin deren Handlungen und Gedanken offenlegt. Diese aber bleiben den Protagonisten untereinander verborgen. Es entstehen viele Mißverständnisse, die man beseitigen möchte, als Leser aber nicht eingreifen kann. Nora, die unter der auf sich genommenen Schuld leidet, erscheint ihren Kindern streng und unnahbar und auch ihre Ehe mit Charlie gestaltet sich schwierig. Sehr einfühlsam und verständlich werden die Charaktere von Noras Kindern beschrieben, die alle sehr unterschiedliche Wege gehen. Mir waren sie allesamt sympathisch, weil mir ihre Handlungen und Reaktionen begreiflich waren und ich diese gut nachvollziehen konnte. Nora muß einsehen, daß ihre Notlügen nicht nur ihr selbst, sondern auch ihrer ganzen Familie geschadet haben. Die Erkenntnis, daß die Wahrheit zu sagen, besser gewesen wäre, kommt leider sehr spät. Ein toller Familienroman mit vielen tragischen Momenten, in dem alle Protagonisten ihren Weg suchen müssen. Wunderbar geschrieben und leicht und flüssig zu lesen, bekommt er 5 Sterne und eine gern gegebene Leseempfehlung.

  • Bewertung

    5/5

    20.01.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Emotional aufwühlend

    "All die Jahre" ist ein Familienroman von J. Courtney Sullivan, die auch durch den Roman "Die Verlobungen" bekannt ist. Das Buch erscheint zum 29.01.2018 im Deuticke-Verlag und ist als gebundene Version für 22,00€ zu erwerben. Mir persönlich gefällt das künstlerische Cover sehr gut - passend zum Buch und nicht zu aufdringlich. Im Buch geht es um eine Familiengeschichte die auf zwei Zeitebenen spielt. Hier lernen wir Nora Flynn und Theresa kennen. Theresa hat sich für ein Leben als Nonne entschieden, Nora hingegen hat 4 Kinder und ihren Ehemann verloren. Man lernt auch die Kinder von Nora kennen und wie sie ihre Mutter sehen. Man ist die ganze Zeit gefesselt und möchte wissen warum die beiden Schwestern, die einst gemeinsam nach Irland ausgewandert sind nicht mehr miteinander sprechen. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und ich war die ganze Zeit dabei. Ich musste auch das eine oder andere Tränchen verdrücken. Ein gelungener Roman mit Tiefgang!

  • Bewertung

    5/5

    20.01.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was hätte sein können

    Eigentlich fängt alles damit an, dass Nora und ihre jüngere Schwester Theresa Ende der 1950er Jahre von Irland nach Amerika auswandern. Nora, um ihren Verlobten Charlie zu heiraten und Theresa, um eine Ausbildung als Lehrerin zu beginnen. Der Roman selbst beginnt allerdings 2009, als Noras ältester Sohn Patrick bei einem Autounfall stirbt. Der Verlust des Sohnes veranlasst Nora zurückzublicken, auf das, was ist und auf das, was war bzw. was hätte sein können. Die Ereignisse aus Gegenwart und Zukunft wechseln ab, sodass sich zwei Handlungsstränge ergeben. In der Gegenwart kann man dabei eine nachdenkliche Nora erleben, in der Vergangenheit eher eine schüchterne, zurückhaltende. Während des Lesens entsteht allerdings nie der Eindruck eines Rückblicks, beide Handlungsstränge sind für sich gegenwärtig, wodurch der Eindruck einer Nacherzählung vermieden wird. Zusätzlich entsteht so eine gewisse Nähe zwischen dem Leser und Nora, da die in der Vergangenheit stattfindende Handlung direkt erzählt wird und nicht über einen Rückblick innerhalb der Geschichte. J. Courtney Sullivan verknüpft die Ereignisse aus Gegenwart und Vergangenheit dabei so geschickt, dass der Leser Noras Handlungen der Gegenwart anhand der Ereignisse der Vergangenheit nachvollziehen kann und sich aus der Kombination der Handlungsstränge ein ganzes Bild ergibt. Nora ist kein einfacher Charakter, sie ist weder besonders sympathisch, noch besonders unsympathisch. Dennoch entsteht beim Lesen eine gewisse Nähe zu ihr, nicht nur weil sie die Protagonistin ist, sondern auch, weil ihre Handlungen menschlich und nachvollziehbar sind. Das macht auch den Roman stellenweise etwas trocken, eine Schwäche, die der Schreibstil der Autorin und die Konstruktion des Textes allerdings wieder gut zu machen wissen. Ein Rückblick und ein tödlicher Unfall markieren den Beginn von "All die Jahre" und führen den Leser erst langsam und dann mit einem Knall an die Handlung heran. Durch die Nähe zur Protagonistin wird der Leser somit sofort auf der emotionalen Ebene angesprochen. Die Ansprache auf emotionale Ebener hält jedoch nicht lange an. Dafür wird jedoch bereits zu Beginn deutlich, dass sich das vollständige Bild erst im Laufe des Romans nach und nach zusammensetzt. „All die Jahre“ ist dabei allerdings kein Buch, dass man in einem Rutsch verschlingt, sondern eher ein langsamerer Text den man portionsweise liest. Das liegt nicht an einem etwaigen zähen Erzählstil, sondern vielmehr daran, dass sich die Ereignisse nach und nach entfalten und so an Tiefe gewinnen.

  • KrimiElse

    5/5

    20.01.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Familienbande

    „All die Jahre“ von Courtney J. Sullivan ist eine berührende irische Familiengeschichte mit zwei Schwestern, Nora und Theresa, im Mittelpunkt, die in den 1950er Jahren gemeinsam aus Irland nach Amerika auswandern. Das Buch beginnt mit dem Tod von Noras ältestem Sohn Patrick und endet mit seinem Begräbnis. Mit vielen Rückblicken und aus den unterschiedlichen Blickpunkten der beiden Schwestern sowie von Noras drei übrigen Kindern erfährt man deren Geschichte. Nora Flynn ist 21 Jahre alt, als sie mit ihrer jüngeren Schwester das rückständige Irland in Richtung Amerika verlässt, um dort ihren Verlobten zu heiraten. Sie sorgt für Theresa seit die Mutter vor Jahren starb, und versucht ihr auch in der Neuen Welt einen bestmöglichen Start zu ermöglichen. Aber Theresa wird schwanger, Nora trifft folgenschwere Entscheidungen für sie, was die beiden Schwestern entzweit und Theresa ins Kloster treibt. Erst durch Patricks Tod kommen die beiden wieder zusammen und setzen sich mit ihrem Leben auseinander. Mit unglaublicher Lust am Fabulieren, mäandernd und voller Sinn für gute Familiengeschichten erzählt Sullivan vom für mich unvorstellbar kargen Leben in Irland, von den irisch dominierten Straßenzügen in Großstädten der USA, vom Familienzusammenhalt und Ausbruchsversuchen und von damals herrschenden Konventionen. Für mich erstaunlich authentisch und glaubhaft nachvollziehbar begleite ich die Figuren durch das rückständige Irland mit arrangierten Ehen wegen Landzugewinn, mit aus heutiger deutscher Sicht unglaublicher Normalität und Akzeptanz von Alkoholismus und Bevormundung der Mädchen und Frauen durch die Familienbande. Ebenso spannend und gespickt mit sehr vielen interessanten Details bewegt man sich durch die Enklaven der irischen Einwanderer in Amerika, die ganze Straßenzüge beherrschen, neu ankommende Familienmitglieder aufnehmen und versorgen und trotz des Willens nach Anpassung in der moderneren großstädtischen Welt an alten irischen Traditionen verbiestert und irischer als die Iren zu Hause festzuhalten. Es ist einfach eine wunderbare Art des Erzählens, die mich nicht zuletzt wegen der vielen interessanten Charaktere sehr schnell in ihren Bann gezogen hat und völlig gefangen hielt. Vorsichtig und allmählich öffnen sich Nora und Theresa des Leser, halten Überraschungen bereit, die für Spannung sorgen. Nebencharaktere sind nicht nur schmückendes Beiwerk und die verschiedenen Sichtweisen des Buches vermitteln einen nachhaltigen und glaubhaften Eindruck des Lebens der Familie. Andeutungen und Schweigen, Geheimnisse und Rückzug, kurze Blicke hinter den Vorhang dienen bis zum Schluss der Spannung einer Geschichte, die viele Überraschungen parat hält. Unlösbare Familienbande und der Versuch des Ausbechens, Bevormundung, Verzeihen und Verlust, Trauer, Glück und fast nicht tragbare Bürde stehen in diesem Buch so eng beieinander, sind so glaubhaft dreidimensional beschrieben, dass es manchmal beim Lesen schmerzt. Es ist einfach ein wunderbares, für mich rundum gelungenes Buch mit einer interessanten, bedrückenden und zugleich hoffnungsvollen Familiengeschichte, das ich ganz ausdrücklich zum Lesen empfehle.

  • Bewertung

    aus Oderberg

    5/5

    20.01.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Klasse Familiengeschichte

    Eine sehr schöne und tiefbewegende Familiengeschichte um die Schwestern Nora und Theresa. Die beiden verlassen Irland und wandern nach Amerika aus. Nora um dort ihren Freund Charlie, der bereits vor einem Jahr von Irland nach Amerika aussiedelte,und Theresa für eine gute Ausbildung. Für Theresa ist Amerika aufregend und Freiheit. Doch sie wird schwanger. Man erfährt in dem Roman, wie sich die Zeiten rasant verändern. Was früher ein Makel und undenkbar war, ist heute normal. Wir sehen wie schwer es manche Menschen haben die Veränderungen mitzutragen und im früher stecken bleiben. Für mich ein sehr gelungener Roman. Tiefgründig . Interessant. Sehr flüssig zu lesen und durchweg spannend. Von mir daher ein sehr empfehlenswert.

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