Produktbild: Blackout Island

Blackout Island Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.08.2018

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

276

Maße (L/B/H)

18,8/12,2/2,5 cm

Gewicht

265 g

Farbe

Anthrazit / Beige

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Eyland

Übersetzt von

Tina Flecken

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-46889-0

Beschreibung

Rezension

»... ein schlicht phänomenales Romandebüt ... « ("Virus")
»Eine verstörend realistische Dystopie, die zeigt, wie verletzlich Demokratie ist.« ("Lübecker Nachrichten")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.08.2018

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

276

Maße (L/B/H)

18,8/12,2/2,5 cm

Gewicht

265 g

Farbe

Anthrazit / Beige

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Eyland

Übersetzt von

Tina Flecken

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-46889-0

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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Erschreckende Vision des sozialen Zerfalls

LiSa aus Stuttgart am 21.01.2025

Bewertungsnummer: 2392196

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Blackout Island“ von Sigriður Björnsðóttir entführt die Leser:innen in ein erschreckendes Szenario, das auf den ersten Blick weit hergeholt erscheint, doch bei näherem Hinsehen beklemmend realistisch anmutet. Die Ausgangssituation: Island verliert plötzlich den Kontakt zu Europa und dem Rest der Welt. Weder Schiffe noch Flugzeuge können einen bestimmten Radius um die Insel verlassen, und jegliche Hilfe von außen bleibt aus. Die Isländer:innen stehen vor einer beispiellosen Herausforderung – sie müssen von nun an völlig autark überleben. Was als temporäres Problem beginnt, entwickelt sich schnell zu einem dauerhaften Zustand, der die Gesellschaft und ihre Werte tiefgreifend verändert. Früher angesehene Jobs verlieren abrupt an Bedeutung, während Lebensmittel und andere essenzielle Ressourcen knapp werden. Der Roman beschreibt eindringlich, wie sich die anfängliche Unsicherheit zu einem Albtraum aus Unterdrückung, Gewalt und sozialem Zerfall entwickelt. Es geht um Massenabschiebungen, sektengleiche Gruppierungen, die Rückkehr archaischer Denkweisen und sogar rassistische Übergriffe – erschreckenderweise bis hin zur Nutzung des N-Wortes. Die schockierende Darstellung dieser dystopischen Gesellschaft wird durch die intensive Auseinandersetzung mit den dunklen Seiten des menschlichen Verhaltens noch verstärkt. Die Geschichte wird vor allem durch die Perspektiven von Hjalti, einem Journalisten, seiner Ex-Partnerin Maria und deren Tochter getragen. Die drei Figuren bieten unterschiedliche Blickwinkel auf die radikale Transformation Islands, wodurch die gesellschaftlichen Brüche und der Verlust sozialer Strukturen besonders eindrücklich beschrieben werden. Ein besonderes Highlight des Romans sind die zeitlichen Sprünge in den Kapiteln, die sich auf Hjalti konzentrieren. Diese verleihen der Geschichte Dynamik und erlauben es den Leser:innen, die tiefgreifenden Veränderungen nicht nur mitzuerleben, sondern sie durch verschiedene Zeitebenen zu reflektieren. Trotz aller Dunkelheit und Verzweiflung gelingt es der Autorin, am Ende des Romans einen kleinen Hoffnungsschimmer am Horizont zu platzieren – ein Lichtstrahl inmitten der düsteren Kulisse. „Blackout Island“ ist ein fesselnder, wenn auch schwer verdaulicher Roman, der die Abgründe einer isolierten Gesellschaft schonungslos aufzeigt. Er regt zum Nachdenken über soziale Verantwortung, menschliche Werte und die Zerbrechlichkeit moderner Zivilisationen an. Ein Buch, das nachwirkt – beklemmend und doch faszinierend.

Erschreckende Vision des sozialen Zerfalls

LiSa aus Stuttgart am 21.01.2025
Bewertungsnummer: 2392196
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Blackout Island“ von Sigriður Björnsðóttir entführt die Leser:innen in ein erschreckendes Szenario, das auf den ersten Blick weit hergeholt erscheint, doch bei näherem Hinsehen beklemmend realistisch anmutet. Die Ausgangssituation: Island verliert plötzlich den Kontakt zu Europa und dem Rest der Welt. Weder Schiffe noch Flugzeuge können einen bestimmten Radius um die Insel verlassen, und jegliche Hilfe von außen bleibt aus. Die Isländer:innen stehen vor einer beispiellosen Herausforderung – sie müssen von nun an völlig autark überleben. Was als temporäres Problem beginnt, entwickelt sich schnell zu einem dauerhaften Zustand, der die Gesellschaft und ihre Werte tiefgreifend verändert. Früher angesehene Jobs verlieren abrupt an Bedeutung, während Lebensmittel und andere essenzielle Ressourcen knapp werden. Der Roman beschreibt eindringlich, wie sich die anfängliche Unsicherheit zu einem Albtraum aus Unterdrückung, Gewalt und sozialem Zerfall entwickelt. Es geht um Massenabschiebungen, sektengleiche Gruppierungen, die Rückkehr archaischer Denkweisen und sogar rassistische Übergriffe – erschreckenderweise bis hin zur Nutzung des N-Wortes. Die schockierende Darstellung dieser dystopischen Gesellschaft wird durch die intensive Auseinandersetzung mit den dunklen Seiten des menschlichen Verhaltens noch verstärkt. Die Geschichte wird vor allem durch die Perspektiven von Hjalti, einem Journalisten, seiner Ex-Partnerin Maria und deren Tochter getragen. Die drei Figuren bieten unterschiedliche Blickwinkel auf die radikale Transformation Islands, wodurch die gesellschaftlichen Brüche und der Verlust sozialer Strukturen besonders eindrücklich beschrieben werden. Ein besonderes Highlight des Romans sind die zeitlichen Sprünge in den Kapiteln, die sich auf Hjalti konzentrieren. Diese verleihen der Geschichte Dynamik und erlauben es den Leser:innen, die tiefgreifenden Veränderungen nicht nur mitzuerleben, sondern sie durch verschiedene Zeitebenen zu reflektieren. Trotz aller Dunkelheit und Verzweiflung gelingt es der Autorin, am Ende des Romans einen kleinen Hoffnungsschimmer am Horizont zu platzieren – ein Lichtstrahl inmitten der düsteren Kulisse. „Blackout Island“ ist ein fesselnder, wenn auch schwer verdaulicher Roman, der die Abgründe einer isolierten Gesellschaft schonungslos aufzeigt. Er regt zum Nachdenken über soziale Verantwortung, menschliche Werte und die Zerbrechlichkeit moderner Zivilisationen an. Ein Buch, das nachwirkt – beklemmend und doch faszinierend.

Ein mögliches Szenario

pitti3577 aus Berlin am 03.11.2024

Bewertungsnummer: 2332716

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Blackout Island" von Sigriður Hagalín Björnsdóttir ist thematisch schwierig zu lesen. Wer sich jedoch auf das im Buch geschilderte Szenario einlässt und über die Schicksale der Protagonisten reflektiert, erfährt viel über die Seelenlage der Menschen eines Landes, das sich am Rande Europas befindet und dessen Isolation sowohl in der Geschichte als auch in der heutigen Zeit nur Legende ist. Obgleich der Inhalt der Kapitel zunächst chaotisch und wenig nachvollziehbar wirkt, ist das Buch lesenswert, denn es stimmt den Leser nachdenklich und bleibt mit allen Gefühlslagen lange im Gedächtnis.

Ein mögliches Szenario

pitti3577 aus Berlin am 03.11.2024
Bewertungsnummer: 2332716
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Blackout Island" von Sigriður Hagalín Björnsdóttir ist thematisch schwierig zu lesen. Wer sich jedoch auf das im Buch geschilderte Szenario einlässt und über die Schicksale der Protagonisten reflektiert, erfährt viel über die Seelenlage der Menschen eines Landes, das sich am Rande Europas befindet und dessen Isolation sowohl in der Geschichte als auch in der heutigen Zeit nur Legende ist. Obgleich der Inhalt der Kapitel zunächst chaotisch und wenig nachvollziehbar wirkt, ist das Buch lesenswert, denn es stimmt den Leser nachdenklich und bleibt mit allen Gefühlslagen lange im Gedächtnis.

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Blackout Island

von Sigríður Hagalín Björnsdóttir

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