Die Geschichte der Liebe zwischen einer Frau, die gegen die Vorurteile ihrer Zeit kämpft, und einem Mann, der sich mit afrikanischen und arktischen Eskapaden an die Träume seiner Zeit von Größe und Macht verliert. Erst im Scheitern wird er mit der Realität konfrontiert – wie viele seines Volks und seiner Zeit. Die Frau bleibt ihm ihr Leben lang verbunden, in Gedanken, Briefen und einem großen Aufbegehren.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Bewertung
5/5
06.10.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Dieser Roman lässt uns das schwierige Leben einer ungewöhnlich unabhängigen Frau vom Ende des 19. Jahrhunderts bis hin zur Gegenwart erleben. Schlink ist ein großartiger Roman gelungen, der mich bis zum Ende (und gerade da!) gefesselt hat!
Bewertung
5/5
06.10.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
In dem neuen Roman von Bernhard Schlink geht es um die Liebesbeziehung der mittellosen Olga zu Herbert, dem Sohn des Gutsbesitzers. Diese wird nicht geduldet. Olga baut sich in der Ferne ein unabhängiges Leben als Lehrerin auf, ihn zieht es nach Afrika und in die Arktis, aber immer wieder zu Olga zurück. Die Gliederung in drei Erzählperspektiven vervollständigt den Handlungsstrang, der in der deutschen Geschichte vom späten 19. bis Anfang 21. Jahrhundert anberaumt ist.
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5/5
20.07.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ach Olga ... ein wunderbares Buch.
Ein wunderbares Buch, dass ich in einer Nacht durchgelesen habe..
Beim zweiten Mal waren es zwei Abende. Ich musste das Leben der Olga Rinke
und ihr spektakuläres Ende einfach nochmal durchleben, alles noch besser verstehen.
Der spannende und rasante Schreibstil, die geniale Beschränkung auf die wesentlichen Fakten
dieses 90jährigen Lebens, faszinieren mich.
Kurz und knapp, aber voller Wendungen und Überraschungen, man kann das Buch nicht weglegen.
Man hofft und träumt mit Olga, man trauert mit ihr und bewundert die Kraft und die Konsequenz
dieser Frau, die auf so viel verzichten musste und sich ihre Liebe zum Leben trotzdem immer erhalten hat.
Ich habe ein wenig den Verdacht, dass ich schon am Anfang des Jahres mein Lieblingsbuch 2018
gefunden habe?
Ursula Kutzer
aus Wien
5/5
09.04.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wunderschöner Liebesroman
Für mich ist dieser Roman die schönste, ergreifenste und zugleich unkitschigste Liebesgeschichte, die ich seit ganz langer Zeit gelesen habe. Die Hauptprotagonistin Olga ist mir sofort ans Herz gewachsen, man hofft und leidet mit ihr mit, das Ende ist dann nochmals eine Überraschung, der beste Roman von Bernhard Schlink! Unbedingt lesen!
KrimiElse
5/5
02.04.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Liebe und Emanzipation Vom…
Liebe und Emanzipation Vom späten 19.Jahrhundert bis in die 1970er Jahr entspinnt sich das Schicksal der Protagonistin Olga in Bernhard Schlinks neuestem Roman, der mit viel Wärme und einen umwerfenden Bezug zum Zeitgeschehen in den Bann zu ziehen vermag. Erzählt wird das Schicksal eines deutsch/polnischen Waisenmädchens, das in Pommern bei der kühlen Großmutter aufwächst und sich abseits aller Konventionen in den Sohn des ortsansässigen reichen deutschstämmigen Gutsherren verliebt. Olga geht unter Berücksichtigung der damaligen Zeit einen sehr emanzipierten und ungewöhnlichen Weg. Aus ärmlichen Verhältnissen stammend schafft sie es, ohne entsprechenden Schulbesuch der Schule für höhere Töchter den Zugang zum Lehrerinnenseminar zu erhalten und später als Lehrerin zu arbeiten. Schon seit ihrer Kindheit ist sie eine einsame Außenseiterin, die Verbindung zu ihresgleichen sucht. Jenseits der üblichen Verbandelungen zwischen Grundbesitzern und armen Pächtern trifft sie sich mit Herbert, dem Gutsbesitzersohn, auf Augenhöhe, und die beiden verlieben sich ineinander. Olga hat den unabdingbaren Wunsch und Willen zur Unabhängigkeit, während Herbert rastlosen Bewegungsdrang verspürt und als Kämpfer nach Eintritt ins Garderegiment in die Ferne zieht, zuerst nach Deutsch-Südwestafrika in den Kolonialkrieg Anfang des 20. Jahrhunderts im heutigen Namibia. Olga steht diesem Kampf wie auch dem späteren deutschen Größenwahn sehr skeptisch gegenüber. Sie erlebt den ersten und schließlich auch den zweiten Weltkrieg, wird vertrieben aus ihrer Heimat und findet neue Heimat. Stets handelt sie so, dass sie ihre Ideale erhält und ihnen treu bleibt, im Gegensatz zu den ihr am Herzen liegenden Männern. Eindringlich und behutsam beschreibt Bernhard Schlink dieses Frauenschicksal einer klugen, belesenen, menschlichen Person, die leise und scheinbar mühelos lebt, aber dennoch gehört wird und ihren Weg verfolgt. Fast ein bisschen distanziert ist der anfängliche Stil, als man das junge Liebespaar Olga und Herbert aus der Ferne betrachtet, nahe und berührend hingegen der letzte Teil, als Olga selbst durch Briefe zu Wort kommt. Ein sehr lesenswertes Buch ohne ganz große Überraschungen ist Olgas Lebensgeschichte, dennoch nicht zuletzt durch den geschichtlichen Hintergrund spannend und anregend, einfach empfehlenswert.
Wunderschön erzählt Bernhard Schlink die Liebesgeschichte von Olga und Herbert.
Olga - eine Waise aus ärmlichen Verhältnissen, strebsam und fleißig.
Herbert - Sohn einer reichen Gutsherrenfamilie, abenteuerlustig und neugierig auf die Welt.
Herberts Eltern sind gegen eine Heirat und so gestalten beide ihr Leben für sich. Herbert begibt sich auf lange Reisen in ferne Länder und Olga unterrichtet als Lehrerin - und doch endet ihre Liebe zueinander nie.
Unbedingt lesen!
Olga eine aus armen Verhältnissen stammende sehr starke Frau verliebt sich in den reichen, abenteuerlustigen Gutsherrensohn Herbert. Eine Liebe die nicht sein darf und daher nur im Geheimen stattfindet.
Olga klug und ehrgeizig wird Lehrerin aus Leidenschaft und Herbert, der nicht recht weiß was er will, verschlägt es erst nach Afrika in den Kolonialkrieg und später auf Expedition in die Arktis. Eine Sehnsuchtsbeziehung, die auch nicht endet als Olgas Briefe an Herbert unbeantwortet bleiben.
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