Die Bundesrepublik 1970 - Zeit der Umbrüche, Zeit der Aufbrüche - der Wind eines politischen Frühlings weht durch das Land. Auch die Liebe zwischen Rena und Hauke blüht im Mai dieses Jahres auf. Der Frühling ist aber nie die einzige Jahreszeit der Liebe ... Die Geschichte von Rena und Hauke geht weiter, entfaltet sich dort, wo die gängigen Liebesromane mit einem Happy End ausklingen und gibt dem Leser die Gelegenheit, eine gelingende Liebe durch ihre vier »Liebeszeiten« hindurch zu erleben: vom Zauber des Anfangs bis zur Auseinandersetzung mit Alter und Tod. Wie beiläufig zeichnet Birgit Rabisch dabei ein Porträt der 68er-Generation jenseits politischer Klischees. Nicht zuletzt ist der Roman eine Hommage an die norddeutsche Landschaft und das Wattenmeer, das im Wandel der Gezeiten Kraft und Gleichmut schenkt.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
2 Bewertungen
5 Sterne
(1)
4 Sterne
(1)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Sterne
(0)
5 Sterne für die Liebe
Bewertung aus Hamburg am 17.04.2020
Bewertungsnummer: 1316966
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Vorweg. Mit dem Liebesroman als Genreliteratur kann ich selten etwas anfangen. Kein Gepilcher bitte! Birgit Rabischs "Die vier Liebeszeiten" sind mir empfohlen worden, und da ich schon früher auf ihre Bücher aufmerksam geworden war, habe ich mich hier auch gerne darauf eingelassen.
Die vier Liebeszeiten, erzählt aus der Sicht der Protagonistin Rena, rekurrieren auf die vier Jahreszeiten-Allegorien. Sie verteilen sich auf über mehr als vierzig Jahre.
Das Frühjahr macht den Anfang. Kindheit, schwierig, dennoch überwiegend glücklich bei der geliebten Oma Anna. Heranwachsen, Aufbruch, erstes Verliebtsein, Hauke heißt er, norddeutsches Gewächs, so wie Rena. Erstes Probieren, (Selbst-)Zweifel, Aufbruch, Revolutionsrhetorik, Anfang der 1970er war ALLES politisch, verbunden mit den zeittypischen Dogmen, mit politischem Sektierertum, Irrläufern, psychologischen Versatzstücken, Versuchen der Vorwegnahme künftiger Lebensformen, die ganze unverbrauchte Zukunft vor Augen. Herrlich! Sympathisch: Die beiden verleugnen ihre bürgerlichen Anteile nicht. Wäre für die beiden auch nicht glaubwürdig gewesen.
Es folgt der Sommer. Die Beziehung festigt sich, Monate der Wärme, viel Zeit auf der Elbe, Hauke hat einen Jollensegler geerbt, seine Eltern sind tödlich verunglückt. Schuldgefühle beschäftigen ihn, hätte, sollte, könnte, die unbeantwortbaren Fragen. Zeit der Reife, der beruflichen Orientierung und Etablierung. Rena, die Physikerin, orientiert sich beruflich auf die Astronomie, Hauke verlegt sich aufs literarische Schreiben. Kind im Anmarsch. Dramatisches am Ende der Schwangerschaft, aber alles geht noch mal gut.
Der Herbst. Hauke, deutlich älter als Rena, wird 60. Rückblenden verweisen auf die Probleme, die kleine und große Kinder mit sich bringen. Die Kinder, ein Mädchen, ein Junge, sind inzwischen erwachsen. Rena ist beruflich als Professorin etabliert. Die Liebe zwischen Hauke und ihr ist stabil, sie können und wollen sich kein Leben ohne den anderen vorstellen. Einmal leistet sich Hauke eine Nacht mit einer jüngeren Frau. Rena verzeiht ihm. Schließlich reden sie auch über das, was unweigerlich kommen kann und muss. Vielleicht Krankheit, vielleicht Demenz, mit Sicherheit der Tod. Absprachen formaler Art.
Der Winter bringt - folgerichtig - den Tod. Hauke. Rena verzweifelt, alles ist anders als bisher, ohne ihn, ohne seine Lockenpracht, die Lachfalten um die Augen. Allein. Amputiert. Zwiesprache. Sie muss das Leben neu lernen, aber will sie es? Nicht alles wird am Ende geklärt. Gut so.
Ich habe Birgit Rabischs Buch wirklich gerne gelesen. Sprachlich gewohnt stilsicher und handwerklich gut gemacht, nimmt sie uns auf eine Zeitreise mit, die das echte Leben abbildet, die kleinen und die großen Dramen ebenso, wie Alltagskram, norddeutsch nüchtern vorgetragen, so, wie die (Stadt-)Küstenkinder Rena und Hauke eben beschaffen sind. Das nehme ich den beiden ab. Alles kitschfrei gesprochen und dargestellt, konsequent bis zum Ende. Atmosphärisch dicht in Bezug auf den jeweiligen Zeitgeist, auf die Landschaft, auf die Eigenheiten ihrer Paarbeziehung. Die Figurenzeichnung ist dankenswerterweise nicht bis ins hinterletzte Detail vorgegeben, sondern beschränkt sich auf die dominierenden Merkmale und Besonderheiten, sodass der Leser noch Platz hat für seine eigenen Bilder.
Ich möchte "Die vier Liebeszeiten" gerne zum Kauf und (versteht sich) zum Lesen empfehlen. 5 Sterne. Ein gutes Stück Literatur, das sich positiv von den üblichen Liebesromanen abhebt.
sehr interessant, regt zum Nachdenken an, keine 08/15 Liebesgeschichte
Bewertung am 28.11.2018
Bewertungsnummer: 1151206
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Bei " Die vier Liebeszeiten" von Birgit Rabisch handelt es sich um einen sehr emotionalen Roman.
Klappentext übernommen:
Die Bundesrepublik 1970 – Zeit der Umbrüche, Zeit der Aufbrüche – der Wind eines politischen Frühlings weht durch das Land. Auch die Liebe zwischen Rena und Hauke blüht im Mai dieses Jahres auf. Der Frühling ist aber nie die einzige Jahreszeit der Liebe … Die Geschichte von Rena und Hauke geht weiter, entfaltet sich dort, wo die gängigen Liebesromane mit einem Happy End ausklingen und gibt dem Leser die Gelegenheit, eine gelingende Liebe durch ihre vier »Liebeszeiten« hindurch zu erleben: vom Zauber des Anfangs bis zur Auseinandersetzung mit Alter und Tod. Wie beiläufig zeichnet Birgit Rabisch dabei ein Porträt der 68er-Generation jenseits politischer Klischees. Nicht zuletzt ist der Roman eine Hommage an die norddeutsche Landschaft und das Wattenmeer, das im Wandel der Gezeiten Kraft und Gleichmut schenkt.
Dieser Roman beschreibt die Liebe zwischen Rena und Hauke.
In 4 Jahreszeiten gegliedert erfährt der Leser wie es den Beiden ergangen ist.
In jedem Abschnitt gibt es ein Wechsel aus Vergangenheit ( im Frühling z.B., aus Renas Kindheit ) und dem aktuelle Geschehen.
Auf diese Art lernen wir die Protagonisten sehr gut kennen und können mit ihnen fühlen.
Besonders hat mir gefallen, dass die Autorin die Ereignisse in Renas und Haukes Leben mit den Jahreszeiten gekoppelt hat.
Frühling; das Leben, die Hoffnung beginnt...... Winter: alles ist trostlos, verwelkt, der Tod hält Einzug.
Nach jeder Jahreszeit kommt ein großer Sprung und die beiden Hauptprotagonisten sind um Jahre gealtert.
Der flüssige Schreibstil, die tolle Ausdrucksform, die Beschreibungen, das norddeutsche Flair, die zu jeder Zeit aktuelle Themen- diese Mischung trägt zu einem sehr gelungen Roman bei.
Ich war sofort in der Geschichte gefangen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Ich empfehle es weiter.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.