Sonja, die Heldin in Blanca Imbodens Roman "Drei Frauen im Schnee", ist verheiratet, Mutter von Teenager-Zwillingen und lebt mit ihrer Familie unter demselben Dach wie ihre Schwiegermutter. Das allein schon sorgt für allerlei Zündstoff. Eines Tages beschließt Sonja: Dieses Jahr muss Weihnachten anders werden. Leider gelingt ihr das nicht wie gewünscht. Im Gegenteil. Das Fest der Liebe und des Friedens gerät völlig aus den Fugen, weil nicht nur anstrengende Menschen, sondern auch noch verstörte Tiere ein nicht sehr weihnächtliches Chaos veranstalten. Also packt Sonja kurzerhand ihren Mantel, verlässt das Haus und - bekommt ein Geschenk: zwei neue Freundinnen. Nachdem die Silvesternacht für Sonja dann noch verrückter endet als Weihnachten, treffen sich die drei Frauen im Schnee, in den Bergen, auf dem Stoos. Und jede verändert damit das Leben der anderen zum Positiven.
"Drei Frauen im Schnee" ist eine heiter-besinnliche, ebenso komische wie nachdenkliche Geschichte rund um die Festtage, mit scharfsinnig beobachteten Szenen, wie wir sie alle kennen. Ein witziges und sehr charmantes Weihnachtsmärchen, das einem - anders als Blanca Imbodens Bestseller "Wandern ist doof" - nicht die Stunden im Liegestuhl am Strand versüßt, sondern die Zeit vor dem Kaminfeuer in der guten Stube.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Bewertung
aus Wien
5/5
11.12.2020
eBook (PDF)
tolles Buch
Das Cover passt perfekt. Der Schreibstil ist flüssig. Das ist sehr angenehm, da ist das Lesen ein Genuss. Man kann das Buch einfach nicht aus der Hand legen.
Sonja ist verheiratet und hat Teenager-Zwillinge. Als wäre das nicht schon schwierig genug, lebt sie mit ihrer Familie bei ihrer Schwiegermutter und da sind Konflikte schon vorprogrammiert. Daher beschließt Sonja, dass dieses Weihnachten anders werden soll als sonst. Doch ob ihr das gelingt, soll ihr selbst lesen.
Das Buch hat mir sehr gefallen, denn es hat viel Humor, ist fesselnd sowie spannend. Es zeigt jedoch auch Verzweiflung, Angst, Traurigkeit, Glücklich sein sowie ein Happy End. Ich musste lachen, habe aber auch ein paar Tränen geweint. Dieses Buch könnte sogar sich auch vielleicht in einigen Familien sich so abspielen.
clematis
5/5
09.12.2020
eBook (PDF)
Alles wird gut
Weihnachten steht vor der Tür, wie jedes Jahr, aber im Dezember 2012 ist für Sonja dennoch alles anders: ihre Zwillinge Amelie und Lilly reden vom Weltuntergang und vom Abschaffen des Festes, Ehemann Paul wird von seiner Firma in Beschlag genommen und bietet keinerlei Hilfe, Onkel Leo muss ob seiner aufdringlichen Art ausgeladen werden und Schwiegermutter Irene im oberen Stock will nicht nur ihre gewohnten, Nerv tötenden Rituale beibehalten, sondern darüber hinaus auch noch eine Freundin einladen. Ein friedvolles Miteinander scheint ausgeschlossen, will Sonja sich nicht wieder allen anderen Wünschen beugen und so kommt, was kommen muss: verärgert verlässt sie das Haus im weihnächtlichen Chaos – um unerwartet auf zwei neue Freundinnen zu treffen. Das Leben der drei Frauen nimmt überraschende Wendungen und beschert ihnen heitere wie nachdenkliche Tage auf dem Stoos.
In angenehmer Sprache verfasst kommt Imbodens Wintermärchen daher, beschreibt direkt und unumwunden Sonjas Leben, ihre Wünsche, ihre Träume und alles, was nicht in ihre Vorstellung von Weihnachten passt. Viel ist schnöder Alltag geworden, Schwiegermutter Irene immer wieder auf der Bildfläche, weil sie es „gut meint“. Auch wenn Sonja im Grunde eine Frohnatur ist, wird es ihr diesmal doch zu viel. Weihnachten soll anders werden, und das wird es auch …
Im abgeschiedenen Dorf am Stoos kommt Sonja zum Innehalten, greift Ideen und Gedanken anderer auf und spürt ihrem Innersten nach. Wunderbar umrahmt die Natur mit ihren tief verschneiten Hängen, den Wäldern und der Ruhe diese Geschichte. Alles fügt sich nahtlos ineinander, die Bilder, welche die Autorin so schön in Worte fasst, lassen diesen Roman lebendig werden. Gefühle werden offenbar, glaubhaft und authentisch verhalten sich nicht nur die drei Frauen. So wirkt die ganze Geschichte niemals langweilig oder aufgesetzt, sondern stets dem wahren Leben nachempfunden, bietet Szenen zum Schmunzeln ebenso wie Anregungen zum Nachdenken.
Drei Frauen im Schnee ist ein ruhiger, stimmiger Roman, der Hoffnung sowie Glauben an das Gute in den Mittelpunkt rückt und einfach kuschelige Unterhaltung an gemütlichen Winterabenden bietet.
Bewertung
aus Röhrsdorf
5/5
07.12.2020
eBook (PDF)
Sonja, Karin und Bernadette
Sonja, lange verheiratet, Zwillinge in Teenageralter lebt mit ihrer Familie unter einem Dach mit der ziemlich bestimmenden Schwiegermutter. Und so kurz vor Weihnachten hat jeder so seine eigenen Ansichten, wie und mit welchem Aufwand gefeiert werden soll. Die Arbeit bleibt an ihr hängen, schließlich ist ihre Halbtagsstelle in der Bank wegrationalisiert worden und sie daher ganztags zu Hause. Die Töchter würden Weihnachten am liebsten ganz abschaffen, der Mann macht Überstunden und hält sich raus und die Schwiegermutter will alles so, wie es immer war: kitschig, schweres Essen, Mitternachtsmesse. Sie versucht noch, ein paar Änderungen reinzubringen, aber jeder macht was er will. Als dann die Schwiegermutter ohne jede Absprache den Töchtern einen Hund schenkt, muss sie raus und geht kommentarlos. Auf ihrem Spaziergang durch die Nacht trifft sie auf dem Friedhof eine Freundin aus der Schule, die vor kurzem ihren Mann verloren hat und Bernadette, den guten Geist der Nachbarschaft. Die drei Frauen freunden sich spontan an und helfen sich bei den Schicksalsschlägen, die auch weiterhin aus sie zukommen.
Dieser Roman ist nicht nur gut erzählt, sondern greift auch drei relativ typische Lebenssituationen auf und zeigt, dass Freundschaft extrem wichtig ist. Trotzdem lässt die Autorin die Hoffnung und den Humor in der Selbstreflektion von Sonja die Geschichte nicht zu traurig werden, nur nachdenklich machend.
Ich kann nur empfehlen, die Geschichte mit Bedacht zu lesen und denke das Zielpublikum sollte nicht mehr ganz so jung sein, um auch wirklich alle Nuancen mitzubekommen.
Vielen Dank an netgalley und Wörterseh Verlag für das Leseexemplar.
#DreiFrauenimSchnee #NetGalleyDE
wiechmann8052
aus Belm
3/5
11.12.2020
eBook (PDF)
alles wird gut
Der Titel weckt Erwartungen weil er an das Buch von Erich Kästner erinnert.
Die Autorin hat ein ähnlich leichtes Buch geschrieben, mit viel Schnee und netten Menschen.
Locker und leicht, trotz ernster Probleme, lässt sich dieses Buch mal eben in den kleinen Pausen im Weihnachts-stress lesen. Die Bilder vom Schnee in den Schweizer Bergen erfüllen mich ein bisschen mit Sehnsucht bei unserem Schmuddelwetter. Alles wird gut, ist das Mantra in diesem Buch, da funktioniert es. Vielleicht klappt es auch im wirklichen Leben wenn man es sich oft genug vorsagt.
Bewertung
aus Oberursel
5/5
23.07.2023
Buch (Taschenbuch)
regt zum Nachdenken an
Dieses Buch liegt schon eine Weile auf meinem E-Book-Reader, Asche auf mein Haupt, denn es ist ein Rezensionsexemplar, das ich schlicht vergessen habe. Bei einer Sommeraktion habe ich es mal erhalten, und dann ist es in den Untiefen meines Readers untergegangen. Jetzt habe ich die Lektüre aber nachgeholt, und ich muss sagen, das Buch war richtig gut. Was als Weihnachtsgeschichte in dem schönen Schwyz beginnt, hat sich schon bald als eine zum Nachdenken anregende Story über die Liebe, Beziehungs- und Familiengeflechte und wahre Freundschaften entpuppt. Das Buch selbst ist mit noch nicht mals 200 Seiten relativ dünn, aber dafür relativ dicht.
Also, hierum geht es: Sonja, 40, ist verheiratet, hat 16jährige Zwillinge, und momentan arbeitslos. Ist finanziell nicht weiter schlimm, man lebt im Hause der Schweigermama und der Mann ist gutverdienender Banker. Davon abgesehen hat Sonja selbst bis vor kurzem als Bankerin auch ganz gut verdient. Also, soweit ist alles fein.
Es ist Dezember, und die Zwillinge diskutieren in der Schule über den Sinn und Unsinn des Weihnachtsfestes, und das ist so der Anlass für Sonja, das Thema auch mal genauer anzusehen. Seit man als Familie zur Schweigermama gezogen ist, und deren festive Traditionen 1:1 übernommen hat, ist Weihnachten nämlich irgendwie auch nicht mehr ganz das, was es mal war. Vor allem, wenn der alte Onkel Leo zum Feiern dazukommt, und es sich herausstellt, dass er die Mädels betatscht…..und hier fängt Sonja an, nicht nur ins Grübeln zu kommen, sondern aktiv zu werden. Beim alten Onkel fängt sie an (es gibt einen interessanten Besuch im Altenheim), und sie wird auch ansonsten kritischer und mutiger, mal die eigene Meinung zu sagen.
Nach einem komplett desaströsen Weihnachtsfest (ich sag nur: Schweigermama, unverhofft um den Weihnachtsbaum rennende Hunde und andere Katastrophen) und einem noch schlimmeren Silvesterball langt es Sonja. Sie braucht eine Auszeit und trifft auf dem Friedhof (sic!) Karin, eine alte Freundin, deren Mann gerade verstorben ist, und Bernadette, eine neue Freundin, die ebenfalls trauert. Gemeinsam machen sich die drei Frauen dann auf, um in Karins Hotel zu helfen – das sind die „3 Frauen im Schnee“. Jede der drei hat ihr ganz persönliches Päckchen zu tragen, und gemeinsam sind sie stark und unterstützen sich gegenseitig. Und jede verändert das Leben der anderen zum Positiven.
Ja, und mir hat dieser kurze Roman sehr, sehr gut gefallen. Die Presse schreibt hierzu: „»Drei Frauen im Schnee« ist eine heiter-besinnliche, ebenso komische wie nachdenkliche Geschichte rund um die Festtage, mit scharfsinnig beobachteten Szenen, wie wir sie alle kennen. Ein witziges und sehr charmantes Weihnachtsmärchen.“, und ich kann das nur unterschreiben. Humorvoll erzählt, aber ernste Themen. Mit vielen Dingen konnte man sich identifizieren.
Ja, einiges ist hervorsehbar in der Handlung, aber ich glaube, die Handlung per se ist auch nicht so unbedingt das Wichtigste hier. Für mich war das Hauptaugenmerk auf der Verarbeitung der Dinge, der familiären und beziehungstechnischen großen und kleinen Katastrophen. Mich hat die Geschichte generell zum Nachdenken angeregt. Ich mochte Sonia und ihre Freundinnen sehr, und ich mochte auch deren generell erwachsene Herangehensweise an die Dinge. Ja, Sonja bricht aus ihrem Alltag aus, nimmt sich eine Auszeit, aber sie kauft kein one-way-Ticket in die Südsee, sondern fährt mit dem Zug einen Kanton weiter und ist auch weiterhin erreichbar für ihre Mädels. Und das ganze Buch kommt ohne Gezeter und Gezicke aus , wie wohltuend.
Ich wiederhole mich wahrscheinlich: das war eine schöne Geschichte, die ich gerne weiterempfehle!
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