Produktbild: Wie Schatten über Totem Land

Wie Schatten über Totem Land Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Paperback

Erscheinungsdatum

15.12.2017

Verlag

Luzifer Verlag

Seitenzahl

424

Maße (L/B/H)

20,5/13,4/4 cm

Gewicht

545 g

Farbe

Kaffee / Beige

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Wraiths Of The Broken Land

Übersetzt von

Madeleine Seither

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95835-277-3

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Paperback

Erscheinungsdatum

15.12.2017

Verlag

Luzifer Verlag

Seitenzahl

424

Maße (L/B/H)

20,5/13,4/4 cm

Gewicht

545 g

Farbe

Kaffee / Beige

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Wraiths Of The Broken Land

Übersetzt von

Madeleine Seither

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95835-277-3

Herstelleradresse

Luzifer
Gelsenkirchener Str. 32
8560 Pegia
CY

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  • NiWa

    4/5

    26.10.2020

    Buch (Paperback)

    Ein wilder Ritt, bei dem es einem den Skalp vom Schädel zieht

    Mexiko, 1902. Ein wilder Trupp ist auf nobler Mission: Zwei Schwestern gilt es aus einem mexikanischen Bordell zu befreien, wo sie gegen ihren Willen eingesperrt sind. Eine Reise voller Staub, Dreck und Blut durchtränkt folgt, die selbst hartgesottene Leser vom Sattel zieht. „Wie Schatten über totem Land“ ist ein Western im Thrillerstil, der sich durch brachiale Gewalt, brutale Szenen und eine traurige Geschichte ins Gedächtnis des Lesers brennt. Der Gentleman Nathan Stromler wird von einem wild-durchgewürfelten Trupp engagiert. Sie benötigen einen noblen Herrn mit Spanischkenntnissen, um die Schwestern aus den Fängen des Bordell-Betreibers zu befreien. Obwohl Nathan ahnt, dass es keine vergnügliche Reise wird, braucht er das Geld und nimmt das Angebot an. Engagiert wird er von der Familie der Schwestern, die aus zwei Brüdern, dem Patriarchen als Vater und seinem Geschäftspartner, einem Indianer sowie einem Schwarzen besteht. Obwohl es auf den ersten Blick wie familiäres Rettungs-Idyll scheint, sind sie allesamt knallharte Typen, die weder Mühe, Schweiß noch Blut scheuen, um die Frauen zu befreien. Es folgt ein wilder Ritt, bei dem es einen den Skalp vom Schädel zieht. Die Story um die Schwestern ist brutal, schonungslos und von sexueller Gewalt geprägt. Gleichzeitig hat der wilde Rettungstrupp keine Samthandschuhe an, was sich an ihrem Umgang untereinander wie im Verfahren mit ihren Gegnern zeigt. Mir hat „Wie Schatten über totem Land“ als brutaler Western sehr gut gefallen. Alles an dieser Story ist von Gewalt geprägt, wobei es - meinem Gefühl nach - nicht zum Splatter reicht. Viele Szenen setzen einen starken Magen voraus, daher ist unbedingt abzuraten, wenn man Folterszenen, grausame Verstümmelungen und abscheuliche Todesarten in Büchern nicht erträgt. Trotzdem passt es zur Geschichte und dem hitzigen Hintergrund dieser Zeit. Die Handlung an sich ist relativ simpel aufgebaut, wobei im Verlauf komplexere Hintergründe zum Vorschein kommen. Nach gut der Hälfte habe ich mich gefragt, was jetzt noch geschehen kann, und wurde daraufhin positiv überrascht, weil der Kontext freigelegt wird. Die Atmosphäre riecht nach blutigem Eisen, trockener Hitze und einschüchternder Gefahr, der man sich von Beginn an ausgesetzt fühlt. Aufgeheitert wird das brutale Gebaren durch vereinzelte Rückblenden, die veranschaulichen, warum die agierenden Personen in die Situation geraten sind. Dabei ergibt sich ein Blick auf die Geschichte der Figuren, ihrer Motivation und das familiäre Band, das sie bis zum Äußersten treibt. In einigen Rezensionen zu diesem Buch wurde die brutale Gewalt negativ erwähnt. Hier stellt sich mir die Frage, was man erwartet, wenn im Klappentext eine Warnung davor steht. Ich denke, jeder entscheidet selbst, was er sich zutraut. Daher sei an dieser Stelle explizit erwähnt, dass es definitiv eine rohe Geschichte ist. „Wie Schatten über totem Land“ ist ein brachialer Western, der den Staub der mexikanischen Wüste an Blut und Schweiß kleben lässt. Traurige Hintergründe, entschlossene Männer und starke Frauen runden den wilden Ritt zu einer bemerkenswerten Geschichte ab, die aufgrund der Brutalität sicherlich nicht für jeden Leser geeignet ist.

  • yellowdog

    5/5

    23.03.2018

    eBook (ePUB)

    Prosa, stechend wie Skorpione in der Kehle!

    Die Ausgangsidee dieses düsteren Romans ist nicht unbekannt, z.B. The Missing oder The Searchers, aber immer wieder spannend. Es ist 1902. Zwei Schwestern wurden entführt. Es startet besonders drastisch mit dem Leid der entführten Frauen. Interessant wird es, wenn die verschiedenen Protagonisten des Romans in den kommenden Kapiteln wechselnd vorgestellt werden und sich das Rettungsteam formiert, dass dann bald die Grenze nach Mexiko überschreitet. Ziel ist Catacumbas. Der Originaltitel Wraiths of the Broken Land ist vielleicht noch passender als der Deutsche. Der Dandy Nathaniel Stromler ist eine zentrale Figur. Er taugt als neutrale Figur, da er eigentlich nichts mit dem Vorfall der Entführung zu tun hat und die Truppe nur anfangs als Übersetzer begleitet. In der Gruppe sind auch der Vater und die Brüder der entführten Frauen dabei sowie Long Clay, ein Revolvermann, dann noch der schwarze Patch-Up und der Indianer Deep Lakes. Von Anfang an ist eine starke Atmosphäre beim Lesen zu spüren, die bildhaft erzeugt wird und an Filme erinnert. Der Roman hat harte, fast unmenschliche Szenen, aber die tragenden Figuren sind nicht alle abgestumpft. Bei der Ausbildung des Plots streift der Autor einige wichtige Themen der beschriebenen Zeit und Kultur, z.B. die Distanz zwischen US-Amerikaner und den Mexikanern. Die Abschnitte mit dem mexikanischen Balladensänger Humberto haben mir auch gut gefallen, auch wenn er früh aus dem Buch scheiden muss. Als einzigen Kritikpunkt möchte ich äußern, das die späten, finalen Kampfesszenen etwas statisch ausfallen. Literarisch ist vielleicht Joe R.Lansdale ein guter Vergleich, aber der Autor S.Craig Zahler ist jünger, eine andere Generation. Er schreibt ausdrucksstark und scheut auch das Extreme nicht.

  • KruemelGizmo

    aus Düsseldorf

    4/5

    28.03.2018

    eBook (ePUB)

    Rezension zu Wie Schatten über totem Land

    1902 – in Catacumbas, Mexiko werden die entführten Plugford-Schwestern zur Prostitution gezwungen. Um sie zu befreien zieht eine Gruppe unterschiedlichster Charakter nach Mexiko und finden sich in einer Hölle wieder, in der sich die schlimmsten menschlichen Abgründe auftun… Wie Schatten über totem Land („Catacumbas“) stammt aus der Feder von S. Craig Zahler. Die Plugford-Schwestern wurden entführt und werden in Catacumbas in Mexiko zur Prostitution gezwungen. Ihr Vater, ihre Brüder, Patch-up, der im Buch immer wieder rassistisch als „Neger“ oder schlimmeres bezeichnet wird aber eigentlich zur Familie gehört, der Indianer Deep Lakes und Long Clay, der Revolverheld machen sich auf den Weg sie zu befreien. Da keiner von ihnen spanisch spricht heuern sie Nathaniel Stromler an, der nicht ahnt worauf er sich bei dieser Rettungsmission einlässt und in eine Geschichte hineingezogen wird, die sein Leben und sein Wesen für immer verändern wird. Wie Schatten über totem Land war der erste Western den ich gelesen habe, aber der Klappentext sprach mich irgendwie an und so wollte ich dieses für mich neue Genre mal ausprobieren. Bei diesem Buch handelt es sich nicht um eine klassische Westerngeschichte und so konnte mich dieses Buch doch zum größten Teil sehr schnell für sich einnehmen. Die Geschichte ist brutal und schonungslos und nimmt bei den Beschreibungen oftmals kein Blatt vor den Mund, manche Szenen waren für mich persönlich dann auch fast zu viel und ich musste schnell darüber hinweg lesen, es ist auf jeden Fall kein Buch für zartbesaitete Leser. Die unterschiedlichen Charaktere, die hier zusammengewürfelt wurden, waren sehr interessant und reichten vom eiskalten, gewissenlosen Revolverhelden bis zum Gentleman, der Gewalt ablehnt. Teilweise machen die Charaktere Entwicklungen durch, die der schrecklichen Situation geschuldet sind, und ihr Leben nachhaltig verändern, was einzelnen Protagonisten mehr Tiefe verlieh. Die Rettungsmission endet in einem brutalen, gewalttätigen und actionreichen Showdown, bei dem auch schonungslos alle möglichen menschlichen Grausamkeiten ausgelebt werden um ein Ziel zu erreichen. Das Ende hält auch nicht wirklich ein Happy End für den Leser bereit, was ich nach der doch sehr düsteren Geschichte als sehr passend empfand. Mein Fazit: Mein erster Western, spannend geschrieben aber manchmal auch fast ein wenig zu brutal für mich persönlich.

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