1988 entdeckt ein internationales Forscherteam in der kanadischen Arktis eine Wikinger-Siedlung und gut erhaltene Eismumien. Zwei Wochen später stirbt der erste Mitarbeiter unter mysteriösen Umständen. Es ist der Beginn einer Reihe unerklärlicher Ereignisse. Haben die Forscher etwas Böses aus den finsteren Legenden der Eskimos wieder erweckt? Als man dem Archäologen Peter Conrad, gerade erst aus Ägypten zurückgekehrt, eine Stelle in Kanada anbietet, ahnt er nicht, worauf er sich einlässt. Das Geheimnis der Eismumien könnte die Welt für immer verändern - und jemand wird um jeden Preis verhindern, dass es gelüftet wird.
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
Dreamingbooknerd
5/5
05.04.2020
Buch (Taschenbuch)
Hat sogar mir als Nicht-Krimi-Leser gut gefallen!
Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und sehr interessant geschrieben. Im Vergleich zu den Büchern, die ich sonst lese (meistens New Adult), ist der Schreibstil recht komplex und auf jeden Fall anspruchsvoller geschrieben. Da bin ich aber gut reingekommen nach kleinen Startschwierigkeiten, die auch daran lagen, dass ich am Anfang nicht ganz in der Thematik drin war und es auch einfach noch nicht so interessant war.
Aber schon ab Seite 50 ungefähr hat mir das Buch dann richtig gut gefallen, weil es endlich spannender wurde. Es war die meiste Zeit ziemlich rätselhaft in der Ausgrabungsstätte und man hat wie der Protagonist Peter Konrad nur die Hälfte der Ereignisse verstanden und nachvollziehen können. Dadurch war das Buch aber sehr schön spannend und man wusste nicht recht, was als nächstes passiert. Die Thematik an sich mit der Ausgrabungsstätte und deren Funden fand ich super interessant und auch lehrreich. Am Ende wurden alle noch offenen Handlungsstränge zusammengeführt und haben so eine Erklärung abgegeben, was mir sehr gut gefallen hat, da so ja alles aufgeklärt wurde.
Die Figuren waren alle sehr besonders und gut durchdacht und ausgearbeitet, nur Konrad war mir bei seinen Handlungen und Entscheidungen oft ein wenig zu unsicher in seinen Gedanken auch wenn er es vor seinen Mitmenschen gut versteckt hat. Dadurch schien er wie zwei Personen in einer, was sich vielleicht im Laufe der Reihe ändert oder der Grund noch geklärt wird. Mich hat es in diesem Buch einfach ein kleines wenig gestört.
Ansonsten habe ich aber absolut nichts auszusetzen und das Buch hat mir super gut gefallen. Trotzdem zählen Krimis jetzt nicht zu den Büchern, die ich regelmäßig und viel lesen würde bzw. will. Deswegen gibt es aufgrund diesen Geschmacks ein kleines halbes Sternchen abgezogen, aber echt richtig toll. Ich hätte nicht gedacht, dass es mir so gut gefallen würde!
Sonnenwind
aus Schwabenland
5/5
06.09.2017
Buch (Taschenbuch)
Stiller&Stiller sind inzwische…
Stiller&Stiller sind inzwischen schon bekannt und ein Markenzeichen: Hochspannung und archäologische Entdeckungen. Von den Protagonisten Peter Conrad – Doktorand der Archäologie – und seiner Partnerin Lisa Franks ist diesmal Lisa nicht mit von der Partie. Wir schreiben das Jahr 1988. Gerade von einer Grabung in Ägypten (beschrieben im ersten Roman, „Informium“) zurückgekehrt, reist Peter ziemlich überstürzt zu einer Ausgrabung im Südosten Kanadas, weil ein Fachkollege dort tödlich verunglückt ist und er dringend gebraucht wird. Für ihn ist Grabung im Ewigen Eis völliges Neuland, aber er freut sich auf die Herausforderung. Doch es ist nicht alles so wie es scheint. Schon bald wird die nächste Leiche gefunden. Und dann wird Peter selbst zu neugierig... Zwar wurden bei der Grabung eine alte Wikingersiedlung und einige Mumien gefunden, aber einige Details irritieren die Forscher. In den Mumien finden sich seltsame Parasiten von enormer Größe. Niemand kann sie identifizieren. Sind diese Wikinger daran gestorben? Und was ist das? Eine beteiligte Archäologin stammt aus dem Volk der Inuit und bringt von dieser Seite aus völlig neue Ideen mit, die dort gängig sind. Sehr interessant, auch Einblicke in die Vorstellungswelt dieses Volkes zu nehmen! Auch wenn die indianischen Schauermärchen dem Nachtschlaf des Lesers nicht gerade förderlich sind... Die Handlung springt von der Gegenwart in die Zeit der Wikinger und zurück, und dadurch wird dem unbedarften Leser vieles klar: Geschichte hautnah. Man begegnet den Mumien zu Lebzeiten und gewinnt einen Einblick in ihr Leben, den man anders nicht hätte. Was auch noch ein besonderer Faktor dieser Grabung ist: Einmal muß nicht gespart werden. An mangelhafte Ausrüstung und viel Improvisation gewöhnt, fühlt Peter sich wie im Paradies: Es ist Technik vorhanden, die er sich nie hätte träumen lassen. Dadurch sind Erkenntnisse möglich, die man anders nicht hätte gewinnen können. Für mich war „Die Ersten“ schon das dritte Buch der Autoren, und zum dritten Mal habe ich das Lesen sehr genossen. Spannung ist natürlich immer toll und hält den Leser bei der Stange, aber für mich ist das, was ich daraus lernen kann, immer besonders viel wert. Weil die Autoren aus der Praxis kommen, selbst Archäologie studiert haben und auch schon selbst auf Grabungen gearbeitet haben, wissen sie, worüber sie schreiben. Verstehen die Umstände und kennen die Hintergründe, Verwicklungen und Machtspielchen. Das ist die Fachwürze, die einen Roman für mich interessant macht. Leider bin ich kriminologisch nicht so versiert (Krimis sind mir in aller Regel zu flach), und deshalb stehe ich öfter auf dem Schlauch, wenn andere schon den Täter identifiziert zu haben glauben. Aber diesmal liefen die auch in Sackgassen, und das hat mir sehr gut gefallen. Gut gemachte Krimihandlung im Nebenthema – klasse! So treibt einen die Spannung von der ersten Seite an um und hält bis zum Schluß. Man merkt gar nicht, wieviel man ganz nebenbei lernt! Ich freue mich schon auf das nächste Buch.
Bewertung
aus Homburg
4/5
03.09.2017
Buch (Taschenbuch)
Geschichte zum Leben erweckt
*Die Ersten* war mein Debütroman von Barry Stiller den ich in einer Leserunde mitlesen durfte.
Auch als Neuling kommt man gut und schnell in die Geschichte hinein, regelmäßige Rückblenden holen den Leser mit in die spannende Vergangenheit und ergänzen die Story gut.
Mit viel Liebe zum Detail sind die Settings aufgebaut - auch die wissenschaftlichen und geschichtlichen Hintergründe wurden leicht verständlich und sehr bildgewaltig stellenweise dargestellt.
Der Thrill Faktor ist direkt von Anfang an gegeben und die Lösung entzieht sich immer wieder durch neue Rätsel.
Crime und Archäologie wurden hier liebevoll gemischt mit Mysteriösem geschüttelt, dazu ne Portion interessanter Charaktere hineinpurzeln lassen und heraus kam eine fesselnde Geschichte.
Lesenswert
Bewertung
aus Köln
5/5
03.02.2021
eBook (ePUB)
Im kalten Boden Kanadas
Im kalten Boden Kanadas stochern Archäologen nach Artefakten, deren Bestätigung eine Sensation bedeuten würden. Diese Funde bringen den Ethnologen Peter Conrads auf den Plan der kurzfristig von Berlin in den kalten Nordosten Kanadas beordert wird. Drogenähnliche Visionen, die in tödlichen Unfällen enden, und mysteriöse Legenden lassen den eher nüchternen Wissenschaftler Peter Conrads völlig unbeeindruckt seinen Forschungen nach gehen. Langsam ahnt man, dass bei den Ausgabungen neben den archäologischen Artefakten auch Dinge zu Tage gefördert wurden, die besser im Verborgenen geblieben wäre.
Die leicht trostlose Szenerie und die hoffnungslose Einsamkeit lassen einen förmlich die Kälte im Nordosten des amerikanischen Kontinents spüren. Ein spannendes Thema haben die Autoren aufgegriffen und mit allerlei mysteriösen Ereignissen gespickt.
Einzig die Länge des Romans hat mich gestört. Einerseits hat meine Phantasie nach Beenden des Buchs viele Details weiter gesponnen, andererseits hätte ich auch gerne die Phantasie der Autoren erfahren. Wie auch immer, ein sehr empfehlenswerter Archäologiekrimi und vielleicht erwägen die Autoren auch durch diese Bewertung eine ungekürzte Version herauszugeben ;-)
Bewertung
aus Villingen-Schwenningen
5/5
05.09.2020
eBook (ePUB)
Eine Sagengestalt erwacht zum Leben ?
Eigentlich wollte der Archäologe Peter Conrad sich von seiner letzten Grabungsexpedition erholen und endlich seine Doktorarbeit fertig stellen. da wird er mehr oder weniger dazu gedrängt, an einer Ausgrabung in Kanada teilzunehmen. Ohne große Begeisterung macht er sich auf die reise. kaum am Ausgrabungsort angekommen, wird ein Expeditionsteilnehmer Opfer eines tödlichen Angriffs. Die Verantwortlichen für die Ausgrabung behaupten, es wäre ein Bärenangriff gewesen. Die Wissenschaftlerin Tshakapesh mit indigenen Wurzeln vertritt vehement die Ansicht, ein Monster aus der Sagenwelt der Ureinwohner sei am Tod des Mitarbeiters schuld. Conrad bleibt skeptisch. Doch als er erfährt, dass er einen Kollegen ersetzt, der kurz zuvor verstorben ist, wird er neugierig. Er versucht die letzten Tage des Kollegen zu rekonstruieren und plötzlich scheint die Vorstellung einer urzeitlichen Bedrohung nicht mehr abwegig.
Ich hatte an dem Buch meine helle Freude. das Autorenduo vermischt auf sehr unterhaltsame Weise archäologische Vorgehensweisen, historische Tatsachen, Wortwitz, Anspielungen auf Filme - die Schlussszene war an den Film "Psycho" angelehnt - mit einer spannenden Krimihandlung, die am Schluss trotz zuvor geäußerten gewagten Thesen logisch aufgelöst wird. Interessant fand ich die Einblicke in die konkrete Arbeit der Archäologen . Es wurde sehr anschaulich und auch für den Laien verständlich die Bergung eines Grabfundes beschrieben. Überrascht hat mich die Rivalität zwischen den Grabungsteilnehmer. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass dies der Realität entspricht. Der Spannungsbogen war in meinen Augen hoch . Obwohl sich ein Lösungsansatz bereits einige Seiten vor dem Ende andeutet, war ich über die komplette Auflösung dann doch überrascht, aber auch sehr zufrieden, denn die Menschheitsgeschichte muss - zumindest vorerst - nicht neu geschrieben werden.
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