"Das Buchland im Keller unter uns ist unglaublich viel mehr, als diese Aneinanderreihung von gefüllten Regalen. Dort findet man billige Klischees, abgedroschene Fantasien und halbe Wahrheiten direkt neben den großen göttlichen Ideen, die die Welt veränderten. Die ganze Kreativität der Menschheit."
Dieses Antiquariat ist nicht wie andere Buchläden!
Das muss auch die gescheiterte Buchhändlerin Beatrice feststellen, als sie notgedrungen die Stelle im staubigen Antiquariat des ebenso verstaubt wirkenden Herrn Plana annimmt. Schnell merkt sie allerdings, dass dort so manches nicht mit rechten Dingen zugeht:
Wer verbirgt sich hinter den so antiquiert wirkenden Stammkunden "Eddie" und "Wolfgang"? Und welche Rolle spielt Herr Plana selbst, dessen Beziehung zu seinen Büchern scheinbar jede epische Distanz überwindet?
Doch noch ehe Beatrice all diese Geheimnisse lüften kann, gerät ihr Mann Ingo in große Gefahr und Beatrice setzt alles daran, ihn zu retten. Zusammen mit Herrn Plana begibt sie sich auf eine abenteuerliche Reise quer durch das mysteriöse Buchland. Dort treffen sie nicht nur blinde Buchbinder, griechische Göttinnen und die ein oder andere Leseratte, auch der Tod höchstpersönlich kreuzt ihren Weg.
Und schon bald steht fest: Es geht um viel mehr, als bloß darum, Ingo zu retten. Vielmehr gilt es, die Literatur selbst vor ihrem Untergang zu bewahren!
Markus Walther, der Autor der Kurzgeschichtensammlungen "EspressoProsa" und "Kleine Scheißhausgeschichten", entführt den Leser nun mit seinem ersten Roman in die phantastische Welt des Buchlandes. Ein Muss für jeden Bibliophilen!
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Bewertung
aus Wien
5/5
17.02.2024
eBook (ePUB)
Tauche ein in die Welt des Buchlandes und der Wörter
Es schaffen nur wenige Bücher mich vom ersten Buchstaben an zu begeistern und die Fantasie greifbar zu machen. Der Schreibstil mag zu Beginn etwas ungewöhnlich sein, doch je weiter man (ins Buchland) vordringt, um so leichter findet man sich zurecht (auch in den verschiedenen Kammern oder Räumen).
Was für ein Schmuckstück und das quasi nur aus Worten, die für mich zumindest mehr waren und auch die Hinweise auf die anderen erwähnten Bücher, fand ich mehr als interessant und inspirierend. Kann Herr Plana hier Beatrice helfen, damit sie ihr Buch schreibt oder ist es doch nicht mehr möglich? Kann ein Buch Wunden oder Verletzungen heilen? ... vielleicht, womöglich jedoch den Blick darauf ändern und vielleicht auch etwas lindern.
Für Bücherwürmer und Leseratten, für Zauberlehrlinge und Helden, ach, einfach ein Buch für dich und mich. Es berührt und gibt einem zum Denken, es lässt einen Dinge fühlen und man spürt das Lächeln im Mundwinkel oder die Tränen des Mitgefühls, und das einfach beim Umblättern der Seiten.
Ich bin begeistert und freue mich auf eine Fortsetzung und werde jetzt das Buchland wohl nochmal betreten und mir das ein oder andere nochmal durchsehen und auf mich wirken lassen.
Großartig und absolut lesenswert, sehen wir uns im Buchland und vielleicht lernen wir auch Herrn Plana und Beatrice oder Wolfgang oder Edgar kennen...
5* (mehr geht leider nicht)
Nicole
aus Nürnberg
5/5
12.11.2017
eBook (ePUB)
Bücher hinter Büchern
Aufmerksamkeit:
Wie stets findet ihr diesen Punkt auf meinem Blog.
Inhalt:
Bea ist am Ende ihres Lebens, ihr eigener Buchhandel ist am Ende, ihr Mann ist ein Alkoholiker und sie sieht irgendwie keinen Sinn mehr. Sie suchte natürlich weiterhin nach einer Festanstellung in einem Buchladen, nachdem sie ihren eigenen Laden ja leider schließen musste.
Sie bekam dann eine Anstellung in einer Buchhandlung, die man so wahrscheinlich nirgendwo anders finden würde.
Sie landete im Buchland.
Ein Laden, der mehr ist als nur ein Buchladen.
Der Buchhändler will ihr helfen, dass Bea wieder zurück in das Leben findet, dabei helfen ihm Bücher. Als Bea ausgerechnet dem Tod ein Buch stiehlt, wird es unschön, denn Bea muss sich entscheiden.
Wie geht es mit dem Buchladen weiter, was bedeutet ihr selbst dieser Buchladen und was wird es sie kosten ihre Familie und den Buchladen zu retten?
Buchland eben. Ein Land aus vollen Büchern, und ein Buch aus vollen Büchern und Verweisen auf tolle und bekannte Büchern.
Haltet euch fest, wenn ihr zu diesem Buch greift und schaltet euren Alltag einfach mal ab.
Wie ich das gelesene empfand:
Mich hat dieses Buch wirklich in sein Herz gezogen. Richtig in sein Herz, geht das überhaupt? Ja das geht, denn das Buchland spricht so vieles an, dass ich als Leserin niemals erwartet hätte. Einerseits ist es eine normale Fantasiegeschichte, die sich wunderbar in andere bekannte Geschichten wie unter anderem die unendliche Geschichte, Tintenblut, und andere bekannte Werke einreihen und doch ist es etwas völlig anderes, etwas völlig neues, zumindest für mich.
Ich muss jedoch gestehen, ich konnte dieses Buch nicht am Stück lesen, dafür waren zu viele Gehaltvolle Gedanken und Anregungen im Buch vorhanden.
Einerseits war das Buch sehr philosophisch, zwischen den einzelnen Kapiteln gab es so viel Inhalt, das es schon für ein eigenes Buch gelangt hätte und gleichzeitig so kurz, das man wirklich von Kapiteln sprechen kann.
Die Geschichte führte mich immer wieder an andere Orte in der Geschichte.
Sie sprach Themen an, über die ich auch schon sehr oft nachgedacht habe, nimmt Ängste von Buchhändlern auf und ermutigt auch wenn alles sich ändert, Geschichten werden bleiben.
Der Autor griff das Thema Buch wunderbar auf. So fantastisch, das es wirklich eine Geschichte ist, dann wiederum erwähnt er so viele Bücher, und Werke, Autoren und Autorinnen, Glaubensansätze und den Tod, das es wirklich faszinierend ist, und ich hatte das Gefühl, im Buchland herrscht wirklich eine wahrhaft eigene Welt und die Geschichte spielt nicht nur in einer entfernten Stadt oder einem Teil einer Stadt, sondern es war wirklich eine eigene Welt, wo ich jetzt aber nur einen klitzekleinen Einblick erhalten habe, wie gut das es noch zwei weitere Teile zum Buchland gibt.
Themen im Buch über das Menschliche:
Wie schon oben angesprochen waren unzählige Themen im Buch zu finden. Sei es der Tod und der Umgang mit ihm.
Hoffnung und wie schnell diese erlöschen kann und gleichzeitig aufwachen kann.
Familie und wie man dort mit schwierigen Dingen umgehen muss und kann.
Aber auch die Abgründe die Alkohol und andere Drogen anrichten kann.
Gut fand ich, dass als Bea die Geschichte ihres Mannes umschreiben konnte und durfte, klar war, wenn man Macht hat, kann man die einerseits gut nutzen und andererseits so, dass der eigene Wille geschieht. Hier finde ich es genial wie der Autor das Thema auf den Punkt bringt, ohne Lehrer zu sein, sondern einfach indem ich als Leserin mitgehen darf, selbst entscheiden darf, selbst nachfühlen darf. Genial umgesetzt!
Themen im Buch über das Thema Bücher:
Hier kommen so etliche tolle Dinge zur Sprache das ich nur einen Bruchteil erwähnen kann.
Es geht von Leseratten, Eselsohren und Buchmonstern hin zu den verschiedenen Genres und Abenteuern. Von Kinderliteratur hin zu Erwachsenen Literatur. Über Autoren, die die Welt sehen musste hin zu denen die einfach sinnlos Bücher auf den Büchermarkt werfen. Selfpuplisher gegen Autor im Verlag.
Dabei kommen so unendliche viele Gedanken und Bewegungen dazu, dass ich auf jeder Seite irgendwas entdecke was mich als Leseratte zu Büchern ziehen lässt.
Aber auch wie ein Mensch zum Autor wird, manche sind dafür geboren, andere drängen sich förmlich in die Buchwelt ohne das sie wirklich etwas zu sagen haben, das fand ich so passend weil ich mit dem Autor wirklich mitgehen konnte, denn auch ich habe schon ähnliche Gedanken zu einem Buch so gehabt.
Weiterempfehlung:
Ich kann dieses Buch empfehlen, muss aber gleich einmal warnen, das Buch ist eine etwas schwerere Kost als manch anderes Buch, die Sprache ist gestochen scharf und gleichzeitig enorm schwammig, was ich gut finde, weil ich als Leserin direkt selbst mir Gedanken machen durfte und mich entführen lassen durfte. Es gab aber auch sehr viele Punkte, die mich berührten, die mich entführten in die Welt von Bea. Ich fühlte mit, litt mit und staunte mit, gleichzeitig konnte ich die Wut und auch die Gefühle von Bea wirklich mitgehen. Wie oft wünschte ich mir schon selbst meine eigene Buchgeschichte (Lebensgeschichte) umzuschreiben, neu anzusetzen, zu radieren und neu zu beschreiben, doch wenn ich ehrlich bin, wäre das gar nicht klug und das macht Bea auch mehr oder minder in ihrem Buch klar.
Deswegen möchte ich euch bitten, greift zu diesem Buch aber lasst euch nicht überfordern, und wenn ihr nicht in das Buch finden solltet, haltet durch, das lohnt sich nämlich!
Bewertung:
Nachdem mich dieses Buch über mehrere Wochen verfolgte und stets schrie, lies an mir weiter, lass alle anderen Bücher links liegen, dem Willen tat ich ihm aber nicht ganz ;), und lies in mir und lass dich von mir stärken und bewegen muss ich sagen, ich kann nicht anders ich muss es tun, das Buch bekommt fünf Sterne. Ich weiß mittlerweile auch, dass es schon zwei weitere Teile zu dieser tollen Buchwelt gibt, und hoffe das ich bald wieder zu Bea schauen kann und mich von neuen Themen ansprechen lassen kann.
Das Buch ist einfach eine Welt für sich, die man nicht einfach auf Kürze erzählen kann, man muss sie einfach vor Augen haben. Ein klein bisschen hoffe ich sogar, dass dieses Buch verfilmt wird.
Hannah
aus Kassel
4/5
29.05.2021
eBook (ePUB)
Philosopisch angehaucht mit toller Botschaft
Meine Meinung
Markus Walther hat mit "Buchland" eine wunderbare Welt erschaffen, in der die Literatur zu einem spricht. Durch seinen Schreibstil lässt er das Buchland real werden, denn beim Lesen kommt es einem tatsächlich so vor, als würde das Buch zu einem sprechen und etwas äußerst Wichtiges mitteilen. Die Botschaft, wie wichtig Bücher in unserem Leben sind, hat Walther absolut lesenswert verpackt.
Seine Protagonisten sind liebevoll ausgearbeitet und schon ab der ersten Seite bleibt einem nichts anderes übrig, als sie zu mögen. Jeder einzelne macht bis zum Schluss eine Charakterentwicklung durch, die durchaus authentisch wirkt.
Herrn Plana und Beatrice bei ihren Abenteuern im Buchland zu begleiten, macht einfach Spaß. Dümpelt die Story zunächst noch ein wenig vor sich hin, so nimmt sie dann doch immer mehr Fahrt auf und lässt dem Leser schließlich kaum noch eine Atempause. Richtig gut wird das Buch also erst mit der Zeit, dennoch ist der schleichende Anfang sehr wichtig für das Verständnis alles Kommenden.
Spannung gibt es vor allen Dingen ab dem zweiten Drittel des Buches. Hier steigt sie immer mehr an und lässt wirklich bis zur letzten Seite nicht nach. Als Leser fühlt man sich direkt in die Geschehnisse hineinversetzt. Vor allem mit Beatrice, dem Ruhepol der Geschichte, konnte ich mich schnell identifizieren. Durch sie einen Zugang zur Geschichte zu finden, war nicht schwierig.
Das Cover gefällt mir sehr gut. Beatrice mit Feder und Büchlein im Vordergrund steht wirklich für den Inhalt von "Buchland". Und auch die verschiedenen Details im Hintergrund spielen alle eine Rolle im Verlauf der Story.
Fazit
"Buchland" von Markus Walther ist ein tolles Fantasy-Buch mit Botschaft. Mit seinen 244 Seiten ist es schnell gelesen, dennoch sollte sich die Zeit genommen werden, auch zwischen den Zeilen zu lesen und der Geschichte Raum zu geben, sich zu entfalten. Trotz der anfänglichen doch recht langwierigen Erklärungen rund um das Buchland, nimmt das Buch bald schon an Fahrt auf.
Ich kann das Buch guten Gewissens empfehlen!
Bewertung
aus Lingen
4/5
29.05.2021
eBook (ePUB)
Gute Geschichte
Ja,da macht lesen Spass.Grundgedanke gut,umsetzung gut.Zwar gabs ein paar wiederholungen hier und dort,die jedoch nicht ins gewicht fallen.Sehr gut fand ich die wechsel zwischen Fiktion und Realität.Der Haken an der Sache ist, dass es sich wohl trotz abgeschlossener Handlung um einen Mehrteiler handelt.Ich würde gerne eine Verfilmung sehen.
Fredhel
2/5
10.03.2024
eBook (ePUB)
schwierig
Herr Plana nennt ein uriges Antiquariat sein Eigen. Er behauptet sich in einer Straße, in der ein alteingesessenes Geschäft neben dem anderen wegzieht. Doch Herr Plana ist nicht mehr der Jüngste. Beatrice wird eingestellt. Eine gescheiterte Buchhändlerin mit schwerem Schicksal: Seit dem Tod des einzigen Kindes ist ihr Mann zum Alkoholiker geworden. Arbeitslos, das Geld wird knapp.
Schnell bringt sie das Antiquariat in Schwung, lockt mit frischen Ideen neue und junge Kundschaft an. Doch unter den Geschäftsräumen befindet sich das endlose Buchland. Hier gibt es jedes ehemals veröffentlichte Buch, und auch ihr niemals beendetes Manuskript scheint hier auf Fertigstellung zu warten. Doch die Räumlichkeiten bieten noch viel mehr, vor allem findet sie hier die Möglichkeit, ihren Ingo dem Tod zu entreißen …
Ich habe einen spannenden, fantastischen Roman erwartet, doch leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Das Buchland ist alles und nichts, Raum für Mythos und Philosophie, aber nichts wirklich Greifbares. Der Autor verliert sich in endlose Passagen mit tiefsinnigen Gedanken, mit fortschrittsfeindlichen Ideen und großen Idealen. Aber mir fehlt es an Gegenständlichem und an sympathischen Protagonisten. Ich habe mich einfach nur gelangweilt und kam mir ziemlich verloren in den Seiten vor.
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