In dieser komplett überarbeiteten Neuauflage werden sämtliche Störungen im Erwachsenenalter praxisrelevant und übersichtlich dargestellt.Der stringente Aufbau der einzelnen Kapitel dient der schnellen Orientierung im Text. Im Mittelpunkt stehen die allgemeine Darstellung der Störung, Modelle zu Ätiologie und Verlauf, Diagnostik, therapeutisches Vorgehen, Fallbeispiele, empirische Belege und weiterführende Literatur.Das Lehrbuch richtet sich vor allem an Studenten, Ausbildungskandidaten, Praktiker und Forscher aus den Bereichen Klinische Psychologie, Psychiatrie und Psychotherapie sowie deren Nachbardisziplinen.
Besonderen Wert legen Herausgeber und Autoren auf das konkrete therapeutische Vorgehen sowie die Verankerung der Therapieverfahren in der klinischen Grundlagenforschung. Um dem faszinierenden Gebiet der Verhaltenstherapie und ihrer Grundlagen gerecht zu werden, geht die Neuauflage deutlich über eine bloße Aktualisierung hinaus. Ziel ist ein praxisrelevantes Lehrbuch, das erfahrene Therapeutinnen und Therapeuten ebenso wie Anfänger mit Genuss und Gewinn lesen.
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Exzellentes Lehrbuch
S.A.W am 08.06.2018
Bewertungsnummer: 1109358
Bewertet: eBook (PDF)
Seit 60 Jahren ist die VT die am besten abgesicherte Methode der Psychotherapie, die für alle Altersgruppen und Störungsbilder spezifische Behandlungsmodelle aufzeigt. VT orientiert sich an der empirischen Psychologie, ist problemorientiert, transparent, zielorientiert und setzt an den prädisponierenden, auslösenden und aufrechterhaltenden Problembedingungen an. Sie ist mit den Namen Skinner, Lazarus und Wolpe verbunden, Lazarus verwendete 1958 als erster den Begriff „behavior therapy“. In der Regel gibt es störungsspezifische Therapiemanuale, die auch empirisch überprüft werden. Es gibt über die VT mehr Evaluationsstudien als über alle andere Therapierichtungen zusammengenommen, was Grawe 1994 aufzeigte. Die VT beruht auf lernpsychologischen Grundlagen wie klassischem und operantem Konditionieren, Verstärkung, Löschung und Gegenkonditionierung.
Symptome werden auf den 3 Ebenen des Verhaltens dargestellt:
Kognitiv-verbal, motorisch-behavioral und physiologisch-humoral. Die VT unterscheidet Angstgefühl, Angstverhalten und Angstphysiologie. In der Methodik wird zwischen zentralen und peripheren Maßnahmen unterschieden. Auf die Diagnose erfolgt eine Therapieverlaufskontrolle, u.a. auch durch Monitoring. In der Indikationsstellung ist es wesentlich, ob auch ohne Therapie ein Spontanremission zu erwarten ist.
Seit 1980 liegt mit dem DSM-III eine genaue deskriptive Diagnosestellung vor, die atheoretisch ist und notwendige Kriterien einer Diagnose definiert. In der VT werden auch Risiken, Nebenwirkungen und Kontraindikationen erforscht, wobei Misserfolge als Wege zur Weiterentwicklung aufgefasst werden.
Störungen haben 4 Komponenten: Symptom, Struktur, biographischer Konflikt, familiäre Einbettung. Die Therapieschulen unterscheiden sich meist darin, an welcher Stelle sie versuchen, die Störung zu beeinflussen.
Gleichzeitige Anwendung von VT und Pharmakotherapie bedarf der genauen Planung und Indikationsstellung. Die Diagnostik erfolgt durch strukturierte Interviews, danach wird eine Problem- und Verhaltensanalyse erstellt.
An Verfahren werden verwendet:
Entspannungsverfahren, systematische Desensibilisierung, Exposition, Hypnose, euthyme Therapie (Genussregeln, Ja-Sagen, Loben), Achtsamkeit, Rollenspiele, Training sozialer Kompetenz, Problemlösetraining, kognitive Verfahren nach Beck/Ellis, Verhaltensaktivierung, Selbstmanagement, operante Verfahren, Habit-Reversal-Training, Biofeedback,
Ausgezeichnetes Lehrbuch in der nunmehr 4. Auflage.
Dr. Rüdiger Opelt, Autor von "Die Kinder des Tantalus. Ausstieg aus dem Kreislauf seelischer Verletzungen."
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