Der große Roman über die Flucht eines Mädchens aus Afghanistan
»Es gibt Reisen, die wir niemals unternehmen wollten. Und dennoch treten wir sie an, weil es der einzige Weg ist, um zu überleben. Dies ist meine Reise.«
Samar muss mit ihrer Familie aus dem gelben Haus mit dem Mandelbaum in Kabul flüchten. Mit ihren Eltern und Geschwistern kommt sie in ein Dorf im Hindukusch. Doch auch dort bricht der Schrecken ein, der für Samar jetzt plötzlich ein Gesicht bekommt: Die Taliban überfallen das Dorf. Samars Familie bleibt nur ein Ausweg: über die Grenzen hinaus zu fliehen, das Land zu verlassen.
Wird Samar jemals in der Freiheit ankommen?
»Manche Dinge können wir nicht, werden wir nicht vergessen. Sie reisen mit uns – bis zum Schluss.«
»Eine Geschichte, die an Hosseinis Drachenläufer erinnert. Sehr berührend!« IMAGE
»Ein brillanter Roman, der noch lange im Gedächtnis bleibt.« The Times
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
Corinne
aus Zürich
5/5
02.10.2017
Buch (Taschenbuch)
Nachdenklich
Das Buch geht einem Nahe und stimmt nachdenklich. Sehr gut geschrieben, auch dass mit der Gegenwart und Vergangenheit gespielt wird hat mir gefallen.
Giselas Lesehimmel
aus Landshut
5/5
14.09.2017
Buch (Taschenbuch)
Als die Träume in den Himmel stiegen.
Meine Meinung
Die Geschichte wird aus der Sicht von Samar erzählt. Mal in der Gegenwart- mal in der Vergangenheit. So bekommt man ein klares Bild von Personen, Umgebungen und Geschehen.
Die Reise, welche Samar mit ihrer Familie unternimmt, könnte emotionaler nicht sein. Müssen sie doch ihr ganzes, eigentlich glückliches Leben, hinter sich lassen. Sind gezwungen ihr schönes Haus, und den damit verbundenen Luxus, zu verlassen. In einem Dorf im Hindukusch findet die Familie Zuflucht bei den Großeltern. Anfangs ist Samar total schockiert, ob der primitiven Verhältnisse. Bald schon lernt sie jedoch diese außergewöhnliche Idylle zu lieben. Findet eine gute Freundin. Was mit der Freundin später passiert, hat mir Tränen in die Augen getrieben.
Die Menschen leben dort in Häusern, die in Felsen hineingebaut wurden. Ich habe mir Bilder im Netz angesehen. Wahnsinn! Aber auch irgendwie faszinierend.
In Kabul herrschten Kriege. Im Hindukusch sind sie erst mal sicher. Der Friede währt jedoch nicht lange. Ein Bruder von Samar schließt sich der Taliban an.
In der Gegenwart flüchtet die Familie mit dem Zug nach Russland. Die transsibirische Eisenbahn ist lange Zeit so eine Art Wohnung für sämtliche Menschen.
Die Passagen im Zug fand ich auch spannend, obwohl erst mal gar nicht viel passiert.
Samar liest viel und liebt die Spiele, die sie mit der Familie zusammen macht.
Die Szenen im Hindukusch berühren sehr. Stimmen einen traurig und fassungslos.
Die Flucht vom Hindukusch ist sehr spannend. Traurig hat mich die Tatsache gestimmt, dass es solche Flüchtlinge im realen Leben zu Tausenden gibt.
Die Autorin erzählt dieses Drama, ohne dabei rührselig zu werden. Sie überlässt es dem Leser, welche Emotionen er für dieses Buch investieren möchte. Sie weiß bestimmt im Vorfeld schon, dass diese Geschichte keinen Menschen kalt lässt. Zumindest keinen Menschen mit Gewissen und Herz.
Ich finde es total schade, dass es in Afghanistan so viele Kriege gibt. Wie gerne würde ich solche Länder mal bereisen. Die Mentalität kennen lernen. Besonders die in Fels gehauenen Häuser besuchen. Es gibt dort so viele tolle Menschen. Die Taliban und sämtliche andere kriegerische Organisationen, vermitteln uns oftmals ein falsches Bild dieser Menschen. Wir lernen jedoch auch Menschen kennen, die ihr eigenes Leben in Gefahr bringen, um zu helfen. Fanatismus ist, wie so oft, der Auslöser dieses blutigen Dramas.
Mein Fazit
Die Autorin holt den Leser von Anfang an ab. Begibt sich mit ihm auf eine Reise, die Potenzial hätte ein unvergessliches Abenteuer zu werden. Ist es ja eigentlich auch; aber nicht diese Art von Abenteuer, die wir uns wünschen. Vielmehr lernen wir Brutalität und unheimliches Leid kennen, welches uns fassungslos zurück lässt.
Man beginnt mit diesem Buch und ist gefangen. Gefangen von einem Mädchen, welches uns von ihrem großen Schicksal erzählt. Die Umstände, unter denen ihre Mutter ein weiteres Kind zur Welt gebracht hat, sind in unserem Land unvorstellbar.
Und doch kommt auch in dieser traurigen Welt, immer wieder mal ein kleines Stückchen Glück zum Vorschein.
Ob mir das Buch gefallen hat? Es ist unheimlich gut geschrieben. Die Charaktere fabelhaft ausgearbeitet. Ich habe es sehr gerne gelesen. Aber, der Inhalt darf einem doch gar nicht gefallen! Oder?
Eine absolute Empfehlung von mir. Meine Besprechung beinhaltet nur einen kleinen Bruchteil dessen, was auf 350 Seiten passiert ist.
Danke Laura Mc Veigh
Buecherseele79
5/5
31.08.2017
Buch (Taschenbuch)
Die Reise in ein besseres Leben
Samar lebt mit ihrer grossen Familie glücklich in Kabul, einem gelben Haus mit einem wunderschönen Garten.
Die Sowjets haben sie mit ihrem Krieg überstanden doch die neue Macht, die um sich greift, die Taliban...diese scheinen sie nicht so leicht hinnehmen zu können.
In den Bergen bei den Grosseltern des Vaters findet die Familie von Samar ein neues, einfaches aber schönes Leben.
Doch auch hier erreicht sie irgendwann der lange Arm der Taliban und das Dorf spaltet sich in zwei Lager...zum Schrecken der Familie gerät der Bruder Javad in den Glaubenskreis der Taliban und wird immer extremer.... und Samar wird gezwungen eine Reise zu beginnen...eine Reise die sie sich so nie vorgestellt hatte und wo sie nicht weiss wo sie ein neues Leben beginnen wird...
Ein Buch welches mich wahrlich sprachlos, fassungslos und traurig zurückgelassen hat.
Ein Buch welches man, in meinen Augen, zurecht mit "Drachenläufer" von Khaled Hosseinis vergleichen kann.
Der Schreibstil ist flüssig, angenehm und nimmt mich als Leser sofort mit auf eine unfassbare Reise.
Die grosse Familie von Samar, ihr Leben in Kabul, das Erleben der Taliban, die Flucht zu den Grosseltern ist allesamt sehr gut umgesetzt, lebendig und facettenreich beschrieben und lässt mich als Leser mitfühlen, mithoffen, manchmal auch verzweifeln.
Der Beginn zum Buch war etwas holprig und fing auch sehr hoffnungsvoll und schön an, bis Samar anfing ihre Geschichte aufzuschreiben und somit dem Leser die Wahrheit über ihr Leben präsentiert.
Ein Leben welches einfach aber schön hätte werden können im Schoss der grossen Familie.
Und umso mehr Abgründe sich aufmachten umso mehr musste ich als Leser schlucken und das ein oder andere Mal das Buch kurz zur Seite legen, denn wieviel Schmerz und Leid kann eine junge Kinderseele ertragen?
Und auch wenn dies "nur" eine Geschichte sein mag, für mich enthält dieses Buch unheimlich viel Gefühl, Realität und Wahrheit, denn jeder der regelmässig die Nachrichten verfolgt kann sich sehr gut ein eigenes Bild von den beschriebenen Orten/Umständen von Samar machen.
Ein Buch welches kein Happy End aufweisen wird, damit muss man als Leser leben, auf der anderen Seite wäre es, in meinen Augen, unrealistisch gewesen ein Happy End auf diese Geschichte zu schreiben.
Für Leser die der Realität durch Samars Blick in die Augen schauen können, die nach dem Buch verstehen werden warum ein Happy End nicht so passend gewesen wäre- für die ist es auf jeden Fall ein sehr intensives Leseerlebnis.
Verena Schulze von Lieblingslesplatz
5/5
12.08.2017
Buch (Taschenbuch)
Keine leichte Reise!
Ein Buch, das mich sprachlos, entsetzt und auch ein wenig ärgerlich zurück lässt
Zu Beginn hat mich der Stil von Laura McVeigh absolut verzaubert. Ganz einfühlsam erzählt sie aus der Ich-Perspektive der kleinen Samar die Entstehung ihrer Familie und der ersten Zeit in der damals noch blühenden Metropole Kabul.
Nach der ersten Leiche war ich jedoch schnell ernüchtert. Und ohne zu viel zu spoilern sie sollte bei weitem nicht die letzte sein. Taliban, Naturkatastrophen und das Flüchtlingslager fordern Opfer, immer und immer wieder. Erstaunlich, dass Samar in den rund 10 zehrenden Jahren ihrer Flucht zuletzt in einem Waggon der transsibirischen Eisenbahn noch die Kraft findet aufzustehen. Immer wenn man denkt es könne nicht noch schlimmer kommen wird man eines besseren belehrt.
Als die Träume in den Himmel stiegen ist kein einfaches Buch. Die Autorin bedient sich einer anspruchsvollen, leisen Sprache welche aber zugleich die ungeschönten Grausamkeiten des Taliban Regimes und der brutalen Ereignisse auf der Flucht noch härter erscheinen lässt. Durch die vielen Rückblicke und die schnellen Sprünge hatte ich teilweise Schwierigkeiten der Handlung zu folgen. Und der Schluss lässt den Leser mit zu vielen Fragen zurück
Ich würde es bedingt empfehlen. Das träumerische Cover täuscht. Hier geht es um die brutale und schier aussichtslose Realität einer langen Reise. Für hartgesottene Leser die sich für das Thema wirklich interessieren empfehle ich das Buch. Wer eine schöne hoffnungsvolle Geschichte um ein Mädchen und ihre Familie auf der Flucht erhofft, der sollte lieber die Finger davon lassen.
In diesem Sinne
Manche Dinge können wir nicht, werden wir nicht vergessen. Sie reisen mit uns bis zum Schluss
Bosni
5/5
08.08.2017
Buch (Taschenbuch)
Unheimlich bedrückend und erschreckend...trotzdem lesenswert!
Gemeinsam mit ihrer Familie ist Samar auf der Flucht aus Afghanistan. Sie reisen mit der Transsibirischen Eisenbahn immer hin und her, bis sie den richtigen Ort für ihr neues Leben finden. Während der Fahrt erzählt Samar dem Zugbegleiter Napoleon ihre Geschichte
Als die Träume in den Himmel stiegen von Laura McVeigh ist ein Buch, bei dem ich schon nur bei der Beschreibung wusste: Das muss ich haben!
Das Cover finde ich wunderschön, gemeinsam mit dem Titel macht es allerdings irgendwie einen etwas traurigen Eindruck. So als hätte das kleine Mädchen überhaupt keine Chance jemals ihre Träume zu verwirklichen.
Über die Geschichte selbst möchte ich nicht zu viel verraten, da man möglichst unvoreingenommen an sie herangehen sollte. Aber die Geschichte ist insgesamt betrachtet unglaublich traurig, erschütternd, berührend und manchmal aber auch hoffnungsvoll.
Die gesamte Geschichte wird aus Samars Sicht erzählt, wobei sie immer wieder zwischen der Gegenwart im Zug und ihrer Vergangenheit hin und her wechselt. Das ist anfangs etwas verwirrend, zum Verständnis der Geschichte aber unbedingt nötig.
Etwas gestört hat mich die Tatsache, dass im Laufe der Geschichte viele Fragen aufgeworfen werden, einige davon aber bis zum Schluss ungeklärt blieben. Es waren zwar Fakten, die nicht so wichtig wären, jedoch hätte ich mir einfach trotzdem eine Antwort gewünscht.
Ob die Story selbst realistisch ist, möchte ich nicht beurteilen. Denn Samar lebt in einer völlig anderen Kultur, die teilweise für mich auch nicht 100%-tig greifbar war. Manchmal allerdings ging es mir etwas zu schnell. Es passieren zu viele Dinge in zu wenige Zeit (=Buchseiten), obwohl sich die gesamte Geschichte über ca. 10 Jahre zieht.
Alles in Allem ist Als die Träume in den Himmel stiegen ein unheimlich berührendes Buch, welches man nach der Lektüre definitiv erst einmal etwas verarbeiten muss, so sehr nimmt es den Leser mit. Mich konnte es vollständig in seinen Bann ziehen und bekommt daher eine absolute Leseempfehlung von mir.
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