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Weit über das Land Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

21.09.2017

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

19,2/12,6/1,9 cm

Gewicht

198 g

Farbe

Schwarz / Khaki

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-03126-9

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

Was dieses Buch so auszeichnet ist seine Lesart der Möglichkeitsformen. Stamm wagt sich etwas, denn er legt sich nicht fest […]. Die Lektüre lohnt sich allemal. ("Schweizer Radio und Fernsehen, SRF 2")
Unser reales Leben: Dafür ist Peter Stamm Spezialist. Seine Romane und Erzählungen führen nicht weit davon weg, sondern tief hinein in die Normalität, den Durchschnitt, den Alltag. ("Tages-Anzeiger")
Wie Stamm das Unfassbare plausibel werden lässt und die Gefühlswelten seiner Protagonisten beschreibt, ist große Literatur! ("Buchmarkt")
Und am Ende kullern ein paar Tränen auf dieses schönste Buch des Frühjahrs. ("Norddeutscher Rundfunk")
Die literarische Porträtmalerei von Menschen im Moment einer elementaren Verstörung ist das Spezialfach des Schriftstellers Peter Stamm […] Hier erzählt er konzentriert und lakonisch. ("LiteraturSPIEGEL")
Der einfache Schmerz ist oft der beißendste […] Der Schweizer Schriftsteller Peter Stamm weiß diesen Schmerz meisterhaft in Szene zu setzen. ("Der Tagesspiegel")
Stamm ist ein Meister der leisen Dramatik ("Die Zeit")
Es ist das Gespür für untergründige Gefühlsströmungen, das ›Weit über das Land‹ von Peter Stamm so lesenswert macht. ("Cicero")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

21.09.2017

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

19,2/12,6/1,9 cm

Gewicht

198 g

Farbe

Schwarz / Khaki

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-03126-9

Herstelleradresse

FISCHER Taschenbuch
Hedderichstr. 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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Warum nicht? Auch in dem…

Bories vom Berg aus München am 12.05.2018

Bewertungsnummer: 2712774

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Warum nicht? Auch in dem Roman «Weit über das Land» greift der Schweizer Schriftsteller Peter Stamm erneut seine Thematik des spontanen Ausbruchs aus der Normalität des Alltags auf. Anders aber als in der inflationären Aussteiger-Literatur geht es bei ihm nicht um den Traum von der einsamen Südseeinsel oder der Holzhütte in Alaska, seine Helden entfliehen dem Alltagstrott und dem sozialen Geflecht, in dem sie sich gefangen fühlen. Es geht also nicht um ein Paradies an fernen Horizonten, der Autor widmet sich vielmehr der Frage, ob ein einmal eingeschlagener Lebensweg mit all den gesellschaftlich als erstrebenswert angesehenen Ausformungen letztendlich wirklich das ist, was zählt im Leben, was der menschlichen Existenz einen Sinn zu geben vermag. Ein hochinteressantes Thema also, dem literarisch beizukommen jedoch äußerst schwierig ist. Nach der Rückkehr von einer Urlaubsreise mit den Kindern, die Koffer sind noch nicht ausgepackt, sitzt Thomas auf der Holzbank vor dem Haus und trinkt mit seiner Frau ein Glas Wein auf den schönen Urlaub. Nachdem Astrid ins Haus gegangen ist, erhebt sich Thomas, läuft durch den Garten, öffnet leise das Tor und spaziert die Straße entlang Richtung Dorfausgang, - und er kommt nicht mehr wieder. Aus wechselnder Perspektive von Thomas oder Astrid erzählt Stamm stimmig und nachvollziehbar von den ersten Stunden, Tagen, schließlich Wochen und Monaten dieses wortlosen Verschwindens. Es gab keinen Streit, man führt ein gutbürgerliches Leben ohne finanzielle Sorgen, die beiden Kinder sind wohlgeraten und absolvieren ihre Schule ohne Probleme. Astrid informiert nach einigen Tagen vergeblichen Wartens die Polizei, und tatsächlich gibt es ein Lebenszeichen von Thomas, er hat Geld abgehoben und mit seiner Bankkarte in einem Sportartikelladen eingekauft. Doch weder Astrid noch der Polizei gelingt es, diese Spur aufzunehmen und Thomas zu finden. Während die Frau sich erstaunlich gut und irgendwie auch recht gelassen in ihr neues Leben fügt, zieht der ehemalige Steuerberater wie ein fahrender Geselle «Weit über das Land», schläft im Wald oder findet Unterschlupf in Heuschobern und Almhütten. Als sein Geld schließlich verbraucht ist, verdingt er sich immer wieder mal für einige Zeit als Gelegenheitsarbeiter. Er bleibt uns, wahrscheinlich aber auch sich selbst, in seinen Motiven bis zum Schluss ein Rätsel, das zu klären der Autor nicht bereit ist, - oder vielleicht auch gar nicht imstande ist. «Das kann doch alles nicht wahr sein» ist immer wieder Astrids einziger Gedanke. In lakonisch kurzen Sätzen ohne Ironie erzählt Stamm seine völlig unromantische Geschichte eines rigorosen Selbstfindungstrips. Wobei er das Innenleben seiner beiden Protagonisten, die hier so abrupt und endgültig auseinander gerissen werden, psychologisch feinfühlig auslotet und dabei ein dichtes Netz von Möglichkeiten aufzeigt. Realität und Imagination geraten zunehmend durcheinander, der Leser ist gefordert, sich im Labyrinth der angedeuteten Optionen zu bewegen und dabei all seine Intuition kreativ einzusetzen. Wo soll das hinführen, fragt man sich da immer wieder, während man der durchaus stimmigen und anschaulichen Schilderung des zunehmend zeitgerafft erzählten, weiteren Lebensweges der beiden Romanfiguren folgt. Erschreckende Erkenntnis dieses ungewöhnlichen Ausbruchs aber dürfte dessen Folgenlosigkeit sein, der banale Alltag erweist sich als doppelbödig, die Realitätsebenen verschieben sich zu unplausiblen Traumbildern. Außerdem stellt sich ein gewisses Unbehagen ein, die Moral als Instanz spielt nämlich bei alledem überhaupt keine Rolle, dementsprechend werden die Charaktere als weitgehend emotionslos beschrieben. Während Thomas von der schieren Freude an die Zukunft beseelt ist, führt Astrid ein Doppelleben als angepasste Witwe und Mutter, während sie innerlich komplizenhaft zu Thomas steht, an dessen Tod sie partout nicht glauben will. Und der Frage nach dem «Warum» steht hier die Frage entgegen: «Warum nicht?»

Warum nicht? Auch in dem…

Bories vom Berg aus München am 12.05.2018
Bewertungsnummer: 2712774
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Warum nicht? Auch in dem Roman «Weit über das Land» greift der Schweizer Schriftsteller Peter Stamm erneut seine Thematik des spontanen Ausbruchs aus der Normalität des Alltags auf. Anders aber als in der inflationären Aussteiger-Literatur geht es bei ihm nicht um den Traum von der einsamen Südseeinsel oder der Holzhütte in Alaska, seine Helden entfliehen dem Alltagstrott und dem sozialen Geflecht, in dem sie sich gefangen fühlen. Es geht also nicht um ein Paradies an fernen Horizonten, der Autor widmet sich vielmehr der Frage, ob ein einmal eingeschlagener Lebensweg mit all den gesellschaftlich als erstrebenswert angesehenen Ausformungen letztendlich wirklich das ist, was zählt im Leben, was der menschlichen Existenz einen Sinn zu geben vermag. Ein hochinteressantes Thema also, dem literarisch beizukommen jedoch äußerst schwierig ist. Nach der Rückkehr von einer Urlaubsreise mit den Kindern, die Koffer sind noch nicht ausgepackt, sitzt Thomas auf der Holzbank vor dem Haus und trinkt mit seiner Frau ein Glas Wein auf den schönen Urlaub. Nachdem Astrid ins Haus gegangen ist, erhebt sich Thomas, läuft durch den Garten, öffnet leise das Tor und spaziert die Straße entlang Richtung Dorfausgang, - und er kommt nicht mehr wieder. Aus wechselnder Perspektive von Thomas oder Astrid erzählt Stamm stimmig und nachvollziehbar von den ersten Stunden, Tagen, schließlich Wochen und Monaten dieses wortlosen Verschwindens. Es gab keinen Streit, man führt ein gutbürgerliches Leben ohne finanzielle Sorgen, die beiden Kinder sind wohlgeraten und absolvieren ihre Schule ohne Probleme. Astrid informiert nach einigen Tagen vergeblichen Wartens die Polizei, und tatsächlich gibt es ein Lebenszeichen von Thomas, er hat Geld abgehoben und mit seiner Bankkarte in einem Sportartikelladen eingekauft. Doch weder Astrid noch der Polizei gelingt es, diese Spur aufzunehmen und Thomas zu finden. Während die Frau sich erstaunlich gut und irgendwie auch recht gelassen in ihr neues Leben fügt, zieht der ehemalige Steuerberater wie ein fahrender Geselle «Weit über das Land», schläft im Wald oder findet Unterschlupf in Heuschobern und Almhütten. Als sein Geld schließlich verbraucht ist, verdingt er sich immer wieder mal für einige Zeit als Gelegenheitsarbeiter. Er bleibt uns, wahrscheinlich aber auch sich selbst, in seinen Motiven bis zum Schluss ein Rätsel, das zu klären der Autor nicht bereit ist, - oder vielleicht auch gar nicht imstande ist. «Das kann doch alles nicht wahr sein» ist immer wieder Astrids einziger Gedanke. In lakonisch kurzen Sätzen ohne Ironie erzählt Stamm seine völlig unromantische Geschichte eines rigorosen Selbstfindungstrips. Wobei er das Innenleben seiner beiden Protagonisten, die hier so abrupt und endgültig auseinander gerissen werden, psychologisch feinfühlig auslotet und dabei ein dichtes Netz von Möglichkeiten aufzeigt. Realität und Imagination geraten zunehmend durcheinander, der Leser ist gefordert, sich im Labyrinth der angedeuteten Optionen zu bewegen und dabei all seine Intuition kreativ einzusetzen. Wo soll das hinführen, fragt man sich da immer wieder, während man der durchaus stimmigen und anschaulichen Schilderung des zunehmend zeitgerafft erzählten, weiteren Lebensweges der beiden Romanfiguren folgt. Erschreckende Erkenntnis dieses ungewöhnlichen Ausbruchs aber dürfte dessen Folgenlosigkeit sein, der banale Alltag erweist sich als doppelbödig, die Realitätsebenen verschieben sich zu unplausiblen Traumbildern. Außerdem stellt sich ein gewisses Unbehagen ein, die Moral als Instanz spielt nämlich bei alledem überhaupt keine Rolle, dementsprechend werden die Charaktere als weitgehend emotionslos beschrieben. Während Thomas von der schieren Freude an die Zukunft beseelt ist, führt Astrid ein Doppelleben als angepasste Witwe und Mutter, während sie innerlich komplizenhaft zu Thomas steht, an dessen Tod sie partout nicht glauben will. Und der Frage nach dem «Warum» steht hier die Frage entgegen: «Warum nicht?»

Philosophisch angehauchter Roman

Bewertung aus Basel am 13.01.2021

Bewertungsnummer: 965881

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Der Familienvater Thomas verlässt von der einen auf die andere Sekunde seine Frau und seine zwei Kinder und macht sich auf den Weg. Er hat kein bestimmtes Ziel, sondern läuft einfach durch die Wälder, über Berge und möchte für sich sein und die Natur geniessen, denn der routinierte Alltag wurde ihm zu viel –er ist ausgebrochen und auf unbestimmte Zeit unterwegs. Seine Frau erfindet derweil Geschichten, um sein Fernbleiben bei der Arbeit und vor allem bei seinen Kindern zu rechtfertigen. Bis sie nicht mehr lügen kann und zur Polizei geht und eine Vermisstenmeldung aufgibt. Meine Meinung: Ich bin verwirrt, denn der Roman wurde zum Schluss sehr 'verschwommen'. Mehr möchte ich nicht verraten, denn sonst gebe ich zu viel Preis.

Philosophisch angehauchter Roman

Bewertung aus Basel am 13.01.2021
Bewertungsnummer: 965881
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Der Familienvater Thomas verlässt von der einen auf die andere Sekunde seine Frau und seine zwei Kinder und macht sich auf den Weg. Er hat kein bestimmtes Ziel, sondern läuft einfach durch die Wälder, über Berge und möchte für sich sein und die Natur geniessen, denn der routinierte Alltag wurde ihm zu viel –er ist ausgebrochen und auf unbestimmte Zeit unterwegs. Seine Frau erfindet derweil Geschichten, um sein Fernbleiben bei der Arbeit und vor allem bei seinen Kindern zu rechtfertigen. Bis sie nicht mehr lügen kann und zur Polizei geht und eine Vermisstenmeldung aufgibt. Meine Meinung: Ich bin verwirrt, denn der Roman wurde zum Schluss sehr 'verschwommen'. Mehr möchte ich nicht verraten, denn sonst gebe ich zu viel Preis.

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