Diana Pflichthofer untersucht Trennungen und ihre Bedeutung für die psychische Entwicklung in und außerhalb der Psychotherapie. Sie stellt dar, welche Bedeutung dem Begriff der Trennung in psychoanalytisch orientierten Theorien zukommt, und macht dabei deutlich, dass Trennungen nicht nur zu einem schmerzhaften Gefühl des Verlusts führen, sondern dass in ihnen auch der Wunsch nach Autonomie, die Angst vor Nähe oder das Bedürfnis, einer traumatischen Situation zu entfliehen, zum Ausdruck kommen können. Es wird gezeigt, dass Trennungen Bestandteil von Reifungs- und Entwicklungsprozessen sind, bei denen es immer auch um eine Loslösung von früheren Entwicklungsphasen und den mit ihnen verbundenen inneren Objekten geht.Die Autorin beschäftigt sich sowohl mit Trennungskonflikten des Alltags als auch mit solchen, die Symptomcharakter erlangen, oder solchen, die in Traumatisierungen ihren Ursprung haben. An anschaulichen Fallbeispielen verdeutlicht sie, wie Trennungskonflikte in der Psychotherapie bearbeitet werden können.
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HSL
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14.09.2017
Buch (Taschenbuch)
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Trennungen ist eine Originalausgabe vom Psychosozial Verlag und wurde von Dr.med. Diana Pflichthofer geschrieben. Sie arbeitet als Dozentin, Lehrtherapeutin und Supervisorin. Das Buch dient hauptsächlich dem medizinischen, sozialen, pädagogischen und therapeutischen Bereich, wird aber auch von Lehrern, Pfarrern und zunehmend in der Wirtschaft (Führungskräfte) genutzt.
Dieser Titel ist der 17. Band aus der Reihe Analyse der Psyche und Psychotherapie und erläutert Konzepte und Begriffe der Psychoanalyse, die bereits zum Teil vor Sigmund Freuds Zeit Themen waren. Jeder einzelne Band, der bereits erschienen ist, wie z.B. Trauma, Unbewusstes, Psychose, Scham, Sexualität, Angst, Sucht,und Depression wird wie nun auch Trennungen, in knapper und kompetenter Form vermittelt und ist das Basiswissen für Psychotherapeuten aller Schulen, Studierenden in Universitäten und Therapieausbildungen. Der Inhalt verfügt über 6 Hauptthemen, 145 Seiten und einen Literaturnachweis. Mit Trennungen sind wir ein Leben lang konfrontiert, wie mit einem Arbeitsplatz, einer Wohnung, einer Idee oder einem Produkt. Es sind immer Objekte, äußere und innere, gute oder schlechte und gehen oft mit Schmerz, Angst, Verlust und Einsamkeit daher. Im Leben überwiegt einmal die freudige und dann wieder die schmerzhafte Betrachtungsweise und ist ein immer wiederkehrender Prozess und hängt oft von persönlichen Erlebnissen, Erfahrungen und Fantasien ab. In diesem Zusammenhang zählt auch das Alleinsein, aber diese Fähigkeit scheint in unserer digitalen Welt zu verkümmern, da man rund um die Uhr online verbunden ist, aber nur mit wem? Wie gelingt es nun ein Gleichgewicht zwischen Trennung und Bindung herzustellen? Diese psychischen Entwicklungen und deren Bedeutungen beschreibt die Autorin sehr treffend mit Vorgeschichte und in den einzelnen Entwicklungsphasen. Es werden entsprechende Fallbeispiele gegeben und wie sie bearbeitet werden können - bei Trennungskonflikten im Alltag, in der klinischen Praxis und in der Psychotherapie. Dieses Buch ist zu empfehlen da es auch für einen Laien sehr verständlich geschrieben ist.
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