Charmant und gewitzt hat sich Claire Durant auf der Karriereleiter eines Berliner Gourmet-Magazins ganz nach oben geschummelt. Denn niemand ahnt, dass die Französin weder eine waschechte Pariserin ist noch Kunst studiert hat - bis sie einen Hilferuf aus der Bretagne erhält, wo sie in Wahrheit aufgewachsen ist: Ihre Mutter muss ins Krankenhaus und kann Claires gehörlose Schwester nicht allein lassen. Claire reist in das kleine Dorf am Meer und ahnt noch nicht, dass ihre Gefühlswelt gehörig in Schieflage geraten wird. Denn ihr Freund Nicolas aus gemeinsamen Kindertagen ist längst nicht mehr der schüchterne Junge, der er einmal war, und dann taucht aus heiterem Himmel auch noch ihr Chef auf. Claire muss improvisieren, um ihr Lügengespinst aufrechtzuerhalten - und stiftet ein heilloses Durcheinander in dem sonst so beschaulichen Örtchen Moguériec ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Alisea
4/5
02.02.2021
eBook (ePUB)
Tolle Geschichte, charmant in Szene gesetzt
Meine Meinung:
Claires Leben war alles andere als langweilig, und doch hatte ich anfangs ein paar größere Probleme in die Geschichte hineinzufinden. Die Autorin begann das Buch mit zwei Handlungsstränge, welche für mich sehr verwirrend waren. Es dauerte dann auch ungefähr ein Drittel vom Buch, bis ich wirklich in der Geschichte ankam.
Das empfand ich als etwas langatmig, auch wenn ich danach sofort gefesselt war von der Erzählung und den Ereignissen. Es fühlte sich ein bisschen so an, als wenn man erst durch einen unbeleuchteten Tunnel gehen muss, um hinterher im Sonnenschein tanzen zu können.
Die Protagonistin war schlau, tiefgründig und absolut liebenswert – auch wenn sie ihre Schwächen und Fehler hatte. Aber genau das machte sie zu einer sehr authentischen Buchheldin, welche mich emotional berühren und ergreifen konnte. Hatte sie ein Ziel im Blick, dann strotzte sie nur so vor Energie. Aber sobald es um ihre Gefühlswelt ging, erlebte man schnell wie verletzlich und sensibel Claire sein konnte. Kurzum, sie war unheimlich faszinierend für mich.
Stück für Stück erkämpfte man sich mit Claire das Leben zurück. Jeder umgefallene Stein musste einzeln wieder aufgehoben und an die richtige Stelle für das Fundament “Leben” gesetzt werden. Um die Fesseln der Vergangenheit loszuwerden, musste Claire alte Pfade verlassen und neuen Wegen eine Chance geben – auch diesen, welche noch ein paar Stolperfallen bereit hielten.
Doch auch andere schafften es, sich einen Platz in meinem Herzen zu erobern, darunter Familienmitglieder, einige Dorbewohner und Arbeitskollegen, aber natürlich gabe es auch einen Mann, der mein Herz höher schlagen ließ. Nein es war nicht nur ein Mann, sondern er war DER Traummann. Lieber Sebastian, falls du irgendwann meine Heimat besuchst, klopfe bitte an meiner Tür, ich back dir dann auch gerne einen Kuchen. 😉
Ein gigantisches Leseerlebnis, mit traumhafter Urlaubskulisse in Paris und der Bretagne, leckeren Kaffeesorten, Cocktails und leckerem Essen. Gott ich schwöre, mir lief ständig das Wasser im Mund zusammen und aus den Seiten strömte immer wieder ein neuer köstlicher Duft, der mir die Nase lang ziehen wollte. Ob es noch einfach ein Buch war, oder eine Geschichte die lebendig wurde? Das wird sicherlich jeder anders empfinden, aber für mich war es wie eine Reise durch ein fremdes Leben.
Bewertung
4/5
20.01.2018
eBook (ePUB)
Ganz anders als erwartet
Im letzten Jahr habe ich mein erstes Buch von Claudia Winter gelesen – „Glückssterne“. Eine ausgesprochen charmante und witzige Geschichte, die hauptsächlich in Schottland spielte. Bekanntgeworden ist die Autorin aber durch ihr Buch „Aprikosenküsse“. Und da hat sie die Leserinnen nach Italien entführt. Und dieses Mal geht es nach Frankreich in die Bretagne.
Rein vom Cover her haben die Verlage anscheinend eine neue Masche für sich entdeckt. Den Anfang hatte Jenny Colgans Buch „Die kleine Bäckerei am Strandweg“ gemacht. Auf einer Seite des Buches ein Ausschnitt eines Ladens und auf der anderen Seite das Meer. Das scheint so ein richtig schönes Urlaubsgefühl zu vermitteln. Und es klappt. Diese Bücher werden im Moment sehr gerne gekauft. Den direkten Zusammenhang zu dem Inhalt dieses Buches kann ich allerdings nicht herstellen. Aber egal – das Cover ist schön und der Inhalt auch.
Das Buch beginnt 1998 mit einem Prolog, als Gwenaelle (15 Jahre), ihre Schwester Maely (7 Jahre) und ihre Mutter Yvonne zu der Tante Valérie nach Paris fahren. Yvonne und ihre beiden Töchter stammen aus dem Küstenort Moguériec, der in der Bretagne liegt. Der Vater der beiden Mädchen, der ein Fischer war, ist leider vor Kurzem bei einem Bootsunfall ums Leben gekommen. Die Sommerferien wollen sie in Paris verbringen. Doch dieser Sommer ist für Gwenaelle ein Wendepunkt in ihrem Leben. Dann springt das Buch in die Gegenwart. Claire, eine Pariserin, die als Journalistin für ein Berliner Gourmet-Magazin arbeitet, bekommt die Chance ihres Lebens. Und bevor sie ihr Glück fassen kann, wirft ihr das Schicksal einen Knüppel zwischen die Beine. Sie bekommt einen Anruf von ihrer Mutter, zu der sie seit fast 20 Jahren keinen direkten Kontakt mehr hatte. Und was dann passiert, haben Sie hier schon in der Inhaltsangabe gelesen.
Mich hat dieses Buch überrascht. Auf Grund der anderen beiden Bücher der Autorin und des Klappentextes habe ich wieder ein sehr witziges Buch erwartet. Doch schon der Prolog hat mir gezeigt, dass sich dieses Buch anders entwickeln wird. Die Hauptperson Gwenaelle/Claire hat eine sehr schwierige Vergangenheit, die sie gut verwischt und begraben hat. Doch nun muss sie sich dieser Vergangenheit plötzlich stellen. Das, was in dem Sommer in der Bretagne passiert, ist zwar ausgesprochen witzig, aber im Hintergrund ist immer noch die Geschichte von 1998. Was ist damals wirklich vorgefallen? Warum hat Gwenaelle sich als Claire neu erfunden? Und warum hat sie den Kontakt zu ihrer Mutter und ihrer Schwester abbrechen lassen?
Mir hat dieses Buch viel Spaß gemacht und ich habe mit Freude gelesen, wie sich die Hauptfigur entwickelt hat. Besonders hat mir die Schilderung der Bretagne und ihrer Bewohner gefallen. Auch wenn ich keine Meerestiere esse, muss ich doch unbedingt einmal dorthin fahren. Denn jedes Mal, wenn ich etwas über die Bretagne lese, denke ich, das ist genau die Art von Landschaft und Menschen, die ich mag. Am Ende des Romans gibt es einige Rezepte mit bretonischen Spezialitäten und ein bretonisch-französisches Glossar.
Eine wunderbare Lektüre über eine junge Frau, die endlich bei sich selbst ankommt – warmherzig und mit viel Humor erzählt.
Bewertung
aus Hagen
3/5
26.09.2019
eBook (ePUB)
Bretagne
Heute stelle ich euch den Roman "Die Wolkenfischerin", von der Autorin Claudia Winter, vor.
Claudia Winter hat mich mit ans Meer genommen, in die wundervolle Bretagne. Hier wuchsen Gweanelle und ihre kleine Schwester Maely, in dem beschaulichem Örtchen Mogueriec, bei ihren Eltern auf. Als Armel, der Vater, verstirbt, nimmt Maman ihre Töchter und reist mit ihnen nach Paris zu Tante Valerie. Hier hofft Maman, ein wenig Abstand zu gewinnen. Maman igelt sich allerdings immer mehr ein. Vor lauter Trauer nimmt sie ihre Töchter gar nicht mehr wahr. Nach einigen Wochen beschließt Maman, mir ihren Töchtern wieder nach Hause zu reisen.
Gweanelle weigert sich und bleibt gegen den Willen von Maman bei ihrer Tante Valerie. Ihrer kleinen Schwester Maely verspricht sie, bald nach Hause zu kommen.
Gweanelles Reise nimmt einen anderen Weg. Der Zufall bietet Gweanelle an, eine andere Identität anzunehmen. Fortan heißt sie Claire.
19 Jahre war Claire Durant nicht mehr zu Hause. Unter Vorspiegelung falscher Tatsachen hat sich Claire auf der Karriereleiter eines Berliner Gourmet-Magazins ganz nach oben geschummelt. Claire, eine Frau, charmant und gewitzt, gibt vor, Kunst studiert zu haben und eine waschechte Pariserin zu sein. Sie ist eine erfolgreiche Redakteurin und soll zur Chefredakteurin ernannt werden. Ihr ganzes bisheriges Leben hat sie damit verbracht, nach vorne zu streben.
Ihre heile Welt gerät durcheinander, als Maman in der Bretagne ins Krankenhaus muss und Claire ein Hilferuf von ihr ereilt. Zögerlich besucht Claire ihre Maman und wird von dieser gebeten, für die Zeit ihres Krankenhausaufenthaltes in der Bretagne zu bleiben. Unter dem Vorwand, dass Maelys hilflos ist und nicht allein bleiben kann, gelingt es Maman tatsächlich, Claire zu überreden.
Claires ganze Karriere ist auf einer Lüge aufgebaut. Jahrelang hat sie ihre Herkunft verleugnet. Dass sie nun nach 19 Jahren einfach so bei Maely in Mogueriec auftaucht, bringt Maely und auch die Dorfbewohner durcheinander. Eine ganze Weile dauert es, bis Claire uns Maely sich wieder annähern. Maely hat sich die ganzen Jahre für Claire geopfert, spielt die Unbeholfene, damit sie einen Grund hat, bei der Mutter zu bleiben. Maely wollte die Mutter nicht allein lassen, wie es Claire getan hat. Claire hat so viele Scherben hinterlassen, als sie einfach in ihr Leben hinaus zog.
Zu Claires Unglück taucht ihr Chef, Sebastian, in Mogueriec auf. Um nicht von ihm entdeckt zu werden und nicht aufzufliegen, denn in Mogueriec ist Claire ja Gweanelle, lässt sie sich eine Geschichte einfallen, die für heilloses Durcheinander sorgt. Das ganze Dorf agiert gegen Sebastian, so sollte es nicht kommen. Kann Claire die Dorfbewohner überzeugen, dass sie die Geschichte nur erfunden hat, um nicht aufzufliegen? Wie entscheidet sich Claire, bleibt sie in der Bretagne bei ihrer Maman und Maely? Vertragen sich alle wieder? Wie geht es mir Claire und Sebastian weiter?
Der Schreibstil dieses Sommerromans ist locker, einfach und schlicht. Witzig und mit Humor erzählt die Autorin die Geschichte dieses Sommerromans.
Anfangs konnte die Geschichte mich leider nicht fesseln. Ich hatte Probleme, den Einstieg in die Geschichte zu finden und dran zu bleiben. Nach ca. dem 1. Drittel legte sich das ein wenig und
die Geschichte hat mich zum Nachdenken animiert und mir aufgezeigt, wie wichtig die eigene Familie ist. Probleme sollten schnellstmöglich besprochen werden, damit keine Missverständnisse entstehen und dadurch der Kontakt abbricht. Verständnis von allen Seiten ist wichtig und jeder sollte so akzeptiert werden, wie er eben ist. Jeder ist ein Individuum und sollte stolz darauf sein.
Schön sind die Landschaftsbeschreibungen, die mich in Reiselaune versetzt haben. Eine tolle Idee ist, dass am Ende die Rezepte von den Gerichten aufgeführt sind, die im Buch zur Sprache kommen.
Insgesamt fehlte mir persönlich leider der Spannungsaufbau. Trotz allem, wer eine leichte Sommerlektüre und die Bretagne mag, für den ist dieser Roman eine schöne Geschichte für zwischendurch.
Marion2505
5/5
24.07.2020
Buch (Taschenbuch)
Perfekte Unterhaltung vor wunderschöner Kulisse
Meine Meinung:
Ein wunderschönes Buchcover
Das Buchcover von „Die Wolkenfischerin“ ist einfach ganz wundervoll, da es mich sofort wieder nach Moguériec entführt und absolut perfekt zur Geschichte des Buches passt.
Der Schreibstil
von Claudia Winter ist unglaublich toll. Ich war schon im Prolog völlig verzaubert von der Geschichte und war mir sicher, dass ich auf eine ganz besondere Lesereise aufbrechen werde. Denn Claire und ihre Geschichte habe ich von Beginn an als absolut geheimnisvoll und undurchsichtig empfunden. Dadurch, dass das Buch zu Beginn abwechselnd in der Gegenwart und der Vergangenheit erzählt ist, konnte ich zwar einige Fragen relativ schnell klären, hatte aber keine Ahnung, was mit unserer Ankunft in der Bretagne noch alles zu erforschen sein wird. Besonders toll fand ich, dass am Ende des Buches wirklich jedes klitzekleine Fragezeichen, das ich im Laufe der Zeit eigentlich schon wieder fast vergessen hatte, geklärt war. Diesen Ach-ja-das-wollte-ich-ja-auch-noch-wissen-Moment hatte ich nicht nur einmal und war sehr, sehr begeistert von diesem Erzählstil.
Darüber hinaus gab es viele Kleinigkeiten, die das Lesen für mich sehr kurzweilig gemacht haben. Da waren z.B. Valéries Stimme, die immer wieder in Claires Gedanken aufgetaucht ist, und mich so unglaublich oft zum Lachen gebracht hat. Oder die wundervollen Beschreibungen des kleinen Heimatörtchens von Claire, die mich in eine ganz wundervolle Umgebung entführt haben. Ganz besonders toll finde ich auch die Rezepte am Ende des Buches, von denen ich sicherlich das ein oder andere ausprobieren werde.
Eine hoffnungslos chaotische, aber so geniale Protagonistin
hat Claudia Winter für dieses Buch geschaffen. Ich habe sie vom ersten Moment an gemocht und ihre Geschichte mit großem Interesse verfolgt. Sie hat mich in vielen Situationen absolut beeindruckt und oft zum Schmunzeln gebracht. Das Chaos, das sie in Moguériec veranstaltet, war einfach unglaublich. Ich habe von Entsetzen über Erstaunen und lautem Lachen wirklich jede Gefühlslage empfinden dürfen, was einfach großartig war. Aber nicht nur Claire konnte mich mit ihrer Geschichte begeistern, sondern auch ihre Tante Valérie habe ich von Beginn an in mein Herz geschlossen. Sie hat sehr interessante, aber durchaus logische Handlungsweisen an den Tag gelegt und ich verstehe schon, warum Claire so geworden ist, wie sie ist.
Aber auch Maelys, Claires gehörlose Schwester, hält eine besondere Geschichte für den Leser bereit. Ihre Geschichte geht übrigens in „Wie sagt man ich liebe dich“ weiter.
Und auch die Herren der Schöpfung konnten mich mit ihren besonderen Charakterzügen für sich einnehmen. Lange habe ich überlegt, ob ich Nicolas oder Sebastian lieber mag und habe mich dann am Ende dafür entschieden, dass sie beide einfach super sind.
Und das sind nur ein paar der absolut wunderbaren Protagonisten, denen ich hier begegnet bin. Es gibt viel zu entdecken in Moguériec, aber auch in Berlin oder Paris.
Perfekte Unterhaltung vor wunderschöner Kulisse
Abschließend möchte ich noch einmal erwähnen, dass das Buch für mich eine wundervolle Lesereise in die Bretagne war, wobei mir auch die Teile in Berlin sehr gefallen haben. Ich habe zu Beginn eine Idee gehabt, was mich wohl erwarten könnte, bin dann aber doch völlig überrumpelt worden von vielen interessanten Handlungssträngen, die diese Geschichte einfach perfekt gemacht haben. Wieder ist mir klar geworden, dass ich noch ganz viele Bücher dieser wunderbaren Autorin lesen möchte.
Mein Fazit:
„Die Wolkenfischerin“ von Claudia Winter ist eine wunderschön erzählte Geschichte, die mich in die Bretagne entführt und mit einzigartigen und ganz wundervollen Protagonisten begeistert hat. Ich habe das Buch nur sehr ungern am Ende geschlossen, denn eigentlich wäre ich gerne noch viel länger bei Claire geblieben. Ich denke, sie wird einen besonderen Platz in meinem Bücherherzchen erhalten. Von mir gibt es eine begeisterte Leseempfehlung!
Lesebegeisterte
5/5
27.02.2018
Buch (Taschenbuch)
---wundervoll....
Jene Leser, die das Buch "Aprikosenküsse" gelesen haben, wird die Protagonistin Claire bekannt sein. Claire ist sehr erfolgreich in ihrem
Beruf und auch sonst kann sie nicht klagen. Doch dann muss ihre Mutter ins Krankenhaus und Claire muss sich um ihre
gehörlose Schwester kümmern. Zu Hause angekommen geht es plötzlich drunter und drüber in der Gefühlswelt von Claire.
Als ihre Jugendfreund auftaucht, wird es so richtig turbulent.
Ein wunderschöner Roman, der in der Bretagne spielt. Als Leser möchte man sofort dort seinen Urlaub verbringen.
Das Cover finde ich traumhaft und sehr passend gestaltet. Dieses Buch hat einfach alles, was eine Leserin für einen
"Feel-Good-Roman" braucht. Auch zu empfehlen die Bücher der Autorin: "Aprikosenküsse" & "Glückssterne"
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