Produktbild: Bis die Sterne zittern

Bis die Sterne zittern Roman. Ausgezeichnet mit dem Korbinian - Paul-Maar-Preis für junge Talente 2017

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 14 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

01.07.2017

Verlag

Gerstenberg

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

22,1/14,6/2,5 cm

Gewicht

444 g

Farbe

Schwarz / Weiß

Auflage

5. NED

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8369-5955-1

Beschreibung

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Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 14 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

01.07.2017

Verlag

Gerstenberg

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

22,1/14,6/2,5 cm

Gewicht

444 g

Farbe

Schwarz / Weiß

Auflage

5. NED

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8369-5955-1

Herstelleradresse

Gerstenberg Verlag
Rathausstrasse 18-20
31134 Hildesheim
DE

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  • chuckipop

    aus Bünde

    5/5

    17.08.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Einfühlsam, beklemmend und packend - ein toller Jugendroman über das Anderssein in der NS-Zeit!

    Es handelt sich hierbei um einen historischen Jugendroman, der einfühlsam und spannend davon erzählt, wie es sich anfühlt, anders sein zu wollen.Nicht auf der Welle des Mainstream zu schwimmen, wie es mittlerweile wohl heißt, sondern seine eigene Meinung vertreten und frei zu bleiben. Dabei verwebt der Autor historische Fakten und Fiktion so geschickt zu einem überzeugenden Ganzen, dass die entstehende Atmosphäre ungemein authentisch und bedrückend ist und die Leserschaft automatisch ganz tief in die NS-Vergangenheit mitnimmt. Der Schreibstil ist leicht und flüssig, geht gut von der Hand und ist dennoch ausgesprochen ernsthaft und geht unter die Haut. 1936, Leipzig-Connewitz. Der 16jährige Harro Jäger wird in eine üble Schlägerei mit Jungen aus der Hitlerjugend verwickelt. Unerwartet bekommt er Beistand von Heinrich, einem Nachbarjungen. Bald darauf befindet er sich inmitten einer Clique Gleigesinnter, andersdenkender Jugendlicher, die nicht unreflektiert mit der Zeit gehen wollen, sondern ihre unangepasste Meinung verteten - angefangen mit ihrem Erscheinungsbild, das sich deutlich von den Uniformen der NS-Zeit abhebt. Ganz groß geschrieben werden Freundschaft, Zusammenhalt, Solidarität sowie das Eintreten für die Freiheit und gegen Drangsalierung und Unterdrückung. Die Geschichte entwickelt sich in eine brisante Richtung, und der Autor hält einige (nicht nur angenehme) Überraschungen bereit. Wirklich ein packendes Buch, das sich äußerst realistisch mit den Problemen von Jugendlichen befasst, die damals ebenso aktuell wie heute waren - Freundschaft, Unsicherheiten, Probleme mit Eltern und Schule, Musik, die erste Liebe, politisch opportunistische Unternehmungen - und dabei immer die (mehr oder weniger unterschwellige) Angst, von den Nazis erwischt zu werden... Die Charaktere, die Herwig erschaffen hat, finde ich ausgesprochen gelungen. Liebevoll, detailliert, ähnlich denkend und doch sehr unterschiedlich sind die Hungen und Mädchen, die sich am Connewitzer Kino zusammenfinden. Neben Harro ist mir Heinrich mit am sympathischsten, er ist bodenständig und ein echter Freund. Und auch Käthe ist mir beim lesen ans Herz gewachsen. Inspiriert wurde Johannes Herwig, der selbst in Leipzig-Connewitz aufwuchs, zu "Bis die Sterne zittern" durch die seinerzeit tatsächlich existierenden "Leipziger Meuten". Man merkt genau, dass er viel Herzblut in seinen Roman gesteckt sowie umfassende und gründliche Recherchearbeit geleistet hat! Ein Roman, der bedrückt, zum Nachdenken anregt, mich ständig mitfiebern ließ und ebenso historisch wie auch brandaktuell ist. Für Erwachsene ebenso empfehlenswert ist wie für Jugendliche ab 14 Jahren.

  • Bewertung

    5/5

    15.10.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buch, das sprachlos macht....

    Ein Buch, das sprachlos macht. Ein Blick in das Wirken der Leipziger Meuthen, einer Jugendorganisation, die sich gegen die NS-Ideologie wehrte. Bedrückend & für ältere Jugendliche

  • Bewertung

    aus Chemnitz

    4/5

    17.01.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Jugendbuch für alle Altersgruppen

    Da ich mich als Jugendlicher viel in der Gegend in der die Geschichte spielt herumgetrieben habe, kann man in seiner Phantasie quasi live dabei sein. Es lässt sich leicht lesen und man kann sich gut in die Hauptfiguren hineinversetzen. Beängstigend sind einige Stellen des Buches die in der derzeitigen Lage in einigen Städten Sachsens spielen könnten. Wenn man als Jugendlicher auch heutzutage mit seinem Aussehen nicht in das Weltbild einiger ewig gestriger passt, dann kann es durchaus gefährlich werden. Ich kann das Buch jedem Geschichtsinteressierten und jedem Leipziger sowieso empfehlen ;) .

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    29.04.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Leipziger Meuten...

    Leipziger Meuten? Nie zuvor gehört. “In keiner anderen deutschen Stadt gab es Ende der 1930er-Jahre zahlenmäßig derart starke, untereinander vernetzte informelle Cliquen, die von der Staatslinie abwichen und die Straßen für sich beanspruchten.” (S. 252) Das schreibt der Autor in seinem Nachwort - und doch sind die Leipziger Meuten wohl nicht nur mir kein Begriff. Hand aufs Herz: wem sind diese Jugendcliquen im Nationalsozialismus bekannt? Edelweißpiraten? Klar! Und auch von der Swing-Jugend habe ich mal was läuten hören. Aber Leipziger Jugend? Nein. Um so neugieriger wurde ich, als ich erfuhr, dass dieses Roman-Debüt von Johannes Herweg genau diese Meuten zum Gegenstand hat. Jugendliche, die den Konformismus nicht mitleben wollten, die sich die Freiheit nicht nehmen ließen, zu sagen und zu zeigen, was sie dachten, die aus ihrer Unangepasstheit teilweise auch in den politischen Widerstand gerieten. Ein gut recherchiertes Jugendbuch hat Johannes Herweg da geschrieben und mit dem 16-jährigen Harro eine zentrale Figur kreiert, aus dessen Ich-Perspektive der Leser das Geschehen erlebt. 1936 gerät Harro rein zufällig an die Leipziger Meuten, die ihm zu Hilfe eilen, als er von ein paar Hitlerjungen in eine Prügelei verwickelt wird. Als er von seinen Rettern mit an den Treffpunkt der Clique genommen wird, ahnt er zunächst nicht, was hinter der Gruppierung steckt. Ihm gefällt es einfach, dass die jungen Leute wie er auch mit der Nazi-Ideologie nichts zu tun haben wollen. “Die Düsternis und Trübseligkeit der Stadt voller Uniformen und Schwarz-weiß-rot blies der Frühling hier draußen einfach fort. Auf den Feldern leuchtete der Raps.” (S. 204) Mit einzelnen aus der Gruppe freundet sich Harro allmählich an, andere bleiben oberflächlich bekannt, und Harro erfährt, dass es ähnliche Gruppierungen auch in anderen Stadtteilen in Leipzig gibt. Es gehört schon Mut dazu, sich alleine schon durch die Kleidung (kurze Lederhose und karierte Hemden beispielsweise) offen zu den Meuten zu bekennen, aber Harro ist - recht naiv zuweilen - fest entschlossen dazuzugehören. Immer wieder kommt es dadurch zu Ärger mit  den ‘korrekt’ gesinnten Bürgern - in der Schule ebenso wie in der HJ, aber auch zu Hause reibt sich Harro mit den Eltern. Harro ist eigentlich ein ganz normaler Jugendlicher mit denselben Gedanken und Problemen wie heute auch: Identitätsfindung, Hormonstau, die erste Liebe, Abgrenzung von den Eltern - alles ist in Aufruhr. Doch zu Zeiten des Nationalsozialismus muss sich Harro in seinem Erwachsenwerden noch mehr Fragen stellen: soll er wie fast alle anderen mitmachen und sich still anpassen - oder soll er sich wirklich dagegen stellen? Johannes Herweg zeichnet diesen Charakter mit all seinen Unsicherheiten glaubhaft und authentisch. Harro begegnet auch sympathischen Menschen in der Uniform der Nationalsozialisten und fragt sich zurecht, ober er nicht genauso gut auf dieser Seite der Waagschale hätte landen können, wenn er nicht zufällig den Leipziger Meuten begegnet wäre? “…sprang mich die Zeichnung eines Karpfens an. Dieser stand für die Kraft, gegen den Strom zu schwimmen (…) Das Bild gefiel mir. Dann dachte ich, was ist mit jenen, die gegen den Strom schwimmen wollen, aber zu schwach sind?” (S. 38) Episodenhaft erhält der Leser einen Einblick in das Geschehen, das keine Geschichte mit einem großen Spannungsbogen ist, sondern punktuell aufzeigt, wie sich die Situation im Verlauf der Zeit verändert. Harro reift heran, und wo anfangs der Zufall regiert hat, trifft er immer mehr klare Entscheidungen - ahnend, dass dies gefährliche Konsequenzen nach sich ziehen kann… Und dass diese kommen, lässt schon der Prolog verlauten, der wie ein Paukenschlag den Roman eröffnet. Tatsächlich endet der Roman sehr offen, was mir zunächst missfiel. Doch das Nachwort macht deutlich, dass danach eine weitere, ganz andere Geschichte hätte erzählt werden müssen, und so ahnt man zumindest, was weiter geschehen wäre. Auch wenn hier vieles an der Oberfläche blieb und ich mir insgeheim manchmal mehr Spannung erhoffte, gefällt mir letztlich die Botschaft des Romans. Hier habe ich nicht nur erfahren, worum es bei den Leipziger Meuten ging, den oppositionellen Jugendcliquen, sondern ebenso erkannt, dass es auch in Zeiten einer Diktatur eben nicht nur die Mitläufer und die Helden dagegen gibt - sondern auch andere Arten einer Opposition. Und ist es nicht gerade auch heute wieder wichtig - auch und vor allem für Jugendliche - zu erkennen, dass man Entscheidungen treffen muss: Mitmachen, sich still anpassen oder zu seiner wirklichen Meinung stehen? Ein Jugendbuch, dem ich viele (nicht nur jugendliche) Leser wünsche, damit nicht in Vergessenheit gerät, was es zu bewahren gilt… © Parden

  • dieUnkaputtbare

    aus Kiel

    4/5

    24.04.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dies ist der Debütroman von…

    Dies ist der Debütroman von Johannes Herwig Es handelt sich um einen Jugendroman, ist aber auch für Erwachsene absolut lesenswert. Es geht um ein paar Jungs und auch Mädels, die in diesem Fall 1936, sich zusammentun und gegen die HJ auflehnen.Hauptdarsteller ist Harro, 16 Jahre alt. Von seinen Eltern wird er dazu gedrängt, in die HJ einzutreten, was ihm total missfällt. Über den Nachbarsjungen Heinrich gerät Harro an paar Jugendliche,denen es auch so geht, sie tun sich also zusammen, kleiden sich alternativ und bilden von da an die sogenannte Meute.Mit vielen Aktionen versuchen die jungen Menschen, ein Zeichen zu setzen und geraten damit nicht nur einmal in grosse Gefahr.Doch auch die Liebe sucht sich seinen Weg, was hier wundervoll und einfühlsam beschrieben wird. Mit dem Ende bin ich nicht ganz glücklich, zu viele Fragen bleiben hier offen, überhaupt wird die grösste Frage, ob Harro und seine Clique noch weitergemacht haben, leider offen gelassen... Es gibt aber ein interessantes und informatives Nachwort Ein Buch das berührt.Es zeigt einem wieder das man diese schlimme Zeit nicht vergessen darf.

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Bewertungen (5)

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