Die Bedeutung struktureller Vorentscheidung in der Organisation der NS-Erziehung (Schule und Hitler-Jugend)
-
- Taschenbuch
- eBook ausgewählt
-
Form:Einzelkauf Download
-
Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
02.04.2012
Verlag
GRINSeitenzahl
26 (Printausgabe)
Dateigröße
1533 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656163374
Was bedeutet es für die Erziehung und die dort tätigen Pädagogen, wenn Erziehungsziele im Verborgenen die eigentlichen konterkarieren? Es ist wichtig für Pädagogen, die eigene Rolle, persönlichen Ziele und was tatsächlich erreicht wird, zu reflektieren, auch um sich vor Selbstüberschätzung zu hüten.
Es geht in der Schule nicht allein um Vermittlung von Wissen, sondern das Leben in Gesellschaft erfordert die Anpassung an Strukturen. Ausgehend von Norbert Elias Überlegungen in seiner Zivilisationstheorie "Vom Zwang zum Selbstzwang" wird dargestellt, wie die Tendenz zur Selbstdisziplinierung und Anpassung an vorgegebene Strukturen in der Moderne zunimmt, die Gefahr von "Betriebsblindheit" bis hin zu Manipulation steigt.
Pädagogik bewegt sich so immer auch im Spannungsfeld zwischen Freiheit und Zwang. Wo erschöpft sich Disziplin in Gehorsam? Wo beginnt eigenständiges Denken, wo wird es begrenzt?
Gehorsam ist manchmal notwendig, um Notfälle oder Katastrophen zu vermeiden, aber kein Erziehungsziel. Pädagogik öffnet neue Wege, wenn sie hilft das Denken zu erweitern und auch ein "Nein" akzeptiert. Die intellektuelle Entwicklung des Einzelnen hat Vorrang vor Ideen.
Mechtild Gomolla und Frank-Olaf Radtke zeigen anhand der Theorien des Institutionellen Rassismus und Diskriminierung auf, dass im Widerspruch zu demokratischen Grundüberzeugungen stehende Prinzipien in den Strukturen von Organisationen auffindbar sind. Die Grenzen pädagogischen Handelns werden im System Schule deutlich, gleichzeitig ergeht aber auch an Pädagogen die Aufforderung, ihr Handeln zu reflektieren, um Ungerechtigkeiten sichtbar zu machen und im öffentlichen Diskurs Veränderungen und soziale Chancengleichheit zu ermöglichen.
Anschließend werden Geschichte, Struktur und Vereinnahmung der jungen Menschen der NS-Jugendorganisation Hitler-Jugend dargestellt, die den heimlichen Lehrplan des Gehorsams zum bestimmenden Prinzip erhoben. Zuletzt werden exemplarisch Zeitschriftenbeiträge aus der für die Hitler-Jugend konzipierte NS-Zeitschrift "Hilf mit" analysiert.
In der NS-Pädagogik wird deutlich, dass Menschen buchstäblich auf der Strecke bleiben, wenn Regeln zum Selbstzweck erhoben werden. Da, wo Pädagogik nicht im Sinne Kants zur Mündigkeit erzieht, wird es gefährlich. Ein System kann manipulieren und diskriminieren - für Pädagogen heißt das: Wachsam und kritisch bleiben!
Kundinnen und Kunden meinen
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kund*innen durch Ihre Meinung
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.
zum Kundenservice