Kriminalrat Tomas Jung ist auf dem Karriereabstellgleis gelandet, ins Abseits gelobt als Leiter und einziger Mitarbeiter der regionalen Abteilung für unaufgeklärte Kapitalverbrechen in Flensburg. In fünf Jahren hat er es gerade mal auf sechs bearbeitete Fälle gebracht - keinen davon konnte er lösen. Kein Wunder, dass niemand mehr an ihn glaubt. Doch dies soll sich als voreilig erweisen.
Sein neuer Fall: der Gifttod einer einflussreichen Sylter Immobilienmaklerin. Beging die einsame, kranke Frau Selbstmord? Langsam und zögerlich beginnt Jung mit den Ermittlungen. Als er im Garten der Toten einen grausigen Fund macht, scheint die Klärung des Falls nah ...
Kundinnen und Kunden meinen
3.2/5.0
Brigitte Bouman-Mengering
aus Lingen (Ems)
5/5
05.06.2021
Buch (Taschenbuch)
Sylter Abenteuer
So beschaulich,wie wir Festländer meinen,ist es nicht auf Sylt.Die üblichen Verbindungen und Kramereien.Und die versucht Kommissar Jung aufzudröseln.Eine spannende,plausible Geschichte,die ruhig und treffend erzählt wird.Diese unaufdringliche Erzählstruktur macht einen Grossteil der Spannung aus.Klasse gemacht.Freue mich auf mehr.
Cornelia Meißner
aus Adelsdorf
4/5
05.06.2021
Buch (Taschenbuch)
gelungenes Krimidebut
Der Titel und das Cover, ein Fährschiff, sowie der Klappentext haben mich sehr angesprochen. Die matt gehaltene Oberfläche des Taschenbuches hat es mich immer sehr gerne in die Hand nehmen lassen. Solche streichelzarten Oberflächen mag ich sehr!
Ich kam sehr gut in den Lesefluss des ruhigen Krimis. Er ist in Kapitel unterteilt, deren Überschriften klar und treffend bezeichnet sind.
Kriminalrat Tomas Jung, der Protagonist, hat erst vor kurzem ein eigenes Dezernat in Flensburg zugewiesen bekommen und soll jetzt einen nicht aufgeklärten Todesfall an einer Sylter Immobilienmaklerin untersuchen. Dabei steht nicht fest, ob es Selbstmord oder Mord war. Er stürzt sich praktisch in die Arbeit und führt so Gespräche mit den nächsten Angehörigen, der Freundin, dem Hausarzt, der Apothekerin Dazu muss er allerdings immer auf die Insel Sylt fahren.
Die Schreibweise erzählt sehr ausführlich und bildhaft, so dass ich mir die Handlungen, die Besprechungen, ja sogar das Wetter ganz genau vorstellen konnte. Ich war sozusagen hautnah bei den Ermittlungen dabei.
Diese waren jetzt nicht thrillermäßig fesselnd, ich hatte jedoch immer das Gefühl, dass ich durch die Gespräche mit den Verdächtigen und Freunden, die Gedankengänge des Kommissars nachvollziehen konnte. Dadurch entwickelte sich ein regelrechter Drang, weiterzulesen.
Die Figuren waren mir teilweise sehr sympathisch. Einzig der Sohn der ermordeten Sylter Immobilienmaklerin erschien mir sehr unnahbar. Dies war auch das einzige Kapitel, das mir vom Text her zu ausführlich und äußerst langatmig, auf die Handlung bezogen, erschien.
Was mir sehr gut gefallen hat, waren die Fußnoten, mit deren Hilfe der Autor Fremdwörter und lateinische Zitate erklärte.
Obwohl ich den Täter schon von Anfang an vermutete, hat mich seine Vorgehensweise und das Ende des Krimis doch überrascht.
Fazit: Ein sehr gut zu lesendes Krimi-Debut. Der Autor hat mich mit seinem Schreibstil auf seine noch folgenden Romane neugierig gemacht. Laut Prolog sind vier Erzählungen mit Kommissar Jung geplant. Band zwei und Band drei sind bereits fertig, der vierte angefangen.
Ich werde ihn auf jeden Fall im Auge behalten.
Ich gebe vier Sterne von fünf!
Bewertung
aus Muenster
3/5
10.08.2017
Buch (Taschenbuch)
Nicht nur für Sylt-Urlauber spannend!
Nicht nur für Sylt-Urlauber spannend!
Bewertung
aus Berlin
3/5
10.08.2017
Buch (Taschenbuch)
Ruhiger Krimi mit einem Schuss...
Ruhiger Krimi mit einem Schuss Humor, nicht ganz perfekt.
Zsadista
1/5
05.06.2021
Buch (Taschenbuch)
Rezension zu "Inselkoller"
Thomas Jung ist Leiter und wohl einziger Mitarbeiter der Abteilung für unaufgeklärte Kapitalverbrechen. Man kann halt schlecht mit ihm zusammenarbeiten und so ist er zwar noch am Arbeiten, aber weit weg vom Schuss.
Jung bekommt den Auftrag, einen Mord oder Selbstmord auf der Insel Sylt aufzuarbeiten. Haben die Kollegen anständig recherchiert oder sind da etwa Fehler unterlaufen?
„Inselkoller“ ist ein Sylt Krimi aus der Feder des Autors Reinhard Pelte.
Das Buch beginnt im Prolog mit einen Interview mit dem Autor. Erstens ist das kein Prolog und zweitens hat es mich nicht interessiert. Somit hatte ich die ersten Seiten schon gespart.
Zu Anfang fand ich den Krimi noch richtig gut. Wobei ich mich fragte, warum im zweiten Kapitel von einem Somali berichtet wird und schon fast die komplette Story verraten wird. Zumindest, wenn man schon mehr als einen Krimi gelesen hat.
Und dann fing es langsam bei mir an. Den Somali überflog ich nur. Die Sache mit den zwei Frauen ist auch überflüssig, weil man sich dann auch schon den Rest der Story denken kann.
Auch so ging es mit dem Krimi steil bergab. Jung ist absolut unsympathisch. Wäre jetzt nicht so das Drama, aber er war wirklich unsympathisch. Vor allen Dingen verhielt er sich unmöglich anderen Leuten gegenüber. Er war gleich großkotzig, motzig und genervt von allem und jedem. Man kann halt nicht mit ihm zusammenarbeiten.
Dazu tapste Jung nur herum und fragte Leute. Ebenso versprach er jedem, gleich alle seine Ermittlungsergebnisse mitzuteilen, sobald er etwas weiß. Labertasche halt.
Ich konnte seinen Ermittlungsweg, wenn man das so nennen kann, kaum verstehen. Und trotzdem hat jeder ihm gleich alles erzählt. Gerade als es ins militärische ging. Noch mehr Labertaschen.
Es wurde mehr Gewicht auf Essen und den Schnupfen des Herrn Jung gelegt, als auf eine anständige Aufklärung des Falles. Dazu kam dann noch, dass Herr Jung am Ende gleich zwei Fälle aufgeklärt hatte, die er nicht einmal wirklich aufgeklärt hatte.
Denn es interessierte den Autor recht wenig, wie es weiter ging oder gehen sollte. Jung hatte etwas herausgefunden und Ende der Story. Im Epilog wird dann dem geneigten Leser, der bis dahin noch kam, erzählt, was man eigentlich eh schon lange wusste.
Am Anfang dachte ich wirklich, es ist ein gelungener Krimi, wurde dann allerdings schnell eines Besseren belehrt. Kurz gesagt, ein Krimi, den ich mir auch aus den Ärmeln hätte leiern und dazu nebenbei noch das Lob eines Literaturkritikers einheimsen können.
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