Überlegungen zum Verhältnis von Eliten und gesellschaftlichem Wandel im vorkleisthenischen Athen
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
06.12.2007
Verlag
GRINSeitenzahl
31 (Printausgabe)
Dateigröße
156 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638871662
Athen war - mit Verlaub - lange ein ,unbedeutendes Dorf' an der Peripherie der Geschichte seiner Zeit. Doch dann kam es zu einer kulturellen, politischen und intellektuellen Expansion, und für eine Weile verwirklichten seine Bürger innerhalb ihrer Grenzen einen bis dahin ungekannten Egalitarismus. - Inwieweit hing diese Entwicklung mit der sozialen Schichtung der Bevölkerung zusammen, mit Lebenslagen und Werten einzelner Bevölkerungsteile? Welche Gruppen waren Träger egalitärer Ideologien?
Die vorliegende Arbeit möchte diesen Fragen speziell für die Oberschicht nachgehen. Welche Rolle kam der athenischen Elite zu in dem Entwicklungsprozeß, an dessen Ende die Demokratie stehen sollte? Wer waren die Aristokraten eigentlich, wie hoben sie sich von anderen Schichten ab, was war ihr Platz im Sozialgefüge? Welche Handlungsmöglichkeiten boten sich ihnen, waren sie als Gruppe organisiert und traten sie für gemeinsame Interessen ein? Wie stand man zur Politik und wie war man in der Politik aufgestellt? Was war das originär Griechische, daß nicht auch hier wie sonst in der Antike sozial und ökonomisch überlegene Eliten ihren Führungsanspruch gegenüber ,den Massen' behaupten konnten? Ist der gesellschaftliche Umbau im vorklassischen Athen, sind die politischen Reformen als gezielte Maßnahmen zur Schwächung der Aristokratie zu verstehen? Oder waren die Entstehung von Normen und Institutionen unvermeidliche Reflexe einer Evolution von Ideen, die egalitäres Gemeinschaftsbewußtsein in Opposition zu elitärer Exklusivität hervorbrachte?
Dies ist der Kontext des hier behandelten Themas. Dabei soll besonderes Augenmerk auf die Ideengeschichte gelegt werden. Reine Untersuchungen zur Entstehung demokratischer Institutionen scheinen heute nicht mehr ausreichend; zunehmend werden nicht-institutionelle Aspekte wie politische Gruppen, öffentliche Meinung und soziale Struktur in den Blick genommen.
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