1. Tanz Jerusalem
Tanz Jerusalem Unsere Lieder auf deinen Lippen
-
- Einzelkauf Tonträger ausgewählt
-
Sprache:Arabisch, Deutsch, Jiddisch
22,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
- Kostenlose Lieferung ab 30 € Einkaufswert
- Versandkostenfrei für Bonuscard-Kund*innen
Beschreibung
Produktdetails
Gesprochen von
Nina Hoger + weitereAltersempfehlung
ab 12 Jahr(e)
Spieldauer
1 Stunde und 15 Minuten
Erscheinungsdatum
24.03.2017
Medium
CD
Anzahl
1
Verlag
Griot HörbuchSprache
Arabisch, Deutsch, Jiddisch
EAN
9783959980159
den Musiktraditionen zusammenfinden. Die Klezmer-Leute spielen normalerweise fröhliche jüdische Tanzmusik, der arabische Sufi-Ney-Musiker spielt mit der Ney, dem traditionell im Sufismus beheimateten Instrument, die sehnsuchtsvoll klagenden Melodien der muslimischen Gottesdienste. Und die Kirchenorgel, diese Königin der Instrumente, ist für uns untrennbar mit dem sakralen Klang in den christlichen Kirchen verbunden. Die Musiker bauen sich einander Brücken. In kunstvollen Arrangements wird die Ney-Flöte in die Klezmer-Musik eingebaut und ergänzt diese um einen farbenreichen orientalischen Klang. Umgekehrt spielen die Klezmer-Instrumente orientalische Weisen, nehmen den klagenden Klang auf und spüren der Emotionalität der Melodien nach. Die Orgel präsentiert sich mit zwei Chorälen von Johann Sebastian Bach mit der ihr eigenen formalen Art, ehe auch sie sich mit ihrem wuchtigen Klang zu dem musikalischen Gefüge der jüdisch-orientalischen Weisen hinzugesellt. Was die Musiker aller drei Religionen damit sagen möchten: Musik ist Annäherung an das Göttliche. Das Trennende ist auch das Verbindende. Der Tanz – darum auch der Titel – befreit den Menschen von der Schwere des Daseins, verankert ihn in seiner Mitte, bringt ihn in ein Gleichgewicht aller Kräfte. Kongenial zur Musik lesen die beiden Sprecher Nina Hoger und Felix von Manteuffel und machen das Projekt auf einer spirituell-literarischen Ebene zu etwas Ungewöhnlichem:
Im Wechsel lesen sie Texte von jüdischen, christlichen und islamischen Mystikern. Hier trifft der persische Mystiker Rumi mit seiner wunderbaren Bildsprache und dem „Duft“ der Worte auf die Denkanstöße Meister Eckharts, dessen Gotteserfahrungen sich wie Sinneserfahrungen lesen: Gott soll man hören, lesen, riechen, schmecken. Da folgen den Gedanken des persischen Mystikers Achmad Ghazali über die Liebe die Gedanken eines jüdischen Mystikers über die Fähigkeiten des Menschen. Texte aus Martin Bubers „Die Legende des Baalschem“ ergänzen sich mit den Versen Rumis. Auch gesellschaftspolitisch gesehen möchte dieses Projekt einen anderen Weg aufzeigen:
Es versteht sich aus seiner poetisch-spirituell-musikalischen Arbeit als ein Beitrag zur Weltversöhnung. Die Musiker und Sprecher möchten mit ihrem stillen Trialog ein Zeichen setzen gegen das Lärmen und Poltern fundamentalistischer Ideologien mit ihren schlagwortartigen Floskeln und gegen den politischen Missbrauch religiöser Gefühle. Sie möchten aufzeigen, wie wichtig ernsthafte Gespräche zwischen den Kulturen sind, wie spielerisch leicht wir uns über Musik und Poesie einander annähern können, ja dadurch viel mehr vom anderen begreifen lernen. Man kann Wege zueinander bauen. Dieses Projekt zeigt, wie es geht und dass man daran auch noch jede Menge Vergnügen haben kann.
Kundinnen und Kunden meinen
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kund*innen durch Ihre Meinung
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.
zum Kundenservice