Sherlock Holmes erwacht im modernen London zum Leben!
Was tun gegen Tiefenlangeweile in auftragsloser Zeit? Sherlock weiß nichts Besseres zu tun, als auf seine Wände zu ballern oder den Blog von Watson zu lesen, welcher die freie Zeit nutzt um seine Beziehung zu pflegen.
Trotz der Umstände lehnt Sherlock ein Jobangebot seines Bruders Mycroft ab. Erst eine gewaltige Explosion im Nachbarhaus und ein darauf folgender Anruf von Scotland Yard können ihn aus seiner Lethargie befreien…
Unvergleichlich und einzigartig – basierend auf den berühmten Detektivgeschichten von Sir Arthur Conan Doyle!
Weitere Infos:
- empfohlen ab 15 Jahren
- Hit-Serie bekannt durch die Streamingplattform Netflix
- für Fans von Moriarty the Patriot, I am Sherlock und The Promised Neverland
Kundinnen und Kunden meinen
3.8/5.0
Pan Tau Books - Ein Buchblog
4/5
08.08.2018
Buch (Taschenbuch)
Eine absolut grandiose Adaption, die bei jedem Fan das Herz höher schlagen lässt.
Als großer Sherlock-Fan sind für mich die gleichnamigen Mangas zur Serie ein muss. Ich liebe die von Sarkasmus und düsterem Humor triefenden Dialoge, Sherlocks verworrene Denkweise und seine Genialität. Und genau das ist in diesem Comic von Jay. und Mark Gatiss zeichnerisch und sprachlich einfach wunderbar umgesetzt. Der dritte Band der Comic-Reihe legt an Humor noch einmal eine Schippe drauf, hat mich von der ersten Seite an toll unterhalten und mir das Gefühl gegeben, die Serie noch einmal Revue passieren zu lassen.
Sherlock ist in dieser Fortsetzung ein genialer Kopf wie eh und je. Weil er vor Langeweile umkommt und sich nicht zu beschäftigen weiß, bekommen die Menschen in seiner Umgebung seine Launen gehörig zu spüren und selbst die Zimmerwand muss für Pistolenschüsse herhalten. Sherlocks Halt- und Rastlosigkeit machen selbst den Leser ganz nervös und lässt einen den nächsten Sherlock-würdigen Fall herbeisehnen. Ich habe es geliebt, erneut Zeuge von Sherlocks skurillen Eigenschaften und seiner trockenen, aber absolut witzigen Art und Weise zu sein.
Das Setting in diesem Comic ist sehr vielseitig und abwechslungsreich. Die Handlung spielt einen großen Teil wieder in Sherlocks und Watsons WG in der Bakerstreet, aber auch in Sherlocks Labor, an Bahnhöfen und verschiedenen anderen Tatorten, an die es die beiden Detektive diesmal verschlägt. Am genialsten finde ich wie immer die Darstellung von Sherlocks zu Hause, denn wie in der Serie kann man auch als Leser dieses Comics so viele ünerraschende Details in seiner Wohnung festgestellen, dass man einfach nur fasziniert sein kann. Ob menschliche Körperteile, Waffen oder sonstiger Kleinkram- Sherlocks Wohnung ist ein Sammelsurium von Merkwürdigkeiten und Sonderbarem, deren Faszination man sich auch als Leser nur schlecht entziehen kann.
Wer die Geschichten von Sherlock kennt, weiß, dass sie immer recht komplex und teilweise ein bisschen verworren sind. Auch in dieser Geschichte ist Sherlocks Fall eine harte Nuss, sodass ich jedem nur raten kann, die Geschichte ohne längere Pausen zu lesen, um selbst alles im Gedächtnis zusammenfügen zu können und das Ende zu verstehen. Natürlich ist wie so oft eher Watson derjenige, der auf einer falschen Fährte ist, aber auch Sherlock muss diesmal einige Rückschläge einstecken. Ich habe die Geschichte geliebt und finde, dass sie von ihrer Spannung und den überraschenden Wendungen her eine der besten der ganzen Serie ist.
Sprachlich trifft Mark Gatiss wie schon in den letzten beiden Bänden genau den Ton, den Sherlocks Charakter und Benedict Cumberbatch als Schaukapelle so sehr ausmacht. Ich hatte oft die Filmbilder der Serienepisode im Kopf und habe mich völlig in die Geschichte hineinversetzt gefühlt. Auch dem Zeichner Jay. kann man wieder nur ein großes Lob aussprechen. Eine wirklich tolle Umsetzung mit genau der richtigen Mischung an wilder Verspieltheit und klaren Linien.
Fazit & Bewertung
Sherlock: Das große Spiel von Jay. und Mark Gatiss kann ich allen empfehlen, die die Serie Sherlock wie ich geliebt haben. Vorkenntnisse der Serie sind hier von Vorteil, da man den Witz und den Humor, der in den Panels und den Dialogen steckt, meiner Meinung nach nur eindeutig versteht, wenn man Benedict Cumberbatchs Umsetzung der Figur in der Serie kennt. Wie immer eine absolut grandiose Adaption, die bei jedem Fan das Herz höher schlagen lässt.
https://pantaubooks.wordpress.com/
Bewertung
aus Kerken
4/5
03.07.2018
Buch (Taschenbuch)
gute wiedergabe des Falles
Cover
Ein Cover das den gleichen Style hat wie die beiden Vorgänger, aber nicht sehr aussagekräftig ist.
Thematik
In diesem Band geht es um den dritten Fall und Sherlock muss verschieden Rätsel lösen um Menschen zu retten. Doch für ihn sind die Rätsel viel interessanter.
Charaktere
Sherlock geht hier in den Rätseln wieder voll auf und vergisst sehr viel um sich herum.
Watson versuch Sherlock dazu zu bringen die Rätsel zu lösen und vor allem das er sein Wissen teilt. Daran verzweifelt er ein wenig.
Handlungsort
Alles was passiert spielt in London. Die Stadt ist sehr gut wiedergeben.
Zeichnung
Der Manga hat sehr schöne Zeichnungen, jedoch gefallen mir hier wieder weniger die Charaktere und das ist leider etwas schade da diese am wichtigsten sind.
Umsetzung
Dieser Teil ist wieder sehr gut wiedergegeben. Alles ist sehr logisch und wirklich sehr nahe an der Serie.
Fazit
Insgesammt ein schöner Manga der vielleicht noch besser hätte sein können.
Midnight-Girl
aus NRW
4/5
29.01.2018
Buch (Taschenbuch)
Sherlock Holmes kommt fast um…
Sherlock Holmes kommt fast um vor Langeweile, und doch lehnt er einen Auftrag seines Bruders Mycroft ab. Erst ein Anruf von Scotland Yard kann ihn aus der Lethargie befreien. Ein unsichtbarer Gegner fordert den Consulting Detective heraus, mithilfe eines perfiden Spiels versucht er ihn an seine Grenzen zu bringen, doch Holmes schafft es immer wieder in letzter Sekunde abzuliefern. Es scheint als stünden sich zwei Personen gegenüber, die sich gleichzeitig absolut ähnlich als auch komplett unterschiedlich sind: Ein Duell zweier Genies. Mit dem dritten Teil „Das große Spiel“, der nun auch als Manga-Adaption vorliegt, ist die erste Staffel komplett. Zeit, dass Sherlock auf seinen Erzfeind trifft, den man insgeheim die ganze Zeit erwartet hat. Doch zunächst muss Holmes fünf kleine Rätsel lösen, die zum Teil mit älteren Fällen in Verbindung stehen. Zudem hängen Menschenleben an seinem Erfolg. Jeder „normale“ Mensch würde ob des Wissens in Panik ausbrechen, nicht so Sherlock Holmes, der sich mehr oder minder unbeeindruckt zeigt. Sicherlich weiß man ob seiner empathischen Unzulänglichkeit, so ausgeprägt wie in diesem Fall hat man es jedoch selten zu Gesicht bekommen. Watson dagegen ist das komplette Gegenteil und wird schier verrückt als er merkt, dass er seinem Freund kaum eine Hilfe sein kann. Im Vergleich zu den vorangegangenen Bänden erscheint die Hauptfigur zunehmend härter und rigoroser. Auch seine deduktiven Fähigkeiten bringen den Leser an die Grenzen, noch verworrener erscheinen die Gedankengänge des Detektivs. Es ist allerdings nicht auszuschließen, dass dies hauptsächlich daran liegt, dass man die Fälle, auf die verwiesen wird, nicht kennt. Bei den Figuren kommt es mitunter zu Verwechslungen, ähneln sich manche doch sehr, zumindest für jemanden, der im Mangabereich nicht allzu versiert ist. Dadurch gerät die Handlung hin und wieder ins Stocken, da man kurzzeitig zurückblättern und eruieren muss wo und bei wem man sich gerade befindet. Einzig die japanische Art des Lesens, also von hinten nach vorne und von rechts nach links, geht einem inzwischen viel leichter von der Hand. Natürlich handelt es sich um ein fulminantes und würdiges Staffelfinale, welches nur durch kleinere Kritikpunkte in seiner Großartigkeit gemindert wird. Ansonsten bleibt nur zu hoffen, dass auch die weiteren Staffeln der BBC-Serie zeichnerisch umgesetzt werden.
Meggie
aus Mertesheim
3/5
06.01.2018
Buch (Taschenbuch)
Sherlock Holmes ist zu Tode…
Sherlock Holmes ist zu Tode gelangweilt. Kein Fall kann ihn herausfordern oder gar reizen. So stößt er sogar seinen Bruder Mycroft vor den Kopf und lässt diesen mit einem Auftrag hängen. Dr. John Watson dagegen versucht zu vermitteln und prompt ist er plötzlich in zwei Dinge involviert. Mycroft nicht zu enttäuschen und Sherlock bei einem Fall zu helfen, der ihn endlich vor die Herausforderung stellt, die er sich wünscht. Denn es geht persönlich um ihm. Sherlock muss fünf Fälle lösen mit nur einem kleinen Hinweis. Die Leben, die er dadurch retten kann, würden ihm selbst zu einem guten Gefühl verhelfen. Doch Sherlock wäre nicht Sherlock, wenn er mit Gefühlen etwas anfangen könnte. Und so stößt er diesmal jede Menge Leute vor den Kopf. Die Genialität, die er dabei aber an den Tag legt, verschafft ihm wieder einen Höllenrespekt. Der dritte Teil der Fernsehserie liegt nun auch in Manga-Format vor und wieder konnte ich mich einer ungewöhnlichen Lektüre widmen. Von hinten nach vorne gelesen und dann auch noch von rechts nach links. Sehr gewöhnungsbedürftig und diesmal für mich bis Ende des Buches auch wirklich schwer umzusetzen. Trotzdem hat es mir wieder Spaß gemacht, zusammen mit Sherlock Holmes und Dr. John Watson einen neuen Fall zu lösen. Diesmal sogar fünf Stück hintereinander, denn Sherlock wird zu einer Art Spiel herausgefordert. Er bekommt einen gewissen Zeitkorridor, in dem er den Fall lösen muss, ansonsten stirbt eine Person. Kleine Hinweise sind für Sherlock ja kein Problem. Aus einem Staubkorn kann er ja die Zukunft lesen. Doch diesmal ist es wirklich ganz verzwickt. Die Logik, mit der Sherlock an den Fall geht, ist mir diesmal nicht so sehr nachvollziehbar, was aber auch daran liegt, dass Sherlock auf ältere Fälle zurückgreifen muss, so dass es für den Leser gar nicht ersichtlich ist, wieso eigentlich alles so passiert, wie es gerade passiert. Watson ist ebenfalls ratlos, kann wie immer nur in medizinischen Fragen als Ratgeber fungieren. Sehr gut gefallen hat mir Watson diesmal. Er ist schier vorm Ausrasten, kann sich aber dann doch immer noch so weit beherrschen, dass er Sherlock nicht einfach am Kragen packt und schüttelt. Erst gegen Ende des Bandes merkt man ihm deutlich an, dass er anfängt zu resignieren und Sherlock einfach so nimmt, wie er ist. Sherlocks Empathie ist grandios. Er sagt, was er denkt, er denkt, was er sagt und stößt dabei sämtliche Charaktere vor den Kopf. Doch am Ende des Buches kommt ein neuer Sherlock zu Tage, ein Sherlock, der auch weiß, was es heißt, Freundschaften zu pflegen und mal Neue gerade sein zu lassen. Denn es tritt ein Gegner auf den Plan, ein Erzfeind, den viele aus den Büchern von Arthur Conan Doyle zur Genüge kennen. Endlich weiß Sherlock, wer hinter allem steckt und kann sich nun dem widmen, was er die ganze Zeit schon will. Die Zeichnungen sind diesmal in meinen Augen nicht so wie in den ersten beiden Bänden. Gerade Sherlock wirkt auf mich abgemagert und kantig. Sein Äußeres ist manchmal nicht mehr mit dem Schauspieler Benedict Cumberbatch zu vergleichen. Bei Watson und einem Polizisten hatte ich sehr Mühe, die beiden auseinanderzuhalten, da sie doch sehr ähnlich gezeichnet waren. Auch andere Protagonisten hatten Ähnlichkeit mit Watson. Manchmal musste ich Seiten mehrmals lesen, um den Sinn zu verstehen. Leider hat dies dann auch nochmals den Lesefluss gestört und ich habe einige Zeit mehr gebraucht, als für die ersten beiden Manga. Die Story an sich war zwar packend, konnte mich aber nicht so arg mitreißen. Dies war aber in der Fernsehserie schon so. Erst der Schluss war spannend und hat so einigen Aufschluss gebracht und auch ein Versprechen abgeliefert, dass es ab jetzt so richtig abgeht. Denn nun hat Sherlock eine Lebensaufgabe: seinen Erzfeind besiegen. Fazit: Nicht so gut wie die ersten beiden Teile.
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