Im Jahr 2162 ist die Erde hoffnungslos verseucht. Um die Umweltbedingungen vergangener Tage erforschen zu können, richtet die Wissenschaftlerin Jade einen Zeitkorridor ein. Da steht plötzlich Ranon vor ihr - der junge Mann, der vom mittelalterlichen Planeten Ägeon stammt, ist über den Korridor auf die Erde gelangt!
Das Potenzial des Portals zwischen den Welten bleibt nicht unbemerkt: Die beiden Despoten, die über die Erde und Ägeon herrschen, wollen es jeweils für sich nutzen, um den anderen Planeten zu erobern ...
Als Jade und Ranon entdecken, dass ihnen dabei eine ganz besondere Rolle zugedacht ist, fliehen sie gemeinsam vor den Häschern der Regenten. Zusammen mit Keiare, einem humanoiden Echsenwesen, versuchen sie, die Pläne der Herrscher zu durchkreuzen und stoßen dabei auf eine geheimnisvolle Legende um die Tränen der Königin Risa. Ist sie der Schlüssel, der es Jade und Ranon erlaubt, das Schicksal ihrer Welten noch zu wenden?
Von der Gewinnerin des DrachenStern-Kurzgeschichten-Wettbewerbs:
Ein packender Science-Fiction-Roman von Anke Höhl-Kayser, der in einer dystopischen Zukunft einen Schimmer Hoffnung sucht.
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Die Tränen der Risa - Eine spannungsgeladene & emotionale Achterbahnfahrt
Blonderschatten's Welt der Bücher am 23.01.2017
Bewertungsnummer: 994340
Bewertet: eBook (ePUB)
Golds Interesse an Jade konnte ich die erste Zeit kaum einschätzen. In einer Gesellschaft, bei der das Ziel der Schaffung darin liegt, Menschen zu einer Spielfigur des High Chancellor zu machen, passt sich Jade diesem Umfeld an, dass jedoch nur äußerlich. Innerlich brodelt die junge Frau, sie ist wie ein Vulkan der aktiv wird und dessen Ausbruch nur noch eine Frage der Zeit ist. Während die Frauen in ihrem Umfeld kompetent und langweilig sind und genau das tun, was man von ihnen erwartet, ist Jade imstande Dinge zu hinterfragen, querzudenken und trotz des Wissens um die Folgen zu rebellieren. In einer komplizierten Gleichung stellt sie einen unberechenbaren Faktor da, welcher in Golds Plan eine essentielle Rolle spielt und gleichzeitig eine heikle Komponente darstellt.
Ranon lebt auf einem Planeten namens Ägeon, ein junger Mann, dessen ersten Lebensjahre aus seinem Gedächtnis gelöscht sind. Er hat ein hartes Los in der Familie des Schmieds gezogen, dennoch ist er eifrig und kämpft für seine Träume. Er kämpft um jemanden, der seine Selbstlosigkeit gar nicht verdient hat und stellt sich bewusst den Schwarzfeuern. Die Sage der Schwarzfeuer besagt, dass es sich hierbei um drachenähnliche Wesen handelt, die schon eine Vielzahl von Menschen ausgelöscht haben. Ebenso wie Jade, lehnt sich Ranon in seiner Welt auf und passt sich nicht den allgemeinen Verhaltensmustern an. Er möchte seinen Wissensdurst stillen und folgt einem Licht aus dem es kein zurück mehr zu geben scheint.
Was aber passiert, wenn zwei starke Persönlichkeiten aus verschiedenen Welten zusammentreffen? Ranon und Jade finden ineinander etwas, was ihr Gefühl der Unvollständigkeit vertreibt. Beiden obliegen Stärken, die sich - gemeinsam genutzt - zu einer unvorstellbaren Kraft entwickelt. Melody vervollständigt das Trio, obwohl sie in einer Welt mit perfekt geschaffenen Menschen eine Ausnahme darstellt, hat sie andere Stärken die sie zu einem wichtigen Mitglied im nahenden Kampf machen.
Lasst euch überraschen, taucht selbst in die Unendlichkeit der Welten ein und erfahrt hautnah, wie stark die Antriebskraft der Hoffnung ist.
Jade besitzt kreative Intelligenz und einen wachen, rebellischen Geist. In einer Welt voller Menschen, ist sie ein Unikat, sie setzt sich über Befehle hinweg und schwimmt gegen den Strom. Sie sehnt sich nach dem Gefühl von Geborgenheit und Liebe, etwas, dass in ihrer Welt strengstens verboten ist. Durch ihre Flexibilität und ihren Intellekt kompensiert sie ihre vermeintlichen Schwächen, ebenso wie sie unter Belastung ihre emotionale Balance aufrechterhält. Gold kennt Jades Schachzüge und scheint ihr immer einen Schritt voraus zu sein, wird es Jade gelingen ihrem aufgezwungenen Gefängnis entfliehen zu können oder hält Gold wirklich alle Fäden in der Hand?
Melodys Antriebskraft ist die gleiche wie von Jade, auch sie sehnt sich nach dem Gefühl von Wärme und Geborgenheit, ebenso sehr, wie sie sich wünscht, dass sie ihre Andersartigkeit nicht verstecken muss. Melody ist der Name, den sie sich aufgrund ihrer Leidenschaft zur Musik gegeben hat, Beryl hingegen ist ein Name mit dem sie sich nicht identifizieren kann. Sie besitzt nicht Jades Intelligenz, doch ihre emotionale Ausgeglichenheit und ihr Vertrauen in andere ist eine Komponente, die mit den Fertigkeiten von Ranon und Jade vereint, zu einem rundum starken Gesamtpaket beiträgt.
Ranon ist traurig und gleichzeitig voller Entschlossenheit. In der Familie des Schmiedes steht er in der Hierarchie ganz weit unten, seine Brüder triezen ihn und der Schmied nutzt jede sich bietende Gelegenheit um Ranon zu bestrafen. Obwohl er klein gehalten wird, besitzt er eine unerschöpfbare Stärke, die ihn zu einem mutigen Schritt verleitet und ehe er es realisieren kann, befindet er sich im Krieg zweier Welten.
Anke Höhl-Kayser hat in diesem Roman Fantasy und Science-Fiction miteinander vereint. Eine Geschichte, die ich wahrscheinlich nicht gelesen hätte, wenn ich nicht bereits den wundervollen Schreibstil der Autorin gekannt hätte, denn Science Ficiton ist normalerweise so gar nicht mein Genre. Und jetzt kommt das große ABER ... ich hätte mir in den Hintern getreten, wenn ich diese Reise nicht beschritten hätte. Nicht nur, dass wir hier in eine vollkommen neue Welt gerissen werden, auch der lebendige Schreibstil sowie die Handlungsorte selber, die in meinem Kopf Farben und Formen angenommen und mir das Gefühl verliehen haben, selber die verschiedenen Welten zu beschreiten, haben mich an diese Geschichte gefesselt.
Wir werden hier mit einem Thema konfrontiert, welches in unserer Zukunft wahrscheinlich häufiger thematisiert werden wird. Was mir hier außerordentlich gut gefallen hat, ist, dass wir hier nicht nur an diese kniffelige Wissenschaft herangeführt werden, die Autorin hat zwei Jahre mit Recherchearbeiten zugebracht, die man der Ausarbeitung der Geschichte auch anmerkt. Was bedeutet, hier wird nicht nur mit Fachworten um sich geschlagen, die ein Normalsterblicher nicht versteht, wir erhalten hier auch das Hintergrundwissen und das auf eine Art, die voller Spannung ist und mich voller Eifer hat weiter lesen lassen.
Zwischen Ranon und Jade entwickelt sich eine sanfte Liebesbeziehung, dabei steht hier weniger die Liebe im Vordergrund, als die Kraft, die unsere Protagonisten daraus schöpfen. In einer Welt in der nur auf gehorsam getrimmt wird und jegliche Eigeninitiative unterbunden wird, ist diese wachsende Liebe ein strahlender Stern am Himmel. Und auch hier entwickelt sich ein wunderschöner Nebenstrang in Form der Geschichte von Risa und ihren Tränen, die sie um ihren Geliebten vergossen hat. Jede einzelne Träne erstrahlt als Stern am Himmel und spendet unseren Protagonisten Trost und Hoffnung.
Ägeon und die Erde sind zwei vollkommen verschiedene Planeten, die Hierarchie hingegen scheint ähnlich aufgebaut. Zwei Personen, die zu ihren Gunsten manipulieren und beeinflussen. Andere wiederum die ihnen untergeordnet und folgsam sind, während wieder andere in diesem gleichmäßigen Strom erste Wellen schlagen, deren Ausläufer für Aufheben sorgen und dessen Rückstoß zu einem unaufhaltsamen Sturm erwächst.
Menschen formt man, indem man ihnen das nimmt, was ihnen lieb und teuer ist. Damit erschafft man Menschen, die einem treu ergeben sind. Manipulation untergräbt den eigenen Willen, ebenso sehr, wie man den Blick auf die Dinge verändern kann. Harmlose Wesen werden als Feind verschrien und Menschen mit Eigeninitiative eliminiert. Eine Reise durch die Welten, tiefgründige Charaktere, eine Liebe die über Jahrhunderte wehrt und in Jade und Ranon neue aufblüht. Spannung, Abenteuer und ein Hauch Magie verleihen dieser Saga den ultimativen Lesegenuss.
Im Jahr 2162 ist die Erde hoffnungslos verseucht...
Avirem aus Österreich am 06.01.2018
Bewertungsnummer: 1073614
Bewertet: eBook (ePUB)
Kurzbeschreibung
Im Jahr 2162 ist die Erde hoffnungslos verseucht.
Um die Umweltbedingungen vergangener Tage erforschen zu können, richtet die Wissenschaftlerin Jade einen Zeitkorridor ein. Da steht plötzlich Ranon vor ihr der junge Mann, der vom mittelalterlichen Planeten Ägeon stammt, ist über den Korridor auf die Erde gelangt! Das Potenzial des Portals zwischen den Welten bleibt nicht unbemerkt: Die beiden Despoten, die über die Erde und Ägeon herrschen, wollen es jeweils für sich nutzen, um den anderen Planeten zu erobern Als Jade und Ranon entdecken, dass ihnen dabei eine ganz besondere Rolle zugedacht ist, fliehen sie gemeinsam vor den Häschern der Regenten. Zusammen mit Keiare, einem humanoiden Echsenwesen, versuchen sie, die Pläne der Herrscher zu durchkreuzen und stoßen dabei auf eine geheimnisvolle Legende um die Tränen der Königin Risa. Ist sie der Schlüssel, der es Jade und Ranon erlaubt, das Schicksal ihrer Welten noch zu wenden?
Meinung
"Das Geheimnis der Sternentränen" ist ein Science Fiction Roman von Anke Höhl - Kayser. Das Buch ist am 12. Jänner 2017 im DrachenStern Verlag erschienen, umfasst 350 Seiten und ist als ebook oder als Taschenbuch erhältlich. Hierbei handelt es sich um den Roman zum Siegerbeitrag des DrachenStern Fantastik Preises. Die Autorin schreibt Lyrik, Kurzgeschichten und Fantasy. Trotz mehrerer Veröffentlichungen war dies für mich das erste Buch von ihr. Düstere Zukunftsszenarien in Dystopien und Endzeitromanen finde ich erschreckend faszinierend. Die Ideen der Erdenker versetzen mich immer wieder in angstvolles Staunen und besorgniserregende Gedanken. Meist sind es dystopische Erzählungen die ich begleite. In diesem Science Fiction Abenteuer hat die Autorin eine dystopische Zukunft mit fantastischen Elementen erschaffen. Gepannt habe ich mich an die Geschichte herangewagt. Der Lebensraum Erde von Weltkatastrophen zerstört und von atomaren Krieg gezeichnet, die dunstige Luft vergiftet, viele riesige Gewässer ausgetrocknet, die wenigen überlebenden Menschen in pyramidenartigen Türmen auf engstem Raum zusammengepfercht und nach genauen Regeln lebend, Männer aus allen wichtigen Positionen entfernt. So sieht das Leben 2162 auf der Erde aus. Die Scientistin Jade erlebt es hautnah und versucht mit ihrer Arbeit die Bedingungen für die Menschen zu verbessern. Bei einem Außeneinsatz trifft sie auf Ranon. Durch ein Portal ist er von Ägeon auf die Erde gelangt und kurze Zeit später werden sie zur Flucht gezwungen. Jade wurde nicht zufällig für diesen Einsatz ausgewählt und Ranon wurde schon vor langer Zeit eine Aufgabe zugedacht. Hier gibt es Pläne und Geheimnisse von denen die Beiden noch nichts wissen und die es für die Rettung der Welten aufzudecken gilt.
Die 32 Jahre alte Jade hat sich als Laboraufzucht zur Wissenschaftlerin hochgearbeitet. Sie ist sehr intelligent, bemüht sich stressfest und emotional ausgeglichen zu wirken. Innerlich hat sie aber mit sich zu kämpfen. Sie kann sich schwer einfügen, hat einen Dickschädel und empfindet ihren Geist als rebellisch.
Ranon ist achtzehn Winter alt, Schmiedsgehilfe, Prügelknabe und Sündenbock seiner Ziehfamilie zu der er in seinem vierten Winter kam. Trotz der langen Zeit ist er ein Fremder und Aussenseiter in seinem Dorf. Er ist in die Tochter des Dorflehrers verliebt, doch die will nichts von ihm wissen. Ranon hat ein gutes Herz, doch kaum ein Dorfbewohner hat ihn ins Herz geschlossen.
Mit dem Einstieg in die Geschichte ging es mir recht gut. Bei Science Fiction habe ich da hin und wieder Probleme. Das war hier nicht der Fall. Das erdachte Zukunftsszenario ähnelt anderen Vorschauen in kommende Jahre. Ich fand es hier gut angelegt beschrieben. Oft fehlen mir in solchen Erzählungen Informationen und Hintergrundwissen. Dies hat Frau Höhl - Kayser zufriedenstellend eingebaut. Interessant hervorstechend sind die Unterschiede zu unserem Leben oder auch die veränderte Ideologie. Zum Beispiel spielen Männer nur noch eine untergeordnete Rolle. Sie genießen kein Ansehen und arbeiten in niedrigen und technischen Berufen. Der Fortpflanzungstrieb wird im Zaum gehalten. Vorpubertäre Kastrationen werden durchgeführt. Oder die Kindererziehung wird sehr ernst genommen. Nur Ausgewählte mit speziellem zehnsemestrigem Studium dürfen den Nachwuchs entsprechend der Norm fördern. Liebe spielt keine Rolle mehr. Manche Kinder werden im Familienverband großgezogen, doch Aufzuchtgruppen gehört zum Standard. Es gibt keine Privatsphäre. Individualität wurde abgeschafft und ist nicht erwünscht. Jades Reaktion auf Ranon und ihr Verhalten fand ich überspitzt dargestellt und nicht realistisch. Man muss bedenken das sie erst 2 - 3 männlichen Wesen begegnet ist, aber das bestärkt meinen Eindruck nur noch mehr. Das ungewöhnliche Paar trennen nicht nur einige Jahre im Alter, sondern liegen gar Welten zwischen ihnen. Die Annäherung der Beiden sagte mir nicht zu. Zudem hat mich der fantastische Anteil weniger angesprochen. Obwohl ich Fantasy liebe hätte ich hier reine Science Fiction bevorzugt, hätte Fantastisches außen vor gelassen. Das ist allerdings mein individuelles empfinden. Obwohl faszinierende Ideen eingearbeitet wurden, hat es mich nicht vollkommen überzeugt.
Erzählt wird aus der Sicht verschiedener Protagonisten. So lernt der Leser diese interessanten Charaktere besser kennen, muss aber kombinieren um Zusammenhänge zu erkennen und mitdenken um am Ball zu bleiben. Mit dem Schreibstil der Autorin kam ich gut zurecht. Leicht, klar, informativ und flüssig führt sie durch die Zeilen. Die Sprache fand ich großteils zur Geschichte passend. Das in drei Teile aufgespaltenen Buch wird in angenehmen Tempo erzählt.
Fazit: "Das Geheimnis der Sternentränen" ist ein Science Fiction Roman mit fantastischen Elementen von Anke Höhl - Kayser. Eine erschreckende und faszinierende Zukunftsversion die sich neugierig entdecken ließ. Der fantastische Anteil hat mir nicht ganz so gut gefallen und die Liebesgeschichte konnte mich nicht auf ganzer Strecke überzeugen. Von mir gibt es gute *** Sterne.
Zitat
"In jedem Leben ist Hoffnung die stärkste Kraft. Wenn Hass und Liebe schon längst keine Rolle mehr spielen, spendet die Hoffnung immer noch ein allerletztes Licht. Nur weil es dieses Licht gibt, bist du jetzt hier."
(Pos. 2182)
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