Produktbild: Die Rotzlöffel-Republik

Die Rotzlöffel-Republik Vom täglichen Wahnsinn in unseren Kindergärten

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.11.2018

Herausgeber

Carsten Tergast

Verlag

Ecowing

Seitenzahl

232

Maße (L/B/H)

21,8/15,3/2,5 cm

Gewicht

453 g

Farbe

Lichtgrau / Beere

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7110-0133-7

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.11.2018

Herausgeber

Carsten Tergast

Verlag

Ecowing

Seitenzahl

232

Maße (L/B/H)

21,8/15,3/2,5 cm

Gewicht

453 g

Farbe

Lichtgrau / Beere

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7110-0133-7

Herstelleradresse

ecoWing
Halleiner Landesstr 24 BT59
5061 Elsbethen
AT

Email: info@at.redbullmediahouse.com

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  • Bettina Dworatzek

    5/5

    23.08.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wahre Worte - Zeit, aufzuwachen!

    Der Titel „Die Rotzlöffel-Republik“ hat mich sofort angesprochen, denn wer kennt sie nicht? Die quengelnden Kinder im Supermarkt und die Muttis die danebenstehen und seelenruhig auf das Kind einreden „Na Charlotte, was möchtest du lieber? Pastinaken oder Quinoa?“ Dass es in unserer Gesellschaft einige Bewegungen/Veränderungen gibt, merkt man nicht nur in der Politik und Wirtschaft. Schon im Kindergarten geht es los. Das ist schließlich eine prägende Zeit. Kinder lernen in den ersten Jahren sehr viel – vor allem auch, was Wertevorstellungen betrifft. Dass da die Eltern eine große Verantwortung haben, ist einigen wohl nicht (mehr) bewusst … „Kindergärtnerin sagt heute allerdings fast niemand mehr, dafür ist meistens von Erzieherinnen die Rede […].Das ist zum einen sinnvoll, weil es eben die gängige Bezeichnung ist, zum anderen kommt damit aber auch sprachlich bereits gut zum Ausdruck, dass immer mehr Eltern heute ihre Verantwortung als Erziehende mehr oder weniger an uns abgegeben haben.“ (Zitat: Die Rotzlöffel-Republik, Ecowin, Susanne Schnieder, Tanja Leitsch, Carsten Tergast) Zwei Frauen erzählen aus ihrem Arbeitsalltag in KiTas, beschreiben, was sich dort zuträgt und welche Verhaltensweisen bei Kindern zu beobachten sind. „Kitas stehen im Zentrum der öffentlichen Diskussion um frühkindliche Bildung und Betreuung. Letzteres trifft leider nicht zu. Denn Personal, das sind Menschen. Und Menschen haben zwei Nachteile: sie haben eine Meinung und sie kosten Geld. Aus diesem Grund versucht man, möglichst viele Betreuungseinrichtungen mit möglichst wenig Personal zu führen und dem vorhandenen Personal so viele Pistolen auf die Brust zu setzen, dass eine sinnvolle Kita-Arbeit fast nicht mehr möglich ist.“ (Zitat: Die Rotzlöffel-Republik, Ecowin, Susanne Schnieder, Tanja Leitsch, Carsten Tergast) Ich persönlich finde, dass Kindererziehung unglaublich wichtig ist und wer dafür keine Zeit und Mühe aufwenden möchte, sollte sich wirklich überlegen, ob ein Kind dann das Richtige ist. So hart das auch klingen mag … Kindererziehung ist nicht damit getan, das Kind per Glotze und Smartphone ruhig zu stellen … es geht um vieles mehr. Das Kind soll sich entwickeln, es soll toben dürfen, aber auch lernen, sich zu benehmen etc. Einem 3-jährigen Kind die Entscheidung zu überlassen, was Mutti kochen und was angezogen werden soll ist eher weniger sinnvoll. “ […]diese Art der Individualpädagogikg […] die allerdings genauso schnell wieder abgeschafft worden war, da die Amerikaner nach einer relativ kurzen Zeit des Ausprobierens merkten, dass die Möglichkeit für Kinder, jederzeit tun und lassen zu können, was sie wollen, zu keiner guten gesellschaftlichen Entwicklung führte.“ (Zitat: Die Rotzlöffel-Republik, Ecowin, Susanne Schnieder, Tanja Leitsch, Carsten Tergast) Im Alltag und auf der Arbeit begegnen mir schon ausreichend Arschlöcher, Tyrannen, Choleriker und Narzissten. Da müssen wir doch nicht direkt die nächste Generation von sich selbst überschätzenden Nichtstuern großziehen. „Die Zwei- oder Dreijährigen können das natürlich noch nicht reflektieren, sie reagieren nur so, wie es ihnen von ihrem Umfeld vorgegeben wird. Leider werden sich auf diese Weise jedoch eine ganze Menge Nervenzellen nicht bilden, die dafür zuständig sind, dass dieser Mensch als Erwachsener auf angemessene Weise mit seinen Mitmenschen umgeht. Da sind sowohl der Egoismus wie auch eine verringerte Leistungsfähigkeit aufgrund des Nichteinhaltens von Widerspruch vorprogrammiert, wenn nicht im weiteren Verlauf der Kindheit Menschen da sind, die diese Kinder ihre Grenzen spüren lassen.“ (Zitat: Die Rotzlöffel-Republik, Ecowin, Susanne Schnieder, Tanja Leitsch, Carsten Tergast) Viel wichtiger sind mutige Menschen mit positiven Eigenschaften wie Mitleid, Herzensgüte, Ideenreichtum … wir brauchen schließlich tolle Führungskräfte, mit denen man gerne arbeitet, die einen fördern und ermutigen; mutige Politiker, die etwas bewegen und nicht nur auf ihren eigenen Vorteil aus sind. Und wir sollten anfangen, andere Menschen zu schätzen, die ihre Arbeit gut machen –> vor allem in den Pflege- und Dienstleistungsberufen. Auf diese sind wir schließlich alle angewiesen. Jeder sollte wertgeschätzt werden, der auf der Arbeit sein bestes gibt, sich in der Gesellschaft einbringt und unsere Kinder sollten Kind sein dürfen und von den Eltern wichtige Werte vermittelt bekommen. Die im Buch aufgeführten Beispiele klingen im ersten Moment urkomisch und haben mich sehr amüsiert … aber es ist eine schreckliche Wahrheit und daher überhaupt nicht zum Lachen. „Das sind nur ein paar Beispiele dafür, dass wir alle bereits heute erahnen können, was in den kommenden Jahren auf uns zukommt. Wir haben es mit einer stetigen Abnahme des Anteils an normal funktionierenden Familien zu tun, dafür auf der anderen Seite mit immer absurderen und bedrohlicheren Szenarien, in denen deutlich wird, dass einem steigenden Anteil an Menschen Gesellschaftsfähigkeit weitestgehend abgeht.“ (Zitat: Die Rotzlöffel-Republik, Ecowin, Susanne Schnieder, Tanja Leitsch, Carsten Tergast)

  • Bewertung

    5/5

    29.09.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    DANKE

    Ich bin erst auf Seite 60 angelangt und einfach nur dankbar, dass es jemand ausspricht. DANKE!!!! Alltag in unserem Arbeitsfeld. Ich liebe meine Arbeit mit den Kindern, mein Traumjob. Allerdings wird das durch verschiedenste Beteiligte erschwert. Und das nicht ausschließlich durch Eltern, die alle das Beste für IHR Kind wünschen. Diese schenken uns täglich Vertrauen, welches wir hart erkämpfen und verteidigen. Danke den Autoren und den Eltern.

  • Bewertung

    5/5

    27.09.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nach diesem Buch, habe ich die...

    Nach diesem Buch, habe ich die Kindergärtner/Innen mit anderen Augen gesehen. Das Buch ist gut und verständlich geschrieben und mit vielen Beispielen versehen. Sehr lesenswert.

  • Bewertung

    5/5

    13.06.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    ungeschönt - alle Fakten auf den Tisch

    Ich habe dieses Buch quasi innerhalb kürzester Zeit verschlungen. Nicht weil ich Seite für Seite noch mehr Sensationen erwartete, sondern, weil die Autorinnen, den sprichwörtlichen Nagel auf den Kopf treffen. Jetzt weiß ich allerdings nicht so recht, ob ich weinen oder lachen soll? Erschöpfung und Resignation erlebte auch ich bereits hautnah und erlebe es außerdem bei meinen Kolleginnen. Wenngleich ich nicht alle die im Buch genannten Beispiele in derartiger Intensität erlebe, stelle ich deutliche Parallelen zum Beschriebenen fest. Da gibt es ebenso die sozial-ungereiften Praktikanten; die TV- und Computer-überlasteten 4- und erst recht die 5- bis 6-Jährigen; die maßlos egoistischen Kinder, die mit ihrem Verhalten schon fast automatisch die Bildung einer Gemeinschaft verhindern; die scheinbar beratungsresistenten Eltern, die für alles eine vermeintlich plausible Erklärung haben; die Mütter, die ihr Kind im größten Stress in die Gruppe bringen und noch diverse Informationen für mich parat haben; die Eltern, die sich ziemlich viele "Missstände" über Wochen und Tage notieren und direkt zur Leitung marschieren, ohne auch nur ein Wort mit der betreffenden Erzieherin zu wechseln und so weiter und so weiter... Doch, was soll's, es gibt ja zum Glück ein Formular zum Thema Beschwerdemanagement! Qualitätsmanagement, ein Reizthema schlechthin. Keine Frage, ich bin für gute und sehr gute Qualität meiner Arbeit. Das ist mein Anspruch! Ich reflektiere täglich. Dennoch gibt es regelrecht eine Flut von Reglementierungen und dem entsprechenden Papier dazu, sodass nicht selten meine eigentliche Arbeit mit den Kindern liegen bleibt. Ich möchte sie begleiten, fördern und fordern und ich bin nicht gewillt, den schleichenden "Normalzustand" hinzunehmen. Weder bin ich "Diener" oder "Leibeigener", noch der Depp von Jedermann. Ich gebe den Autorinnen absolut Recht, wenn sie behaupten, dass (viele) Eltern, Politiker oder Wissenschaftler keinen reellen Blick auf die Praxis haben, sich aber dennoch anmaßen, DAS Rezept zu kennen, wie Erziehung und Bildung heutzutage auszusehen haben. Ich glaube, sie würden selbst nicht ansatzweise unter den Bedingungen arbeiten wollen und schon gar nicht für das Gehalt. Jetzt werden sicher Einige entgegnen, dass es ja schließlich unsere Aufgabe sei, sich mit der täglichen Problematik auseinanderzusetzen und dem fachlich korrekt entgegen zu wirken. Richtig, das ist unser Ansatz, aber weder können wir zaubern, noch können wir familienersetzend alles aufholen, wenn grundsätzliche Fähigkeiten von Haus aus einfach nicht "mitgeliefert" werden. Unter einer Partnerschaft verstehe ich, dass sich alle Beteiligten ihrer Verantwortung bewusst sind. Das gilt für Träger, Eltern und Erzieher gleichermaßen. Überdies stellt sich mir die Frage: Wie kann man bei seiner eigenen Zukunft den Rotstift ansetzen? Wer an der Basis spart, hat bereits verloren. Ich baue ja auch kein Haus auf einem Hauch von Kieselsteinen als Untergrund. Was wird geschehen? Das Modell bricht unweigerlich früher oder später zusammen. Lehrer, Ausbilder, Arbeitgeber können ihnen da sicher ausführlichere Informationen geben. Fazit: Das Buch ist absolut lesenswert. Ich hoffe, dessen Intention erreicht sehr bald die wichtigen Stellen! Das ist kein Jammern auf hohem Niveau, das ist Realität...leider!

  • Sikal

    4/5

    10.06.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kinder sollen wieder Kind sein dürfen

    Wieviel Zeit benötigt man wohl, um 1789 Kreuze auf diversen Fragebögen sinnvoll anzukreuzen? Damit wird immerhin dokumentiert, dass Kita-Mitarbeiter einen qualitativ hochwertigen Job machen. Eigentlich müsste man hier nichts mehr hinzufügen – Zeit, die wichtiger für die Entwicklung der Kleinen verfügbar wäre. Welcher Verwaltungsaufwand dann noch hinter den Auswertungen der Dokumentationen steht, will ich mir gar nicht vorstellen… Doch Bürokratie ist nicht das Hauptproblem unserer Kindergärten und Kitas. Die Erzieherinnen tragen die Verantwortung für die Entwicklung von unerzogenen, aggressiven Kindern, die tagaus tagein eine vernünftige Arbeit nicht ermöglichen. Wenn sich dann Eltern noch in die Arbeitsweise einmischen und Ratschläge parat halten, ist das Chaos perfekt. Die Autorinnen Tanja Leitsch und Susanne Schnieder sind seit Jahren im pädagogischen Bereich tätig und geben uns hier einen (vermutlich nur kleinen) Einblick in ihre Arbeit. Sie beschreiben ihren Tagesablauf, ihre Ideale, die zumeist auf der Strecke bleiben, widmen ein ganzes Kapitel dem „Tanz um das goldene Kind“, bei dem es leicht dazu kommt, dass „Ich Chef – Ihr nix!“ an der Tagesordnung steht. Ein wohl sehr bezeichnendes Beispiel – eine Mutter zur Erzieherin: „Ich möchte, dass Sie sich jeden Morgen vor meinem Sohn hinknien, wenn Sie ihn begrüßen!“ Sie solle dem Sprössling nämlich auf Augenhöhe begegnen. Leider ist ein solches Verhalten wohl eher die Regel als die Ausnahme. Was passiert mit unserer Gesellschaft? Wollen wir lauter kleine Prinzen und Prinzessinnen, die in ihrem weiteren Leben zu Egoisten und Tyrannen werden? Dass Kinder ihre Eltern und auch Erzieherinnen provozieren, ist ganz normal. Es liegt daran, was wir letztendlich daraus machen. Die Autorinnen schreiben hier nicht nur ihren ganzen Frust nieder, sondern hätten auch etliche Vorschläge parat, wie hier – zumindest im Arbeitsumfeld – reagiert werden könnte. Sie hätten gerne mehr Zeit, mehr Platz u.a., um Kinder bei der Entfaltung zu helfen. Kinder sollen wieder Kind sein dürfen, etwas erforschen, entdecken und auch Fehler machen. Kein Kind kann funktionieren ohne Schaden zu nehmen. Als Kritikpunkt muss ich aber ganz klar anmerken, dass mir positive Erlebnisse (die, die Autorinnen bestimmt ebenso zur Genüge haben) zu kurz kommen. Es wird hier teilweise ein Bild vermittelt, dass beinahe alle Kinder ungezogene, schreckliche kleine Monster sind – und das stimmt so sicherlich nicht (und ich war auch einige Zeit im pädagogischen Bereich tätig). Vieles, was hier angekreidet wird, kann ich jedoch auf jeden Fall unterschreiben … Leider!

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