Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
06.12.2016
Herausgeber
Helmut RumplerVerlag
Verlag der österreichischen Akademie der WissenschaftenSeitenzahl
1521
Maße (L/B/H)
24,4/17,5/7,3 cm
Gewicht
3005 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-7001-7968-9
Der Band zerfällt in zwei Teile. Teil 1 umfasst die Kapitel „Vom europäischen Frieden zum Weltkrieg“, „Der Krieg an den Fronten und im Hinterland“ sowie „Wirtschaftliche Erschöpfung und kultureller Wandel“, Teil 2 die Kapitel „Die Völker Österreich-Ungarns im Weltkrieg“ und „Gezeitenwechsel der Kriegswende 1917“.
In Österreich, Ungarn und Bosnien-Herzegowina verlief die Mobilmachung wider Erwarten ruhig. Auch wenn die militärischen Niederlagen 1914 besonders unter den nordslawischen Völkern prorussische Strömungen förderten, dominierten in Österreich doch bei allen Nationalitäten bis Jänner 1917 loyale Gruppierungen das Erscheinungsbild. In Ungarn hielten sich die Nationalitäten sogar bis in den Herbst 1918 an den „Burgfrieden“. Ab Mitte 1916 zeigte sich allgemein wachsende soziale Unzufriedenheit. Damit im Zusammenhang traten nationale Verbände mit Forderungen nach mehr politischer Unabhängigkeit hervor. Da die Regierungen in der Kriegssituation weder die sozialen noch die nationalen Forderungen erfüllen konnten, schlossen sich die Nationalitätenvertreter den radikalen Unabhängigkeitsforderungen der Exilpolitiker an. Als die Staatsmacht ab Ende Oktober 1918 kollabierte, zerfiel die Doppelmonarchie in nationale Bestandteile. Bei der Entscheidung für ihre Aufteilung in Nationalstaaten spielten die europapolitischen Interessen der siegreichen Großmächte eine maßgebliche Rolle.
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