Produktbild: Charlotte Salomon

Charlotte Salomon "Es ist mein ganzes Leben"

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

27.03.2017

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

304 (Printausgabe)

Dateigröße

8559 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641187187

Beschreibung

Rezension

»In lebendigen Bildern erzählt Greiner die Lebensgeschichte einer außergewöhnlichen Künstlerin, die gegen ihr Trauma anmalte.«

Produktdetails

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ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert

Erscheinungsdatum

27.03.2017

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

304 (Printausgabe)

Dateigröße

8559 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641187187

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Margret Greiner: "Charlotte…

Rita Fischer aus Hamburg am 30.08.2017

Bewertungsnummer: 2739246

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Margret Greiner: "Charlotte Salomon: Es ist mein ganzes Leben“ 1325 Bilder in 18 Monaten gemalt, Charlottes ganzes Leben. Margret Greiner hat die Lebensgeschichte der Künstlerin Charlotte Salomon aufgeschrieben. So könnte es gewesen sein- das kurze Leben dieser besonderen jungen Frau, die 1917 in die großbürgerliche jüdische Familie Salomon hineingeboren wird. Charlottes Mutter begeht Selbstmord. Wie auch andere Blutsverwandte ist sie depressiv und von einer tiefen Todessehnsucht erfüllt. Charlotte erfährt erst als Erwachsene von ihrem Suizid. Mit der Machtergreifung Hitlers ändert sich das öffentliche Leben Deutschlands. Charlottes Talent an der Kunsthochschule fällt auf, aber als Jüdin muss sie auch dort Diskriminierungen erfahren. Als Paula den Gesangpädagogen Alfred engagiert, verliebt sich Charlotte in ihn, -eine einseitige Liebe, die sie lange quälen wird. Das Leben der Familie ist zunehmend der antijüdischen Stimmung ausgesetzt. Die Großeltern emigrieren nach Südfrankreich. 1939 beschließen die Eltern, dass Lotte ihnen hinterher reisen soll. Trotz der farbenfrohen, scheinbar friedlichen Welt fühlt sie sich einsam und mit der fremden Situation überfordert. Sie igelt sich ein, übernimmt die Betreuung ihrer psychisch kranken Großmutter und dem ewig gestrigen Großvater. Schon bald müssen Charlotte und ihr Großvater am eigenen Leib den langen Arm der Hitler-Administration erfahren und werden für kurze Zeit in ein Lager in den Pyrenäen interniert. Um ihre eigene Mitte zu finden, zieht sich Lotte entmutigt und allein in eine kleine Pension am Meer zurück und malt sich fortan wie im Rausch die Seele aus dem Leib. Alles, was jetzt geschieht, überrascht nicht. Obwohl man als Leser weiß, welches Ende dieses Leben nehmen wird und obwohl die Bedrohung greifbar nah ist, hofft man auf einen glücklichen Ausgang. Margret Greiner hat mit den wenigen Dokumenten und Aussagen von Zeitzeugen das Leben von Charlotte Salomon nachgespürt. Ihre Hauptquelle sind die 1324 Blätter, die Charlotte in kurzer Zeit wie gehetzt gemalt hat, eigentlich gedacht als Therapie auf Anraten ihres Arztes hin. Das künstlerische Tun hilft ihr, ihre Vergangenheit und innere Unruhe gestalterisch zu verarbeiten und mit dem Getriebensein verbunden mit Angst besser umzugehen. Die Autorin geht chronologisch vor und spürt die Lebensstationen, die Charlotte expressiv oder en detail malerisch gestaltet hat, erzählerisch nach. Mal beschreibt sie ein Werk klassisch nach Form, Farbe und Bildgegenstand und webt es ein in die jeweilige Lebenssituation, mal begibt sie sich mit dem Bildsujet in Charlottes Innerstes. So wird Lottes "ganzes Leben", ein Tagebuch der Seelenbilder, wie ein Kaleidoskop aufgeblättert. Die vielen Seiten werden lebendig und fügen Tausende von Augenblicken zu einem Ganzen zusammen. Die von Lotte nummerierten Werke behalten ihre vorgegebene Reihenfolge und jedem Bildzitat wird die entsprechende Verzeichnisnummer zugeordnet. Der Leser weiß so um den Wahrheitsgehalt der aufgeschriebenen Lebensgeschichte und gleichzeitig ist ihm bewusst, dass die sensible subjektive Deutung der Bilder den fiktiven Rahmen der Biografie ausmacht. Im Herbst wird der Bildband " Leben?oder Theater?“ im Taschen-Verlag herausgebracht. Auch wenn in dem oben besprochenen Buch 24 farbige Abbildungen einzelner Gemälde gezeigt werden und im Text exemplarisch auf sie verwiesen wird, fehlen die vielen anderen Bilder, deren Bildsprache direkt und unmittelbar in diesem Bildband zu lesen wären. Jetzt frage ich mich, ob vielleicht zuerst die Bildersammlung angesehen werden sollte, dann das Buch von Margret Greiner gelesen und abschließend die sprachlich sehr schöne Ausgabe von David Foenkinos „Charlotte“. Oder doch umgekehrt? Egal, Charlotte Salomon und ihre Lebensbilder sind für sich eine große Bereicherung. Margret Greiner hat ein eindrucksvolles Buch über diese besondere Künstlerin geschrieben.

Margret Greiner: "Charlotte…

Rita Fischer aus Hamburg am 30.08.2017
Bewertungsnummer: 2739246
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Margret Greiner: "Charlotte Salomon: Es ist mein ganzes Leben“ 1325 Bilder in 18 Monaten gemalt, Charlottes ganzes Leben. Margret Greiner hat die Lebensgeschichte der Künstlerin Charlotte Salomon aufgeschrieben. So könnte es gewesen sein- das kurze Leben dieser besonderen jungen Frau, die 1917 in die großbürgerliche jüdische Familie Salomon hineingeboren wird. Charlottes Mutter begeht Selbstmord. Wie auch andere Blutsverwandte ist sie depressiv und von einer tiefen Todessehnsucht erfüllt. Charlotte erfährt erst als Erwachsene von ihrem Suizid. Mit der Machtergreifung Hitlers ändert sich das öffentliche Leben Deutschlands. Charlottes Talent an der Kunsthochschule fällt auf, aber als Jüdin muss sie auch dort Diskriminierungen erfahren. Als Paula den Gesangpädagogen Alfred engagiert, verliebt sich Charlotte in ihn, -eine einseitige Liebe, die sie lange quälen wird. Das Leben der Familie ist zunehmend der antijüdischen Stimmung ausgesetzt. Die Großeltern emigrieren nach Südfrankreich. 1939 beschließen die Eltern, dass Lotte ihnen hinterher reisen soll. Trotz der farbenfrohen, scheinbar friedlichen Welt fühlt sie sich einsam und mit der fremden Situation überfordert. Sie igelt sich ein, übernimmt die Betreuung ihrer psychisch kranken Großmutter und dem ewig gestrigen Großvater. Schon bald müssen Charlotte und ihr Großvater am eigenen Leib den langen Arm der Hitler-Administration erfahren und werden für kurze Zeit in ein Lager in den Pyrenäen interniert. Um ihre eigene Mitte zu finden, zieht sich Lotte entmutigt und allein in eine kleine Pension am Meer zurück und malt sich fortan wie im Rausch die Seele aus dem Leib. Alles, was jetzt geschieht, überrascht nicht. Obwohl man als Leser weiß, welches Ende dieses Leben nehmen wird und obwohl die Bedrohung greifbar nah ist, hofft man auf einen glücklichen Ausgang. Margret Greiner hat mit den wenigen Dokumenten und Aussagen von Zeitzeugen das Leben von Charlotte Salomon nachgespürt. Ihre Hauptquelle sind die 1324 Blätter, die Charlotte in kurzer Zeit wie gehetzt gemalt hat, eigentlich gedacht als Therapie auf Anraten ihres Arztes hin. Das künstlerische Tun hilft ihr, ihre Vergangenheit und innere Unruhe gestalterisch zu verarbeiten und mit dem Getriebensein verbunden mit Angst besser umzugehen. Die Autorin geht chronologisch vor und spürt die Lebensstationen, die Charlotte expressiv oder en detail malerisch gestaltet hat, erzählerisch nach. Mal beschreibt sie ein Werk klassisch nach Form, Farbe und Bildgegenstand und webt es ein in die jeweilige Lebenssituation, mal begibt sie sich mit dem Bildsujet in Charlottes Innerstes. So wird Lottes "ganzes Leben", ein Tagebuch der Seelenbilder, wie ein Kaleidoskop aufgeblättert. Die vielen Seiten werden lebendig und fügen Tausende von Augenblicken zu einem Ganzen zusammen. Die von Lotte nummerierten Werke behalten ihre vorgegebene Reihenfolge und jedem Bildzitat wird die entsprechende Verzeichnisnummer zugeordnet. Der Leser weiß so um den Wahrheitsgehalt der aufgeschriebenen Lebensgeschichte und gleichzeitig ist ihm bewusst, dass die sensible subjektive Deutung der Bilder den fiktiven Rahmen der Biografie ausmacht. Im Herbst wird der Bildband " Leben?oder Theater?“ im Taschen-Verlag herausgebracht. Auch wenn in dem oben besprochenen Buch 24 farbige Abbildungen einzelner Gemälde gezeigt werden und im Text exemplarisch auf sie verwiesen wird, fehlen die vielen anderen Bilder, deren Bildsprache direkt und unmittelbar in diesem Bildband zu lesen wären. Jetzt frage ich mich, ob vielleicht zuerst die Bildersammlung angesehen werden sollte, dann das Buch von Margret Greiner gelesen und abschließend die sprachlich sehr schöne Ausgabe von David Foenkinos „Charlotte“. Oder doch umgekehrt? Egal, Charlotte Salomon und ihre Lebensbilder sind für sich eine große Bereicherung. Margret Greiner hat ein eindrucksvolles Buch über diese besondere Künstlerin geschrieben.

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