Weniger Missverständnisse, bessere Ergebnisse, mehr Motivation.
Über40 verblüffend einfache und effektive Visualisierungstools erleichtern komplexe, strategische Planungs- und Analyseaufgaben, zum Beispiel wenn:
Fragen geklärt
Diskussionen moderiert
Informationen strukturiert
Projekte koordiniert und geleitet
Produkte verkauft
Verträge verhandelt
Geschäftsprozesse optimiert
werden müssen. Die Tools sind flexibel einsetzbar und verleihen Präsentationen und Workshops einen authentischen und persönlichen Stil. In der 2. Auflage mit neuen und sofort einsetzbaren Skizzenideen für eigene Konzepte und Präsentationen sowie mit visuellem Index: alle Vorlagen auf einen Blick .
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KARMEN ohne KOMA als Verständigungsansatz
Bewertung aus St.Gallen am 12.01.2021
Bewertungsnummer: 1006206
Bewertet: eBook (PDF)
Wie man mit einfachen Skizzen nicht nur seinen eigenen, individuellen Denkprozess, in strukturiertere Bahnen lenken kann, sondern dank dem Mut zur «Inperfektionismus» auch «Gruppen schneller zusammenarbeiten lassen (kann) und durch die Vorläufigkeit und Revidierbarkeit die Kreativität fördert» zeigen Martin J. Eppler und Roland A. Pfister in der zweiten Auflage von «Sketching at work» (vgl. Eppler, Martin J. / Pfister, Roland A. (2017): Sketching at work. 2. Aufl. St Gallen: University of St. Gallen). Dabei sind Skizzen nie Selbstzweck; sondern Mittel zum Zweck. Und Eppler/Pfister nicht unantastbare Heilige (wie allzu oft in solchen Werken), sondern Menschen, die vor ähnlichen Problem gestanden zu haben scheinen und sich die Mühe gemacht haben, sich bewusst und vor allem konstruktiv (auch hier sei vermerkt, dass gerade der Mangel dessen das Problem vieler Fachbücher darstellt) mit möglichen Lösungsansätzen auseinanderzusetzen.
Im Vergleich zur Erstauflage haben Eppler/Pfister «Sketching at work» durch weitere Visualisierungsvorschläge ergänzt, eine Skizzenübersicht integriert und ein gesundes Mass an didaktischen Zwangsmassnahmen eingefügt. Gerade die Übungen am Ende des Buches zwingen einem dazu, «seine» Skizzen aus dem umfangreichen Visualisierungstopf zu wählen, sie auszuprobieren und sie individuell zu bewerten. Ebenfalls haben einzelne Skizzen, welche ich bereits im (durchaus empfehlenswerten) Werk «Dynagrams» geschätzt habe, ihren Weg in diese zweite «Sketching at work» Auflage gefunden, wie unter anderem die 10-10-10 Kreise oder das (adaptierte) Sankey-Diagramm (vgl. Eppler, Martin J. / Pfister, Roland A. (2016): Dynagrams - Denke in Stereo. 1. Aufl. Stuttgart: Schaeffer-Poeschel). Aber auch die «Neuen», wie die Sequenzskizze, das Strategieflugzeug (was meine gestalterischen Fähigkeiten völlig überfordert hat), oder (mein Liebling) das Toulmindiagramm finden ihren Platz in der überarbeiteten Ausgabe.
Wirklich cool ist aber der angepasste Einstieg in die Skizzen-Welt. Nach einer kurzen Einführung in die Bedeutung und Herkunft dieser Visualisierungsform, wird anhand einer Fallstudie der Zugang zum Nutzen dieser Darstellungsmöglichkeit praxisnah erklärt und mein persönliches Highlight die (neue) Anleitung zum Sternenmenschen ermöglicht es jedem von uns (und mit jedem meine ich jeden; sogar mich!) Menschen in unterschiedlichen Situationen darzustellen (wobei ich meine Mensch-Ärgere-Dich-Nicht-Figur nach wie vor liebe, auch ohne Arme).
Schön ist einmal mehr, dass Eppler/Pfister keine heile Welt verkaufen, sondern bewusst Fehler und Probleme ansprechen. Individuelle Fehler, aber auch situationsbedingte Herausforderungen und die Tatsache, dass Skizzen nicht alle Probleme lösen können sie können aber helfen, dass man sich ihrer zumindest bewusst wird und daraus abgeleitet mögliche Alternativen verständlich aufzeigen und sie damit diskutierbar machen kann. Die im Buch dargestellten Skizzen sind feinsäuberlich gestaltet, sie sind aber keine fertigen Zeichnungen, keine Hochglanzprodukte, sondern das Ergebnis einer Gedankendarstellung. Das macht nicht nur Mut (wenn die das nicht perfekt zeichnen, muss ich das ja auch nicht perfekt hinbekommen), sondern es erleichtert einem vor allem auch den Einstieg in die Thematik. Mit «Sketching at work» schaffen es Eppler/Pfister übersichtlich darzustellen, worum es eigentlich geht: Klarheit schaffen. Klarheit in unseren Gedanken, in individuellen Entscheidungsfindungsprozessen, aber und gerade auch Klarheit schaffen in Gesprächen, Sitzungen und Argumentationsketten. Und dafür braucht man weder einen HSG-Abschluss in Wirtschaftsmanagement, noch ein Hochschulstudium in Kunst und Design. Die Liebe zur Klarheit und ein bisschen Mut zum Nicht-Perfekt-Sein reichen schon.
Wer Klarheit liebt und mutig genug ist, auch mal kein Kunstwerk zeichnen zu müssen, wird «Sketching at work» lieben. Ebenso diejenigen, die sich bis jetzt immer gefragt haben, wieso ihre Vorschläge und komplizierten Abhandlungen an Sitzungen und in Gesprächen nicht verstanden wurden. Eppler/Pfister zeigen in «Sketching at work» nicht nur einen anderen Ansatz zur Verständigung auf, sondern sie führen ein. Dank den ergänzten Skizzen und der Visualisierungsübersicht, sowie die Übungen im Anhang ist die zweite Auflage auch für alle, die ihren Skizzeneinstieg bereits durch die erste Ausgabe gewagt haben.
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