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Ein Trottel kommt selten allein

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.04.2017

Abbildungen

mit zahlreichen Abbildungen

Verlag

Amalthea Signum

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

22,1/14,8/4 cm

Gewicht

781 g

Farbe

Schwarz / Koralle

Auflage

1. Auflage 2017

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-99050-066-8

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.04.2017

Abbildungen

mit zahlreichen Abbildungen

Verlag

Amalthea Signum

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

22,1/14,8/4 cm

Gewicht

781 g

Farbe

Schwarz / Koralle

Auflage

1. Auflage 2017

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-99050-066-8

Herstelleradresse

Langen Müller Verlag GmbH
Thomas-Wimmer-Ring 11|80539|München|DE
info@langenmueller.de

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Geniestreich oder Resteverwertung?

Oliver_L aus Wien am 12.11.2017

Bewertungsnummer: 1061635

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Bei der Lektüre dieses Buches stand für mich schon recht bald fest, dass ich eine Rezension schreiben würde. Allerdings schwankte die Bewertung, die ich im Sinn hatte, zwischen einem und fünf Sternen. Sicher bin ich mir nach wie vor nicht. Zuerst einmal zum Inhalt: Niavarani variiert hier ein Erzählschema, wie man es u.a. von Boccaccios „Dekameron“ her kennt, oder auch von „1001 Nacht“: In einer Rahmenhandlung treffen sich einige Personen, von denen eine oder mehrere die Geschichten (pro forma) erzählen, die den eigentlichen belletristischen Inhalt des Werkes bilden. In diesem Fall sind es der Autor und sein Nachbar, die sich in einer Sommernacht vor ihren Hütten am Neusiedler See treffen. Dort kommt man ins Plaudern über Gott und die Welt, und Niavarani erzählt im wesentlichen sechs längere, sagen wir, Texte; diese Bilden im Buch die Kapitel II, IV, VI, VIII, X und XII: Die erste Geschichte – „Agrippina, die Witwe von Ephesus“ – variiert eine schwarzhumorige Erzählung aus Petronius’ „Satyricon“; die zweite – „Narrheiten“ – handelt von der Beziehung zwischen einem Herzog von Ferrara und seinem Hofnarren, die dritte – „Um Gottes willen“ – erzählt von einem Wiener der Gegenwart, der auf wundersame Weise zum Gott eines Südsee-Völkchens in Nöten wird; die vierte – „Der Doppelgänger“ – transferiert eine mittelalterliche Legende in die Gegenwart; die fünfte – „Aus Liebe zu Shakespeare“ – ist eher ein autobiographischer (?) Bericht, wie der Autor zum Shakespeare-Fan wurde, und die sechste – „Die letzten 24 Stunden“ – nun, der Titel deutet es wohl schon an. In den verbindenden Dialogen zwischen Autor und Nachbar (einem Friseur) werden diese Geschichten teils reflektiert, teils vertieft, teils erklärt, teils kritisiert, teils gedeutet. Zum Positiven aus meiner Sicht: Form wie Inhalt der Texte an sich wie auch des gesamten Buches sind erfreulich unkonventionell und ungewöhnlich. Natürlich wäre solch ein Buch nie veröffentlicht worden, wenn sein Autor nicht eh schon prominent wäre; ich bin mir sicher, Verleger und Lektor haben bei der Lektüre entsetzt aufgestöhnt, und der Autor hat klammheimlich gegrinst. Es ist ein Buch, das in keine Schublade passt und wohl auch nicht passen soll. Es ist nicht zuletzt auch ein Buch über Bücher selbst, übers Lesen und Weitererzählen und Variieren von literarischen Motiven. Niavaranis Interessensspektrum ist dabei erstaunlich weit aufgefächert; es reicht von der Antike übers Mittelalter bis in die Gegenwart. Ein wichtiger Fixpunkt ist dabei Shakespeare, auf den man immer wieder zurückkommt. Zum Negativen: Es drängte sich mir freilich auch oft der Eindruck auf, als wolle sich der Autor mit aller Macht von dem Spaßmacher-Image befreien, das ihm hier in Österreich zweifellos anhängt, v.a. dank seiner zahlreichen Bühnen- und TV-Auftritte. „Seht her!“, scheint Niavarani sagen zu wollen, „Ich bin kein depperter Comedian; ich lese Shakespeare! Ich kenne mich mit klassischer Literatur aus!“ Außerdem liegt angesichts des sehr heterogenen Charakters der sechs längeren Einzel-Geschichten der Verdacht nahe, dass diese unabhängig voneinander entstanden und für dieses Buch mittels des Erzählrahmens zu einer Art Potpourri vermengt wurden; eine Art literarische Restverwertung also von Texten, die irgendwann mal entstanden, für eine selbstständige Veröffentlichung aber nicht ausreichten. Das mag zutreffend sein oder nicht; der Eindruck drängt sich auf! Letztendlich also eine über weite Strecken anregende, wenn auch manchmal anstrengende Lektüre. Mal was Anderes, nahrhaft und gaumenkitzelnd, wenn auch manchmal etwas überwürzt und ein Beigeschmack zurück bleibt.

Geniestreich oder Resteverwertung?

Oliver_L aus Wien am 12.11.2017
Bewertungsnummer: 1061635
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Bei der Lektüre dieses Buches stand für mich schon recht bald fest, dass ich eine Rezension schreiben würde. Allerdings schwankte die Bewertung, die ich im Sinn hatte, zwischen einem und fünf Sternen. Sicher bin ich mir nach wie vor nicht. Zuerst einmal zum Inhalt: Niavarani variiert hier ein Erzählschema, wie man es u.a. von Boccaccios „Dekameron“ her kennt, oder auch von „1001 Nacht“: In einer Rahmenhandlung treffen sich einige Personen, von denen eine oder mehrere die Geschichten (pro forma) erzählen, die den eigentlichen belletristischen Inhalt des Werkes bilden. In diesem Fall sind es der Autor und sein Nachbar, die sich in einer Sommernacht vor ihren Hütten am Neusiedler See treffen. Dort kommt man ins Plaudern über Gott und die Welt, und Niavarani erzählt im wesentlichen sechs längere, sagen wir, Texte; diese Bilden im Buch die Kapitel II, IV, VI, VIII, X und XII: Die erste Geschichte – „Agrippina, die Witwe von Ephesus“ – variiert eine schwarzhumorige Erzählung aus Petronius’ „Satyricon“; die zweite – „Narrheiten“ – handelt von der Beziehung zwischen einem Herzog von Ferrara und seinem Hofnarren, die dritte – „Um Gottes willen“ – erzählt von einem Wiener der Gegenwart, der auf wundersame Weise zum Gott eines Südsee-Völkchens in Nöten wird; die vierte – „Der Doppelgänger“ – transferiert eine mittelalterliche Legende in die Gegenwart; die fünfte – „Aus Liebe zu Shakespeare“ – ist eher ein autobiographischer (?) Bericht, wie der Autor zum Shakespeare-Fan wurde, und die sechste – „Die letzten 24 Stunden“ – nun, der Titel deutet es wohl schon an. In den verbindenden Dialogen zwischen Autor und Nachbar (einem Friseur) werden diese Geschichten teils reflektiert, teils vertieft, teils erklärt, teils kritisiert, teils gedeutet. Zum Positiven aus meiner Sicht: Form wie Inhalt der Texte an sich wie auch des gesamten Buches sind erfreulich unkonventionell und ungewöhnlich. Natürlich wäre solch ein Buch nie veröffentlicht worden, wenn sein Autor nicht eh schon prominent wäre; ich bin mir sicher, Verleger und Lektor haben bei der Lektüre entsetzt aufgestöhnt, und der Autor hat klammheimlich gegrinst. Es ist ein Buch, das in keine Schublade passt und wohl auch nicht passen soll. Es ist nicht zuletzt auch ein Buch über Bücher selbst, übers Lesen und Weitererzählen und Variieren von literarischen Motiven. Niavaranis Interessensspektrum ist dabei erstaunlich weit aufgefächert; es reicht von der Antike übers Mittelalter bis in die Gegenwart. Ein wichtiger Fixpunkt ist dabei Shakespeare, auf den man immer wieder zurückkommt. Zum Negativen: Es drängte sich mir freilich auch oft der Eindruck auf, als wolle sich der Autor mit aller Macht von dem Spaßmacher-Image befreien, das ihm hier in Österreich zweifellos anhängt, v.a. dank seiner zahlreichen Bühnen- und TV-Auftritte. „Seht her!“, scheint Niavarani sagen zu wollen, „Ich bin kein depperter Comedian; ich lese Shakespeare! Ich kenne mich mit klassischer Literatur aus!“ Außerdem liegt angesichts des sehr heterogenen Charakters der sechs längeren Einzel-Geschichten der Verdacht nahe, dass diese unabhängig voneinander entstanden und für dieses Buch mittels des Erzählrahmens zu einer Art Potpourri vermengt wurden; eine Art literarische Restverwertung also von Texten, die irgendwann mal entstanden, für eine selbstständige Veröffentlichung aber nicht ausreichten. Das mag zutreffend sein oder nicht; der Eindruck drängt sich auf! Letztendlich also eine über weite Strecken anregende, wenn auch manchmal anstrengende Lektüre. Mal was Anderes, nahrhaft und gaumenkitzelnd, wenn auch manchmal etwas überwürzt und ein Beigeschmack zurück bleibt.

Ein Trottel kommt selten allein

Bewertung aus St. Andrä-Wördern am 20.07.2017

Bewertungsnummer: 1035062

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Bin erst am Anfang aber es beginnt ganz gut. Eben Niavarani!

Ein Trottel kommt selten allein

Bewertung aus St. Andrä-Wördern am 20.07.2017
Bewertungsnummer: 1035062
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Bin erst am Anfang aber es beginnt ganz gut. Eben Niavarani!

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Ein Trottel kommt selten allein

von Michael Niavarani

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Meinung aus der Buchhandlung

Gregor Schwarzenbrunner

Thalia Zentrale

Zum Portrait

4/5

Jeder Trottel findet einen noch größeren Trottel, der ihn bewundert

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Zu später Stunde, eigentlich mitten in der Nacht - am Ufer des Neusiedlersees beginnt der neueste Geniestreich von Michael Niavarani - seines Zeichens erfolgreicher österreichischer Entertainer oder besser gesagt Kabarettist mit einem Hang zu Shakespeare, dem Theater und der Schriftstellerei. Wobei er von seinen Büchern behauptet, dass sie lediglich Merchandising Produkte sind, und von sich selbst, dass er gar kein Schriftsteller ist. Er wähnt sich nun alleine mit einem Igel - der furzt allerdings und zündet sich eine Zigarette an. Das vermeintliche Getier stellt sich als sein Nachbar Andreas, ein Friseur, heraus und mit ihm spricht er über sein neues Buch - Ein Trottel kommt selten allein - über das Berühmtsein, Schweinsbraten, das Lachen und shakespearischen Geschichten, und eben jenen Zeitgenossen, von dehnen man eben behaupten kann - dass sie einem ganz besonderen Menschenschlag zugehören: Dem Trottel. Dieses Gespräch hat es laut Michael Niavarani tatsächlich so geben und diente schlussendlich auch als Rahmenhandlung dieses Romans. Die Ähnlichkeiten zum Dekameron kommen nicht von ungefähr - in einem Interview hat der Schriftsteller erzählt, dass ihm genau das an diesem Abend wieder eingefallen ist und er bei sich dachte: Es wäre doch cool, wenn die Geschichte in ein Gespräch eingebunden ist. In diesem Buch vereint Niavarani ein Sammelsurium an Geschichten und Anekdoten und das eine liest sich etwas flüssiger und das andere ein bisschen weniger flüssig, die eine ist humorvoll und das andere tiefgründig. Deswegen ist aber das neue Buch von Niavarani nicht schlecht erzählt. Mir hat - Ein Trottel kommt selten allein - gut gefallen und wurde auch gut unterhalten. Lieber Herr Niavarani - bitte mehr von diesen "Merchandising Produkten".
  • Gregor Schwarzenbrunner
  • Buchhändler/-in

4/5

Jeder Trottel findet einen noch größeren Trottel, der ihn bewundert

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Zu später Stunde, eigentlich mitten in der Nacht - am Ufer des Neusiedlersees beginnt der neueste Geniestreich von Michael Niavarani - seines Zeichens erfolgreicher österreichischer Entertainer oder besser gesagt Kabarettist mit einem Hang zu Shakespeare, dem Theater und der Schriftstellerei. Wobei er von seinen Büchern behauptet, dass sie lediglich Merchandising Produkte sind, und von sich selbst, dass er gar kein Schriftsteller ist. Er wähnt sich nun alleine mit einem Igel - der furzt allerdings und zündet sich eine Zigarette an. Das vermeintliche Getier stellt sich als sein Nachbar Andreas, ein Friseur, heraus und mit ihm spricht er über sein neues Buch - Ein Trottel kommt selten allein - über das Berühmtsein, Schweinsbraten, das Lachen und shakespearischen Geschichten, und eben jenen Zeitgenossen, von dehnen man eben behaupten kann - dass sie einem ganz besonderen Menschenschlag zugehören: Dem Trottel. Dieses Gespräch hat es laut Michael Niavarani tatsächlich so geben und diente schlussendlich auch als Rahmenhandlung dieses Romans. Die Ähnlichkeiten zum Dekameron kommen nicht von ungefähr - in einem Interview hat der Schriftsteller erzählt, dass ihm genau das an diesem Abend wieder eingefallen ist und er bei sich dachte: Es wäre doch cool, wenn die Geschichte in ein Gespräch eingebunden ist. In diesem Buch vereint Niavarani ein Sammelsurium an Geschichten und Anekdoten und das eine liest sich etwas flüssiger und das andere ein bisschen weniger flüssig, die eine ist humorvoll und das andere tiefgründig. Deswegen ist aber das neue Buch von Niavarani nicht schlecht erzählt. Mir hat - Ein Trottel kommt selten allein - gut gefallen und wurde auch gut unterhalten. Lieber Herr Niavarani - bitte mehr von diesen "Merchandising Produkten".

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Ein Trottel kommt selten allein

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