Gutscheinbedingungen

**Gültig bis 24.06.2026 auf tolino vision color (4016621130183, 4016621131456) online auf thalia.at, in der Thalia App und in allen Thalia Buchhandlungen in Österreich. In den Buchhandlungen nur gültig auf lagernde Ware. Pro Einkauf einmal einlösbar. Nur gültig gegen Vorlage oder im Onlineshop hinterlegter Bonuscard. Infos zur Einlösung in der Buchhandlung sind auf der Bonuscard-Vorteilspreisseite zu finden. Click & Collect nur bei Onlinevorabzahlung möglich. Keine Einlösung bei Scan & Go-Bezahlung. Keine Barauszahlung. Nicht kombinierbar mit anderen Aktionen und Gutscheinen. Nicht gültig für Geschenkkarten, Versandkosten und Services. Nur solange der Vorrat reicht.

Produktbild: Blut und Feuer

Blut und Feuer Roman

1

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

14.06.2017

Verlag

Aufbau Digital

Seitenzahl

624 (Printausgabe)

Dateigröße

3082 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

¿¿¿¿¿¿, ¿¿¿¿¿¿ ¿¿¿¿¿¿

Übersetzt von

Thomas Reschke

Sprache

Deutsch

EAN

9783841212986

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

14.06.2017

Verlag

Aufbau Digital

Seitenzahl

624 (Printausgabe)

Dateigröße

3082 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

¿¿¿¿¿¿, ¿¿¿¿¿¿ ¿¿¿¿¿¿

Übersetzt von

Thomas Reschke

Sprache

Deutsch

EAN

9783841212986

Kundinnen und Kunden meinen

1 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

5 Sterne

(1)

4 Sterne

(0)

3 Sterne

(0)

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

RUSSLAND IN BLUT GEWASCHEN - Überfällige Wiederentdeckung von Artjom Wesjolys epischem Revolutionspanorama

j.h. aus Berlin am 29.06.2017

Bewertungsnummer: 1030114

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

"Vom Orkan des Krieges erschüttert wankte die Welt, trunken vom Blut. Über Meere und Ozeane brausten Kreuzer und Dreadnoughts, spien Donner und Feuer. Den Schiffer hinterher stahlen sich Unterseeboote und Minenleger, besäten die Wasserwüsten dicht mit den Körnern des Todes. ... Über die Sandwüsten von Syrien und Mesopotamien, über die von Schützengräben zerfurchten Felder der Champagne und der Vogesen krochen Tanks, zermalmten auf ihrem Weg alles Lebendige." (S. 5) Max Kushel entkommt dem Grauen des Weltkrieges und findet sich bald in den Wirren der russischen Revolution wieder, die ihn für die Rotarmisten Partei ergreifen lässt. Im anschließenden Bürgerkrieg sind roter und weißer Terror durchaus vergleichbar. Kulaken und Agitatoren schüren die von Aggressivität aufgeladene Situation, die sich in stetig steigender Grausamkeit entlädt. Artjom Wesjoly (eigentlich Nikolai Kotschkurow, 1899-1938) kämpfte selbst als Mitglied der Roten Garde an mehreren Fronten des Bürgerkriegs. Bereits in den 1920-er Jahren begann er mit der Arbeit an seinem epochalen und sprachgewaltigen Roman-Fragment, das 1932 erstmals unter dem Titel RUSSLAND IN BLUT GEWASCHEN erschien. Der Leser wird suggestiv in den Strudel der Gewalt gezogen, die aus dem Triptychon der Zeitläufe als beherrschendes Element herausragt. Dabei wird auf tatsächliche Hauptfiguren und eine durchgehende Story-Line bewusst verzichtet - auch dem Weg des oben genannten Max Kushel wird nur kurz gefolgt. Immer wieder tauchen ohne weitere Vorgeschichte Personen mit durchaus zeittypischen Biografien auf, die ebenso schnell wieder verschwinden und teils in folgenden Kapiteln nochmals erscheinen. Diese besondere Form des Romans wird im lesenswerten Nachwort von Jekatherina Lebedewa äußerst treffend beschrieben: "Die traditionelle Romanform wird aufgelöst - keine Helden, kein zusammenhängendes Sujet. Der unerbittliche Gang erlebter Geschichte bestimmt das Romangeschehen. Diese ungestüme fragmentarische Prosa rast dahin wie der revolutionäre Sturm, der über Russland fegt und die Menschen mit sich reißt. Hier wird ein historisches Geschehen, das sich aus individuellen Tragödien zusammensetzt, sinnlich erfahrbar gemacht. Wie kein anderes Werk seiner Zeit erfasste Wesjolys Roman den Widerspruch zwischen den von Freiheitsträumen erfüllten Revolutionsvisionen des bäuerlichen Russland einerseits und den Ideen, Zielen und Methoden der Bolschewiki andererseits. Die Grausamkeit des alten Regimes schlug als revolutionäre Gewalt auf das Regime zurück." (S. 624) In das Geschehen eingebettet sind zwölf sogenannte Etüden, die als kurze und in sich geschlossene Erzählungen für zusätzliches Zeitkolorit sorgen. So erzählt beispielsweise "Filkas Karriere" (in der vorliegenden Auflage erstmals vollständig) über die zweifelhafte Karriere eines Taugenichts, der bei den Terrorbrigaden der Tscheka landet: "Filka wurde zum Kommandanten der Gräber ernannt. Mit Begleitsoldaten schaufelte er im Wald Gruben, geleitete Verurteilte auf dem letzten Weg 'zur Hochzeit', schoss treffsicher in zottige Hinterköpfe (die runzligen Hälse weinten Blut), putzte mit Schnee die Spritzer von den Filzstiefeln, hustete die Erregung weg, ließ sich in den mit Teppichen ausgelegten Schlitten fallen und fuhr nach Hause." (S. 386) Es liegt eine besondere Tragik darin, dass Wesjoly hier gewissermaßen sein eigenes Ende vorweg nahm: Nach einer denunziatorischen Rezension in der "Komsomolskaja Prawda" vom 17. Mai 1937 wurde er verhaftet und 1938 zum (umgehend vollstreckten) Tod durch Erschießen verurteilt. Rechtzeitig zum bevorstehenden 100. Jahrestag der Oktoberrevolution legt der AUFBAU-Verlag den zu Unrecht nahezu vergessenen Roman vor, der als wichtigster russischer Roman des 20. Jahrhunderts angesehen werden kann. Übersetzer Thomas Reschke hat seine 1987 erstmals im DDR-Verlag Gustav Kiepenheuer erschienene hervorragende Übersetzung nochmals durchgesehen und um von Prof. Jekatherina Lebedewa aufgefundene zensierte Passagen ergänzt, die bisher auch in keiner russischen Ausgabe enthalten waren. Das 13-seitige Nachwort von Jekatherina Lebedewa veranschaulicht zahlreiche Hintergründe um Entstehung und Rezeption des fragmentarischen Romans, den Wesjoly noch deutlich umfangreicher geplant hatte. Auf 4 Seiten werden zudem einige russische Worte von Akathistos bis Wojewode erklärt. Eine spannende Lektüre für zeitgeschichtlich interessierte Leser, die eine hohe Konzentration erfordert.

RUSSLAND IN BLUT GEWASCHEN - Überfällige Wiederentdeckung von Artjom Wesjolys epischem Revolutionspanorama

j.h. aus Berlin am 29.06.2017
Bewertungsnummer: 1030114
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

"Vom Orkan des Krieges erschüttert wankte die Welt, trunken vom Blut. Über Meere und Ozeane brausten Kreuzer und Dreadnoughts, spien Donner und Feuer. Den Schiffer hinterher stahlen sich Unterseeboote und Minenleger, besäten die Wasserwüsten dicht mit den Körnern des Todes. ... Über die Sandwüsten von Syrien und Mesopotamien, über die von Schützengräben zerfurchten Felder der Champagne und der Vogesen krochen Tanks, zermalmten auf ihrem Weg alles Lebendige." (S. 5) Max Kushel entkommt dem Grauen des Weltkrieges und findet sich bald in den Wirren der russischen Revolution wieder, die ihn für die Rotarmisten Partei ergreifen lässt. Im anschließenden Bürgerkrieg sind roter und weißer Terror durchaus vergleichbar. Kulaken und Agitatoren schüren die von Aggressivität aufgeladene Situation, die sich in stetig steigender Grausamkeit entlädt. Artjom Wesjoly (eigentlich Nikolai Kotschkurow, 1899-1938) kämpfte selbst als Mitglied der Roten Garde an mehreren Fronten des Bürgerkriegs. Bereits in den 1920-er Jahren begann er mit der Arbeit an seinem epochalen und sprachgewaltigen Roman-Fragment, das 1932 erstmals unter dem Titel RUSSLAND IN BLUT GEWASCHEN erschien. Der Leser wird suggestiv in den Strudel der Gewalt gezogen, die aus dem Triptychon der Zeitläufe als beherrschendes Element herausragt. Dabei wird auf tatsächliche Hauptfiguren und eine durchgehende Story-Line bewusst verzichtet - auch dem Weg des oben genannten Max Kushel wird nur kurz gefolgt. Immer wieder tauchen ohne weitere Vorgeschichte Personen mit durchaus zeittypischen Biografien auf, die ebenso schnell wieder verschwinden und teils in folgenden Kapiteln nochmals erscheinen. Diese besondere Form des Romans wird im lesenswerten Nachwort von Jekatherina Lebedewa äußerst treffend beschrieben: "Die traditionelle Romanform wird aufgelöst - keine Helden, kein zusammenhängendes Sujet. Der unerbittliche Gang erlebter Geschichte bestimmt das Romangeschehen. Diese ungestüme fragmentarische Prosa rast dahin wie der revolutionäre Sturm, der über Russland fegt und die Menschen mit sich reißt. Hier wird ein historisches Geschehen, das sich aus individuellen Tragödien zusammensetzt, sinnlich erfahrbar gemacht. Wie kein anderes Werk seiner Zeit erfasste Wesjolys Roman den Widerspruch zwischen den von Freiheitsträumen erfüllten Revolutionsvisionen des bäuerlichen Russland einerseits und den Ideen, Zielen und Methoden der Bolschewiki andererseits. Die Grausamkeit des alten Regimes schlug als revolutionäre Gewalt auf das Regime zurück." (S. 624) In das Geschehen eingebettet sind zwölf sogenannte Etüden, die als kurze und in sich geschlossene Erzählungen für zusätzliches Zeitkolorit sorgen. So erzählt beispielsweise "Filkas Karriere" (in der vorliegenden Auflage erstmals vollständig) über die zweifelhafte Karriere eines Taugenichts, der bei den Terrorbrigaden der Tscheka landet: "Filka wurde zum Kommandanten der Gräber ernannt. Mit Begleitsoldaten schaufelte er im Wald Gruben, geleitete Verurteilte auf dem letzten Weg 'zur Hochzeit', schoss treffsicher in zottige Hinterköpfe (die runzligen Hälse weinten Blut), putzte mit Schnee die Spritzer von den Filzstiefeln, hustete die Erregung weg, ließ sich in den mit Teppichen ausgelegten Schlitten fallen und fuhr nach Hause." (S. 386) Es liegt eine besondere Tragik darin, dass Wesjoly hier gewissermaßen sein eigenes Ende vorweg nahm: Nach einer denunziatorischen Rezension in der "Komsomolskaja Prawda" vom 17. Mai 1937 wurde er verhaftet und 1938 zum (umgehend vollstreckten) Tod durch Erschießen verurteilt. Rechtzeitig zum bevorstehenden 100. Jahrestag der Oktoberrevolution legt der AUFBAU-Verlag den zu Unrecht nahezu vergessenen Roman vor, der als wichtigster russischer Roman des 20. Jahrhunderts angesehen werden kann. Übersetzer Thomas Reschke hat seine 1987 erstmals im DDR-Verlag Gustav Kiepenheuer erschienene hervorragende Übersetzung nochmals durchgesehen und um von Prof. Jekatherina Lebedewa aufgefundene zensierte Passagen ergänzt, die bisher auch in keiner russischen Ausgabe enthalten waren. Das 13-seitige Nachwort von Jekatherina Lebedewa veranschaulicht zahlreiche Hintergründe um Entstehung und Rezeption des fragmentarischen Romans, den Wesjoly noch deutlich umfangreicher geplant hatte. Auf 4 Seiten werden zudem einige russische Worte von Akathistos bis Wojewode erklärt. Eine spannende Lektüre für zeitgeschichtlich interessierte Leser, die eine hohe Konzentration erfordert.

Kundinnen und Kunden meinen

Blut und Feuer

von Artjom Wesjoly

0 Bewertungen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Blut und Feuer