Produktbild: Die Optimierer

Die Optimierer Roman

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Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Altersempfehlung

16 - 99 Jahr(e)

Verkaufsrang

9656

Erscheinungsdatum

29.09.2017

Verlag

Lübbe

Seitenzahl

304 (Printausgabe)

Dateigröße

779 KB

Auflage

1. Auflage 2017

Sprache

Deutsch

EAN

9783732539765

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Altersempfehlung

16 - 99 Jahr(e)

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9656

Erscheinungsdatum

29.09.2017

Verlag

Lübbe

Seitenzahl

304 (Printausgabe)

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1. Auflage 2017

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Deutsch

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9783732539765

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  • Webervogel

    3/5

    27.12.2017

    eBook (ePUB)

    Etwas zu technisch geratene Dystopie

    Dystopische Romane haben gerade Hochkonjunktur – zumindest habe ich nach Zoë Becks „Die Lieferantin“, Marc-Uwe Klings „Qualityland“, Juli Zehs „Leere Herzen“ und nun auch Theresa Hannigs „Die Optimierer“ diesen Eindruck. Die genannten Bücher sind trotz ihrer düsteren Zukunftsszenarien alle recht unterschiedlich. Ihr gemeinsamer Nenner ist eine drastische Darstellung der technischen Möglichkeiten und eines ruhiggestellten, gläsernen Bürgers. Bei Theresa Hannig nimmt diese Darstellung etwas überhand – vor allem im ersten Buchdrittel, in dem die Handlung rund um den systemtreuen Lebensberater Samson noch gar nicht einzusetzen scheint. Etwas langatmig wird die Entstehung und das Konstrukt der „Bundesrepublik Europa“ beschrieben. An und für sich ist das düstere Zukunftsszenario sehr durchdacht und die im Roman herrschende „Optimalwohlgesellschaft“ ein ziemlich krasses Konstrukt, doch die ausführliche Darstellung hat mich dennoch stellenweise gelangweilt. Im zweiten Drittel nimmt die Handlung dann deutlich an Fahrt auf. Samson, ein Musterbürger seines Landes, gerät – unfreiwillig und größtenteils auch unverschuldet – auf Abwege. Seine Freundin verlässt ihn wegen seiner Systemhörigkeit, für den heimlichen Fleischkonsum seiner Eltern (in der zwangsvegetarisierten „Bundesrepublik Europa“ des Jahres 2052 streng verboten, es gibt es nur noch Synthetikfleisch) muss auch er büßen und dass er versucht, das Geheimnis eines hochrangigen Politikers zu enthüllen, bringt ihm zusätzliche Probleme. Die Hauptfigur befindet sich im Abwärtsstrudel und kann es selbst kaum glauben, doch je mehr er dagegen ankämpft, desto schlimmer wird es. „Die Optimierer“ gipfeln in einem offenen Ende, das den Leser mit leichtem Grusel zurücklässt. Trotzdem konnte mich der Roman nicht ganz überzeugen. Samson als einzige Hauptfigur ist kein Sympathieträger, sein Schicksal hat mich nicht wirklich berührt und das Gleichgewicht zwischen Beschreibung und Handlung war nach meinem Empfinden nicht immer gegeben. Dennoch enthält der Roman Denkanstöße und lässt den Leser grübelnd zurück: In was für einer Gesellschaft wollen wir leben? Welche Entwicklungen können wir zulassen? Was ist uns Gesundheit und Wohlstand wert? „Die Optimierer“ regen dazu an, sich mit diesen Fragen zu beschäftigen.

  • CoraM

    aus Erkrath

    3/5

    25.12.2017

    eBook (ePUB)

    Roman Die Optimierer von…

    Roman Die Optimierer von Theresa Hannig erschienen am 29.09.2017 im Bastei Entertainment Verlag, E-book 278 Seiten Ein lockerer Schreibstil und kurze Kapitel lassen den Leser schnell in die Geschichte einsteigen. Die Autorin versteht es, teils erschreckende Zukunftsvisionen zu zeichnen und nimmt ebenfalls Bezug auf die heutige Zeit. Zu Beginn des Buches steht Simon kurz vor seiner lang ersehnten Beförderung. Simon ist ein glühender Verfechter des Systems und geht mit Leib und Seele seinem Beruf nach. Doch durch ein paar „Missetaten“ werden ihm die für die Beförderung wichtigen Sozialpunkte nach und nach aberkannt und er gerät in einen nicht enden wollenden Abwärtsstrudel. Dadurch wird er zum „Piretisten“ und steht kurz vor dem sog. „Internat“, wo der ganze „soziale Abschaum“ hin abgeschoben wird. Zum Ende wird der Plot meiner Meinung nach leider viel zu schnell und etwas undurchsichtig abgehandelt. Das Ende selbst ist für mich nicht logisch und zufriedenstellend. Fazit: Die ersten zwei Drittel des Romans haben mich fasziniert und gut unterhalten. Leider wurde mein Lesevergnügen durch das zügige und für mich nicht nachvollziehbare zu fantasievolle Ende getrübt. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich eher selten Romane aus diesem Genre lese. Mein herzlicher Dank geht an die Lesejury und den Bastei Entertainment Verlag für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplars.

  • Melanie Waldmeyer

    3/5

    18.12.2017

    eBook (ePUB)

    Düstere Zukunftsvision

    In einer nicht zu fernen Zukunft lebt Samson Freitag in der Bundesrepublik Europa, die von den wohlhabenden europäischen Staaten gegründet wurde, und arbeitet als Lebensberater. Mittlerweile haben viele Roboter die Aufgaben von Menschen übernommen, um deren Leben zu erleichtern. Da es aber dennoch Berufe gibt, wird jeder seinen Fähigkeiten und Interessen entsprechend, in einen, von einem Berater festgelegten, vermittelt. Und Samsons Aufgabe ist es, Beratungsgespräche mit seinen Kunden zu führen, um einen geeigneten Beruf empfehlen zu können. Diese Empfehlung ist natürlich nicht optional, sondern muss strikt umgesetzt werden. Leider verläuft gleich zu Beginn des Romans ein solches Gespräch weniger erfolgreich und Samson schickt Martina, seine Kundin, in die Kontemplation, das heißt Nichtstun. In der Bundesrepublik ist das eigentlich kein Problem, da jeder Bewohner, der nicht arbeiten kann, finanziell vom System abgesichert ist. Martina jedoch hatte Träume und hoffte auf eine gute Empfehlung. Und hier beginnt Samson Freitags Abstieg. Wie kann das jedoch in einer optimalen Gesellschaft geschehen? Seine Beziehung ist seiner Meinung nach zufriedenstellend, seine Freundin jedoch ist von seiner Systemtreue nicht begeistert und verlässt ihn. Hinzu kommt, dass seine Eltern auch nicht unbedingt den Regeln der Bundesrepublik Europa entsprechend leben. Durch die Verknüpfung dieser Umstände verliert er eine beträchtliche Anzahl seiner Sozialpunkte, was ihn nicht nur eine anstehende Beförderung kostet, sondern auch arbeitsunfähig macht. Der systemtreue Anhänger der Optimierungspartei (diese macht es sich zur Aufgabe, mehr Roboter in Berufe zu bringen, um Menschen Aufgaben abzunehmen) wird somit zum Ausgestoßenen, der verzweifelt versucht, wieder ins System hineinzukommen. Prinzipiell finde ich die Idee, dass Roboter langsam Menschen ersetzen, plausibel, jedoch hat das Ganze in diesem Roman keinerlei positive Züge. Eine solche Zukunft erscheint nach der Lektüre nur noch gruselig. Samson Freitag versucht mir ein wenig zu verzweifelt wieder ins System zurückzufinden, obwohl er überall nur noch auf Ablehnung oder Ignoranz stößt (auch von seinen „Freunden“). Dementsprechend ist dieses Verhalten für mich nicht nachvollziehbar. Als er endlich zu sich kommt, Erkenntnis über die Missstände in der Bundesrepublik erlangt und durchschaut, was es wirklich mit der Optimierungspartei und deren Vorsitzendem Herrn Böser auf sich hat, ist es bereits zu spät. Ich muss gestehen, dass mich nicht nur die ganzen Tiefschläge gegen Samson aufgeregt haben, sondern auch das Ende sehr unbefriedigend gestaltet ist. Für Fans von Dystopien ist das Buch sicher geeignet und vielleicht ist es ein Qualitätsurteil für die sprachliche Darstellung der Gesellschaft, dass ich mich so über Samsons Schicksal aufrege, deshalb bleibe ich bei meiner Bewertung im guten Mittelfeld.

  • Bewertung

    aus Köln

    3/5

    04.10.2017

    eBook (ePUB)

    Pessimistisches Zukunftsszenario unserer Gesellschaft aus der Perspektive eines angepassten Mitläufers

    2052 gibt es weder Deutschland noch die EU mehr, sondern die Bundesrepublik Europa, zu der sich die wohlhabenden mitteleuropäischen Staaten zusammengeschlossen haben. Die soziale Marktwirtschaft wurde durch die sogenannte Optimalwohlökonomie abgeschafft. Das System wird dominiert von der Agentur für Lebensberatung, die für jeden Bürger seinen Fähigkeiten und persönlichen Eigenschaften entsprechend die passende Tätigkeit findet. "Jeder an seinem Platz" - so lautet auch die allgegenwärtige Grußformel. Da bereits viele Tätigkeiten von Robotern übernommen werden, ist nicht mehr jeder Mensch nützlich. Für diese ist die Kontemplation vorgesehen, das sozialverträgliche Nichtstun. Samson Freitag lebt in München und ist Lebensberater, der an das System glaubt. Für ihn ist seine Arbeit seine Berufung und er glaubt fest daran, für jeden Menschen den richtigen Platz in der Gesellschaft zu finden. Durch sogenannte Korrekturvermerke, die der Verbesserung des Systems dienen, sammelt er darüber hinaus Sozialpunkte, um sein Ziel der nächsten Beförderung zu erreichen. Doch plötzlich gerät sein angepasstes und überkorrektes Leben aus den Fugen, als seine Freundin ihn verlässt und seine Eltern bei der Straftat erwischt werden, tierisches Fleisch statt dem umweltfreundlichen Synthfleisch zu konsumieren. Auf einen Schlag verliert Samson hunderte von Sozialpunkte und auch seine letzte Lebensberatung wird ihm zum Verhängnis. In einer fortwährenden Abwärtsspirale fällt er aus dem System... "Die Optimierer" ist ein Roman, der knapp 40 Jahre in der Zukunft spielt und eine Dystopie, ein pessimistisches Szenario unserer Gesellschaft darstellt. Die Geschichte ist aus der Perspektive von Samson geschrieben, der zunächst nicht unsympathisch wirkt, sondern vergleichbar mit einem spießigen deutschen Beamten ist. Im weiteren Verlauf wird jedoch klar, dass es Samson weniger um eine Verbesserung der Gesellschaft oder um eine Optimierung des Systems geht, sondern dass er nur sein egoistisches Ziel der 1000 Sozialpunkte verfolgt. Mit seinem Ich-bezogenen Verhalten hat er sich wenig Freunde gemacht, so dass er bei seinem Absturz ganz allein dasteht. Er stellt einen systemkonformen Mitläufer dar, der ohne selbst darüber nachzudenken, alle neuen Gesetze und Regelungen akzeptiert. Seine Eltern und seine Freundin Melanie, die mit einer robotergesteuerten Welt, in der der einzelne Mensch wertlos und ersetzbar ist, nichts anfangen können und dagegen rebellieren, kann Samson nicht verstehen. Der Roman ist zwar durch die eingeführten neuen Techniken, die das Leben der Menschen subjektiv verbessern science-fiction-artig, aber entwirft nicht so ein utopisches Szenario, dass die Welt von morgen, wie sie geschildert wird, als unrealistisch erscheint. Anders als in anderen Dystopien ist der Protagonist kein Held, der gegen ein herrschendes System einer düsteren Zukunftsaussicht ankämpft, sondern es unterstützt und nicht weiter hinterfragt. Auch als er aus dem Raster fällt, zweifelt er die unmenschliche Gesellschaft nicht an, sondern versucht wieder ein Teil von ihr zu werden. Mir hat die Idee hinter dem Roman, die Perspektive einer perfekten Gesellschaft, optimiert von Robotern und Rund-um-die-Uhr-Überwachung, gut gefallen. Die Beschreibung der neuen Welt wirkte zu Beginn des Romans etwas unbeholfen, da auf wenigen Seiten viele Erklärungen durch beispielsweise Radiowerbung erfolgte, statt sie die Neuerungen fließend in die Erzählung einzubauen. Nach dieser Einleitung ließ sich der Roman - bis auf die Träume von Samson, die ich nicht so richtig zu deuten wusste - flüssig lesen. Das Ende des Absturzes von Samson war allerdings etwas verworren, für mich zu verkürzt geschrieben. Dennoch vermittelt der Roman Kritik daran, was passiert, wenn man sich sklavisch an ein System hält, mit der Masse mitschwimmt und die negativen Folgen der vollkommenen Optimierung ohne staatsfreien Raum nicht mehr wahrnimmt oder gar dagegen ankämpft.

  • http://www.literaturlounge.eu

    aus Gießen

    5/5

    16.09.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Also mit dem Satz „Ein…

    Also mit dem Satz „Ein Preisgekröntes Debüt!“, verschreckt man mich ja eher, als dass ich angezogen werde! Somit war eigentlich auch geplant, dieses Buch nach hinten zu legen - aber da war ja noch das Interview mit der Autorin auf der Buchmesse. Dies bedeutete also, zumindest mal anlesen ist angesagt! Dann wurde es draußen dunkel und das „Anlesen“ waren 150 Seiten. Es waren die Seiten der totalen Überwachung durch den Staat, in dem wir Linsen im Auge tragen,  um ins Internet zu kommen oder um von A nach B zu kommen, die mich so fesselten. Wir schlüpfen also in den Lebensberater Samson Freitag, der mehr oder weniger der optimale Beamte und dem Staat, der BEU, treu ergeben ist. In seinen Augen ist alles perfekt. Zumindest bis seine Freundin bei ihm auszieht und seine Eltern verbotenerweise Fleisch essen, was in der BEU verboten ist. Da die Fleischproduktion zu viele Weideflächen benötigt und die BEU sich komplett abgeschottet hat. Die Verwendung von Land ist daher stark reglementiert, wie auch noch vieles andere mehr. Soweit so interessant. Diese totale Überwachung und den beschriebenen glasigen Blick kennt man ja schon irgendwie. Beobachtet einfach mal jüngere Menschen auf der Straße mit ihrem starren Blick auf das Smartphone. Ja und mit Facebook und Konsorten kann man auch jeden Schritt der Menschen verfolgen. Hat schon Überwachungspotential, oder? Zwischendurch habe ich noch das Video von der Buchpremiere gesehen und war begeistert. Kleiner Tipp: Seht es euch bei Youtube oder bei der Autorin auf der Homepage an. Aufgrund der Art der Überwachung und der Beschneidung der Freiheit, war ich wieder recht schnell bei 1984, aber es fehlten mir ja noch 154 Seiten und man sollte sich nicht zu schnell ein Urteil erlauben. Man lernt auf einmal etwas über die Schwarmintelligenz der Roboter und schwupp war ich mit der kompletten Überwachen der Bürger, mit einem Sozialpunktesystem und der Schwarmintelligenz der Roboter bei einer Mischung von besagtem Klassiker von George Orwell und den Borg. Für den Fall, dass sie nicht jedem bekannt sind, die Borg sind eine Spezies aus der Star Trek Reihe, die ebenfalls untereinander verbunden sind und keine individuelle Intelligenz zeigen, sondern nur im Kollektiv agieren, wie bestimmte Roboter in dem Buch von Theresa Hannig. Jetzt komme ich mal langsam zum Ende. Also das mit dem anlesen war bei diesem Buch wirklich schwer, da man schnell in die Geschichte gezogen wird. Man fiebert mit Samson Freitag mit und entwickelt relativ schnell negative Gefühle gegen den führenden Politiker der Optimierer Partei. Man wird zwischenzeitlich komplett auf die falsche Fährte gesetzt. Ich habe dann auf den letzten Seiten verstanden, warum dieses Buch preisgekrönt ist. Das Buch regt sehr zum Nachdenken an und lässt sich trotz allem auch sehr gut lesen, daher hoffe ich, dass dieses Buch seine Leser findet.

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