Produktbild: Hundert Jahre Einsamkeit (Neuübersetzung)

Hundert Jahre Einsamkeit (Neuübersetzung) Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

5945

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.06.2017

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

528

Maße (L/B/H)

21/13,5/4,5 cm

Gewicht

608 g

Farbe

Moosgrün

Auflage

8. Auflage

Originaltitel

Cien años de soledad

Übersetzt von

Dagmar Ploetz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-05021-9

Beschreibung

Rezension

»Ein Klassiker in bestechender Neuübersetzung.« ("NDRkultur")
»Für Lateinamerika bedeutete Gabriel García Marquez' Hundert Jahre Einsamkeit 1967 eine kulturelle Zeitwende. Zum Jubiläum erscheint eine Neuübersetzung, die das Original noch schöner zum Leuchten bringt.« ("NZZ")
» Hundert Jahre Einsamkeit bietet [...] einen kunstvoll ausgearbeiteten Kosmos und macht das Erzählen selbst zum Gegenstand der Geschichte.« ("Deutschlandfunk")
» Hundert Jahre Einsamkeit hat eine derartige Berühmtheit erlangt, dass man seinen Geburtstag feiert. Weil das Buch im Grunde selbst ein Wiegenfest ist und ein Jubiläum bezeichnet, ist es besonders verführerisch, ihm zu gratulieren, als wär’s ein Mensch. 50 Jahre Hundert Jahre Einsamkeit! Ein Buch in den besten Jahren.« ("Der Tagesspiegel")
»Tatsächlich ist es Dagmar Ploetz gelungen, die alte Übersetzung von Curt Meyer-Clason behutsam zu modernisieren. Sie wirft nicht alles über den Haufen und legt doch geschickt Hand an an ein Ausnahmewerk des magischen Realismus in der lateinamerikanischen Literatur.« ("Heilbronner Stimme")
»Gabriel García Márquez' Klassiker des magischen Realismus ist in einer bestechenden Neuübersetzung zu entdecken. [...] Dagmar Ploetz [macht] auf angenehm unprätentiöse Weise die Vielfalt im Stil des Kolumbianers sichtbar.« ("WDR 3 Mosaik")
»Der Roman ist ein Traum. Nun kommt er in einer sehr guten Übersetzung und leinengebunden neu heraus.« ("Schweizer Buchhandel")
»erfrischend neu« ("Nordwestradio")
»Das vor Fabulierlust und Geschichten nur so strotzende Buch liegt hier jetzt in einer neuen Übersetzung vor, mit der man es noch einmal für sich entdecken kann. Und das sollte man tun.« ("Lebensart im Norden")

Produktdetails

Verkaufsrang

5945

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.06.2017

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

528

Maße (L/B/H)

21/13,5/4,5 cm

Gewicht

608 g

Farbe

Moosgrün

Auflage

8. Auflage

Originaltitel

Cien años de soledad

Übersetzt von

Dagmar Ploetz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-05021-9

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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Ein literarischer Geniestreich

Bewertung am 06.07.2020

Bewertungsnummer: 373651

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Sieben Generationen der Familie Buendia und ein Dorf, das mit dieser Familiengeschichte untrennbar verbunden ist. Gabriel Garcia Marquez sprühte stets vor Erzählfreude und mit diesem Werk zeigt er sein ganzes Repertoire. Nicht eine Zeile in diesem Buch würde man als uninteressant bezeichnen und so lohnt es sich, das Buch auch zum dritten und vierten Mal zu lesen. Es sind diese fantastischen Elemente, die in Realität eingebettet sind, die immer wieder aufhorchen lassen. Der Magische Realismus fand im Werk des Literaturnobelpreisträgers seinen Anfang. Irgendwie musste man dieses Phänomen ja bezeichnen, das einen Familienepos vor Lebensgeist übersprudeln lässt. Und mit Dagmar Ploetz hat eine echte Marquez Kennerin die Neuübersetzung gewagt. Weiterhin eines der wichtigsten Bücher unserer Zeit und wie man unschwer erkennen kann, eines meiner persönlichen Lieblingsromane.

Ein literarischer Geniestreich

Bewertung am 06.07.2020
Bewertungsnummer: 373651
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Sieben Generationen der Familie Buendia und ein Dorf, das mit dieser Familiengeschichte untrennbar verbunden ist. Gabriel Garcia Marquez sprühte stets vor Erzählfreude und mit diesem Werk zeigt er sein ganzes Repertoire. Nicht eine Zeile in diesem Buch würde man als uninteressant bezeichnen und so lohnt es sich, das Buch auch zum dritten und vierten Mal zu lesen. Es sind diese fantastischen Elemente, die in Realität eingebettet sind, die immer wieder aufhorchen lassen. Der Magische Realismus fand im Werk des Literaturnobelpreisträgers seinen Anfang. Irgendwie musste man dieses Phänomen ja bezeichnen, das einen Familienepos vor Lebensgeist übersprudeln lässt. Und mit Dagmar Ploetz hat eine echte Marquez Kennerin die Neuübersetzung gewagt. Weiterhin eines der wichtigsten Bücher unserer Zeit und wie man unschwer erkennen kann, eines meiner persönlichen Lieblingsromane.

Literatur als Spöttelei…

Bories vom Berg aus München am 19.06.2020

Bewertungsnummer: 2729362

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Literatur als Spöttelei Geradezu als Definition des «Magischen Realismus» kann man «Hundert Jahre Einsamkeit» des kolumbianischen Nobelpreisträgers Gabriel Garcia Marquez bezeichnen. Dieser inzwischen kanonische Roman brachte seinem Verfasser den literarischen Durchbruch, prägte jahrzehntelang wie kein zweiter die südamerikanische Literatur und wurde in Dutzende von Sprachen übersetzt, mit einer Gesamtauflage von über 30 Millionen Exemplaren. Die Jury in Stockholm verlieh dem Laureaten 1982 die begehrte Auszeichnung «für seine Romane und Erzählungen, in denen sich das Phantastische und das Realistische in einer vielfacettierten Welt der Dichtung vereinen, die Leben und Konflikt eines Kontinents widerspiegeln». Fünfzig Jahre nach der Erstveröffentlichung ist dieser Roman 2017 in einer neuen deutschen Übersetzung erschienen, ein guter Grund für mich, dieses komplexe Werk nach fast zwei Jahrzehnten nun erneut zu lesen! Jose Arcadio Buendia, wegen Mordes vom schlechten Gewissen geplagt, zieht mit seiner Familie in eine abgelegene, sumpfige Region Kolumbiens und gründet dort, fernab jeglicher Staatsgewalt, das Dorf Macondo. Schon bald wird es von einer Gruppe fahrender Zigeuner entdeckt, zu der auch der geheimnisvolle Melchiades gehört, der zum besten Freund des Gründervaters wird. Viele Siedler folgen und lassen sich auch dort nieder, das einsame Dorf wächst, seine Wirtschaft prosperiert. Schließlich wird es gegen erbitterten Widerstand der Einwohner der staatlichen Verwaltung unterstellt und in die Republik eingegliedert. Damit werden die Bewohner auch in den Bürgerkrieg hineingezogen, wobei Oberst Aureliano Buendia, ein Sohn des Stammvaters, zum gefeierten militärischen Führer der liberalen Partei aufsteigt. Die wirtschaftliche Blüte des Dorfes wird mit dem Bau der Eisenbahn gefördert, die Ansiedlung eines nord-amerikanischen Bananen-Konzerns schließlich bringt viele neue Arbeitsplätze nach Macondo. Irgendwann aber offenbart sich die hässliche Fratze des Kapitalismus, streikende Arbeiter samt ihren Familien werden brutal von Maschinengewehren niedergemäht, die 3000 Opfer dieses Massakers in 200 Eisenbahnwaggons verladen und ins Meer versenkt. Nach Jahren endlosen Regens fällt das Dorf allmählich in Agonie, viele Bewohner verlassen den unwirtlichen Ort, die Häuser verfallen, der Dschungel wuchert alles zu. Am Ende schließlich gelingt es Aureliano, dem letzten Sprössling aus dem Buendia-Clan, justament in seiner ebenfalls vorausgesagten Todesstunde die Aufzeichnungen von Melchiades zu entschlüsseln, die das endgültige Verschwinden des Dorfes prophezeien. Dieses wundersame Epos einer skurrilen Familie, allesamt Archetypen, wird in vielen Vor- und Rückgriffen über sechs Generationen hinweg als Allegorie auf die Geschichte Südamerikas erzählt. Das ausufernde Figurenensemble durchlebt grotesk überzeichnet das Auf und Ab des menschlichen Schicksals, Schwächen und Unzulänglichkeiten seiner Akteure entlarvend. Wie im Märchen werden Tote wieder lebendig, andere entschweben in den Himmel oder werden unsichtbar, die Frau des Dorfgründers wird 120 Jahre alt und ist beim Tod auf die Größe eines Säuglings zusammengeschrumpft. Aureliano schließlich, der letzte Buendia, zeugt mit seiner Schwester ein Kind, das mit einem Schweineschwänzchen als einst geweissagtem Menetekel zu Welt kommt und wie die Mutter kurz nach der Geburt stirbt. Leitmotivisch durchzieht immer wieder ein Erschießungskommando als Spannung erzeugender, chronologischer Vorgriff die in vielen, üppig ausgeschmückten Episoden erzählte Geschichte. Mit seiner überbordenden Phantasie beschreibt Garcia Marquez sein psychedelisches Urwalddorf als eine schwermütige, beklemmende Welt voller Aberglauben und Mythen, in der dem einsamen Tod die Hauptrolle zufällt. Literatur, so wird sie an einer Stelle im Buch emblematisch beschrieben, sei «das beste Spielzeug, das man erfunden hatte, um sich über die Leute lustig zu machen». Eine zulässige Deutung auch für diesen Roman?

Literatur als Spöttelei…

Bories vom Berg aus München am 19.06.2020
Bewertungsnummer: 2729362
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Literatur als Spöttelei Geradezu als Definition des «Magischen Realismus» kann man «Hundert Jahre Einsamkeit» des kolumbianischen Nobelpreisträgers Gabriel Garcia Marquez bezeichnen. Dieser inzwischen kanonische Roman brachte seinem Verfasser den literarischen Durchbruch, prägte jahrzehntelang wie kein zweiter die südamerikanische Literatur und wurde in Dutzende von Sprachen übersetzt, mit einer Gesamtauflage von über 30 Millionen Exemplaren. Die Jury in Stockholm verlieh dem Laureaten 1982 die begehrte Auszeichnung «für seine Romane und Erzählungen, in denen sich das Phantastische und das Realistische in einer vielfacettierten Welt der Dichtung vereinen, die Leben und Konflikt eines Kontinents widerspiegeln». Fünfzig Jahre nach der Erstveröffentlichung ist dieser Roman 2017 in einer neuen deutschen Übersetzung erschienen, ein guter Grund für mich, dieses komplexe Werk nach fast zwei Jahrzehnten nun erneut zu lesen! Jose Arcadio Buendia, wegen Mordes vom schlechten Gewissen geplagt, zieht mit seiner Familie in eine abgelegene, sumpfige Region Kolumbiens und gründet dort, fernab jeglicher Staatsgewalt, das Dorf Macondo. Schon bald wird es von einer Gruppe fahrender Zigeuner entdeckt, zu der auch der geheimnisvolle Melchiades gehört, der zum besten Freund des Gründervaters wird. Viele Siedler folgen und lassen sich auch dort nieder, das einsame Dorf wächst, seine Wirtschaft prosperiert. Schließlich wird es gegen erbitterten Widerstand der Einwohner der staatlichen Verwaltung unterstellt und in die Republik eingegliedert. Damit werden die Bewohner auch in den Bürgerkrieg hineingezogen, wobei Oberst Aureliano Buendia, ein Sohn des Stammvaters, zum gefeierten militärischen Führer der liberalen Partei aufsteigt. Die wirtschaftliche Blüte des Dorfes wird mit dem Bau der Eisenbahn gefördert, die Ansiedlung eines nord-amerikanischen Bananen-Konzerns schließlich bringt viele neue Arbeitsplätze nach Macondo. Irgendwann aber offenbart sich die hässliche Fratze des Kapitalismus, streikende Arbeiter samt ihren Familien werden brutal von Maschinengewehren niedergemäht, die 3000 Opfer dieses Massakers in 200 Eisenbahnwaggons verladen und ins Meer versenkt. Nach Jahren endlosen Regens fällt das Dorf allmählich in Agonie, viele Bewohner verlassen den unwirtlichen Ort, die Häuser verfallen, der Dschungel wuchert alles zu. Am Ende schließlich gelingt es Aureliano, dem letzten Sprössling aus dem Buendia-Clan, justament in seiner ebenfalls vorausgesagten Todesstunde die Aufzeichnungen von Melchiades zu entschlüsseln, die das endgültige Verschwinden des Dorfes prophezeien. Dieses wundersame Epos einer skurrilen Familie, allesamt Archetypen, wird in vielen Vor- und Rückgriffen über sechs Generationen hinweg als Allegorie auf die Geschichte Südamerikas erzählt. Das ausufernde Figurenensemble durchlebt grotesk überzeichnet das Auf und Ab des menschlichen Schicksals, Schwächen und Unzulänglichkeiten seiner Akteure entlarvend. Wie im Märchen werden Tote wieder lebendig, andere entschweben in den Himmel oder werden unsichtbar, die Frau des Dorfgründers wird 120 Jahre alt und ist beim Tod auf die Größe eines Säuglings zusammengeschrumpft. Aureliano schließlich, der letzte Buendia, zeugt mit seiner Schwester ein Kind, das mit einem Schweineschwänzchen als einst geweissagtem Menetekel zu Welt kommt und wie die Mutter kurz nach der Geburt stirbt. Leitmotivisch durchzieht immer wieder ein Erschießungskommando als Spannung erzeugender, chronologischer Vorgriff die in vielen, üppig ausgeschmückten Episoden erzählte Geschichte. Mit seiner überbordenden Phantasie beschreibt Garcia Marquez sein psychedelisches Urwalddorf als eine schwermütige, beklemmende Welt voller Aberglauben und Mythen, in der dem einsamen Tod die Hauptrolle zufällt. Literatur, so wird sie an einer Stelle im Buch emblematisch beschrieben, sei «das beste Spielzeug, das man erfunden hatte, um sich über die Leute lustig zu machen». Eine zulässige Deutung auch für diesen Roman?

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