Produktbild: Kaltes Land
Band 3

Kaltes Land Kriminalroman

Aus der Reihe Ein Steiger-Krimi
2

10,30 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

18.09.2017

Verlag

Goldmann

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

18,5/11,6/3 cm

Gewicht

318 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-48617-5

Beschreibung

Rezension

»Norbert Horst ist [...] einer der interessantesten deutschen Kriminalschriftsteller. Genauer gesagt: der Einzige, der aktuellen, gegenwärtigen Polizeialltag in Literatur verwandelt.« ("Die Zeit, Tobias Gohlis")
»Mit seinen jüngsten drei Romanen um den Dortmunder Kommissar Adam, genannt ›Der Steiger‹, ist er zum literarischen Chronisten deutscher Zustände geworden.« ("Die Zeit, Tobias Gohlis")
»Norbert Horst ist ein besonderer Kriminalkommissar: Er schreibt Romane über seinen Alltag und brutale deutsche Wirklichkeit.« ("Die Zeit, Tobias Gohlis")
»Ein absolut integrer Text, der sich seriös mit der Brüchigkeit unserer Gesellschaft auseinandersetzt.« ("Deutschlandfunk")
»›Kaltes Land‹ gelingt ein nüchtern-realistischer, so alltagsgesättigter wie facettenreicher Blick auf das Deutschland unserer Tage.« ("literaturkritik.de")
»Es gibt keine Kriminalromane, zumindest in Deutschland, die authentischer sind als die von Norbert Horst.« ("Elmar Krekeler, Die Welt")
»›Kaltes Land‹ muss man lesen.« ("Elmar Krekeler, Die Welt")
»Ein starker Erzähler, mal nüchtern, mal berührend, immer packend.« ("Bielefelder - Die Illustrierte der Stadt")
»Norbert Horsts Romane liefern mit der richtigen Portion Lokalkolorit ein spannendes, realistisches Bild.« ("buch aktuell")
»Keiner schreibt so spannend aus dem Innenleben der Polizei wie Norbert Horst« ("Bielefelder")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

18.09.2017

Verlag

Goldmann

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

18,5/11,6/3 cm

Gewicht

318 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-48617-5

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Sehr authentische Ermittlergeschichte über das Geschäft mit Flüchtlingen

Schurken.blog aus Österreich am 02.10.2017

Bewertungsnummer: 1052139

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der sympathische Kommissar Steiger ermittelt im dritten Band der Steiger-Reihe im illegalen Geschäftsfeld von Flüchtlingen. Denn mit heimatlosen Hilfesuchenden lässt sich durch Angst und Hoffnung verdammt viel Geld verdienen. Die Löcher im System machen es möglich und so sammeln Menschenfänger, die mit Scheinidentitäten Asylsuchende aufgabeln, nächste Opfer. Manche dienen als Bodypacker zum Transport von Drogen, von anderen werden Organe verkauft oder ins Rotlicht verschachert. Ein sehr authentisch zu lesender Ermittlungsstrang führt den Leser in die Schattenwelt des Asylgesetzes. Denn viele der Asylsuchenden geben falsche Namen an, bekommen von den Menschenfängern weitere Scheinidentitäten und so ist es für Steiger schwierig, die Identität der aufgeschlitzten und ausgenommenen Leiche festzustellen, die in der Nordstraße aufgefunden wurde. Steigers Ermittlung zeigt dem Leser viele Probleme, vor denen Kommissare stehen, wenn sie im Flüchtlingsmilieu ermitteln. Das liest sich verdammt realistisch und verdammt realistisch ist auch das Thema. Denn Organhandel und Missbrauch von Flüchtlingen als Drogenkuriere gibt es auch in der Wirklichkeit. Sehr gesellschaftskritisch wird das Flüchtlingsthema angepackt. Denn alles kommt vor. Ablehnende Figuren, die das "Asylantenpack" lieber gestern als heute abschieben wollen und in jedem männlichen Flüchtling einen Massenvergewaltiger sehen, aber auch Figuren, die um jeden verschwundenen Flüchtling Tränen vergießen und täglich mit den Schwierigkeiten der Systemlöcher zu kämpfen haben. Auch Flüchtende werden gezeigt, wie die Flucht von Arjun und Samira und wie leicht es für Menschenfänger ist, solche Hilfesuchende abzufangen und mit ihnen Geld zu verdienen. Und das auf eine sehr glaubwürdige Art. Verdammt realistisch liest sich das Buch, mit einem überzeugenden, authentischen Ermittlungsstrang. Ein Buch, das nicht nur unterhält, sondern auch nachdenklich stimmt, ob das System, so wie es ist, gut oder nur gut für illegale Einnahmequellen ist. Lesetipp!

Sehr authentische Ermittlergeschichte über das Geschäft mit Flüchtlingen

Schurken.blog aus Österreich am 02.10.2017
Bewertungsnummer: 1052139
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der sympathische Kommissar Steiger ermittelt im dritten Band der Steiger-Reihe im illegalen Geschäftsfeld von Flüchtlingen. Denn mit heimatlosen Hilfesuchenden lässt sich durch Angst und Hoffnung verdammt viel Geld verdienen. Die Löcher im System machen es möglich und so sammeln Menschenfänger, die mit Scheinidentitäten Asylsuchende aufgabeln, nächste Opfer. Manche dienen als Bodypacker zum Transport von Drogen, von anderen werden Organe verkauft oder ins Rotlicht verschachert. Ein sehr authentisch zu lesender Ermittlungsstrang führt den Leser in die Schattenwelt des Asylgesetzes. Denn viele der Asylsuchenden geben falsche Namen an, bekommen von den Menschenfängern weitere Scheinidentitäten und so ist es für Steiger schwierig, die Identität der aufgeschlitzten und ausgenommenen Leiche festzustellen, die in der Nordstraße aufgefunden wurde. Steigers Ermittlung zeigt dem Leser viele Probleme, vor denen Kommissare stehen, wenn sie im Flüchtlingsmilieu ermitteln. Das liest sich verdammt realistisch und verdammt realistisch ist auch das Thema. Denn Organhandel und Missbrauch von Flüchtlingen als Drogenkuriere gibt es auch in der Wirklichkeit. Sehr gesellschaftskritisch wird das Flüchtlingsthema angepackt. Denn alles kommt vor. Ablehnende Figuren, die das "Asylantenpack" lieber gestern als heute abschieben wollen und in jedem männlichen Flüchtling einen Massenvergewaltiger sehen, aber auch Figuren, die um jeden verschwundenen Flüchtling Tränen vergießen und täglich mit den Schwierigkeiten der Systemlöcher zu kämpfen haben. Auch Flüchtende werden gezeigt, wie die Flucht von Arjun und Samira und wie leicht es für Menschenfänger ist, solche Hilfesuchende abzufangen und mit ihnen Geld zu verdienen. Und das auf eine sehr glaubwürdige Art. Verdammt realistisch liest sich das Buch, mit einem überzeugenden, authentischen Ermittlungsstrang. Ein Buch, das nicht nur unterhält, sondern auch nachdenklich stimmt, ob das System, so wie es ist, gut oder nur gut für illegale Einnahmequellen ist. Lesetipp!

Realistischer Kriminalfall mit sehr detaillierter Beschreibung der Ermittlungsarbeit auf Kosten der Spannung

Bewertung aus Köln am 26.03.2018

Bewertungsnummer: 1092229

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein junger Mann mit Migrationshintergrund wird in einer Wohnung in einem Dortmunder Problemviertel tot aufgefunden. Sein Körper war regelrecht ausgeschlachtet, die Organe des Verdauungstrakts entnommen worden. Die Obduktion ergibt, dass er an einer Überdosis Kokain verstorben ist und vermutlich eine große Anzahl an Päckchen der Droge geschluckt haben muss, die ihm nach seinem Tod entnommen worden sind. Bei dem Bodypacker handelt es sich um einen Asylsuchenden, der keine Aussicht auf ein Bleiberecht in Deutschland gehabt hätte und der in seiner Verzweiflung bereit war, für einen falschen Pass und genügend Geld zum Leben, sich an einen skrupellosen Drogendealer zu verkaufen. Die Ermittlungen sind durch die falschen Identitäten und die Angst der Flüchtlinge vor Abschiebung sowie der mächtigen Hintermänner des Drogenkartells erschwert. "Kaltes Land" ist der dritte Kriminalroman aus der Kommissar Steiger-Reihe von Norbert Horst, in der Kriminalhauptkommissar Thomas Adam, genannt Steiger, ermittelt. Es ist der erste Krimi des Autors, den ich gelesen habe, was auch ohne Vorkenntnisse der beiden Vorgängerromane problemlos möglich ist. Norbert Horst ist selbst aktiver Polizist, der in zahlreichen Mordkommissionen ermittelt hat. Seine Kenntnisse der internen Polizeiarbeit lassen den Roman sehr authentisch erscheinen. Der Fall um die für Drogengeschäfte ausgenutzten Flüchtlinge ist nach dem Flüchtlingsstrom nach Deutschland im Jahr 2015 brandaktuell. Laut BKA-Angaben sind derzeit ca. 6.000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Deutschland vermisst. Jeder Asylbewerber sollte bei seiner Einreise nach Deutschland bundesweit registriert und die Fingerabdrücke abgenommen werden. In diesem Kriminalfall wird das System umgangen und die jungen Flüchtlinge bereits vor der erkennungsdienstlichen Behandlung von den Kriminellen mit gefälschten Pässen ausgestattet, die ihnen einen Aufenthaltsstatus in Deutschland garantieren. Auf diese Weise kann ihre wahre Identität nicht zurückverfolgt werden. Sie selbst machen sich erpressbar und sind den Drogendealern hilflos ausgeliefert. Kommissar Steiger ist für mich ein sehr angenehmer Polizeibeamter, da er nicht - wie in vielen anderen Romanen - als Egozentriker, Held, der sein eigenes Ding durchzieht oder mit zahlreichen privaten Problemen beaufschlagt ist, beschrieben wird. So wirkt nicht nur seine Persönlichkeit, sondern auch der Fall durch die eigenen Erfahrungen des Autors, die zweifellos in den Roman eingeflossen sind, sehr realistisch. Die sehr detaillierte Beschreibung der Ermittlungen mit vielen Kollegen im Hintergrund von Steiger sind aber schon so normal, dass die Spannung des Roman darunter leidet. Zudem wurde die Problematik des kniffligen Falls um die Scheinidentitäten und die gefälschten Dokumente mehrfach wiederholt. Durch Horst gewinnt man einen guten Einblick in die Arbeit eines Kriminalhauptkommissars in einem Fall mit einem sehr interessanten Hintergrund. Der Kriminalfall liest sich authentisch wie ein Zeitungsbericht, war mir jedoch in seiner Detailverliebtheit zu langatmig und konnte mich deshalb nicht allumfassend packen. Ich empfand die Umstände der Flüchtlinge und das scheinbar so einfach durchzuführende Verbrechen wesentlich interessanter, als die Lösung des Falls und wer letztendlich hinter des Missbrauchs der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge für die Drogengeschäfte steckte.

Realistischer Kriminalfall mit sehr detaillierter Beschreibung der Ermittlungsarbeit auf Kosten der Spannung

Bewertung aus Köln am 26.03.2018
Bewertungsnummer: 1092229
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein junger Mann mit Migrationshintergrund wird in einer Wohnung in einem Dortmunder Problemviertel tot aufgefunden. Sein Körper war regelrecht ausgeschlachtet, die Organe des Verdauungstrakts entnommen worden. Die Obduktion ergibt, dass er an einer Überdosis Kokain verstorben ist und vermutlich eine große Anzahl an Päckchen der Droge geschluckt haben muss, die ihm nach seinem Tod entnommen worden sind. Bei dem Bodypacker handelt es sich um einen Asylsuchenden, der keine Aussicht auf ein Bleiberecht in Deutschland gehabt hätte und der in seiner Verzweiflung bereit war, für einen falschen Pass und genügend Geld zum Leben, sich an einen skrupellosen Drogendealer zu verkaufen. Die Ermittlungen sind durch die falschen Identitäten und die Angst der Flüchtlinge vor Abschiebung sowie der mächtigen Hintermänner des Drogenkartells erschwert. "Kaltes Land" ist der dritte Kriminalroman aus der Kommissar Steiger-Reihe von Norbert Horst, in der Kriminalhauptkommissar Thomas Adam, genannt Steiger, ermittelt. Es ist der erste Krimi des Autors, den ich gelesen habe, was auch ohne Vorkenntnisse der beiden Vorgängerromane problemlos möglich ist. Norbert Horst ist selbst aktiver Polizist, der in zahlreichen Mordkommissionen ermittelt hat. Seine Kenntnisse der internen Polizeiarbeit lassen den Roman sehr authentisch erscheinen. Der Fall um die für Drogengeschäfte ausgenutzten Flüchtlinge ist nach dem Flüchtlingsstrom nach Deutschland im Jahr 2015 brandaktuell. Laut BKA-Angaben sind derzeit ca. 6.000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Deutschland vermisst. Jeder Asylbewerber sollte bei seiner Einreise nach Deutschland bundesweit registriert und die Fingerabdrücke abgenommen werden. In diesem Kriminalfall wird das System umgangen und die jungen Flüchtlinge bereits vor der erkennungsdienstlichen Behandlung von den Kriminellen mit gefälschten Pässen ausgestattet, die ihnen einen Aufenthaltsstatus in Deutschland garantieren. Auf diese Weise kann ihre wahre Identität nicht zurückverfolgt werden. Sie selbst machen sich erpressbar und sind den Drogendealern hilflos ausgeliefert. Kommissar Steiger ist für mich ein sehr angenehmer Polizeibeamter, da er nicht - wie in vielen anderen Romanen - als Egozentriker, Held, der sein eigenes Ding durchzieht oder mit zahlreichen privaten Problemen beaufschlagt ist, beschrieben wird. So wirkt nicht nur seine Persönlichkeit, sondern auch der Fall durch die eigenen Erfahrungen des Autors, die zweifellos in den Roman eingeflossen sind, sehr realistisch. Die sehr detaillierte Beschreibung der Ermittlungen mit vielen Kollegen im Hintergrund von Steiger sind aber schon so normal, dass die Spannung des Roman darunter leidet. Zudem wurde die Problematik des kniffligen Falls um die Scheinidentitäten und die gefälschten Dokumente mehrfach wiederholt. Durch Horst gewinnt man einen guten Einblick in die Arbeit eines Kriminalhauptkommissars in einem Fall mit einem sehr interessanten Hintergrund. Der Kriminalfall liest sich authentisch wie ein Zeitungsbericht, war mir jedoch in seiner Detailverliebtheit zu langatmig und konnte mich deshalb nicht allumfassend packen. Ich empfand die Umstände der Flüchtlinge und das scheinbar so einfach durchzuführende Verbrechen wesentlich interessanter, als die Lösung des Falls und wer letztendlich hinter des Missbrauchs der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge für die Drogengeschäfte steckte.

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