Wo gehören wir hin? Was ist unser Zuhause in einer Zeit, in der sich immer weniger Menschen sinnstiftend dem Ort verbunden fühlen, an dem sie geboren wurden? In seinem persönlichen Essay beschreibt Daniel Schreiber den Umschwung eines kollektiven Gefühls: Zuhause ist nichts Gegebenes mehr, sondern ein Ort, nach dem wir uns sehnen, zu dem wir suchend aufbrechen. Schreiber blickt auf Philosophie, Soziologie und Psychoanalyse, und zugleich erzählt er seine eigene Geschichte: von Vorfahren, die ihr Leben auf der Flucht verbrachten. Von der Kindheit eines schwulen Jungen in einem mecklenburgischen Dorf. Von der Suche nach dem Platz, an dem wir bleiben können.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
5/5
07.03.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein bewegender Essay über die...
Ein bewegender Essay über die Bedeutung von "Zuhause", ein Wort, das für jeden von uns etwas anderes bedeutet. Man sollte meinen, "Zuhause" wäre etwas Selbstverständliches, um dort anzukommen muss man jedoch einiges an Zeit und Liebe investieren-und zwar in sich selbst. Toll!
Bewertung
5/5
08.05.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wo sind wir zu Hause oder wo und...
Wo sind wir zu Hause oder wo und warum fühlen wir uns heimisch? Diese Fragen beantwortet Daniel Schreiber für sich und auf eine tolle Art und (Schreib-) Weise. Ein tolles Buch!
Bewertung
5/5
05.05.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Daniel Schreibers essayistischer...
Daniel Schreibers essayistischer Schreibstil öffnet unsere Herzen und erreicht genau die richtigen Stellen. Tun Sie sich etwas Gutes und lesen Sie dieses Buch.
Xirxe
aus Bad Pyrmont
4/5
09.08.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Daniel Schreiber gehört zu…
Daniel Schreiber gehört zu den Menschen, die man wohl als Weltbürger bezeichnet. Aus Mecklenburg-Vorpommern stammend, studierte er in Berlin und New York, wo er nach Beendigung seines Studiums noch sechs Jahre lebte. Er kehrte nach Berlin zurück, um allerdings immer wieder mehrere Monate in anderen Städten und Ländern zu verbringen. Als er in eine tiefe Lebenskrise geriet, wurde die Frage, wo sein Zuhause eigentlich ist, zu einem Problem erheblichen Ausmaßes. Seine Gedanken, Reflexionen und Überlegungen dazu sind in diesem Buch festgehalten, die sich abwechseln mit Schilderungen seines Lebens. Für Viele ist die Frage nach dem Zuhause schnell beantwortet: Wenn es nicht der eigene Wohnort ist, dann dort, wo man aufgewachsen ist. Doch was, wenn Beides nicht zutrifft? Wenn die Vergangenheit so schrecklich war, dass jegliches Zuhause-Gefühl verloren ging oder vielleicht nie entstand? Und der eigene Wohnort einem merkwürdig fremd bleibt, vielleicht weil man glaubt, das Beste kommt noch? Daniel Schreiber versucht sich langsam einer Antwort anzunähern, indem er neben eigenen Gedanken unterschiedliche Blickpunkte verschiedener PhilosophInnen, AutorInnen, PsychologInnen usw. einnimmt und diese zu seiner Lebenssituation in Beziehung setzt. Lesende, die sich vielleicht ähnliche Fragen stellen, finden hier sicherlich eine Menge Anregungen und Ideen, ohne dass man jedoch darauf hoffen sollte, eine eindeutige Klärung dieser Fragen zu erhalten. Denn die jeweiligen Lebenswelten sind schlicht zu unterschiedlich und die erlebten Erfahrungen individuell zu verschieden, als dass es die eine Antwort darauf geben könnte, wo und was unser Zuhause ist. Klar ist in jedem Fall: Der Mensch braucht ein Zuhause und es liegt an ihm, sich eines zu schaffen. Dazu noch ein Zitat: "Es kommt sehr viel weniger darauf an, WO man Wurzeln schlägt, als wir oft denken. Worauf es ankommt, ist vielmehr, DASS man Wurzeln schlägt."
Bewertung
5/5
05.08.2019
Buch (Taschenbuch)
Jutta Köhler
Das Buch "Zuhause" von Daniel Schreiber trifft für mich den "Nerv der Zeit". Es geht um den Ort, an dem ich leben möchte und ebenso den momentanen Zeitgeist, d.h. die sehr unruhigen Zeiten und die damit verbundene Sehnsucht nach eben diesem Ort an dem ich leben möchte, zur Ruhe komme, Frieden finde etc..
Ich kann das Buch nur jedem empfehlen. Es ist bereits das 2- te Buch , welches ich von ihm lese. Das andere "Nüchtern" habe ich `gefressen´. Es ist ebenfalls sehr empfehlenswert, für jeden trockenen und werdenden trockenen Alkoholiker, Angehörigen und jeden, den des interessiert.
Persönlich und eng mit biografischen Eckdaten verbunden erzählt Daniel Schreiber, wie der Titel schon verrät, über das Zuhause. Schriftsteller aus einem kleinen Dorf aus der DDR, zuhause in New York, London und Berlin. Seine Homosexualität kommt zur Sprache und seine Kindheit. Im weitesten Sinne habe ich mich an Eduard Louis Das Ende von Eddy erinnert gefühlt - auch wenn es nicht direkt um seine Kindheit geht und auch wenn Zuhause - meist mit der Kindheit verbunden ist. Belesen ist Schreiber - man merkt es an den vielen Schriftsteller Zitaten. Ein Literaturverzeichnis hilft hier den Überblick zu behalten. Der eine oder andere hier zitierte, liegt bereits parat zu lesen. Nett wenn man merkt, dass man einen ähnlichen Buchgeschmack hat. Wo liegt mein Zuhause? Frei nach Tom Rachman: Zuhause ist dort, wo meine Bücher sind. Es ist mein erster Roman von Daniel Schreiber und nach Nüchtern und der Susan Sonntag Biografie sein drittes Buch, dass er veröffentlicht hat. Jetzt wird es Zeit auch die vorangegangenen Bücher zu lesen.
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