Produktbild: Behinderung überwinden?
Band 4

Behinderung überwinden? Organisierter Behindertensport in der Bundesrepublik Deutschland (1950-1990)

Aus der Reihe Disability History

56,50 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.08.2017

Verlag

Campus

Seitenzahl

411

Maße (L/B/H)

21,3/13,9/3,2 cm

Gewicht

525 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-593-50683-8

Beschreibung

Rezension

»Schlunds detailreiche Studie öffnet den Blick für eine in der Geschichtswissenschaft bisher wenig beachtete, sozio-kulturelle Komponente im Leben von Menschen mit Behinderungen. Dies macht "Behinderung überwinden?" gleichermaßen für Historiker sozialer Ungleichheiten wie für die Körper- und Sportgeschichte interessant. […] Das Buch räumt mit dem gängigen Bild des behinderten Elitesportlers auf, indem es die Annahme, Behindertensport sei ein Mittel der Kompensation und Überwindung, durch seine umfassende und differenzierte Betrachtung zur Disposition stellt.« Anna Derksen, H-Soz-Kult, 20.12.2017

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Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.08.2017

Verlag

Campus

Seitenzahl

411

Maße (L/B/H)

21,3/13,9/3,2 cm

Gewicht

525 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-593-50683-8

Herstelleradresse

Beltz Verlagsgruppe GmbH & Co. KG
Werderstr. 10
69469 Weinheim
DE
info@campus.de

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  • Produktbild: Behinderung überwinden?
  • Inhalt
    Einleitung 9
    Begriffserklärungen und Forschungsstand 12
    Fragestellung und Aufbau der Arbeit 21
    Quellenlage 28
    1. Versehrtenleibesübungen (1914-1945) 32
    1.1 "Überwindung des Krüppeltums" - Versehrtenleibesübungen um den Ersten Weltkrieg 33
    1.2 Kriegsopferverbände, Sport und Militär in den 1920er Jahren 37
    1.3 "Körperbehinderte Volksgenossen": Versehrtensport im Nationalsozialismus 43
    2. Versehrtensport und Erwerbsarbeitsparadigma (1950-1968) 51
    2.1 Versehrtensport als Teil der Kriegsopferversorgung 54
    2.2 Akteurskonstellationen und Organisation des Versehrtensports 73
    2.2.1 Etablierung der bundesweiten Versehrtensportorganisation 74
    2.2.2 Versehrtensportorganisation in den Bundesländern 91
    2.2.3 "Die gleichen Ziele über 25 Jahre" - Mitgliederstrukturen und Motivlagen in den Vereinen 99
    2.3 "Üben stärkt - Nicht-üben schwächt" - Diskurs und Praxis des Versehrtensports 109
    2.3.1 Prothetische Versorgung und medizinischer Expertendiskurs: Versehrtensport als therapeutische Heilmaßnahme 110
    2.3.2 Sportbetrieb und Sportbegriff des Versehrtensports 122
    3. Zwischenbetrachtung I - Versehrtensport, Kameradschaft und Intersektionalität 139
    3.1 "Gemütvolle Gebilde der Geselligkeit" - Kameradschaft im Versehrtensport 143
    3.2 Hegemoniale Männlichkeit im Versehrtensport 152
    3.3 Benachteiligung von Frauen im Versehrtensport 156
    3.4 Versehrtensport in der Arbeitsgesellschaft 161
    4. Versehrtensport, Integrations- und Freizeitkonzepte (1969-1975) 166
    4.1 "Eine unerträgliche Diskrepanz" - Zur Angleichung der Förderung kriegs- und zivilbehinderter Menschen 170
    4.2 Die Entdeckung der Freizeit: Sozialwissenschaften und Versehrtensport 183
    4.3 Vom Versehrtensport- zum Behindertensportverband 194
    4.3.1 Sport behinderter Kinder 195
    4.3.2 Frauen im Versehrtensport 206
    4.3.4 Umbenennungsdebatten - Versehrt oder behindert? 217
    4.4 Abbau von Vorurteilen? Die "Weltspiele der Gelähmten" 1972 in Heidelberg 222
    5. Zwischenbetrachtung II - Wertewandel im Behindertensport? 230
    5.1 Grundlagen der Forschung zum Wertewandel 233
    5.2 Vorbedingungen: "Stille Revolution" und wirtschaftlicher Wohlstand 237
    5.3 Selbstbestimmte Freizeitgestaltung behinderter Menschen als Ausdruck von Wertewandel 243
    5.4 Die frühen 1970er Jahre als Scharnierphase des bundesdeutschen Behindertensports 251
    6. Pluralisierungsprozesse, Behindertenleistungssport und Integrationsangebote (1976-1990) 258
    6.1 Ausweitung der Zielgruppen: Gesundheitssport, Rehasport, Seniorensport 262
    6.1.1 Die Gesamtvereinbarung von 1981 263
    6.1.2 Gesundheitssport und Seniorensport 268
    6.2 Sport von Menschen mit geistiger Behinderung 285
    6.2.1 "Freizeiterziehung" und persistente Vorurteile - Determinanten des Sports geistig behinderter Menschen 286
    6.2.2 "Möglichst viel Kontakt" - Konzepte von Freizeitgestaltung als Mittel sozialer Integration 290
    6.2.3 Lebenshilfe, DBS oder DSB - Wer förderte den Sport geistig behinderter Menschen? 293
    6.2.4 Zwischen Leistungsprinzip und Überbehütung - Erste Wettkämpfe geistig behinderter Menschen 300
    6.2.5 Auf dem Weg zu den Special Olympics Deutschland 307
    6.3 Integrationssport als soziale Eingliederung 312
    6.3.1 Integrative Modellversuche nach dem "Göttinger Modell" 314
    6.3.2 Integrationsverständnis in der Spitze DBS 317
    6.3.3 Koexistenz oder Konkurrenz? Initiativen des DSB und die Sportgruppe "city nord" 320
    6.3.4 Integration als "Daueraufgabe" - Debatten um Begriffe und Zuständigkeiten Ende der 1980er Jahre 325
    6.4 Leistungssport behinderter Menschen 332
    6.4.1 Behindertenleistungssport als Element der Selbstbestimmung 334
    6.4.2 "Leistungsexplosion" im paralympischen Sport 341
    6.4.3 Innovative Prothetik und der Wandel des Bildes von Behinderung durch mediale Repräsentation 352
    Schluss 363
    Quellen und Literatur 379
    Dank 410