Produktbild: Die Ausbeutung der sorgenden Gemeinschaft

Die Ausbeutung der sorgenden Gemeinschaft Laienpflege in Deutschland

47,50 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

08.06.2017

Verlag

Campus

Seitenzahl

495

Maße (L/B/H)

22,8/15,6/3,1 cm

Gewicht

710 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-593-50735-4

Beschreibung

Rezension

»Ein absolut lesenswertes Buch, das den Zustand der Gesellschaft und der Pflege sozialkritisch untersucht. Was das Buch vor allem so interessant macht, ist der Blick auf die Pflege mit den Augen einer anderen Profession: Es tauchen unerwartete Aspekte, die im Rahmen der Pflege- und Rechtswissenschaft bisher noch nicht bewertet wurden.« Isabel Romy Bierther, socialnet.de, 22.05.2018

»Eine junge Wissenschaftlerin geht mit der deutschen Pflegepolitik hart ins Gericht. Sie setze gezielt auf Laienpfleger, um Kosten zu sparen. Die Zeche zahlten die Angehörigen.«, Frankenpost, 19.07.2017

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

08.06.2017

Verlag

Campus

Seitenzahl

495

Maße (L/B/H)

22,8/15,6/3,1 cm

Gewicht

710 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-593-50735-4

Herstelleradresse

Beltz Verlagsgruppe GmbH & Co. KG
Werderstr. 10
69469 Weinheim
DE
info@campus.de

Kundinnen und Kunden meinen

0 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel

Helfen Sie anderen Kund*innen durch Ihre Meinung

Kundinnen und Kunden meinen

0 Bewertungen filtern

  • Produktbild: Die Ausbeutung der sorgenden Gemeinschaft
  • Inhaltsverzeichnis

    Einleitung: Rethinking Exploitation und die Ausbeutung von Laienpflege - 11

    Kapitel 1: Ein unbequemes Erbe: Der Marx'?sche Ausbeutungsbegriff und die Soziologie- 22

    1.1 Ökonomistische Hardliner und Humanisten - 23
    1.2 Ausbeutung bei Marx: Begriffliche Verwendung und Status - 25
    1.3 Marx' Ausbeutungsbegriff - 29
    1.4 Blockierte Anschlüsse - 39
    1.5 Zwischenfazit: Mit Marx gegen Marx denken - 46

    Kapitel 2: Ein ehrfurchtsloses Bekenntnis: Analytische Marxisten und Ausbeutung - 50

    2.1 Geläuterte Marxisten - 50
    2.2 Imagine oder die Idee einer besseren Alternative: Der Ausbeutungsbegriff
    John Roemers - 53
    2.3 Gerald A. Cohen und das schlichte Argument - 64
    2.4 Die Intersektionalität von Ausbeutungsformen bei Erik O. Wright - 66
    2.5 Zwischenfazit: Uneingelöste Versprechen - 72

    Kapitel 3: Ausbeutung ist keine Männersache:
    Ausbeutungstheoretische Beiträge feministischer Theoriebildung - 75

    3.1 Eine unglückliche Ehe: Hausfrauen, Proletarier und die feministische Marx-Kritik - 75
    3.2 Exploitation comes home: Zur Bedeutung von Hausarbeit im Kapitalismus - 78
    3.3 Frauen, die letzte Kolonie: Der Bielefelder Subsistenzansatz - 82
    3.4 Ausbeutung von Hausarbeit als Wertminderung - 88
    3.5 Aus der Hausarbeitsdebatte lernen - 91
    3.6 Fluch und Segen: Perspektiverweiterungen im Kontext der Care-Forschung - 93
    3.7 Die Care-Seite des Werts: Externalisierung, Exterritorialisierung
    und Wert-Abspaltung - 96
    3.8 Zwischenfazit: Feministische Theorie als Vademekum - 99

    Kapitel 4: Schließung, Rentenbildung, Exklusion: Alternativen zu Ausbeutung? - 102

    4.1 Ausbeutung in der Sozialstrukturanalyse: Ein toter Klassiker - 102
    4.2 Geschlossene Gesellschaft: Die Theorie sozialer Schließung - 104
    4.3 Vorteile durch Marktversagen: Rentenbildung - 111
    4.4 Die bevölkerten Randzonen der Gesellschaft: Exklusion - 116
    4.5 Die Synthese von Ausbeutung und Ausschließung - 119
    4.6 Zwischenfazit: Ausschluss als Komplement von Ausbeutung - 134

    Kapitel 5: Die Ausbeutungsdynamik von Nutzung durch Ausschluss - 135

    5.1 Keeping it simple: Ein basales Ausbeutungsverständnis - 135
    5.2 Schritte zu einer Soziologie der Ausbeutung von Sorgearbeiten - 138
    5.3 Was bisher geschah: Bilanz der theoretischen Exkursionen - 139
    5.4 Ausbeutung und Ausschluss: Ein Arbeitskonzept - 144
    Kapitel 6: Die Altenpflegekrise und die Ausbeutung der Care-Reserve - 157

    6.1 Die Demografisierung sozialer Spannungsverhältnisse - 157
    6.2 Pflege im Kontext der Krise des deutschen Reproduktionsmodells - 161
    6.3 Beruf oder Berufung? Altenpflege als unvollständige Profession und
    weiblich-fürsorgliches Stammterrain - 164
    6.4 Gendering the welfare state: Die privatistisch-familialistische Pflegekultur
    des deutschen Sozialstaats - 177
    6.5 Die Einführung der sozialen Pflegeversicherung - 185
    6.6 Wachsender Hilfebedarf versus abnehmendes Helferpotenzial:
    Die steigende Bedeutung informeller Netzwerke - 197

    Kapitel 7: Ausbeutung empirisch untersuchen: Bemerkungen zum
    methodischen Vorgehen - 205

    7.1 Ausbeutung als relational work - 205
    7.2 Ein triangulierendes Vorgehen - 207
    7.3 Sampling - 209
    7.4 Felderschließung - 210
    7.5 Datenerhebung und Aufbereitung - 213
    7.6 Die Auswertung des Materials - 219
    7.7 Fallkonstruktion - 222

    Kapitel 8: Geschichten gegen das Heldentum:
    Pflegende Angehörige als Dienstboten der Nation - 223

    8.1 Direkte und indirekte Interventionen des Gesetzgebers für eine Sozialpolitik
    aus der Nähe - 225
    8.2 Stille Heldinnen oder stille Opfer? Drei Fallbeispiele - 238
    8.3 Die Aktiv(iert)e: Was ich raushole, das kann ich auch reinbringen - 239
    8.4 Die Dienstbotin: Sie sind Dienstleistung. Sie sind immer in Bewegung.
    Und sie machen das eigentlich für nichts. - 249
    8.5 Die Einzelkämpferin: Sie hat Pflegestufe drei, meine Tochter, aber wir
    machen alles selbst. - 259
    8.6 Zwischenfazit: Eine Sozialpolitik mit Risiken und Nebenwirkungen - 267

    Kapitel 9: The shadow state: Freiwillig Engagierte in der Pflege - 273

    9.1 Totgesagte leben länger: Wiederentdecktes Engagement im Rhythmus
    gesellschaftlicher Krisenzyklen - 273
    9.2 An Ensemble of Superwomen: Die Fallbeispiele - 289
    9.3 Ein Gemeinwohlunternehmen - 291
    9.4 Eine ehemalige Pflegehilfskraft: Jetzt als Erwerbsunfähiger mit meinen 700 Euro Rente, ich muss ja auch noch nebenbei ein bisschen was machen. - 300
    9.5 Die Degradierte: Du wirst noch gebraucht. Ich denke, das war einfach für mich auch so
    das ganz, ganz Wichtige. - 306
    9.6 Die Unruheständlerin: Ich muss immer irgendwas tun, und ich bin auch immer
    am Gucken. - 312
    9.7 Zwischenfazit: Der Kitt, der unsere Demokratie zusammenhält - 317

    Kapitel 10: Dieses Potenzial müssen wir aktivieren: Langzeitarbeitslose in der Altenpflege - 322

    10.1 Aktivierende Arbeitsmarktpolitik und Pflegekrise - 322
    10.2 Ausbeutung in der stationären und ambulanten Pflege: Die Fallbeispiele - 332
    10.3 Eine stationäre Pflegeeinrichtung: … dass wir immer noch hier die geringsten
    Pflegesätze haben … - 335
    10.4 Spezifika ambulanter Pflege - 345
    10.5 Die Arbeitsvermittlung: … dass nicht immer eine entsprechende Ausbildung
    vorliegen muss, um in diesem Bereich arbeiten zu können. - 355
    10.6 Zwischenfazit: Letztlich steht und fällt alles mit dem Pflegepersonal.
    Das ist ja der höchste Kostenfaktor … - 365

    Kapitel 11: Sklavinnen des 21. Jahrhunderts: Osteuropäische Pflegekräfte
    in deutschen Pflegehaushalten - 370

    11.1 Swept Under the Rug: Die Rückkehr der Dienstmädchen - 371
    11.2 Migrantische Pflegekräfte: Eine dienstbare Alternative - 375
    11.3 Die Fallbeispiele: Jederzeit in guten Händen - 392
    11.4 Das Gruppengespräch: Das ist Sklaverei des 21. Jahrhunderts - so nennen wir es. - 393
    11.5 Eine Pflegekraft: Ich schlafen mit Oma zusammen - ich nicht schlafen. - 402
    11.6 Ein Arbeitgeber: Ärmere Gegenden - da steht Familiensinn noch hoch im Kurs. - 406
    11.7 Zwischenfazit: Poor services for poor people? - 412

    Kapitel 12: Fazit oder: Die Ausbeutung der Care-Reserve als Kaskadeneffekt - 419

    12.1 Theoretische Abstraktion und empirische Untersuchung - 419
    12.2 Zurück zu den Anfängen - 420
    12.3 Die kaskadenförmige Ausbeutung von Laienpflege - 436
    12.4 Ausblick: Community Capitalism - 450

    Schluss: Für eine Profanierung des Ausbeutungsbegriffes - 455

    Anhang - 463

    Danksagung - 495