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Die Taugenichtse Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

05.05.2017

Verlag

dtv

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

21,6/13,9/2,2 cm

Gewicht

357 g

Farbe

Senf

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The Lonely Londoners

Übersetzt von

Miriam Mandelkow

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-28117-1

Beschreibung

Rezension

Samuel Selvon lässt Resignation und Lebensmut seiner ›Taugenichtse‹ lebendig werden. Er bringt sie nah. ("Dresdner Neueste Nachrichten")
Selvon hat ein sehr warmherziges, menschliches Buch geschrieben, das in einem ganz eigenen Straßenslang verfasst ist - ein stark mit Kreolisch vermischtes Englisch. ("Frankfurter Neue Presse")
Selvon hat ein sehr warmherziges Buch geschrieben, das in stark mit Kreolisch vermischtem Englisch erzählt wird. Die presgekrönte Übersetzerin Miriam Mandelkow hat dies gekonnt ins Deutsche übertragen. ("Mannheimer Morgen")
Es ist ein Episodenroman. Er ist voller Tempo, er ist voller subversivem Humor, voller Witz und er erzählt, wie diese neuen Zuwanderer sich im kalten London zurechtfinden müssen. ("rbb radioeins")
Ein luftiger und ›frischer‹ Roman, der erstaunlich zeitgemäß anmutet, thematisch, aber auch in der literarischen bzw. insbesondere der sprachlichen Gestaltung. ("WDR COSMO")
Mit der deutschen Erstauflage des Romans ›Die Taugenichtse‹ ist dem Deutschen Taschenbuch Verlag ein Coup gelungen. ("Die Presse am Sonntag")
Es ist ein anregendes Sprach-Kunstwerk geworden, ein unterhaltsames Lese-Erlebnis und ein endlich ins Deutsche übertragener Roman, der - obwohl schon 61 Jahre alt - frisch und frech wirkt wie am ersten Tag. ("rbb Radio 3")
Sam Selvons Roman erzählt von der Transformation einer Stadt und könnte aktueller nicht sein. ("Deutschlandfunk")
Selvon arbeitet mit einem Dialekt, den er gebastelt hat aus dem Sound der Einwanderer, deren Slang. ("HR 1")
›The Lonely Londoners‹ ist auch heute noch und in seiner deutschen Fassung ein schöner Text zur Migration. ("Stuttgarter Zeitung")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

05.05.2017

Verlag

dtv

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

21,6/13,9/2,2 cm

Gewicht

357 g

Farbe

Senf

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The Lonely Londoners

Übersetzt von

Miriam Mandelkow

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-28117-1

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
Tumblingerstr. 21
80337 München
Deutschland
Email: kundenservice@dtv.de
Url: www.dtv.de
Telephone: +49 89 381670

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  • Lilli33

    4/5

    04.08.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Absolut lesenswert

    Unter dem Titel „The Lonely Londoners“ veröffentlichte Samuel Selvon diesen Roman bereits 1956 in England. Nun ist er erstmals auch auf Deutsch erschienen. Auch wenn mittlerweile etwa sechzig Jahre vergangen sind, ist der Text auch heute noch von aktueller Bedeutung. Ab 1948 holt die britische Regierung billige Arbeitskräfte aus den karibischen Kolonien nach Großbritannien. Einer der Ersten, die in London Fuß fassen, ist Moses. Er fühlt sich verpflichtet, die Neuankömmlinge aus Trinidad, Jamaika, Barbados, Grenada oder Antigua unter seine Fittiche zu nehmen, ihnen bei der Wohnungs- und Arbeitssuche zu helfen, sie auch mal bei sich in seinem schäbigen Zimmer wohnen zu lassen, wenn es anders nicht geht. Dabei fehlt es ihm selbst an allen Ecken und Enden. Obwohl er Nacht für Nacht in der Fabrik schuftet, kommt er auf keinen grünen Zweig. Längst hat er resigniert. Vom einstigen Optimismus bei seiner Ankunft in Waterloo Station ist nicht viel übrig geblieben. Doch Moses ist eine gute Seele, der Mittelpunkt der karibischen Gemeinschaft in Bayswater, London. Als Gegensatz zu Moses lernen wir in „Die Taugenichtse“ aber auch andere Zuwanderer kennen, Galahad, Big City, Five past Twelve und wie sie alle heißen. Sie haben noch Hoffnung, dass sie etwas erreichen, dass sie ein weißes Mädchen heiraten oder dass sie als reicher Mann in die Heimat zurückkehren können. Mit allen möglichen Tricks halten sie sich über Wasser, suchen Arbeit, leben in den Tag hinein, genießen das Leben, streiten und vertragen sich wieder. Und wenn es darauf ankommt, halten sie zusammen. Von den Weißen werden die sogenannten Mokkas abgelehnt, höchstens geduldet. Wie auch heute bei uns hat man Angst, dass die Fremden, die Dunkelhäutigen, den Einheimischen die Arbeitsplätze wegnehmen. Sehr speziell ist die Sprache, die Samuel Selvon verwendet. Es ist eine Art Pidgeon, Umgangssprache, gebrochen, so wie man es sich eben vorstellt, dass diese Protagonisten sprechen. Allerdings sind nicht nur die Dialoge in dieser Sprache, sondern der gesamte Text. Dies erzeugt eine sehr authentische Atmosphäre, die einen gewissen Sog ausübt. Der Roman gibt nicht nur Einblick in das Leben der „Neu-Londoner“ in den 1950er Jahren, sondern ein wenig auch in deren Kultur und Bräuche in der karibischen Heimat. Ich fand die Lektüre sehr interessant und habe einige der Protagonisten ins Herz geschlossen. Ich hätte mir lediglich noch mehr Tiefe und eine ausführlichere Erzählung gewünscht.

  • Lilli33

    4/5

    05.05.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Absolut lesenswert Unter dem…

    Absolut lesenswert Unter dem Titel „The Lonely Londoners“ veröffentlichte Samuel Selvon diesen Roman bereits 1956 in England. Nun ist er erstmals auch auf Deutsch erschienen. Auch wenn mittlerweile etwa sechzig Jahre vergangen sind, ist der Text auch heute noch von aktueller Bedeutung. Ab 1948 holt die britische Regierung billige Arbeitskräfte aus den karibischen Kolonien nach Großbritannien. Einer der Ersten, die in London Fuß fassen, ist Moses. Er fühlt sich verpflichtet, die Neuankömmlinge aus Trinidad, Jamaika, Barbados, Grenada oder Antigua unter seine Fittiche zu nehmen, ihnen bei der Wohnungs- und Arbeitssuche zu helfen, sie auch mal bei sich in seinem schäbigen Zimmer wohnen zu lassen, wenn es anders nicht geht. Dabei fehlt es ihm selbst an allen Ecken und Enden. Obwohl er Nacht für Nacht in der Fabrik schuftet, kommt er auf keinen grünen Zweig. Längst hat er resigniert. Vom einstigen Optimismus bei seiner Ankunft in Waterloo Station ist nicht viel übrig geblieben. Doch Moses ist eine gute Seele, der Mittelpunkt der karibischen Gemeinschaft in Bayswater, London. Als Gegensatz zu Moses lernen wir in „Die Taugenichtse“ aber auch andere Zuwanderer kennen, Galahad, Big City, Five past Twelve und wie sie alle heißen. Sie haben noch Hoffnung, dass sie etwas erreichen, dass sie ein weißes Mädchen heiraten oder dass sie als reicher Mann in die Heimat zurückkehren können. Mit allen möglichen Tricks halten sie sich über Wasser, suchen Arbeit, leben in den Tag hinein, genießen das Leben, streiten und vertragen sich wieder. Und wenn es darauf ankommt, halten sie zusammen. Von den Weißen werden die sogenannten Mokkas abgelehnt, höchstens geduldet. Wie auch heute bei uns hat man Angst, dass die Fremden, die Dunkelhäutigen, den Einheimischen die Arbeitsplätze wegnehmen. Sehr speziell ist die Sprache, die Samuel Selvon verwendet. Es ist eine Art Pidgeon, Umgangssprache, gebrochen, so wie man es sich eben vorstellt, dass diese Protagonisten sprechen. Allerdings sind nicht nur die Dialoge in dieser Sprache, sondern der gesamte Text. Dies erzeugt eine sehr authentische Atmosphäre, die einen gewissen Sog ausübt. Der Roman gibt nicht nur Einblick in das Leben der „Neu-Londoner“ in den 1950er Jahren, sondern ein wenig auch in deren Kultur und Bräuche in der karibischen Heimat. Ich fand die Lektüre sehr interessant und habe einige der Protagonisten ins Herz geschlossen. Ich hätte mir lediglich noch mehr Tiefe und eine ausführlichere Erzählung gewünscht.

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