Zeitenwandel Transformationen geschichtlicher Zeitlichkeit nach dem Boom
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
03.04.2017
Abbildungen
6, mit 6 Abbildungen
Herausgeber
Fernando EspositoVerlag
Vandenhoeck + RuprechtSeitenzahl
280
Maße (L/B/H)
23,9/16,4/2,8 cm
Gewicht
597 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-525-30100-5
An die Stelle von Fortschritt, Aufbruch und Machbarkeitsglaube traten in weiten Teilen der westlichen Gesellschaften apokalyptische Visionen atomarer und ökologischer Katastrophen sowie eine Diskreditierung von Utopien und teleologischem Denken. Die »offene Zukunft«, die sich zu Beginn der Neuzeit aufgetan hatte, schien sich zu schließen und wurde zu einer Projektionsfläche für Bedrohungen, die es, so überhaupt noch möglich, zu verhindern galt. Dementsprechend verschoben sich auch die Deutungen von Gegenwart und Vergangenheit. Nebst einer traumatischen Vergangenheit, die nicht vergehen wollte, erinnerte man sich diverser nützlich-nostalgischer Vergangenheiten. Angesichts der rasanten Auflösung zahlreicher Selbstverständlichkeiten der Industriemoderne stifteten sie die Orientierung, welche die Gegenwart nicht liefern konnte. Ein beredtes Beispiel hierfür ist die Flut an Postismen, mit deren Hilfe sich die Zeitgenossen zu verorten versuchten. Gerade die Konjunktur der Selbstbeschreibungen Postmoderne und Posthistoire zeugt nicht nur davon, dass die Zeitgenossen einen Bruch mit längerfristigen Strukturen diagnostizierten, sondern dass es im Kern um die Fragen von Zeit und Geschichte ging.
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