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Produktbild: Das Pfingstwunder
Artikelbild von Das Pfingstwunder
Sibylle Lewitscharoff

1. Das Pfingstwunder

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Das Pfingstwunder

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Frank Arnold

Spieldauer

7 Stunden und 17 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

11.09.2016

Hörtyp

Lesung

Fassung

gekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

263

Verlag

Audiobuch

Sprache

Deutsch

EAN

9783958622807

Beschreibung

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Ja

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Frank Arnold

Spieldauer

7 Stunden und 17 Minuten

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Ja

Erscheinungsdatum

11.09.2016

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Fassung

gekürzt

Medium

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263

Verlag

Audiobuch

Sprache

Deutsch

EAN

9783958622807

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  • Bewertung

    5/5

    07.11.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tänzelnd und leichtfüssig durch Dantes drei Jenseitsreiche

    "Das Pfingstwunder" ist eine vergnügliche und leichtfüssige Berichterstattung von einem aus dem Ruder gelaufenen internationalen Dante-Kongress in Rom, welcher das Heilige und Profane auf unterhaltsame Weie miteinander verknüpft. Sibylle Lewitscharoff tänzelt virtuos und mit grossem philologischen Fachwissen (das sie in ihrer Danksagung offenlegt) durch die Göttliche Komödie, die zu den grössten Dichtungen der Weltliteratur gehört. Ohne akademisch zu werden reflektiert sie lust- und phantasievoll die jahrhundertealte und zum Teil ausufernde Dante-Rezeption im deuschsprachigen Raum und anderswo (immerhin gilt die Göttliche Komödie als das meistkommentierte literarische Werk nach der Bibel). Dabei kommen auch einige der vielen hervorragenden deutschen Dante-Übersetzungen zur Sprache, was die Vielfalt der möglichen Zugänge illustriert. "Das Pfingstwunder" bietet sich für den Dante-Laien als idealen Appetizer an, der Lust auf den Originaltext machen kann, und für den Dante-Kenner ist es ein opulentes Festmahl und ein schöner Ausgleich für die mitunter staubtrockenen akademischen Kommentare.

  • Bories vom Berg

    aus München

    3/5

    01.10.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Herrgottzack Dantes Hauptwerk…

    Herrgottzack Dantes Hauptwerk «La divina commedia» liefert im Wesentlichen den Stoff für den neuen Roman «Das Pfingstwunder» von Sibylle Lewitscharoff. Die Büchner-Preisträgerin lässt deutlich Ihre Vorliebe für anspruchsvolle Sujets erkennen, die sie im Stil des magischen Realismus in Prosa umsetzt, geschrieben in einer mit kreativen Wortbildungen überreich ausgeschmückten, angenehm zu lesenden Sprache. Urheber der gewaltigen Bilderflut, die sie damit beim Leser erzeugt, ist zum großen Teil Dante Alighieri, dessen «Göttliche Komödie» in über fünfzig deutschen Übersetzungen erschienen ist und hinter der Bibel weltweit den Platz zwei der meistverbreiteten literarischen Werke einnimmt. Ein Jahrtausendwerk, das hier derart umfangreich zitiert und kommentiert, erklärt und gedeutet wird, dass man fast schon von einem episch ergänzten populär-wissenschaftlichen Buch sprechen könnte. Und genau darin liegt, wie ich meine, auch dessen eigentlicher Wert, denn Hand aufs Herz: Welcher heutige Romanleser hat Dante denn wirklich gelesen? Äußerer Rahmen der Handlung ist ein internationaler Kongress von Danteforschern, der in einem prächtigen Saal des Malteserordens auf dem Aventin in Rom stattfindet. Dort haben sich vierunddreißig Wissenschaftler aus der ganzen Welt zu ihrem jährlichen Treffen versammelt, um sich an den drei Tagen vor Pfingstsonntag 2013 in Vorträgen und Diskussionen über die «Commedia» auszutauschen. Ich-Erzähler in diesem Roman ist der deutsche Tagungsteilnehmer Gottlieb Elsheimer, zweiundsechzig Jahre alt, Professor für Romanistik in Frankfurt, der es nach eigenem Bekunden «als Dante-Gelehrter zu einigem Ansehen gebracht hat, allerdings in einer sehr überschaubaren Gemeinde». Seine «ziemlich abgebrüht» scheinende Selbstsicherheit jedoch hat arg gelitten seit diesem Kongress: «Was vor wenigen Tagen in Rom geschah, hat jedoch alles über den Haufen geworfen». Als nämlich gegen Ende der Tagung mit vielen exzellenten Vorträgen, die auch Elsheimer als bereichernd empfand, die Glocken des Vatikans Pfingsten einläuten, geraten die Teilnehmer in eine unerklärliche Euphorie, sprechen plötzlich in vielen Muttersprachen wild durcheinander und verstehen einander trotzdem. In der Apostelgeschichte des Neuen Testaments wird berichtet, dass mit der Ausgießung des Heiligen Geistes durch Jesus die versammelten Jünger auf einmal in fremden Sprachen reden konnten, ein Wunder war geschehen, wichtige Voraussetzung für ihre christliche Mission. Auf dem Aventin war ebenfalls eine Art Pfingstwunder geschehen, nur dass hier die Teilnehmer, berauscht von Dantes Visionen, schließlich auch noch ekstatisch auf die Fensterbretter steigen, hinaushüpfen und den Gesetzen der Schwerkraft trotzend auf Nimmerwiedersehen ins Jenseits entschweben. Als einziger nicht diesem orgiastischen Rausch Erlegener bleibt Elsheimer zurück, er grübelt fortan, was ausgerechnet ihn denn ausgeschlossen habe. Die Autorin ist als studierte Religionswissenschaftlerin bei diesem Stoff fürwahr in ihrem Element, ergeht sich in vielen klugen Reflexionen über die aus heutiger Sicht naive Darstellung Dantes, seine rigorosen, spätmittelalterlichen Vorstellungen. Die vielen historischen Figuren, denen Dante unter Führung Vergils im Jenseits begegnet, werden in Elsheimers Erzählung ergänzt um neuzeitliche Sünder von Stauffenberg bis Snowden, die Dantes rigider Klassifizierung der Sünder keinesfalls unterworfen werden dürften. Ob der Leser dieses Buch nun als Einführung in das berühmteste Werk Dantes auffasst oder es als ironisch erzählte Gelehrtensatire liest, sprachlich kommt er wie schon erwähnt voll auf seine Kosten. Das tröstet dann auch über einige Längen hinweg, die den Lesegenuss früher oder später zu schmälern beginnen, weil die danteverliebte Autorin sich unentwegt gar zu ausführlich in den Strukturen mittelalterlicher Jenseitsvorstellungen verliert. Im Roman ruft sich Elsheimer aus gleichartigen Abschweifungen meist auf gut schwäbisch zurück: «Herrgottzack!»

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